Klassische Rezepte und Tipps für leckere Ausstechkekse

Ausstechkekse sind nicht nur ein optisches Highlight auf dem Weihnachtsplätzchenteller, sondern auch eine gelungene Kombination aus Buttergeschmack, Mürbigkeit und individueller Kreativität. Sie sind ideal für das Backen mit Kindern, da sie nicht nur lecker schmecken, sondern auch in Formen gebracht werden können, die Freude bereiten. In diesem Artikel finden Sie detaillierte Rezepte, Tipps zur Teigzubereitung, Backtechniken sowie Anleitungen zur Verzierung. Alle Informationen basieren auf bewährten Rezepturen, die in den bereitgestellten Quellen beschrieben werden.

Grundlagen des Ausstechkeks-Teigs

Ein gutes Ausstechkeksrezept basiert auf einem stabilen, aber mürben Teig, der sich gut rollen und ausstechen lässt, ohne zu brechen oder zu stark zusammenzufallen. Die klassische Rezeptstruktur folgt oft dem sogenannten 3-2-1-Prinzip, bei dem Mehl, Butter und Zucker im Verhältnis 3:2:1 gemischt werden. In einigen Rezepturen wird jedoch auch Butterschmalz oder Honig hinzugefügt, um die Geschmacksvielfalt und die Textur zu variieren.

Rezept für Butterplätzchen zum Ausstechen (Grundrezept)

Ein einfaches und bewährtes Rezept stammt von Dr. Oetker und folgt dem 3-2-1-Prinzip. Es wird oft als Klassiker bezeichnet, da er sich durch seine Butterigkeit, die Mürbigkeit und die einfache Zubereitung auszeichnet.

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1 Päckchen Backpulver (Backin)
  • 1 Ei (optional)

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit dem Backpulver in einer Rührschüssel vermischen.
  2. Butter, Zucker und Ei hinzufügen und zunächst auf niedriger Stufe mit einem Mixer vermengen.
  3. Anschließend auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten.
  4. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. Nach der Kühlzeit den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche rollen (ca. ½ cm dick).
  6. Motive mit einem Ausstecher ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  7. Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Heißluft) vorheizen.
  8. Die Kekse für ca. 12 Minuten in der mittleren Schiene backen.
  9. Nach dem Backen das Backpapier vorsichtig vom Blech ziehen und die Kekse auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Ein weiterer Vorteil dieses Rezeptes ist, dass der Teig sich auch gut vorbereiten lässt. Er kann mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden. In diesem Fall sollte er vor dem Ausrollen gut durchgezogen werden, damit er sich nicht bricht.

Buttermürbeteig zum Ausstechen (mit Ei)

Ein weiteres Rezept, das sich besonders gut für kreative Formen eignet, stammt aus der Familie von Bloggerin Evchen. Es ist besonders butterreich und wird oft als Buttermürbeteig bezeichnet. Der Teig enthält Eier und Butterschmalz, was ihm eine besonders mürbe Textur verleiht.

Zutaten:

  • 175 g Butterschmalz
  • 175 g Butter
  • 1 unbehandelte Zitrone (Abrieb der Schale)
  • 1 Vanilleschote
  • 5 Eigelbe
  • 200 g Zucker
  • 530 g Weizenmehl

Zubereitung:

  1. Butterschmalz und Butter mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine auf niedriger Stufe glatt rühren.
  2. Zitronenabrieb und Vanillemark hinzufügen.
  3. Die Eigelbe und den Zucker nach und nach unterrühren. Wichtig ist, dass die Masse nicht schaumig wird.
  4. Das Mehl nach und nach hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  5. Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Anschließend auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche rollen und beliebige Formen ausstechen.
  7. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 180 °C für ca. 12 Minuten backen.
  8. Nach dem Backen auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Dieser Teig eignet sich besonders gut, wenn man kreative Formen und eine besonders mürbe Textur bevorzugt. Ein Vorteil ist auch, dass er sich gut rollen lässt und sich nicht so schnell bricht. Er ist jedoch etwas aufwendiger in der Zubereitung als der Grundrezept-Teig.

Lebkuchenteig zum Ausstechen

Für weihnachtliche oder gewürzte Kekse eignet sich ein Lebkuchenteig, der durch Honig, Gewürze und Kakao charakterisiert ist. Ein weiteres Rezept stammt von einer regionalen Backbloggerin und ist besonders geeignet für Lebkuchenkekse mit natürlicher Mürbigkeit.

Zutaten:

  • 70 g Butter oder Margarine
  • 125 g Honig
  • 60 g (Rohrohr-)Zucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Ei oder 60 g Apfelmus
  • 2 geh. TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Natron
  • 2 geh. TL Kakao
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Butter oder Margarine mit Honig leicht erhitzen, bis alles geschmolzen ist.
  2. Die Mischung etwas abkühlen lassen und in eine Schüssel füllen.
  3. Zucker, Lebkuchengewürz, Natron, Kakao und Salz hinzufügen.
  4. Mehl und Ei (oder Apfelmus) nach und nach unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Anschließend auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche rollen (ca. ½ cm dick).
  7. Formen ausstechen und auf ein Backblech legen.
  8. Den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Heißluft) vorheizen.
  9. Die Kekse für ca. 12–15 Minuten in der mittleren Schiene backen.
  10. Nach dem Backen auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Ein Besonderheit dieses Teigs ist, dass er durch Honig und Gewürze einen intensiveren Geschmack hat. Der Teig ist weicher und eignet sich besonders gut für Kekse mit Füllungen oder Verzierungen.

Tipps für das Ausstechen und Backen

Einige Tipps aus den Quellen können dabei helfen, das Backen von Ausstechkeksen noch erfolgreicher zu gestalten:

  • Kühlung des Teigs: Egal welches Rezept verwendet wird, sollte der Teig immer mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Dies hilft, dass er sich beim Ausrollen nicht verformt oder bricht.
  • Einschlagen des Teigs: Der Teig sollte in Frischhaltefolie oder einem luftdichten Behältnis eingeschlagen werden, damit er nicht austrocknet und sich gut verarbeiten lässt.
  • Temperatur der Zutaten: Butter und andere Fette sollten immer zimmerwarm sein, damit sie sich gut vermischen und ein homogener Teig entsteht.
  • Backzeit und Temperatur: Die Backzeit kann je nach Ofen etwas variieren. Es ist wichtig, die Kekse nicht zu lange zu backen, da sie sonst zu trocken werden können.
  • Motivauswahl: Kreative Motive können mit speziellen Ausstechformen aus Metall oder Silikon hergestellt werden. Einige Rezepte empfehlen, den Teig in zwei Hälften zu teilen, wobei eine Hälfte mit Pflaumenkern oder Kakao angemischt wird, um dunkle Kekse herzustellen.
  • Aufbewahrung: Kekse können in gut verschließbaren Dosen bis zu 3 Wochen aufbewahrt werden. Wichtig ist, dass sie vollständig abgekühlt sind, bevor sie in die Dose kommen.

Verzierung der Ausstechkekse

Ein weiterer Schwerpunkt des Backens ist die Verzierung der Kekse. Die Verzierung kann je nach Geschmack und Anlass variieren – von einfachen Puderzuckerguss bis hin zu komplexen Schokoladen- oder Marzipanverzierungen.

Einfacher Zuckerguss

Ein klassischer Guss besteht aus Puderzucker und Wasser. Der Zucker wird nach und nach mit Wasser vermischt, bis ein dickflüssiger Guss entsteht.

Zutaten:

  • 100 g Puderzucker
  • 2 EL Wasser (je nach Konsistenz)

Zubereitung:

  1. Den Puderzucker langsam mit Wasser vermischen.
  2. Die Kekse mit einem Pinsel oder einem Spritzbeutel mit dem Guss bestreichen.
  3. Bei Bedarf einen Teil des Gusses mit Lebensmittelfarben einfärben.
  4. Nach dem Guss können Streudekor, Zuckerperlen oder kleine Nüsse aufgebracht werden.

Ein weiterer Vorteil des Gusses ist, dass er sich gut mit Lebensmittelfarben kombinieren lässt, um bunte und kreative Designs zu gestalten.

Karamell- oder Schokoguss

Für eine etwas exklusivere Verzierung kann man auch Schokoladen- oder Karamellguss verwenden.

Schokoladen-Guss:

  • 100 g Zartbitter- oder Milchschokolade
  • 1 EL Sahne oder Butter

Zubereitung:

  1. Die Schokolade mit Sahne oder Butter im Wasserbad schmelzen.
  2. Den Guss in eine Schüssel füllen und leicht abkühlen lassen.
  3. Die Kekse in den Guss tauchen oder mit einem Pinsel bestreichen.
  4. Auf einem Backpapier oder Gitter abkühlen lassen, bis der Guss fest ist.

Karamell-Guss:

  • 100 g Zucker
  • 1 EL Wasser
  • 2 EL Butter

Zubereitung:

  1. Zucker und Wasser in einem kleinen Topf erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  2. Butter hinzufügen und die Mischung leicht köcheln lassen.
  3. Die Kekse in den Guss tauchen oder mit einem Pinsel bestreichen.
  4. Auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Kreative Anwendungen und Kombinationen

Neben der klassischen Verzierung mit Guss können die Kekse auch mit Marzipan, Fruchtgelee oder Kuvertüre kombiniert werden. Einige Rezepte schlagen auch die Kombination aus Keksteig und gefüllten Dominosteinen vor, bei denen die Kekse mit Marzipan und Kuvertüre gefüllt werden.

Ein weiteres Rezept, das von Theresa Knipschild vorgestellt wird, sind Schoko-Spitzbuben mit Karamellcreme. Diese Kekse bestehen aus einem Buttermürbeteig, der mit einer Schokoladenfüllung und Karamellcreme kombiniert wird. Die Kombination aus Buttermürbeteig, Schokolade und Karamell ergibt eine cremige und leckere Kreation, die sich besonders gut für die Weihnachtszeit eignet.

Fazit

Ausstechkekse sind nicht nur ein beliebter Klassiker der Weihnachtsbäckerei, sondern auch eine willkommene Gelegenheit, kreativ zu werden und die Freude am Backen mit Kindern zu teilen. Mit den hier vorgestellten Rezepten und Tipps können Sie sicherstellen, dass Ihre Kekse nicht nur lecker, sondern auch optisch ansprechend sind. Egal ob Sie sich für den klassischen Butterplätzchenteig, den Buttermürbeteig oder den Lebkuchenteig entscheiden – alle Rezepte garantieren eine mürbe und butterreiche Textur. Kombiniert mit einer sorgfältigen Verzierung entstehen so leckere und farbenfrohe Kekse, die jeden Plätzchenteller bereichern.

Quellen

  1. Grundrezept für Ausstechkekse von Dr. Oetker
  2. Buttermürbeteig-Rezept von Evchen
  3. Plätzchen-Rezept mit Marmelade von SWR
  4. Klassisches Grundrezept für Butterplätzchen
  5. Einfache Lebkuchenkekse-Rezept von Regional und Handgemacht

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