Die Advents- und Weihnachtszeit ist nicht nur eine Zeit der Vorfreude, sondern auch eine der kulinarischen Traditionen. Ein Klassiker auf jedem Weihnachtsplätzchenteller ist das Spritzgebäck, das mit seiner butterreichen, mürben Textur und den unzähligen Formen stets begeistert. In den letzten Jahren hat sich die Gebäckpresse als nützliches Werkzeug etabliert, um das traditionelle Spritzgebäck schnell, einfach und besonders gleichmäßig herzustellen. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Techniken vorgestellt, mit denen sich Weihnachtsgebäck mit der Gebäckpresse einfach und erfolgreich backen lässt – ideal für alle, die Wert auf Effizienz und gleichzeitig auf eine authentische Weihnachtsatmosphäre legen.
Traditionelle und moderne Techniken – von der Spritzpresse bis zur Gebäckpresse
Das Spritzgebäck ist ein Klassiker, der sich in fast jeder Familie in verschiedenen Varianten bewahrt hat. Egal, ob mit oder ohne Haselnüssen, Vanillekipferl, Stangen oder Sterne – die Formen sind vielfältig, und der Geschmack verbindet Generationen.
Traditionell wird das Spritzgebäck mit einem Spritzbeutel oder einer alten Fleischwolfs-Gebäckpresse hergestellt. In den letzten Jahren ist die moderne Gebäckpresse jedoch immer beliebter geworden, da sie das Backen von Plätzchen erheblich vereinfacht. Diese Geräte bestehen oft aus Edelstahl und haben verschiedene Musterplatten, die Kekse in unterschiedlichen Formen präzise ausstoßen.
Eine Gebäckpresse, wie sie beispielsweise von Marken wie Kitchen Craft angeboten wird, ist nicht nur ein praktisches Werkzeug, sondern auch ein vielseitiges Instrument, das sich nicht nur zum Backen, sondern auch zum Garnieren eignet. So können mit demselben Gerät nicht nur Kekse, sondern auch Cupcakes oder Torten verziert werden.
Rezept 1: Klassisches Spritzgebäck mit der Gebäckpresse – Oma’s Rezept
Dieses Rezept basiert auf einem bewährten Familienrezept, das von mehreren Quellen bestätigt wird. Es ist besonders weich und mürbe und ideal für die Adventszeit.
Zutaten
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 125 g Stärke
- 2 Eier (Größe M)
- 1/4 Päckchen Backpulver
- 250 g Zucker
- 300 g Butter
- 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung
- Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in Kugeln formen und diese entweder 3–4 Stunden oder am besten über Nacht in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank stellen.
- Backbleche mit Backpapier auslegen und die Küchenmaschine oder einen herkömmlichen Fleischwolf mit dem Spritzgebäckaufsatz bereitstellen.
- Den Teig nach und nach durch die Presse drücken und in Formen spritzen (z. B. Kringel, S-Formen, Stäbchen oder Sterne).
- Die Kekse mit etwas Abstand auf das Backpapier legen.
- Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und die Plätzchen in 2–3 Chargen jeweils 14 Minuten backen.
- Nach der Backzeit die Kekse aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
- Für das Verzieren die Glasur schmelzen und die Kekse nach Wunsch dekorieren.
Ein besonderer Vorteil dieses Rezepts ist die Kombination aus Butter, Stärke und Vanillezucker, die zu einem unverwechselbaren Geschmack führt. Zudem ist der Teig nicht zu fest, was das Arbeiten mit der Gebäckpresse erleichtert.
Rezept 2: Zartbitter Schokoladenglasur für Spritzgebäck
Ein weiteres Rezept, das in mehreren Quellen erwähnt wird, ist die Verzierung der Kekse mit einer Zartbitterkuvertüre. Dies ist besonders für Kinder und Erwachsene gleichermaßen attraktiv.
Zutaten
- 200 g Zartbitterkuvertüre
- 1 Tasse Milch oder Wasserbad
Zubereitung
- Die Kuvertüre in kleine Stücke hacken.
- Diese in eine Schüssel geben und diese über einem Wasserbad (mit heißem Wasser) schmelzen lassen. Alternativ kann eine Kuchenglasur nach Packungsanweisung zubereitet werden.
- Die abgekühlten Kekse portionsweise in die Schokolade tauchen und zum Aushärten auf Backpapier legen.
- Die Kekse in einer Keksdose aufbewahren, um ihre Konsistenz zu erhalten. Sie bleiben so bis zu drei Wochen zart und mürbe.
Die Kombination aus dem zarten Spritzgebäck und der Schokolade ergibt einen Geschmack, der nicht nur bei Weihnachten, sondern das ganze Jahr über beliebt sein kann.
Rezept 3: Mandelgebäck à la Vanillekipferl – ohne Kühlzeit
Ein weiteres Rezept, das in der Quelle 5 beschrieben wird, ist das Mandelgebäck, das sich ohne Kühlzeit direkt mit der Gebäckpresse verarbeiten lässt. Es ist ideal für alle, die gerne spontan backen oder Zeit sparen möchten.
Zutaten
- 250 g Mehl
- 150 g weiche Butter
- 100 g Puderzucker
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Milch
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 100 g fein gemahlene Mandeln
Zubereitung
- Puderzucker und Butter mit den Schneebesen des Handrührgeräts cremig rühren.
- Nach und nach Milch, Ei, Vanillezucker und Salz hinzugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.
- Mehl und fein gemahlene Mandeln unterheben.
- Den Teig direkt in die Gebäckpresse füllen und Plätzchen in gewünschten Formen herstellen.
- Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen und im vorgeheizten Backofen (160 °C) für etwa 18–20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
- Nach dem Backen auskühlen lassen und, wenn gewünscht, mit Zuckerguss oder Kuvertüre verzieren.
Ein besonderes Merkmal dieses Rezepts ist die Kombination aus Mandeln und Vanille, die zu einem nussig-aromatischen Geschmack führt. Zudem ist die Kühlzeit entfallen, was die Herstellung beschleunigt und ideal für spontane Backsitzungen macht.
Gelingtipp: Backzeit und Ofentemperatur – aufpassen!
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg beim Backen von Spritzgebäck mit der Gebäckpresse ist die richtige Backzeit und Ofentemperatur. In mehreren Rezepten wird erwähnt, dass die Backzeit je nach Stärke des Spritzgebäcks variieren kann. Es ist daher ratsam, beim ersten Backgang etwas früher zu prüfen, ob die Plätzchen bereits goldbraun am Rand sind.
Die empfohlene Ofentemperatur liegt in den meisten Rezepten bei 160 °C Umluft, was ein gleichmäßiges Garen und eine schöne Bräune ermöglicht. Wichtig ist zudem, dass die Kekse nicht zu dicht auf dem Backblech liegen, da sie sich sonst nicht gleichmäßig backen.
Konservierung und Aufbewahrung
Die Weihnachtsplätzchen können am besten in einer geschlossenen Keksdose aufbewahrt werden, um ihre zarte Konsistenz und Aromatik zu bewahren. So bleiben sie bis zu drei Wochen mürbe und knusprig. Sollte die Glasur oder Schokolade verwendet worden sein, ist darauf zu achten, dass die Kekse vor Feuchtigkeit geschützt werden, um Schimmelbildung zu verhindern.
Tipps für die Verwendung der Gebäckpresse
Die Gebäckpresse ist ein nützliches Werkzeug, das den Arbeitsaufwand erheblich verringert. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sind einige Tipps wichtig:
- Teigtemperatur: Der Teig sollte nicht zu warm sein, da er sonst zu flüssig wird und die Form nicht richtig hält.
- Auspressen: Der Teig sollte gleichmäßig durch die Presse gedrückt werden. Bei zu großer Dichte kann die Presse verstopfen.
- Formen: Es ist sinnvoll, mehrere Formen zu haben, um die Kekse abwechslungsreich gestalten zu können.
- Reinigung: Nach dem Backen sollte die Presse gründlich gereinigt werden, um Geruch und Geschmack von einem Rezept zum nächsten nicht zu übertragen.
Kreative Verzierungsideen – Glasur, Zuckerguss oder Schokolade
Die Verzierung der Kekse ist ein weiterer Schritt, der die Weihnachtsatmosphäre verstärkt. Neben der Zartbitterkuvertüre, wie im zweiten Rezept beschrieben, lassen sich auch folgende Optionen anwenden:
- Zuckerguss: Ein klassisches Rezept mit Puderzucker und etwas Flüssigkeit (Milch oder Wasser) ergibt einen leicht getränkten Guss, der sich gut auf die Kekse verteilt.
- Spritzguss: Ein dickerer Zuckerguss kann mit einer Spritzpresse in Formen aufgetragen werden, was besonders bei Kindern beliebt ist.
- Glasur mit Farbstoff: Mit Lebensmittelfarbstoffen kann der Guss farbenfroh gestaltet werden, was den Plätzchen eine festliche Note verleiht.
- Nüsse oder Kokosraspeln: Für eine natürliche Verzierung können Nüsse oder Kokosraspeln auf die noch warmen Kekse gestreut werden.
Die Vorteile der Gebäckpresse – Zeitersparnis und Konsistenz
Im Vergleich zum traditionellen Spritzbeutel bietet die Gebäckpresse einige Vorteile:
- Schnellere Herstellung: Die Presse erledigt die Arbeit, die manuell mit dem Spritzbeutel oft zeitaufwendig ist.
- Gleichmäßige Formen: Die Presse sorgt für gleichmäßige Formen und Abstände, was die optische Wirkung der Kekse verbessert.
- Einfacheres Arbeiten: Die Presse ist einfacher zu bedienen und weniger anstrengend, besonders bei größeren Mengen.
- Mehr Kreativität: Mit verschiedenen Formenplatten lassen sich immer wieder neue Kekse herstellen, was den Spaß am Backen verstärkt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Backen mit der Gebäckpresse
Um den Prozess des Backens mit der Gebäckpresse noch einfacher zu gestalten, hier eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Teig vorbereiten: Einen glatten Teig mit Butter, Zucker, Mehl und Eiern herstellen.
- Kühlen (optional): Bei manchen Rezepten empfiehlt sich eine Kühlzeit, um den Teig fester zu machen.
- Presse bereitstellen: Die Presse mit der gewünschten Formplatte ausstatten.
- Teig füllen: Den Teig in die Presse füllen.
- Kekse spritzen: Den Teig gleichmäßig durch die Presse drücken und auf Backbleche legen.
- Backen: Die Kekse im vorgeheizten Backofen backen.
- Abkühlen lassen: Die Kekse abkühlen lassen, um sie nicht zu zerbrechen.
- Verzieren: Nach Wunsch mit Glasur, Schokolade oder Zuckerguss verzieren.
- Aufbewahren: Die Kekse in einer Keksdose aufbewahren, um die Konsistenz zu erhalten.
Schlussfolgerung
Das Backen mit der Gebäckpresse ist eine wunderbare Möglichkeit, die Weihnachtszeit mit traditionellem Spritzgebäck zu verbringen – ohne auf die Zeit oder das Resultat zu verzichten. Ob mit klassischem Butterteig, Mandeln oder Vanillekipferl – die Rezepte aus den Quellen bieten eine Vielfalt, die sowohl für Familien als auch für Hobbybäcker geeignet ist. Die Kombination aus traditionellen Aromen und modernen Techniken sorgt für ein Erlebnis, das nicht nur die Geschmackssinne anspricht, sondern auch die Weihnachtsstimmung verstärkt.
Mit den richtigen Rezepten, ein paar Tipps und der passenden Gebäckpresse können Sie in kürzester Zeit eine große Auswahl an leckeren und festlichen Keksen zaubern – perfekt für den Weihnachtsplätzchenteller oder als Geschenk für Freunde und Familie.