Das Sellerieschnitzel hat sich in den letzten Jahren als eine köstliche, gesunde und fleischfreie Alternative zum klassischen Schnitzel etabliert. Es ist nicht nur eine willkommene Alternative für Vegetarier oder Veganer, sondern auch eine leckere Option für alle, die abwechslungsreiche, nahrhafte Gerichte genießen möchten. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte, Zubereitungsweisen und Hintergrundinformationen zu Sellerieschnitzeln vorgestellt, basierend auf ausgewählten Rezeptquellen.
Rezepte und Zubereitungsvarianten
Grundrezept für Sellerieschnitzel
Ein grundlegendes Rezept für Sellerieschnitzel besteht aus einigen einfachen, aber nahrhaften Zutaten:
- 800 g Knollensellerie
- 3 Eier
- 80–100 g Mehl
- 100 g Semmelbrösel (oder alternativ Maisflocken, Cornflakes, Nüsse)
- 6 EL Milch
- Salz, Pfeffer und gewünschte Kräuter
Die Sellerie wird geschält und in etwa 1,5–2 cm dicke Scheiben geschnitten. Danach werden die Scheiben entweder gedämpft oder kurz in Salzwasser geblanchiert. Anschließend werden die Selleriescheiben in Mehl, dann in ein Ei-Milch-Gemisch und schließlich in Semmelbrösel paniniert. Diese werden in Bratöl goldbraun gebraten.
Veganer Ansatz
Für vegane Varianten kann das Ei durch eine Mischung aus Sojamilch und Sojasahne ersetzt werden. Das Mehl bleibt bestehen, während die Semmelbrösel durch vegane Alternativen wie Maisflocken oder Nüsse ersetzt werden können. Auch die Fettquelle für das Braten wird auf pflanzliche Fette umgestellt.
Füllung und Gestaltung
Ein weiterer kreativer Ansatz ist die Füllung der Sellerieschnitzel. Dazu können Käse, Schinken oder auch Gemüse zwischen zwei Selleriescheiben gelegt werden, wobei die Scheiben vorher etwas dünner geschnitten werden. Diese gefüllten Schnitzel können dann wie gewohnt paniniert und gebraten werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Herstellung von Sellerie-Walnuss-Bratlingen aus den Endstücken der Selleriescheiben.
Beilagen und Servierempfehlungen
Kartoffeln und Gemüse
Zu Sellerieschnitzeln passen hervorragend Salzkartoffeln, Bratkartoffeln oder Kartoffelpüre. Die Zubereitung der Kartoffeln erfolgt durch Schälen, kleinschneiden und Kochen in Salzwasser. Optional können sie mit Butter oder Pflanzenöl und Kräutern veredelt werden.
Ein weiteres Rezept schlägt vor, die Kartoffeln in Butter oder Alsan zu braten und mit Lieblingskräutern zu würzen, um eine knusprige, aromatische Beilage zu erzeugen. Alternativ können die Kartoffeln auch zu Bratkartoffeln verarbeitet werden.
Salate und Dipps
Zu den Sellerieschnitzeln passen fruchtige Salate oder cremige Dipps. Ein empfohlener Salat ist der Apfel-Rotkohl-Salat, bei dem Rotkohl mit Apfelwürfeln kombiniert wird. Zutaten sind:
- Rotkohl
- Apfel
- Schalotten
- Knoblauch
- Öl, Salz, Pfeffer
Ein weiterer Vorschlag ist ein Krautquark-Dip, der aus Schmand oder Quark mit Schnittlauch und Petersilie hergestellt wird. Bei veganer Variante kann Schmand durch veganen Quark ersetzt werden.
Chicorée und Gemüse
Ein weiteres Rezept kombiniert Sellerieschnitzel mit Chicorée, Aubergine, Zucchini, Paprika und Tomaten. Das Gemüse wird in kleine Würfel geschnitten und mit Schalotten, Knoblauch, Oliven und frischen Kräutern in einer Pfanne geraffelt. Der Chicorée wird gewaschen, geviertelt, in einer Pfanne angebraten und mit Weißwein ablöschen. Danach wird er zugedeckt und etwa 10 Minuten gegart. Die Sellerieschnitzel werden in Butter-Fett-Mischung gebraten und mit dem Gemüse und Chicorée serviert.
Tipps und Tricks
- Panade abwechslungsreich gestalten: Neben Semmelbröseln können auch Nüsse (z. B. Kürbiskerne) oder Maisflocken als Panade verwendet werden. Eine Kombination aus Semmelbröseln und Sesam kann auch hinzugefügt werden, um die Aromenvielfalt zu erhöhen.
- Sellerie-Grauwerden verhindern: Ein Spritzer Zitronensaft beim Kochen hilft, das Grauwerden des Knollenselleries zu verhindern.
- Sellerie-Reste weiterverwenden: Die Sellerieschale kann zur Herstellung von Gemüsebrühe verwendet werden, um keine Abfälle entstehen zu lassen.
- Vorbereitung: Sellerie kann gut vorbereitet werden. Die Scheiben können bereits paniniert werden und dann im Kühlschrank aufbewahrt werden, um sie später in der Pfanne zu braten.
Hintergrund: Geschichte und Gesundheit
Der Sellerieschnitzel hat eine interessante Geschichte. Schon im Mittelalter war Sellerie in Europa als Heilpflanze bekannt und hauptsächlich in Hof- und Klostergärten angebaut. Erst im 18. Jahrhundert verbreitete sich der Anbau weiter. Botanisch gehört der Sellerie zur Gattung Apium und ist eng verwandt mit Pastinake und Wurzelpetersilie.
Heutzutage ist Sellerie ein vielseitig einsetzbares Gemüse. Er enthält eine hohe Menge an Mineralien, Vitaminen (vor allem B-Vitamine) und Spurenelementen wie Calcium und Eisen. Sein erdiger Geschmack ergibt sich aus den ätherischen Ölen, die er enthält. Sellerie ist auch ein klassisches Grundgemüse in Suppen und Soffrittos.
Gesundheitlich ist Sellerie aufgrund seiner Nährstoffe und Ballaststoffe eine wertvolle Ergänzung in der Ernährung. Er ist kalorienarm, aber nährstoffreich und eignet sich daher hervorragend für alle Altersgruppen.
Fazit
Sellerieschnitzel bieten eine leckere, gesunde und vielfältige Alternative zum klassischen Fleischschnitzel. Sie können mit verschiedenen Panaden, Füllungen und Beilagen kombiniert werden, um individuelle Gerichte zu kreieren. Ob vegetarisch, vegan oder kreativ gefüllt – die Zubereitung ist einfach und erfordert nur grundlegende Küchentechniken. Sellerie selbst ist nicht nur geschmacklich vielseitig, sondern auch nährstoffreich und gesund. Mit diesen Rezepten und Tipps können Sellerieschnitzel zu einem fester Bestandteil der kulinarischen Palette werden.