Marmeladenplätzchen-Rezepte: Traditionelle Weihnachtsgebäck-Ideen mit Mürbeteig

Weihnachten ohne Kekse? Unvorstellbar! Ein Klassiker auf dem Plätzchenteller sind die sogenannten Marmeladenplätzchen, die durch ihre leichte Süße und die fruchtige Füllung begeistern. In Norddeutschland haben sie einen besonderen Stellenwert, etwa in Form der Hanseaten-Kekse oder Spitzbuben. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte vorgestellt, die auf Mürbeteig basieren und mit Marmelade oder Gelee gefüllt sind. Die Rezepte stammen aus traditionellen und modernen Quellen und bieten zahlreiche Möglichkeiten für Abwandlungen.

Mürbeteig als Grundlage für Marmeladenplätzchen

Alle vorgestellten Rezepte basieren auf Mürbeteig, einem feinen, butterreichen Teig, der sich besonders gut für Plätzchen eignet. Der Teig ist leicht zu verarbeiten, erfordert aber eine kühlere Verarbeitung, um die Konsistenz zu erhalten.

Zutaten für den Mürbeteig

Die Grundzutaten für einen Mürbeteig sind:

  • Butter
  • Weizenmehl Type 405 (oder Dinkelmehl Type 630)
  • Zucker
  • Ei(er)
  • Vanillezucker
  • Salz
  • eventuell Zitronenschale oder andere Aromen

Die genauen Mengen variieren je nach Rezept, aber typisch sind 250 g Mehl, 120–125 g Butter, 100–120 g Zucker, 1 Ei und ein Päckchen Vanillezucker.

Zubereitung des Mürbeteigs

Der Teig wird in der Regel mit dem Rührgerät oder von Hand verknetet. Wichtig ist, die Butter kalt zu halten, um den Teig nicht zu fest werden zu lassen. Nach der Knetung wird der Teig in Frischhaltefolie gewickelt und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen gelassen.

Marmeladenplätzchen – Rezeptvarianten

1. Kirschkringel: Marmeladenplätzchen mit Gelee

Ein Rezept aus einer Blogquelle beschreibt Kirschkringel, bei denen Mürbeteig in Kringelform gebacken wird und später mit Sauerkirschgelee gefüllt wird. Der Teig wird aus Butter, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Eigelb, Rum und Zitronenschale hergestellt. Nach dem Backen wird das Gelee erwärmt und in die Kringel gefüllt.

Zutaten (für ca. 30 Stück):

Für den Teig: - 250 g Butter - 400 g Weizenmehl Type 405 - 120 g Zucker - 1 Prise Salz - 1 Päckchen Vanillezucker - 1 Eigelb - 2 cl Rum - 1/4 Bio-Zitrone (Schale)

Für die Füllung: - 300 g Sauerkirschgelee

Zubereitung:

  1. Butter, Mehl, Zucker, Salz, Vanillezucker, Eigelb, Rum und Zitronenschale in die Küchenmaschine geben und zu einem Teig verkneten.
  2. Den Teig in zwei Hälften teilen, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank 3 Stunden ruhen lassen.
  3. Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen.
  4. Eine Hälfte des Teigs auf 3 mm Dicke ausrollen und mit Keksformen ausstechen. Die Kringel werden mit Gelee gefüllt.
  5. Die Plätzchen werden im Ofen gebacken und nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäubt.

2. Engelsaugen: Marmeladenplätzchen mit „Auge“

Ein weiteres Rezept beschreibt Engelsaugen, bei denen Mürbeteigplätzchen mit einer Marmeladenfüllung in der Mitte versehen werden. Das kann auf zwei Arten geschehen:

  1. Variante 1 – Marmelade vor dem Backen einfüllen:

    • Aus der Hälfte der Plätzchen ein Loch in der Mitte sticheln (z. B. mit einem Schnapsglas).
    • Nach dem Backen die Plätzchen mit Marmelade füllen.
    • Die Plätzchen mit Loch auf die ungefüllten Plätzchen kleben, sodass ein zweistöckiges Plätzchen entsteht.
  2. Variante 2 – Marmelade nach dem Backen füllen:

    • Die Plätzchen vor dem Backen nicht verändern.
    • Nach dem Backen die Marmelade erwärmen und auf die Plätzchen streichen.

3. Hanseaten-Plätzchen: Marmeladenplätzchen aus Norddeutschland

Diese traditionellen Plätzchen stammen aus Norddeutschland, insbesondere aus der Hansestadt Lübeck. Sie bestehen aus zwei Mürbeteigplätzchen, die mit roter Konfitüre gefüllt werden und mit einem rosa-weißen Zuckerguss verziert sind.

Zutaten:

Für den Teig: - 250 g Butter - 250 g Mehl - 100 g Zucker - 1 Ei - Vanillezucker - Salz

Für die Füllung: - ca. 200 g rote Konfitüre

Für den Zuckerguss: - Puderzucker - Wasser - Lebensmittelfarbe (rosa)

Zubereitung:

  1. Mürbeteig zubereiten und kühlen lassen.
  2. Die Plätzchen ausstechen und backen.
  3. Nach dem Abkühlen zwei Plätzchen übereinander legen und mit Konfitüre füllen.
  4. Den Zuckerguss mit Wasser anrühren und mit Lebensmittelfarbe rosa färben.
  5. Den Guss auf die Plätzchen streichen und bis zur Festigung trocknen lassen.

4. Spitzbuben: Klassiker mit Marmeladenfüllung

Spitzbuben, auch Linzer Plätzchen genannt, sind ein weiterer Klassiker mit Marmeladenfüllung. Der Teig besteht aus Butter, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Ei und Salz. Nach dem Backen werden die Plätzchen mit Marmelade gefüllt und mit Puderzucker bestäubt.

Zutaten (für ca. 28–30 Stück):

Für den Teig: - 250 g Weizenmehl Type 405 - 125 g Butter, kalt - 100 g Zucker - 1 Ei - 1 Päckchen Vanillezucker - 1 Prise Salz

Für die Füllung: - 150 g Himbeergelee oder Marmelade

Für die Dekoration: - Puderzucker

Zubereitung:

  1. Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz vermengen.
  2. Kalte Butter in Stücke hinzugeben und mit dem Ei vermengen.
  3. Den Teig verkneten und kühlen lassen.
  4. Den Teig ausrollen, ausstechen und backen.
  5. Nach dem Abkühlen die Plätzchen mit Marmelade füllen.
  6. Die Plätzchen mit Puderzucker bestäuben.

Tipps und Empfehlungen für die Zubereitung

Die vorgestellten Rezepte haben einige Gemeinsamkeiten, die bei der Zubereitung von Marmeladenplätzchen hilfreich sind:

  • Kühlung des Teigs: Ein kühler Teig ist entscheidend, um das richtige Backverhalten zu erzielen. Der Teig sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  • Marmelade erwärmen: Vor der Füllung wird empfohlen, die Marmelade oder das Gelee leicht zu erwärmen, damit sie flüssiger wird und sich leichter verarbeiten lässt.
  • Ausstechformen: Für Marmeladenplätzchen eignen sich runde Formen oder Kringel. Für Engelsaugen können auch spezielle Ausstechformen verwendet werden.
  • Puderzucker bestäuben: Ein Hauch von Puderzucker verleiht den Plätzchen das typische Weihnachts-Aussehen.

Abwandlungen und Erweiterungen

Die Rezepte lassen sich gut anpassen und erweitern. So können beispielsweise:

  • Verschiedene Marmeladen oder Gelees verwendet werden, wie Aprikosenmarmelade, Johannisbeergelee oder Himbeergelee.
  • Zutaten im Teig variieren: Vanille, Zitronen- oder Orangenschale können dem Teig zusätzliche Aromen verleihen.
  • Veganisierung: Mit veganer Margarine und Apfelmus als Ei-Ersatz kann ein veganer Mürbeteig hergestellt werden.

Schlussfolgerung

Marmeladenplätzchen sind eine beliebte Weihnachtsbackware, die sich durch ihre Vielfalt und Leichtigkeit auszeichnet. Die vorgestellten Rezepte zeigen, wie einfach es ist, leckere und traditionelle Kekse zu Hause zu backen. Ob Kirschkringel, Engelsaugen, Hanseaten-Plätzchen oder Spitzbuben – alle Rezepte basieren auf Mürbeteig und Marmeladenfüllung. Mit diesen Rezepten können Hobbyköche und Bäcker ein weihnachtliches Gebäcksortiment bereichern, das sowohl lecker als auch optisch ansprechend ist.

Quellen

  1. Kirschkringel – Meine liebsten Marmeladenplätzchen
  2. Mürbeteigplätzchen-Rezept mit Marmelade und andere Varianten
  3. Norddeutsche Hanseaten Plätzchen
  4. Spitzbuben Plätzchen – ganz einfach

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