Leckere Rezepte mit Johannisbeeren: Low Carb, Muffins, Marmelade und mehr

Johannisbeeren sind nicht nur in der Saison von Juni bis August eine willkommene Ergänzung zur Ernährung, sondern auch in ihrer Vielfalt – rot, schwarz und weiß – eine wunderbare Grundlage für leckere Rezepte. Sie eignen sich hervorragend für süße wie deftige Gerichte und sind zudem nahrhaft und gesund. In diesem Artikel werden Rezepte und kreative Anwendungen vorgestellt, die die Johannisbeere in ihrer ganzen Vielfalt zeigen – von Low-Carb-Gelees über Muffins bis hin zu Marmelade und Eis.

Johannisbeeren – Vielfalt und Nährwerte

Johannisbeeren sind kleine, saftige Beeren, die in rot, schwarz und weiß vorkommen. Sie wachsen an Sträuchern und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Vitamin C, Antioxidantien und Ballaststoffe. Besonders hervorzuheben ist der hohe Vitamin-C-Gehalt, der in schwarzen Johannisbeeren sogar um das 3,5-fache höher liegt als in Orangen.

Ein weiterer Vorteil der Johannisbeeren ist ihr niedriger glykämischer Index, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. Das macht sie besonders für Diabetiker geeignet. Zudem enthalten sie etwa 6 g Kohlenhydrate auf 100 g, weshalb sie in Low-Carb- und Ketodiäten mit Bedacht eingesetzt werden können.

Low-Carb-Johannisbeeren-Gelee: Ein Klassiker mit Twist

Ein weiteres Rezept, das Johannisbeeren in Kombination mit Low-Carb-Zutaten zeigt, ist das Johannisbeeren-Gelee. Es ist vielseitig einsetzbar – als Brotaufstrich, Veredelung von Kuchen oder als Basis für Desserts.

Zutaten:

  • 500 g frische oder gefrorene Johannisbeeren
  • 50 g Erythrit (Low-Carb-Süßstoff)
  • Wasser (nach Bedarf)
  • Zitronensaft
  • Konjakmehl (zur Andickung)

Zubereitung:

  1. Die Johannisbeeren waschen und von den Stielen befreien. Gefrorene Beeren vorher auftauen lassen.
  2. Die Beeren mit etwas Wasser in einen Topf geben und etwa 50 g Erythrit hinzufügen.
  3. Bei mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten köcheln lassen, bis der Saft austritt.
  4. Das Gelee durch ein feines Sieb oder Passiertuch passieren und ausdrücken.
  5. Den Saft zurück in den Topf geben und mit etwas Zitronensaft verfeinern.
  6. Bei Bedarf weitere Süße hinzufügen.
  7. Mit Konjakmehl andicken und gegebenenfalls mit einem Pürierstab glattmachen.
  8. Das Gelee heiß in kleine Gläser füllen, fest verschließen und optional einkochen.

Dieses Gelee ist nicht nur low carb, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit, die Saisonfrüchte konserviert zu genießen.

Johannisbeer-Streusel-Muffins: Süße Knusprigkeit für den Frühstückstisch

Johannisbeeren eignen sich hervorragend in Kuchen und Muffins, wobei die Kombination aus süß-sauren Beeren und knusprigem Streusel eine besondere Geschmackssymphonie erzeugt.

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1 Ei
  • 100 ml Milch
  • 1 EL abgeriebene Zitronenschale
  • Backpulver
  • Zimt
  • Salz

Für die Streusel: - 100 g brauner Zucker - 50 g Mehl - 1 EL abgeriebene Zitronenschale - 2–3 TL Butter - gehackte Walnüsse

Für die Johannisbeeren: - ca. 200 g Johannisbeeren (vom Rispen befreien, waschen)

Zubereitung:

  1. Streusel herstellen: Zucker, Mehl, Zitronenschale, Nüsse und Butter zu Streuseln verarbeiten. Beiseite stellen.
  2. Den Teig zubereiten: Milch, Ei und Butter cremig schlagen. Mehl, Zucker, Backpulver, Zitronenschale, Zimt und Salz darunter rühren.
  3. Die Johannisbeeren vorsichtig unterheben.
  4. Muffinblech füllen: Die Muffinförmchen bis ca. zwei Drittel füllen, Streusel darauf verteilen und leicht andrücken.
  5. Backen: Im vorgeheizten Ofen (200°C, Umluft 180°C) etwa 20–25 Minuten backen.
  6. Auskühlen lassen: Nach einigen Minuten die Muffins aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Diese Muffins sind ideal für ein Frühstück oder als süße Zwischenmahlzeit. Sie eignen sich auch als leckere Alternative zu herkömmlichen Kuchen, da sie durch die Streusel-Kruste eine besondere Textur erhalten.

Johannisbeeren-Marmelade: Eine köstliche Konservierung

Marmelade aus Johannisbeeren ist ein Klassiker, der einfach zubereitet wird und sich ideal zur Konservierung der Saisonfrüchte eignet.

Zutaten für 2 Gläser:

  • 500 g Johannisbeeren
  • 200 ml Agavendicksaft
  • 2 g Agar Agar

Zubereitung:

  1. Die Johannisbeeren waschen und von den Rispen befreien.
  2. Die Beeren in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Wer stückige Marmelade möchte, kann dabei ruhig ein paar Stücke übrig lassen.
  3. Agar Agar in etwas Wasser lösen und zusammen mit Agavendicksaft zu den Johannisbeeren geben.
  4. Das Ganze aufkochen und weitere 5 Minuten köcheln lassen, während man regelmäßig rührt.
  5. Die Marmelade in sterilisierte Schraubgläser füllen, verschließen, auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
  6. Die Marmelade hält sich mehrere Wochen an einem dunklen, kühlen Ort. Nach dem Öffnen sollte sie innerhalb von ein bis zwei Wochen verbraucht werden.

Diese Marmelade eignet sich hervorragend zum Schmieren auf Vollkornbrot, als Veredelung von Joghurt oder als Füllung für Kuchen.

Johannisbeeren-Eis: Ein erfrischender Sommergenuss

Ein weiteres Rezept, das Johannisbeeren in Kombination mit exotischen Aromen zeigt, ist das Johannisbeereis mit Kokosmilch. Es ist erfrischend, cremig und ideal für den Sommer.

Zutaten:

  • 400 g gefrorene Johannisbeeren
  • 150 ml (Pflanzen-)Sahne
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 400 ml Bio-Kokosmilch
  • optional: Kokosblütenzucker oder Rohrzucker

Zubereitung:

  1. Die gefrorenen Johannisbeeren in ein hohes Gefäß geben und pürieren, bis ein Mus entstanden ist.
  2. Sahne, Vanillezucker und Kokosmilch hinzufügen und alles gut vermischen.
  3. Optional etwas Süße hinzufügen, je nach Geschmack.
  4. Die Masse in eine Eismaschine geben und nach Herstellerangaben gefrieren lassen.
  5. Alternativ kann die Masse in eine Schüssel gefüllt und im Gefrierschrank nach jeweils 1–2 Stunden mit einer Gabel aufgeschlagen werden, um eine cremige Konsistenz zu erhalten.

Dieses Eis ist nicht nur lecker, sondern auch vegetarisch und für eine Low-Carb-Diät geeignet, wenn Pflanzenmilch und natürliche Süßstoffe verwendet werden.

Johannisbeeren-Flammkuchen: Ein deftiges Gericht mit Frucht

Neben süßen Anwendungen eignen sich Johannisbeeren auch in deftigen Speisen. Ein Beispiel hierfür ist der Johannisbeer-Flammkuchen mit Camembert.

Zutaten:

  • 1 Flammkuchenboden (vorbereitet)
  • 200 g Camembert
  • 100 g Johannisbeeren
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Den Flammkuchenboden mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den Camembert auf dem Boden verteilen.
  3. Die Johannisbeeren darauf platzieren und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  4. Im vorgeheizten Ofen (200°C) etwa 15–20 Minuten backen, bis die Käseblase goldbraun und die Johannisbeeren weich sind.
  5. Kalt servieren.

Dieser Flammkuchen ist eine wunderbare Kombination aus deftigem Käsearoma und der süß-sauren Note der Johannisbeeren. Der Käse gibt dem Gericht eine cremige Textur, die besonders angenehm ist.

Weitere Rezept-Ideen mit Johannisbeeren

Neben den hier vorgestellten Rezepten gibt es viele weitere Möglichkeiten, Johannisbeeren in der Küche einzusetzen. So eignen sie sich beispielsweise: - als Beilage zu Fischgerichten - in Salaten mit Knoblauch-Dressing - als Füllung für Torten oder Kuchen - als Zutat in Smoothies und Säften - in Joghurt oder Quark

Ein besonderes Highlight ist das Johannisbeer-Soufflé oder die Johannisbeer-Quark-Torte, die beide den süßen Geschmack der Beeren hervorheben.

Nährwert- und Low-Carb-Aspekte

Johannisbeeren sind in Low-Carb- und Ketodiäten bedingt verwendbar. Sie enthalten zwar nur etwa 6 g Kohlenhydrate auf 100 g, doch für eine Ketodiät, bei der meist unter 5 g Kohlenhydrate pro 100 g empfohlen werden, sollten sie in Maßen eingesetzt werden. In Kuchen, Desserts oder Gelees eignen sie sich jedoch gut, da sie den Kohlenhydratgehalt nicht zu stark erhöhen.

Ein weiterer Pluspunkt ist der niedrige glykämische Index, der für Diabetiker von Vorteil ist. Die langsame Freisetzung von Zucker im Blut ist besonders förderlich.

Tipps für die Aufbewahrung und Zubereitung

Um Johannisbeeren optimal zu verarbeiten, gibt es einige Tipps, die helfen können: - Waschen: Johannisbeeren sollten vor der Verwendung gründlich gewaschen werden. Dabei darauf achten, dass sie nicht zu nass werden, da sie sonst schneller schlecht werden. - Lagerung: Frische Johannisbeeren sind idealerweise binnen einiger Tage zu verarbeiten. Gefrorene Beeren hingegen können über mehrere Monate gelagert werden. - Sortenunterschiede: Rote, schwarze und weiße Johannisbeeren haben unterschiedliche Geschmackseigenschaften. Schwarze Beeren sind herber, während weiße milder sind. Je nach Rezept kann man sie auch mischen. - Süßung: Da Johannisbeeren natürlicherweise etwas sauer sind, lohnt es sich, sie mit Süßstoffen oder Zucker zu kombinieren, um den Geschmack zu veredeln.

Schlussfolgerung

Johannisbeeren sind eine wunderbare Saisonfrucht, die sich in vielen verschiedenen Rezepten einsetzen lässt. Ob als Gelee, Muffins, Marmelade oder deftiges Gericht – sie bieten eine Vielfalt an Geschmack und Nährwert. Besonders hervorzuheben ist ihre Eignung für Low-Carb- und Diabetikerdiäten, wodurch sie auch für spezielle Ernährungsweisen eine willkommene Zutat sind. Mit den hier vorgestellten Rezepten können Johannisbeeren optimal in die Küche integriert werden und so den Sommer mit erfrischenden und leckeren Gerichten bereichern.

Quellen

  1. Low-Carb-Johannisbeerenrezepte
  2. Johannisbeerenrezepte
  3. Johannisbeer-Streusel-Muffins
  4. Leckere Rezepte mit roten Johannisbeeren
  5. Johannisbeeren-Rezepte

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