Die Adventszeit bringt nicht nur die Vorfreude auf Weihnachten mit sich, sondern auch das unvermeidliche Backen. Oft bleiben nach dem Trennen von Eiern übrig gebliebene Eiweiße übrig. Anstatt diese wegzuthun, gibt es zahlreiche Rezepte, mit denen man diese Eiklarreste veredeln und in leckere Plätzchen verwandeln kann. In diesem Artikel werden insbesondere Rezepte vorgestellt, die ideal sind, wenn genau 6 Eiweiß übrig geblieben sind.
Die hier vorgestellten Rezepte stammen aus verschiedenen Quellen, die sich auf die Verwertung von Eiweiß-Überresten spezialisiert haben. Sie reichen von traditionellen, luftigen Plätzchen bis hin zu raffinierten Varianten mit Nüssen, Schokolade und Früchten. Jedes Rezept ist darauf ausgelegt, Eiklar optimal zu nutzen, um schmackhafte und sättigende Weihnachtsplätzchen herzustellen.
Rezept 1: Baiser – Der Klassiker aus Eiweiß
Baiser ist wohl das bekannteste Plätzchen, das aus Eiklar gebacken wird. Es benötigt kein Mehl, sondern nur Eiweiß, Zucker und etwas Salz. Das Rezept ist besonders gut geeignet, wenn man nach der Trennung von Eiern mehrere Eiweiße übrig hat.
Zutaten (für ca. 20 Baiser):
- 6 Eiweiß
- 120 g Zucker (oder Erythrit als zuckerfreie Alternative)
- 1 Prise Salz
Zubereitung:
- Die Eiweiße mit einer Prise Salz schaumig schlagen.
- Währenddessen langsam den Zucker einstreuen.
- Den Eischnee bis zu einer festen, glänzenden Konsistenz weiter schlagen.
- Den Eischnee mit einem Spritzbeutel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen.
- Im vorgeheizten Backofen (100°C, Umluft) ca. 1 Stunde backen, bis die Baiser goldbraun und knusprig sind.
Tipps:
- Wer zuckerfreie Baiser backen möchte, kann Erythrit verwenden. Dieser Zuckerersatz schmeckt süß, ohne Kalorien zu enthalten.
- Die Baiser sollten langsam und schonend gebacken werden, um die Luftigkeit zu bewahren.
Rezept 2: Haselnussmakronen – Einfach und schnell
Diese Haselnussmakronen sind eine weitere hervorragende Option, um übrig gebliebene Eiweiße zu verarbeiten. Sie benötigen nur drei Zutaten und sind trotzdem saftig und weich.
Zutaten (für ca. 12 Makronen):
- 6 Eiweiß
- 150 g Puderzucker
- 50 g Haselnüsse (fein gemahlen)
Zubereitung:
- Eiweiß mit dem Puderzucker schaumig schlagen.
- Die Haselnussmehl hinzufügen und alles gut unterheben.
- Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen.
- Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen (170°C, Ober-/Unterhitze) ca. 10–12 Minuten backen.
- Nach dem Backen ca. 1 Stunde abkühlen lassen, damit sie fest werden.
Tipps:
- Die Plätzchen können in den ersten Tagen nach dem Backen noch weicher werden.
- Wer den Haselnussgeschmack stärker betonen möchte, kann die Haselnüsse nicht ganz fein mahlen, sondern etwas gröber hacken.
Rezept 3: Zimtsterne mit Mandeln oder Haselnüssen
Zimtsterne sind ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei. Sie benötigen Eiweiß, Mehl, Butter und Zimt. Es gibt zwei Varianten: eine mit Mandeln und eine mit Haselnüssen.
Zutaten (für ca. 15–20 Plätzchen):
- 6 Eiweiß
- 150 g Mehl
- 100 g Butter (kalt, in kleine Würfel geschnitten)
- 1 TL Zimt
- 50 g gemahlene Nüsse (entweder Mandeln oder Haselnüsse)
Zubereitung:
- Mehl, Zimt und gemahlene Nüsse in eine Schüssel geben.
- Die Butterwürfel hinzufügen und alles mit den Händen zu einem Teig kneten.
- Eiweiß schaumig schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
- Den Teig zwischen zwei Backpapieren rollen und mit einem Sternstempel ausstechen.
- Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen (170°C, Ober-/Unterhitze) ca. 10–12 Minuten backen.
- Nach dem Backen ca. 5 Minuten abkühlen lassen, bevor sie vom Backpapier genommen werden.
Tipps:
- Wer den Teig nicht ausrollen möchte, kann ihn auch direkt mit den Händen formen.
- Die Plätzchen können mit einer Zuckerperle oder Zimtzuckerglasur dekoriert werden.
Rezept 4: Orangen-Marzipan-Plätzchen mit Knusperhaube
Dieses Rezept ist besonders aromatisch und eignet sich hervorragend, wenn man noch ein Eiweiß übrig hat. Die Kombination aus Orangenaroma, Marzipan und einer knusprigen Haube macht die Plätzchen zu einem unverwechselbaren Highlight auf dem Weihnachtsplätzchenteller.
Zutaten (für ca. 15–20 Plätzchen):
- 1 Eiweiß (aus den 6 übrigen)
- 100 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Eigelb (falls nötig)
- 1 EL Orangensaft
- 1–2 Prisen Salz
- 150 g Mehl
- 100 g Marzipan
- 50 g Haselnüsse (in kleine Stücke gehackt)
Zubereitung:
- Butter, Zucker, Salz und Orangensaft in einer Schüssel glatt rühren.
- Eigelb und Eiweiß hinzugeben und gut unterheben.
- Mehl und Haselnüsse untermischen.
- Den Teig zu Kugeln formen und flach drücken.
- Ein Stück Marzipan in die Mitte setzen und den Teig vorsichtig umschlagen.
- Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen (170°C, Ober-/Unterhitze) ca. 12–15 Minuten backen.
- Nach dem Backen auskühlen lassen.
Tipps:
- Wer das Marzipan durch Zitronenaroma oder eine andere Frucht ersetzen möchte, kann dies gern tun.
- Die Haselnüsse können durch Walnüsse oder Mandeln ersetzt werden.
Rezept 5: Kirsch Pavlova Rolle mit Quark-Creme-Füllung
Dieses Rezept ist etwas außergewöhnlicher und eignet sich hervorragend, wenn man mit 6 Eiweißen arbeiten kann. Die Kirsch Pavlova Rolle ist eine elegante Variante, die sich besonders gut als Tischdeko oder bei festlichen Anlässen eignet.
Zutaten:
- 6 Eiweiß
- 120 g Zucker (oder Erythrit)
- 1 Prise Salz
- 250 g Kirschen (gewaschen, entsteint)
- 200 g Quark
- 50 g Zucker (für die Füllung)
- 1 EL Zitronensaft
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Eiweiß mit Salz schaumig schlagen und den Zucker langsam einstreuen.
- Den Eischnee weiter schlagen, bis er fest und glänzend ist.
- Den Eischnee auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und im vorgeheizten Ofen (100°C, Umluft) ca. 1 Stunde backen.
- Währenddessen die Kirschen mit etwas Zitronensaft erwärmen und pürieren.
- Quark mit Zucker und etwas Kirschpüreemix glatt rühren.
- Den gebackenen Eischneeschild vorsichtig auf ein sauberes Tuch legen.
- Die Quark-Füllung darauf streichen und das Tuch vorsichtig einrollen.
- Die Rolle mit verblebenem Kirschpüreemix bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.
- Im Kühlschrank mindestens 1 Stunde ruhen lassen, bevor sie serviert wird.
Tipps:
- Die Pavlova-Rolle kann mit weiteren Früchten oder Schokoladenspritzerei verziert werden.
- Für eine vegane Variante kann Quark durch griechischen Joghurt ersetzt werden.
Rezept 6: Zimtkugeln – Einfach und schnell
Zimtkugeln sind eine leckere Alternative zu Zimtsternen. Sie benötigen nur ein paar Zutaten und können in kürzester Zeit gebacken werden. Ideal, wenn man nach der Trennung von Eiern noch Eiweiß übrig hat.
Zutaten (für ca. 20 Kugeln):
- 6 Eiweiß
- 100 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Eigelb (falls nötig)
- 1 EL Zimt
- 1 Prise Salz
- 150 g Mehl
Zubereitung:
- Butter, Zucker, Salz und Zimt in einer Schüssel glatt rühren.
- Eigelb und Eiweiß hinzugeben und gut unterheben.
- Mehl untermischen.
- Den Teig in kleine Kugeln formen und flach drücken.
- Die Plätzchen im vorgeheizten Ofen (170°C, Ober-/Unterhitze) ca. 10–12 Minuten backen.
- Nach dem Backen ca. 5 Minuten abkühlen lassen, bevor sie vom Backpapier genommen werden.
Tipps:
- Die Kugeln können mit einer Zuckerperle oder Zimtzuckerglasur dekoriert werden.
- Wer den Teig nicht formen möchte, kann ihn auch mit einem Löffel auf das Backblech setzen.
Schlussfolgerung
Eiweiß-Plätzchen bieten eine hervorragende Möglichkeit, übrig gebliebene Eiklarreste optimal zu verarbeiten. Ob klassische Baiser, saftige Haselnussmakronen oder aromatische Zimtkugeln – die Rezepte sind einfach, lecker und eignen sich ideal für die Weihnachtsbäckerei. Besonders wenn genau 6 Eiweiß übrig geblieben sind, gibt es zahlreiche Rezepte, die dieses Volumen optimal nutzen.
Durch die Verwertung von Eiweißresten kann man nicht nur die Lebensmittelverschwendung reduzieren, sondern auch kreative und schmackhafte Plätzchen herstellen, die den Weihnachtsplätzchenteller bereichern. Die hier vorgestellten Rezepte zeigen, wie einfach es ist, aus übrig gebliebenem Eiklar leckere Weihnachtsbackwaren zu zaubern.