Die sogenannte Dubai Schokolade hat sich in den letzten Jahren zu einem kulinarischen Trend entwickelt, der vor allem durch soziale Medien wie Instagram und TikTok weltweit bekannt wurde. Dabei handelt es sich um eine besondere Form von gefüllter Schokolade, die mit Kadayif-Teigfäden und Pistaziencreme gefüllt ist. Der Name stammt aus Dubai, wo die Schokolade erstmals populär wurde, obwohl sie mittlerweile auch in vielen anderen Regionen angeboten wird – und selbst in Deutschland in Supermärkten wie Rewe oder bei Herstellern wie Lindt in den Regalen steht. In diesem Artikel wird ein Rezept vorgestellt, das es ermöglicht, die Dubai Schokolade einfach und zu Hause herzustellen. Zudem werden Einkaufsmöglichkeiten und Hintergrundinformationen wie die Herkunft der Schokolade sowie deren Aufstieg als kulinarischer Trend beschrieben.
Was ist Dubai Schokolade?
Die Dubai Schokolade ist eine besondere Art von gefüllter Schokolade, die sich durch ihre Kombination aus Schokolade, Kadayif-Teig und Pistazienmus auszeichnet. Kadayif, auch als Engelshaar bezeichnet, besteht aus dünnen, fädenförmigen Teig, der oft in der türkischen und arabischen Küche verwendet wird. In der Dubai Schokolade wird er zusammen mit Pistaziencreme und Tahin (einem Sesammus) als Füllung verwendet. Die Schokolade selbst kann in der Regel entweder als Vollmilchschokolade oder Zartbitterschokolade hergestellt werden.
Die Kombination aus knusprigem Kadayif, cremiger Pistazienfüllung und Schokolade schafft ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das viele Schokoladenliebhaber begeistert. Die Schokolade hat sich durch soziale Medien und Influencer wie Diana zur Löwen, Yvonne Pferrer und Johannes Haller in den letzten Jahren stark verbreitet. Besonders ein TikTok-Video aus dem Jahr 2024 brachte der Schokolade einen großen Hype, der sich bis in die Regale deutscher Supermärkte ausgeweitet hat.
Rezept zur selbstgemachten Dubai Schokolade
Die Dubai Schokolade lässt sich relativ einfach zu Hause nachbacken. Ein typisches Rezept für zwei Tafeln enthält die folgenden Zutaten:
- 200 g Zartbitterschokolade
- 100 g geröstete Kadayif-Teigfäden
- 1 EL Tahin
- 100 g Pistaziencreme
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Schokolade schmelzen:
Die Schokolade in Stücke hacken und über dem Wasserbad langsam schmelzen lassen. Dabei darauf achten, dass die Schokolade nicht zu heiß wird und nicht mit Wasser in Berührung kommt, um Klumpen zu vermeiden.Schokoladenboden formen:
Die geschmolzene Schokolade in eine Silikonform füllen, sodass Boden und Rand bedeckt sind. Durch Drehen der Form lässt sich die Schokolade gleichmäßig verteilen.Kadayif-Füllung vorbereiten:
Die Kadayif-Teigfäden zerbröseln und in eine Schüssel geben. Tahin, eine Prise Salz und Pistaziencreme untermischen. Die Masse auf die Schokolade in der Form verteilen.Schokoladenüberzug:
Die restliche Schokolade erneut schmelzen und dünn auf die Kadayif-Pistazien-Masse streichen.Kühlung und Formentnahme:
Die Schokolade an einem kühlen Ort aushärten lassen und anschließend vorsichtig aus der Form lösen.
Ein weiteres Rezept, das von der Website kochdichturkisch.de vorgestellt wird, enthält etwas weniger Zutaten und ist damit besonders für Einsteiger geeignet. Hierbei werden nur 200 g Schokolade, 20 g fein gehackte Pistazienkerne und etwas grob gehackte Pistazienkerne zum Servieren benötigt. Der Fokus liegt auf der Füllung aus Kadayif-Teig und Pistazienmus, die in das Zentrum der Schokolade eingebracht wird.
Alternativen und Tipps
In manchen Regionen Deutschlands ist es nicht immer einfach, die richtigen Zutaten wie Kadayif oder Pistaziencreme zu finden. Eine Alternative sind bereits geröstete Kadayif-Teigfäden, die in manchen Supermärkten wie Rewe, Edeka oder Lidl erhältlich sind. Pistaziencreme kann ebenfalls im Supermarkt bei den Schokoaufstrichen gefunden werden, oder alternativ kann sie selbst hergestellt werden, indem Pistazienkerne mit etwas Puderzucker und etwas Öl im Mixer zu einer cremigen Masse verarbeitet werden.
Einkaufsmöglichkeiten und Marken
Die Dubai Schokolade ist mittlerweile in vielen Supermärkten wie Rewe erhältlich. Rewe-Märkte in verschiedenen Städten wie Königsbrunn, Eschweiler oder Brühl haben bereits ihre eigenen Varianten der Schokolade in den Regalen. Besonders bekannt ist die Dubai Pistachio Bar, die von der niederländischen Schokoladenmanufaktur Geruba hergestellt wird. Diese Firma hat sich auf die Produktion von hochwertiger Schokolade mit exotischen Füllungen spezialisiert und genießt auch überregional ein gutes Ansehen.
Ein weiterer Hersteller ist der türkische Lebensmittelkonzern Ülker, der ebenfalls eine eigene Version der Dubai Schokolade im Sortiment hat. Die Schokolade ist in vielen Süßwarenläden, Cafés und über den Online-Handel erhältlich.
Lindt, der renommierte Schokoladenhersteller aus der Schweiz, hat ebenfalls auf den Trend reagiert und eine eigene Dubai Schokolade ins Sortiment aufgenommen. Allerdings haben sich die Preise hier schnell in Richtung Luxus bewegt – es gab Berichte, dass die Tafeln bis zu 350 Euro gekostet haben, obwohl der reguläre Preis deutlich niedriger lag. Dies hat zu einem regelrechten Sammelhype geführt, bei dem Kunden oft lange anstehen mussten, um eine Tafel zu erwerben.
Vorsicht vor Fälschungen
Aufgrund der Nachfrage nach Dubai Schokolade gibt es mittlerweile auch Betrüger, die mit gefälschten Produkten oder übertriebenen Preisen arbeiten. Besonders auf Plattformen wie Amazon werden Sets angeboten, die angeblich alle Zutaten zum Selbermachen enthalten, aber in der Regel nur aus günstigen Discount-Zutaten bestehen. Diese Sets sind meist überteuert und sollten mit Vorsicht konsumiert werden.
Der Aufstieg der Dubai Schokolade als kulinarischer Trend
Die Popularität der Dubai Schokolade verdankt sie stark den sozialen Medien. Influencer wie Diana zur Löwen haben die Schokolade während ihres Dubai-Besuchs vorgestellt und dabei nicht nur Fotos, sondern auch Geschmackserlebnisse geteilt. Ihre Posts erreichten hunderttausende von Followern und trugen maßgeblich zur Verbreitung des Trends bei. Auch Yvonne Pferrer und Johannes Haller haben ihre Begeisterung für die Schokolade ausgedrückt und so eine breite Öffentlichkeit erreicht.
Die Schokolade hat mittlerweile eine feste Stellung in der Süßigkeitenwelt eingenommen und wird nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Geschenkidee wahrgenommen. Auf Amazon belegt sie beispielsweise Platz 1 in der Kategorie Süßigkeiten-Geschenkideen. Dies zeigt, dass die Schokolade nicht nur kulinarisch, sondern auch als Präsentationselement beliebt geworden ist.
Geschichte der Schokolade im Nahen Osten und in der Türkei
Die Geschichte der Schokolade im Nahen Osten und in der Türkei ist eng mit der Verbreitung von Schokolade im Allgemeinen verbunden. Schokolade als solche kam im 16. Jahrhundert über die Kolonien nach Europa und wurde dort schnell zur Delikatesse. Im Nahen Osten und in der Türkei hingegen hat Schokolade erst später Einzug gehalten, was vor allem an kulturellen Unterschieden liegt.
In der türkischen Küche spielte und spielt Schokolade bis heute eine untergeordnete Rolle, im Gegensatz zu anderen Süßigkeiten wie Börek, Baklava oder Pistazienkonfekt. Die Dubai Schokolade ist in diesem Sinne eine moderne Kombination aus traditionellen Zutaten wie Kadayif und Pistazien mit der westlichen Tradition der gefüllten Schokolade. Die Kadayif-Füllung ist dabei ein typisches Element der türkischen oder arabischen Küche, das nun in die Welt der Schokolade integriert wurde.
Fazit
Die Dubai Schokolade ist ein kulinarisches Highlight, das durch ihre einzigartige Kombination aus Schokolade, Kadayif und Pistazienmus viele Schokoladenliebhaber begeistert. Sie hat sich in den letzten Jahren durch soziale Medien, Influencer und die Popularität in Supermärkten wie Rewe zu einem festen Bestandteil der Süßigkeitenwelt entwickelt. Mit einem einfachen Rezept lässt sich die Schokolade zu Hause nachbacken, wobei es auch Alternativen für Zutaten gibt, wenn nicht alle lokal erhältlich sind.
Die Schokolade ist nicht nur als Genussmittel, sondern auch als Geschenkidee von großer Beliebtheit. Gleichzeitig ist Vorsicht bei der Bestellung von Sets oder Fälschungen geboten, da es hier einige Betrüger gibt. Für alle, die den Trend selbst erleben möchten, bietet das Rezept eine gute Möglichkeit, die Schokolade in ihrer eigenen Küche nachzubacken.