Die Kochshow The Taste hat sich seit ihrer Premiere im Jahr 2013 als eine der spannendsten und erfolgreichsten kulinarischen TV-Events in Deutschland etabliert. Mit einer Jury bestehend aus renommierten Köchen und einer Vielzahl an kreativen Kandidaten, die sich in jeder Staffel messen, hat sich The Taste als Plattform für kulinarische Innovation und Leidenschaft etabliert. Neben dem reinen Wettbewerb bietet die Show auch die Möglichkeit, köstliche Rezepte zu entdecken, die in der heimischen Küche nachgekocht und genossen werden können.
Die Rezepte der The Taste-Kochshow sind nicht nur kulinarische Highlights, sondern spiegeln auch die individuelle Handschrift der Kandidaten wider. Viele der Rezepte, die in den Finalen vorgestellt wurden, stammen von Hobbyköchen und Köchinnen, die ihre Leidenschaft fürs Kochen auf die Probe gestellt haben. Die Show hat nicht nur kulinarische Meilensteine gesetzt, sondern auch eine Vielzahl an Köch:innen und Köchinnen auf den Weg gebracht, die ihre Karriere nach der Teilnahme an The Taste weiterentwickelt haben.
In diesem Artikel werden Rezepte, Kandidat:innen und kulinarische Highlights aus verschiedenen Staffeln der Show vorgestellt. Zudem wird ein Blick auf die Bedeutung von The Taste als Inspirationsquelle für Hobbyköche geworfen, sowie auf die Nachwirkungen der Teilnahme an der Show für die Gewinner:innen. Die präsentierten Rezepte stammen aus Staffeln, die sich durch kreative Köstlichkeiten und kulinarische Vielfalt auszeichnen.
Rezepte aus den Finalen
Ein besonders bekanntes Rezept, das in der Sendung vorgestellt wurde, stammt von Helena, einer Kandidatin, die Tiroler Speckknödel zubereitete. Die Rezeptidee kombiniert traditionelle österreichische Gerichte mit moderner Präsentation und schmeckt sowohl als Hauptgericht als auch als Vorspeise.
Tiroler Speckknödel mit Krautsalat und Perlzwiebelschälchen
Zutaten (für 4 Personen):
Für den Krautsalat:
- 1 mittelgroßer Spitzkohl
- 1 Apfel
- 1 EL Apfelsaft
- 1 EL Essig
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL milden Senf
- ½ TL Kümmelsamen
- 1 TL Zucker
- ½ TL Salz
- 1 EL Butter
- 1 Schalotte
- 100 g Speckwürfel
Für die Tiroler Speckknödel:
- 150 g Knödelbrot
- 500 ml Milch
- 1 Schalotte
- Salz, Pfeffer
- 1 Ei
- Semmelbrösel nach Bedarf
- Frischhaltefolie
- Alufolie
Für die Perlzwiebelschälchen:
- 400 g Zwiebeln
- 50 g Butter
- 100 g Zucker
- Salz
Garnitur:
- Kerbelblättchen
Zubereitung:
Krautsalat zubereiten: Den Spitzkohl vom inneren Strunk befreien und in feine Streifen hobeln. Den Apfel schälen, vierteln, entkernen und fein würfeln. Apfelsaft, Essig, beide Senfsorten, Kümmelsamen, Zucker und Salz in einer Schüssel verquirlen. Spitzkohl und Apfel unterheben, mit den Händen gut durchkneten und 20 Minuten ziehen lassen.
Knödelmasse zubereiten: Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden. 1 TL Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Schalottenwürfel mit dem Speck bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Die Milch dazugeben und aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen und das Knödelbrot in einer Schüssel mit der heißen Milchmischung übergießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und 5 Minuten ziehen lassen. Das Ei untermischen. Ist die Masse zu feucht, Semmelbrösel nach Bedarf unterheben.
Knödel formen: Einen Bogen Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche auslegen, die Knödelmasse in einem Streifen quer darauf verteilen und zu einer Rolle formen. Die seitlichen Enden verknoten und die Rolle zusätzlich in Alufolie einwickeln. Den Teig in 4 gleichgroße Stücke schneiden und diese in kochendes Salzwasser legen. Etwa 5–6 Minuten kochen, bis die Knödel auf der Oberfläche schwimmen.
Perlzwiebelschälchen zubereiten: Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebelringe darin glasig schwenken. Zucker und Salz dazugeben und bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Zwiebeln goldbraun und glänzend sind.
Anrichten: Die Knödel auf Teller geben, mit Krautsalat und Perlzwiebelschälchen servieren. Mit Kerbelblättchen garnieren.
Dieses Rezept ist ein Beispiel dafür, wie traditionelle Gerichte in The Taste modernisiert und neu interpretiert werden. Die Kombination aus rustikalem Knödelgericht und zarter Garnitur macht das Gericht zu einer gelungenen Harmonie aus Geschmack und Präsentation.
Die Kandidat:innen und ihre Rezepte
Die Kandidat:innen der Staffeln haben nicht nur kulinarische Meistereien gezeigt, sondern auch persönliche Geschichten erzählt. Einige von ihnen haben sich nach der Show auf die kulinarische Welt fokussiert und heute erfolgreich in der Gastronomie oder als Food-Blogger:innen tätig.
Felicitas Then – Staffel 1 (2013)
Felicitas Then gewann die erste Staffel von The Taste im Jahr 2013. Mit ihrem Rezept für Carabinero mit Paprika-Mango-Salat und Erdnüssen beeindruckte sie die Jury. Danach widmete sie sich intensiver der Food-Blogger-Szene und betreibt heute auch einen Online-Shop, in dem sie verschiedene Küchenutensilien und Getränke verkauft.
Jan Aigner – Staffel 2 (2014)
Jan Aigner gewann in der zweiten Staffel und beeindruckte die Jury mit seiner Kreation Yellofin Tuna mit Sesam-Koriander-Kruste, Tomatenherzen, marinierter Papaya und Petersiliencreme. Heute leitet er das Restaurant echt JAN AIGNER in Österreich und ist bekannt für seine kreativen und überraschenden Gerichte.
Paula Bründl – Staffel 9 (2021)
Paula Bründl gewann in der neunten Staffel von The Taste und stellte mit ihren Rezepten für die Jury beeindruckende Köstlichkeiten her. Ihre Homestory gab Einblicke in ihr Privatleben und zeigte, wie viel Engagement sie in ihre Kochkunst steckt.
Yvonne Fries – Staffel 11 (2022)
Yvonne Fries gewann die elfte Staffel mit einem Rezept, das von der Jury als besonders innovativ und harmonisch bewertet wurde. Nach der Show hat sie sich auf die Entwicklung von neuen Rezepten und die Erstellung von Kochvideos konzentriert.
Rezepte für das gemeinsame Essen
Neben den Rezepten der Staffeln hat The Taste auch inspiriert, Bücher zu veröffentlichen, die sich auf das Thema „Essen im Beisammensein“ konzentrieren. Ein solches Beispiel ist das Buch „Zusammen isst man weniger allein“ von Lisa Angermann, der Gewinnerin der siebten Staffel. In dem Buch sind 60 Rezepte enthalten, die zum gemeinsamen Essen, Feiern, Grillen und Genießen einladen.
Lisa Angermann betont in ihrem Buch, wie wichtig das gemeinsame Essen in der heutigen Zeit geworden ist. Gerade in Zeiten, in denen vieles schneller und individueller geworden ist, bekommt das Essen zu zweit oder in der Runde wieder eine besondere Bedeutung. In dem Buch finden sich Rezepte für verschiedene Anlässe, von schnellen Abendessen bis hin zu aufwendigeren Partyspeisen.
Kulinarische Trends und Innovationen
Ein weiteres Highlight der Show ist, dass The Taste nicht nur traditionelle Rezepte präsentiert, sondern auch Innovationen und neue Trends in der kulinarischen Welt. Die Kandidat:innen experimentieren oft mit ungewöhnlichen Zutaten oder Kombinationen, die die Jury beeindrucken.
Ein Beispiel für eine solche Innovation ist das Rezept von Gary Leon aus der sechsten Staffel, der sich mit gebackenen Aquarello und Risotto mit Seeteufel und Jungzwiebel einen Sieg erarbeiten konnte. Seine Kreation zeigte nicht nur die Fähigkeit, moderne Techniken anzuwenden, sondern auch, wie traditionelle Grundlagen wie Risotto und Gemüse neu interpretiert werden können.
Nachwirkungen der Teilnahme an The Taste
Die Teilnahme an The Taste hat für viele Kandidat:innen nicht nur kulinarische Erfahrungen gebracht, sondern auch berufliche Chancen eröffnet. Zahlreiche ehemalige Kandidat:innen haben nach der Show eigene Restaurants eröffnet, als Food-Blogger:innen tätig geworden oder in anderen Formaten wie Kochkursen oder Kochvideos gearbeitet.
Ein weiteres Beispiel ist Marko Ullrich, der in der siebten Staffel gewann und seitdem als Koch und Unternehmer tätig ist. In seiner Karriere setzt er auf moderne Techniken und die Verbindung von Tradition und Innovation.
Fazit
The Taste hat sich nicht nur als kulinarische Show etabliert, sondern auch als Quelle für kreative Rezepte, die in der heimischen Küche nachgekocht werden können. Die Rezepte der Staffeln spiegeln die individuelle Handschrift der Kandidat:innen wider und bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, die kulinarische Kreativität zu entfalten.
Neben der kulinarischen Vielfalt bietet The Taste auch Einblicke in die Lebensgeschichten der Kandidat:innen, die oft genauso faszinierend wie die Gerichte selbst sind. Die Show hat zudem den Trend des gemeinsamen Essens und der kulinarischen Innovation gefördert.
Für Hobbyköche und Food-Enthusiasten ist The Taste nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern auch eine Plattform, um kulinarische Meilensteine zu entdecken und in der heimischen Küche nachzukochen. Die Rezepte und Geschichten, die in den Staffeln vorgestellt wurden, haben dazu beigetragen, dass The Taste zu einem festen Bestandteil der kulinarischen Kultur in Deutschland geworden ist.