Kaninchenfleisch, bekannt für seine Zartheit und milden Geschmack, ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Gericht in der europäischen Kochkunst. Vor allem in der traditionellen Küche ist es ein Fixpunkt an Festtagen und besonderen Anlässen. Der Kaninchenbraten nach Großmutters Art zählt zu den Klassikern – nicht nur wegen seiner herzhaften Aromen, sondern auch wegen der liebevollen Zubereitungsmethode, die Geschmack und Zartheit des Fleischs optimal hervorhebt. In den bereitgestellten Rezepten wird der Kaninchenbraten meist durch Schmoren und Braten in Kombination mit aromatischen Zutaten wie Rotwein, Brühe, Knoblauch oder Buttermilcheinlage zubereitet. Dieser Artikel beschreibt detailliert die Zutaten, die Zubereitungsschritte sowie die Empfehlungen zu Beilagen und Weinauswahl. Zudem werden Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit gegeben.
Zutaten und Zubereitung
Grundrezept Kaninchenbraten nach Großmutters Art
Für ein typisches Rezept wie von Koch-mit.de oder Eat.de vorgestellt, werden folgende Zutaten benötigt:
Zutatenliste (für 4 Portionen)
- 1 ganzes, küchenfertiges Kaninchen oder alternativ 4 Kaninchenkeulen
- 4 EL Senf
- 1 Bund Suppengrün (bestehend aus Möhre, Sellerie und Petersilie)
- 1 große Zwiebel
- 1–2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Brühe (Geflügel- oder Wildbrühe)
- 200 ml Rotwein
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Wacholderbeeren
- 1 TL getrockneter Thymian
- ½ TL getrockneter Majoran
- 100 g Sahne
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zusätzlich können Beilagen wie Rotkraut, Sauerkraut, Ofengemüse oder Klöße empfohlen werden, je nach Rezept.
Zubereitungsschritte
Vorbereitung des Kaninchens:
Das küchenfertige Kaninchen wird kalt abgespült und mit Küchenpapier trocken getupft. Es wird rundum mit Senf eingerieben, um die Haut zusätzlich zu kräftigen.Vorbereitung des Gemüses:
Suppengrün, Zwiebeln und Knoblauch werden gewaschen und klein geschnitten. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen werden ebenfalls gehackt.Braten:
In einem Bräter wird Olivenöl erhitzt. Die Kaninchenstücke werden beidseitig angebraten, bis eine goldbraune Kruste entsteht. Anschließend werden die angebratenen Teile aus dem Bräter genommen.Bratreste und Aromen:
In dem gleichen Bräter werden Zwiebeln, Knoblauch und Suppengrün mit Tomatenmark angeröstet. Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Thymian und Majoran werden hinzugefügt.Schmoren:
Das Kaninchen wird wieder in den Bräter gegeben und mit Brühe und Rotwein übergossen. Alles wird mit einem Deckel versehen und für ca. 45–60 Minuten bei mittlerer Hitze geschmort.Abgeschmeckt und serviert:
Vor dem Servieren wird die Sauce mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Optional kann Sahne hinzugefügt werden, um die Sauce cremiger zu machen.
Alternative Zubereitung mit Buttermilcheinlage
Eine weitere Variante wird auf Eat.de beschrieben, bei der das Kaninchen über Nacht in einer Buttermilch-Marinade ruht. Dieser Schritt hat den Vorteil, dass das Fleisch besonders zart und saftig wird.
Buttermilch-Marination (für 4 Portionen)
- 4 Kaninchenkeulen
- 500 ml Buttermilch
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Wacholderbeeren
- 1 TL Kümmel
- Salz und Pfeffer
- Optional: 100 ml Weißwein anstelle von Teil der Buttermilch
Zubereitung der Buttermilch-Marinade
Vorbereitung der Keulen:
Die Kaninchenkeulen werden abgespült und in eine ofenfeste Schale gelegt.Marinade herstellen:
Buttermilch, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Kümmel, Salz und Pfeffer werden in der Schale mit den Keulen gemischt.Übernacht ruhen lassen:
Die Keulen werden über Nacht im Kühlschrank ziehen gelassen.Anbraten und Schmoren:
Am nächsten Tag werden die Keulen abgetropft und in einem Bräter mit etwas Butter angebraten. Anschließend werden sie mit Wasser übergossen und für 45–60 Minuten im Ofen (180 °C Umluft) geschmort.Sauce binden:
Die Soße wird abgesiebt und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Speisestärke gebunden.
Mediterrane Variante
Bei Die Frau am Grill wird ein anderes Rezept vorgestellt, das mediterrane Aromen hervorhebt. Hier wird das Kaninchen mit Olivenöl, Speckwürfeln, Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Rosmarin und Rotwein geschmort.
Zutatenliste (für 4 Portionen)
- 1–2 Kaninchenstücke (oder 4 Keulen)
- Olivenöl
- 100 g Speckwürfel
- 1 Zwiebel
- 2–3 Kartoffeln
- 1 Karotte
- Rosmarin
- Rotwein
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Zubereitung
Einreiben und anbraten:
Die Kaninchenstücke werden mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt und in Olivenöl kurz angebraten.Speck und Zwiebeln andünsten:
Die Speckwürfel werden im Bräter angebraten, danach die Zwiebeln dazugegeben und mit angebraten.Mehl rühren:
Ein Schuss Mehl wird über die Speck- und Zwiebelmischung gegeben und kurz gerührt, um eine leckere Bratbutter zu entstehen.Schmoren mit Rotwein:
Der Rotwein wird hinzugegeben, die Kaninchenstücke wieder in den Bräter gelegt und mit Kartoffeln und Karotten sowie Rosmarin belegt. Alles wird bei ca. 160 °C für eine Stunde mit Deckel geschmort.Servieren:
Der Deckel wird entfernt, gegebenenfalls wird etwas Brühe nachgefügt, und nach weiteren 20–30 Minuten wird das Gericht serviert.
Tipps und Empfehlungen
Beilage und Weinempfehlungen
Alle drei Rezeptvarianten lassen sich mit passenden Beilagen und Getränken gut kombinieren.
Beilage:
Klassisch passen zu Kaninchenbraten Klöße, Rotkraut oder Sauerkraut. Alternativ eignen sich auch Ofengemüse, Kartoffelpüre oder Tagliatelle.
Bei der mediterranen Variante ist ein grüner Salat oder frische Pasta eine willkommene Ergänzung.Weinauswahl:
Für den Kaninchenbraten wird ein trockener Weißwein wie Pino Grigio empfohlen. Bei Rotweinliebhabern eignen sich Bardolino oder Sangiovese, ebenfalls in der trockenen Variante.
Lagerung und Haltbarkeit
Der Kaninchenbraten lässt sich nach der Zubereitung gut kühlen oder einfrieren.
- Kühlung:
Bei 4 °C Haltbarkeit bis zu 3 Tagen.
- Einfrieren:
Gefroren ist das Gericht 2–3 Monate haltbar. Vor dem Einfrieren sollte das Gericht vollständig abgekühlt sein.
Rezeptzusammenfassung – Kaninchenbraten nach Großmutters Art
Hier ist ein zusammenfassendes Rezept, das Elemente aus den verschiedenen Quellen vereint und ideal für 4 Portionen geeignet ist:
Zutaten
- 1 ganzes Kaninchen oder 4 Keulen
- 4 EL Senf
- 1 Bund Suppengrün (Möhre, Sellerie, Petersilie)
- 1 Zwiebel
- 1–2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Brühe (Wild oder Geflügel)
- 200 ml Rotwein
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Wacholderbeeren
- 1 TL Thymian
- ½ TL Majoran
- 100 g Sahne
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: Buttermilch oder Weißwein als Marinade
Zubereitung
- Das Kaninchen abspülen und mit Senf einreiben.
- Suppengrün, Zwiebeln und Knoblauch schneiden.
- In einem Bräter Olivenöl erhitzen, Kaninchenstücke angebraten.
- Bratreste mit Suppengrün, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Lorbeer, Wacholder, Thymian und Majoran andünsten.
- Mit Brühe und Rotwein ablöschen, alles mit Deckel schmoren.
- Sauce abschmecken, Sahne unterheben.
- Servieren mit Klößen, Rotkraut oder Tagliatelle.
Schlussfolgerung
Kaninchenbraten nach Großmutters Art ist ein Gericht, das nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch mit seiner Zubereitung eine Verbindung zur traditionellen Kochkunst aufbaut. Ob mit Buttermilcheinlage, Rotweinsauce oder mediterranen Aromen – die verschiedenen Rezeptvarianten zeigen, wie vielseitig Kaninchenfleisch verwendet werden kann. Durch Schmoren wird das Fleisch besonders zart und harmoniert mit einer Vielzahl an Beilagen und Getränken. Für den Hobbykoch ist die Zubereitung durchdacht, aber nicht übermäßig komplex. Der Kaninchenbraten eignet sich besonders gut für Festtage, Sonntagsessen oder Dinnerpartys. Mit den richtigen Tipps und Zubereitungsschritten gelingt das Gericht stets köstlich und zart.