Stützgürtel in der Schwangerschaft: Vorteile, Anwendung und Rezeptbelastung

Die Schwangerschaft bringt zahlreiche körperliche Veränderungen mit sich, die nicht selten mit Beschwerden einhergehen. Eine gängige Lösung, um diesen Beschwerden entgegenzuwirken, ist der sogenannte Stützgürtel, der in der Schwangerschaft und nach der Geburt angewendet wird. In diesem Artikel wird der Stützgürtel hinsichtlich seiner Funktion, seiner Anwendung sowie seiner Rezeptbelastung ausführlich dargestellt. Die hier vorgestellten Informationen basieren ausschließlich auf den Daten, die in den bereitgestellten Quellen zu finden sind.

Einführung

Der Stützgürtel ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das vor allem in der Schwangerschaft und nach der Geburt eingesetzt wird, um Rückenschmerzen, Beckengürtelschmerzen oder andere körperliche Beschwerden zu lindern. Nachweislich kann der Stützgürtel eine wertvolle Unterstützung sein, besonders bei Symphysenlockerungen oder bei einer übermäßigen Belastung des Rückens. Einige Krankenkassen erstatten die Kosten für diesen Gurt, wenn er ärztlich verordnet wird. In der Regel ist er zuzahlungsfrei für Schwangere.

Was ist ein Stützgürtel?

Ein Stützgürtel ist ein orthopädisches Produkt, das aus einer Bandage mit stufenlosem Klettverschluss besteht. Er verfügt über ein breites Rückenband, in das Stäbchen eingearbeitet sind, um die Stabilität zu erhöhen. Zudem sind Elastikbänder vorhanden, die es ermöglichen, die Stützwirkung individuell an die Bedürfnisse des Trägers anzupassen.

Ein solcher Gurt kann individuell verstellbar sein, was bedeutet, dass er über den gesamten Verlauf der Schwangerschaft und auch nach der Geburt getragen werden kann. Diese Anpassbarkeit ist besonders wichtig, da sich der Körper in diesen Phasen stark verändert. Der Gurt kann sowohl die Bauchwandskulptur stützen als auch den unteren Rücken entlasten, wodurch er eine verbesserte Körperhaltung ermöglicht.

Anwendung und Vorteile

Die Anwendung des Stützgürtels ist vielfältig. Er wird in der Regel bei Rückenschmerzen, Beckengürtelschmerzen oder Symphysenlockerungen eingesetzt. Einige Schwangere berichten, dass der Gurt nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch das Gefühl einer zusätzlichen Stabilität vermittelt. Zudem wird erwähnt, dass er die Haut des Bauches weniger beansprucht und so möglicherweise das Auftreten von Dehnungsstreifen verringert.

Eine Nutzerin berichtet, dass der Gurt eine deutliche Verbesserung der Körperhaltung ermöglicht und dass sie sich nach dem Abnehmen des Gurtels, als ob ihr Bauch schwerer werde, fühlt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Gurt, laut einer Hebammenmeinung, auch eine Stützung des Bauches erzeugt, vergleichbar mit der Wirkung eines BHs für die Brust. Dies kann dazu beitragen, dass die Haut nicht so stark beansprucht wird und Risse geringer ausfallen.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass die wissenschaftliche Evidenz für die Wirkung des Stützgürtels auf Dehnungsstreifen nicht eindeutig ist. Einige Quellen betonen, dass der Gurt zwar eine Linderung von Schmerzen und eine Stabilisierung bieten kann, aber keine Garantie für die Vorbeugung von Dehnungsstreifen gibt.

Verordnung durch den Arzt

Ein Stützgürtel kann ärztlich verordnet werden, was für Schwangere in Deutschland zuzahlungsfrei ist. Das bedeutet, dass die Kosten des Gurtelkaufs über die Krankenkasse abgedeckt werden, sofern ein ärztliches Rezept vorliegt. In der Regel wird der Gurt dann in einem Sanitätshaus oder einer Apotheke angefertigt und an die individuelle Größe angepasst. Es gibt Berichte, dass manche Krankenkassen eine Zuzahlung erheben, weshalb es ratsam ist, vorab bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.

Die Verordnung erfolgt in der Regel durch den Frauenarzt oder den Orthopäden, je nachdem, welche Beschwerden vorliegen. Der Gurt kann in vier Größen (S, M, L, XL) erhältlich sein, wodurch er sich an unterschiedliche Körpergrößen anpassen lässt. Einige Beispiele aus den Quellen zeigen, dass der Preis eines Stützgürtels ohne Rezept zwischen 10 und 50 Euro liegt.

Anpassung und Tragen des Gurtels

Um den Stützgürtel optimal anzuwenden, ist es wichtig, dass er individuell angepasst wird. In der Regel wird dies im Sanitätshaus oder in der Apotheke durchgeführt, wo man sich beraten lassen und den Gurt anfertigen lassen kann. Die Anpassung ist notwendig, um sicherzustellen, dass der Gurt weder zu straff noch zu locker ist und somit seine Wirkung optimal entfaltet.

Einige Nutzer berichten, dass der Gurt bei längerem Sitzen unangenehm kneifen kann, weshalb er primär für die Anwendung bei Stehen und Gehen gedacht ist. Ein Physiotherapeut bestätigt dies und betont, dass der Gurt im Sitzen keine nennenswerte Wirkung entfaltet. Deshalb ist es wichtig, den Gurt nur bei Bedarf zu tragen und nicht übermäßig einzusetzen.

Erstattung durch die Krankenkasse

In Deutschland ist der Stützgürtel für Schwangere zuzahlungsfrei, sofern er ärztlich verordnet wird. Dies bedeutet, dass die Kosten des Gurtelkaufs über die Krankenkasse abgedeckt werden. Es gibt jedoch Berichte, dass in manchen Fällen eine Zuzahlung anfällt. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, vorab bei der Krankenkasse zu fragen, ob die Erstattung gewährleistet ist.

Der Gurt kann in der Regel in einem Sanitätshaus oder einer Apotheke angefertigt werden. Dort kann man sich beraten lassen und den Gurt nach individueller Anpassung abholen. In einigen Fällen kann der Gurt auch online bestellt werden, wobei es empfohlen wird, die Erfahrungen anderer Nutzer zu berücksichtigen, um eine sinnvolle Kaufentscheidung zu treffen.

Nach der Geburt: Stützgürtel als Unterstützung

Auch nach der Geburt kann der Stützgürtel eine wertvolle Unterstützung sein. Er kann helfen, die Bauchwandskulptur zu stabilisieren und den Körper nach der Geburt zu entlasten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass bei einem Kaiserschnitt vor der Anwendung des Gurtels Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden sollte. In einigen Fällen kann der Gurt die Wundheilung beeinträchtigen, weshalb eine individuelle Beratung notwendig ist.

Fazit

Der Stützgürtel ist ein wertvolles Hilfsmittel in der Schwangerschaft und nach der Geburt, das bei verschiedenen Beschwerden Linderung bieten kann. Er kann Rückenschmerzen, Beckengürtelschmerzen oder Symphysenlockerungen entgegenwirken und so die Lebensqualität der Schwangeren verbessern. Zudem kann er bei der Vorbeugung von Dehnungsstreifen eine unterstützende Rolle spielen, wobei die wissenschaftliche Evidenz hier nicht eindeutig ist.

Ein Stützgürtel kann ärztlich verordnet werden und ist in der Regel zuzahlungsfrei für Schwangere. Die Anpassung und der Kauf erfolgen in der Regel in einem Sanitätshaus oder einer Apotheke. Es ist wichtig, den Gurt nur bei Bedarf zu tragen und nicht übermäßig einzusetzen, da er im Sitzen keine nennenswerte Wirkung entfaltet. Nach der Geburt kann der Gurt weiterhin eine Unterstützung bieten, wobei bei einem Kaiserschnitt vor der Anwendung Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden sollte.

Quellen

  1. ELANEE Stützgürtel
  2. Stützgürtel auf Urbia Forum
  3. Bauchgurt in der Schwangerschaft auf Echtemamas
  4. Erstattung von Schwangerschaftsrückenorthesen
  5. Hilfsmittel in der Schwangerschaft auf Seeger Gesundheit
  6. Gesundheitsbibliothek auf Wolfs-Apotheke

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