Sternanis- und Orangenlikör-gefärbte Crème Brûlée – Ein Klassiker mit Würze von Martina und Moritz

Die Crème Brûlée zählt zu den ikonischen Desserts in der westlichen Gastronomie. Zart cremig und mit einer knusprigen Karamellkruste überzogen, ist sie ein Genuss, der sich auf der Zunge schmilzt. Besonders in der Weihnachtszeit oder bei festlichen Anlässen erfreut sie sich großer Beliebtheit. Die Fernsehköche Martina und Moritz, bekannt aus der WDR-Sendung Kochen mit Martina und Moritz, haben in einer ihrer Rezeptvorschläge eine Variante der Crème Brûlée mit Sternanis und Orangenlikör vorgestellt, die dem Klassiker eine zusätzliche Aromenpalette hinzufügt. In diesem Artikel wird das Rezept detailliert beschrieben und in den Kontext der Sendung sowie der kulinarischen Philosophie der beiden Köche eingebettet.

Einführung

Die Crème Brûlée ist ein Dessert, das in der französischen Cuisine eine festgelegte Rolle spielt. Sie besteht aus einer cremigen Masse aus Eigelb, Zucker und Sahne, die nach dem Backen mit einer dünnen Schicht Karamel überzogen wird, die im Moment des Servierens mit dem Brenner zubereitet wird. Obwohl oft als aufwendig wahrgenommen, ist die Herstellung der Crème Brûlée in der Regel überraschend einfach, vorausgesetzt, man verfügt über die richtigen Zutaten und Geräte.

Martina und Moritz, zwei erfahrene Köche, die seit mehreren Jahrzehnten im WDR-Kochstudio unterwegs sind, haben sich in ihrer Sendung Kochen mit Martina und Moritz oft auf traditionelle und zugängliche Rezepte konzentriert. In einem ihrer Rezeptvorschläge, der unter anderem auf der WDR-Website veröffentlicht wurde, zeigen sie, wie man eine Crème Brûlée mit Sternanis und Orangenlikör herstellt, wodurch das Dessert eine zusätzliche, warme Note erhält. Die Zugabe von Sternanis, Orangenschale und Orangenlikör verleiht dem Dessert eine besondere Geschmacksrichtung, die ideal für festliche Anlässe oder besondere Gelegenheiten ist.

Rezept: Sternanis- und Orangenlikör-gefärbte Crème Brûlée

Im Folgenden wird das Rezept der Crème Brûlée, wie es von Martina und Moritz vorgestellt wurde, detailliert beschrieben. Die Zutaten und die Zubereitung sind leicht nachzuvollziehen und eignen sich auch für Einsteiger in die Klassiker der französischen Desserts.

Zutaten (für 4–6 Personen):

  • ½ Liter Sahne
  • 1 Sternanis
  • abgeriebene Schale einer Orange
  • 1–2 Esslöffel Orangenlikör (z. B. Grand Marnier)
  • 100 g Zucker
  • 4–5 Eigelbe (ca. 200 g)
  • eine Prise Salz
  • 4–6 gehäuften Esslöffel Zucker für die Karamellkruste

Zubereitung:

  1. Vorbereitung der Sahne:
    In einer Kasserolle die Sahne erhitzen. Den Sternanis hinzugeben, sowie die abgeriebene Orangenschale, den Orangenlikör und den Zucker. Alles gut unterrühren. Die Mischung sollte nicht kochen, sondern nur erwärmt werden. Danach die Kasserolle zugedeckt beiseite stellen, damit das Aroma des Sternanis und der Orangenschale in die Sahne übergehen kann. Lassen Sie die Mischung mindestens eine halbe Stunde ziehen.

  2. Vermengung mit Eigelb:
    Die Eigelbe mit einer Gabel glatt rühren. Anschließend langsam die gewürzte Sahne durch ein feines Sieb in die Eigelb-Masse einfließen lassen. Sorgfältig alles gut mischen, sodass eine homogene Masse entsteht.

  3. Einfüllen in Förmchen:
    Die Mischung in flache Förmchen (etwa 10 cm Durchmesser) füllen. Alternativ können auch Soufflé-Förmchen oder Kaffeetassen verwendet werden. Beachten Sie jedoch, dass größere Förmchen mehr Karamellkruste erfordern.

  4. Backen:
    Die Förmchen in ein Backblech setzen und mit Wasser bis zu den Rand des Förmchens füllen (Wasserruhe). Im vorgeheizten Backofen (ca. 150 °C, Umluft nicht nötig) ca. 35–40 Minuten backen. Die Masse sollte cremig und fest sein, aber nicht kochen.

  5. Kühlen:
    Nach dem Backen die Crème Brûlée aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Danach im Kühlschrank mindestens 4–6 Stunden oder über Nacht kühlen.

  6. Karamellkruste zubereiten:
    Vor dem Servieren eine Schicht gehäuften Zuckers auf die abgekühlte Crème Brûlée streuen. Mit einem Brenner oder einer Grillfunktion des Herdes die Karamellkruste zubereiten, bis eine goldbraune, glänzende Schicht entsteht.

  7. Servieren:
    Sofort servieren, damit die Karamellkruste nicht abkühlt und weich wird.

Die kulinarische Philosophie von Martina und Moritz

Martina und Moritz verfolgen in ihrer Sendung Kochen mit Martina und Moritz eine klare kulinarische Philosophie: Einfachheit, Qualität und Genuss. In den Zutaten, die sie verwenden, legen sie Wert auf Frische und natürliche Aromen. Die Kombination aus Sternanis und Orangenlikör in der Crème Brûlée ist ein gutes Beispiel für ihre Herangehensweise, traditionelle Rezepte mit einer persönlichen Note zu veredeln.

Ihre Rezepte sind oft auf Alltag und Familie ausgerichtet und betonen, dass gutes Essen nicht immer aufwendig oder teuer sein muss. In der Sendung wird oft gezeigt, wie aus einfachen Zutaten durch das richtige Verständnis für Aromen und Techniken etwas Besonderes entstehen kann.

Die Crème Brûlée mit Sternanis und Orangenlikör ist ein gutes Beispiel dafür, dass selbst Klassiker der französischen Küche angepasst und mit regionalen oder persönlichen Einflüssen veredelt werden können. In diesem Fall tragen die Aromen von Sternanis und Orangenschale dazu bei, die Crème Brûlée warm, erdig und fruchtig zu machen, was besonders in der Weihnachtszeit oder bei festlichen Menüs eine willkommene Abwechslung darstellt.

Anpassung und Variationen

Obwohl das Rezept von Martina und Moritz bereits eine interessante Abwandlung der klassischen Crème Brûlée darstellt, lassen sich weitere Variationen schaffen, um das Dessert noch individueller zu gestalten. Einige Vorschläge:

  • Ohne Alkohol:
    Für Kinder oder alkoholfreie Gäste kann der Orangenlikör einfach weggelassen werden. Stattdessen kann etwas Orangensaft oder Zitronensaft verwendet werden, um die Fruchtigkeit beizubehalten.

  • Zusätzliche Aromen:
    Andere Aromen können in die Sahne-Mischung integriert werden, z. B. Vanille, Zimt, Lavendel oder Schokolade. Jede dieser Aromen verändert das Geschmackserlebnis der Crème Brûlée und kann je nach Anlass eingesetzt werden.

  • Füllung der Förmchen:
    Neben den klassischen flachen Förmchen kann man die Crème Brûlée auch in Tassen oder Röllchen servieren. Größere Förmchen benötigen mehr Karamellkruste, was jedoch kein Problem ist, da diese einfach mit dem Brenner oder der Grillfunktion aufgebracht werden kann.

  • Alternative Karamellkruste:
    Wer keinen Brenner oder keinen Herd mit Grillfunktion hat, kann die Karamellkruste auch manuell zubereiten, indem man den Zucker in einer Pfanne karamellisiert und diese Schicht dann vorsichtig über das Dessert gibt.

Tipps für die Zubereitung

Um die Crème Brûlée optimal zu zubereiten, sind einige Tipps besonders hilfreich:

  • Qualität der Zutaten:
    Verwenden Sie frische Sahne, gute Eier und hochwertigen Zucker. Diese Zutaten tragen erheblich zur Qualität des Endprodukts bei.

  • Temperaturkontrolle beim Backen:
    Die Crème Brûlée darf nicht kochen, da sie sonst klumpen kann. Ein Wasserbad (Bain-Marie) hilft, die Temperatur gleichmäßig zu regulieren und die Masse cremig zu halten.

  • Kühlen vor dem Karamellieren:
    Es ist wichtig, dass die Crème Brûlée vollständig abgekühlt und im Kühlschrank ruht, bevor die Karamellkruste zubereitet wird. Andernfalls kann die Karamellkruste zu schnell verbrennen oder die Masse sich verformen.

  • Karamellkruste:
    Für eine gleichmäßige Karamellkruste sollten die Zuckerkörner gleichmäßig über das Dessert verteilt werden. Ein Brenner sollte nicht zu nahe an der Oberfläche gehalten werden, um ein Verbrennen zu vermeiden.

Fazit

Die Crème Brûlée mit Sternanis und Orangenlikör von Martina und Moritz ist eine gelungene Abwandlung des klassischen Desserts. Sie vereint die cremige Textur und das sahnige Aroma der Crème Brûlée mit den warmen, erdigen Noten des Sternanis und der fruchtigen Note der Orangenschale. Das Rezept ist einfach nachzuvollziehen, eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Köche und ist ideal für festliche Anlässe oder besondere Menüs.

Martina und Moritz zeigen mit diesem Rezept, wie man traditionelle Gerichte mit individuellen Akzenten erweitern kann, ohne den Charakter zu verlieren. Ihre Sendung Kochen mit Martina und Moritz ist ein Beweis dafür, dass gutes Essen nicht nur Geschmackssache ist, sondern auch eine Frage von Herzenswärme, Qualität und Einfachheit. Mit ihrer Philosophie, aus einfachen Zutaten etwas Besonderes zu machen, inspirieren sie ihre Zuschauer immer wieder neu, in die eigene Küche zu steigen und zu experimentieren.


Quellen

  1. Kochen mit Martina und Moritz – Episodenguide
  2. Sternanisduftende Crème Brûlée – Rezept von Martina und Moritz
  3. 20 Jahre Kochen mit Martina und Moritz – Jubiläumsfeier

Ähnliche Beiträge