Rezept und Tipps zur Herstellung von selbstgemachten Gummibärchen – vegan, lecker und nachhaltig

Selbstgemachte Gummibärchen sind nicht nur ein beliebter Snack für Kinder, sondern auch eine willkommene Alternative zu industriell gefertigten Süßwaren. Sie sind einfach herzustellen, lassen sich nach individuellem Geschmack anpassen und sind in ihrer Zubereitung oftmals auch nachhaltiger. In diesem Artikel werden die Grundzüge der Gummibärchenherstellung erläutert, wobei sowohl klassische als auch vegane Rezepte vorgestellt werden. Zudem werden Tipps zur Lagerung, Verpackung und Haltbarkeit gegeben, um die Qualität der selbstgemachten Gummibärchen zu optimieren.

Grundrezept und Zubereitung

Die Herstellung von Gummibärchen beginnt mit der Vorbereitung der Zutaten. Ein typisches Rezept besteht aus Fruchtsaft oder Fruchtmus, Gelatine (oder pflanzlichem Gelierpulver), Zucker oder alternativen Süßungsmitteln und gegebenenfalls Zitronensaft. Die genaue Mischung hängt von den individuellen Vorlieben und den gewünschten Geschmacksrichtungen ab.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Erhitzen der Zutaten:
    Zunächst werden die Flüssigkeiten (Fruchtsaft, Tee oder Fruchtmus) in einem Topf langsam erwärmt. Gelatineblätter oder Gelierpulver werden nach und nach hinzugefügt. Wichtig ist, dass die Masse ständig unter Rühren erhitzt wird, um sicherzustellen, dass sich die Gelatine vollständig auflöst und nicht anbrennt. Zu schnelles Rühren sollte vermieden werden, da dies Luftbläschen produzieren kann, die später zu unschönen Löchern in den Gummibärchen führen können.

  2. Kühlung und Ruhen lassen:
    Sobald die Masse dickflüssig wird, wird sie vom Herd genommen und etwa fünf bis zehn Minuten lang ruhen gelassen, damit sich die Gelatine vollständig binden kann.

  3. Füllung in Förmchen:
    Anschließend wird die Masse in Silikonförmchen gefüllt. Diese sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich. Alternativ können auch Ausstecher verwendet werden. Bei der Verwendung von Schalen oder Tellern wird die Masse darauf verteilt und später mit einem Ausstecher in die gewünschte Form geschnitten.

  4. Abkühlung im Kühlschrank:
    Die gefüllten Förmchen werden in den Kühlschrank gestellt, wo die Gummibärchen in etwa einer Stunde fest werden. Bei Bedarf kann die Masse auch im Gefrierfach schneller erstarren.

  5. Entformen:
    Sobald die Gummibärchen fest sind, können sie vorsichtig aus den Förmchen gelöst werden. Falls sie sich schwer lösen lassen, kann die Form kurz in heißes Wasser getaucht werden, um die Form leicht zu erwärmen und die Gummibärchen zu lösen.

Rezeptbeispiel

Ein typisches Rezept für 250 g Gummibärchen könnte folgendermaßen aussehen:

  • 250 g Fruchtmus
  • 1 Tütchen Gelatine (handelsüblich oder pflanzlich)
  • 3 EL Honig
  • 1 EL Zitronensaft

Alle Zutaten werden in einem Topf erwärmt, die Gelatine hinzugefügt und unter Rühren aufgelöst. Anschließend wird die Masse in Silikonförmchen gefüllt und im Kühlschrank fest werden gelassen.

Geschmacksvariationen

Ein Vorteil der selbstgemachten Gummibärchen ist die Möglichkeit, sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu veredeln. Die Grundrezepte lassen sich durch die Wahl unterschiedlicher Flüssigkeiten oder Fruchtmüslis variieren. Hier sind einige Vorschläge:

  • Fruchtsäfte: Apfel, Kirsche, Limette, etc.
  • Tees: Schwarztee, Zitronentee, Waldbeertee, etc.
  • Fruchtsirup mit Wasser
  • Pürierte Früchte: Falls nötig, sollten sie durch ein Sieb gefiltert werden, um Stücke zu entfernen.
  • Glühwein mit Fruchtsaft
  • Kinderpunsch
  • Bio-Cola
  • Götterspeise
  • Gemüsesäfte

Diese Variationen ermöglichen es, die Gummibärchen individuell an die Vorlieben der Verbraucher anzupassen. Zudem können sie in der Ernährung als eine gesündere Alternative zu industriell gefertigten Fruchtgummis dienen, da sie meist ohne Konservierungsmittel auskommen.

Veganer Ansatz

Für eine vegane Variante der Gummibärchen ist es notwendig, tierische Zutaten wie Gelatine zu vermeiden. Stattdessen können pflanzliche Gelierpulver verwendet werden. Einige Rezepte empfehlen zudem den Zusatz von Pektin, das aus Äpfeln oder Orangenschalen gewonnen wird, um die Festigkeit der Gummibärchen zu erhöhen.

Ein typisches veganes Rezept könnte beispielsweise aus Fruchtsaft, pflanzlicher Gelatine, Zucker (oder alternativen Süßungsmitteln) und ggf. Zitronensaft bestehen. Es ist wichtig, die Herstellerangaben der pflanzlichen Gelatine zu beachten, da sich die Menge und die Vorbereitung ggf. von der klassischen Gelatine unterscheiden.

Haltbarkeit und Lagerung

Die Haltbarkeit selbstgemachter Gummibärchen ist im Vergleich zu industriellen Produkten deutlich geringer. Sie lassen sich idealerweise für drei bis fünf Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bei längerer Lagerung kann die Konsistenz nachlassen und die Gummibärchen kleben aneinander.

Eine Alternative, um die Haltbarkeit zu verlängern, ist die Verwendung von Konservierungsmitteln, was jedoch nicht empfohlen wird, da es die natürliche Qualität der Süßigkeit beeinträchtigen kann. Stattdessen ist es sinnvoll, die Gummibärchen frisch zu genießen und bei Bedarf neu herzustellen.

Verpackung und Präsentation

Für die Verpackung selbstgemachter Gummibärchen gibt es zahlreiche kreative Möglichkeiten. Um sicherzustellen, dass die Gummibärchen nicht aneinanderkleben, können sie vor dem Verpacken mit Speisestärke bestäubt werden. Dazu eignet sich ein Teesieb, das Stärkemehl gleichmäßig verteilt.

Ein gängiges Verpackungsmittel ist ein Schraubglas, das mit einem selbst gestalteten Etikett versehen werden kann. Alternativ eignen sich Geschenktüten aus recyceltem Papier oder anderen umweltfreundlichen Materialien. Diese Verpackungsformen sind nicht nur praktisch, sondern auch optisch ansprechend, was besonders bei der Verwendung als Geschenk oder für Partys von Vorteil ist.

Technische Aspekte und Tipps

Ein Sous Vide Wasserbad

Ein Sous Vide Wasserbad kann bei der Herstellung von Gummibärchen hilfreich sein, da es die Temperaturregulation erleichtert. Wer kein Sous Vide-Gerät besitzt, kann auch ein normales Wasserbad in einem Topf verwenden. Dabei ist es wichtig, die Temperatur mithilfe eines Thermometers zu kontrollieren, da eine zu hohe Temperatur die Gelatine negativ beeinflussen kann.

Einige Rezepte empfehlen, die Zutaten direkt im Topf zu erhitzen, ohne ein Wasserbad zu verwenden. Dies ist zwar möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige Temperaturregelung, da die Masse sonst leicht überhitzen oder anbrennen kann.

Konsistenz und Rezeptanpassungen

Die Konsistenz der Gummibärchen hängt stark von der Art und Menge der verwendeten Gelatine ab. Rezepte, die Gelatine mit einer Bloom-Stärke von 250 beinhalten, ergeben besonders feste Gummibärchen. Wer lieber weiche Gummibärchen mag, kann auf eine geringere Bloom-Stärke oder pflanzliche Gelatine zurückgreifen.

Außerdem ist es möglich, die Süße der Gummibärchen durch verschiedene Süßungsmittel zu variieren. Zucker, Honig, Agavendicksaft oder Stevia sind beliebte Alternativen. Da alternative Süßungsmittel oft stärker süßen als Haushaltszucker, ist darauf zu achten, die Mengen entsprechend anzupassen.

Fazit

Selbstgemachte Gummibärchen sind eine willkommene Alternative zu industriell gefertigten Fruchtgummis. Sie sind einfach herzustellen, lassen sich individuell anpassen und eignen sich sowohl für vegane als auch für herkömmliche Rezepte. Mit ein wenig Planung und Kreativität können sie zu einem leckeren und nachhaltigen Snack werden.

Die Haltbarkeit ist begrenzt, weshalb sie am besten frisch verzehrt werden. Für die Lagerung und Präsentation bieten sich recycelte Glasbehälter oder Geschenktüten aus umweltfreundlichen Materialien an. Zudem sind sie eine ideale Aktivität für Kinder, da sie die Herstellung mitgestalten können.

Quellen

  1. Utopia: Gummibärchen selbst machen – Bio, vegan und lecker
  2. Sugarstore: Süßigkeiten selbst machen – Gummibärchen selbst machen
  3. Einfachbacken: Gummibärchen selbst machen – schnell und einfach
  4. Nico Stanitzok: Gummibärchen selbst machen – aber richtig

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