Eiweiß-Plätzchen-Rezepte: Leckere Weihnachtskekse aus übrigem Eiklar

Eiweiß ist eine vielseitige Zutat in der Backkunst, besonders in der Weihnachtszeit, wenn es oft in Form von übrigem Eiklar vom Trennen von Eiern bleibt. Anstatt dieses wertvolle Eiweiß wegzuwerfen, können aus ihm leckere und luftige Plätzchen hergestellt werden. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Tipps vorgestellt, wie man Eiweiß optimal in Plätzchen einsetzen kann, um leckere, kalorienarme und dennoch weihnachtliche Kekse zu backen.

Eiweiß in der Backkunst: Grundlagen und Haltbarkeit

Eiweiß, auch als Eiklar bezeichnet, ist die klare Flüssigkeit, die sich beim Trennen von Eiern vom Eigelb ablöst. In der Backkunst spielt Eiweiß eine besondere Rolle, insbesondere bei der Herstellung von luftigem Baiser oder als Grundlage für leichte Kekse. Eiweiß kann durch Schlag mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine steif geschlagen werden, was bedeutet, dass es sich durch Einfügen von Luft verfestigt und voluminöser wird.

Für die Herstellung von Plätzchen aus Eiweiß ist es wichtig, dass die Eiweiße kalt sind. Kalt geschlagene Eiweiße sind stabiler und lassen sich besser zu einem glänzenden, steifen Eischnee verarbeiten. Zudem ist es wichtig, dass das Schüssel und die Utensilien, die verwendet werden, sauber und trocken sind, da auch die geringste Menge an Fett oder Feuchtigkeit dazu führen kann, dass das Eiweiß sich nicht richtig schlägt.

Die Haltbarkeit von Eiweiß ist ebenfalls wichtig zu beachten. Richtig verpackt und im Kühlschrank gelagert, hält sich frisches Eiweiß 2–3 Tage. Geeignete Behälter für die Aufbewahrung sind Kunststoffschüsseln mit Deckel oder sterilisierte Schraubgläser. Diese verhindern, dass das Eiweiß mit anderen Aromen im Kühlschrank in Berührung kommt oder durch Bakterien kontaminiert wird.

Rezept: Eiweiß-Plätzchen mit Schokolade

Ein klassisches Rezept für Eiweiß-Plätzchen wird in den Quellen beschrieben. Dieses Rezept ist besonders einfach und eignet sich hervorragend für die schnelle Verarbeitung von übrigem Eiweiß. Die Zutaten für dieses Rezept sind:

  • Fett und Mehl für das Backblech
  • 4 Eiweiße
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Zucker
  • 100 g Kokosraspeln
  • 100 g Raspelschokolade
  • 5–6 EL Mandelblättchen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Die Zubereitung erfolgt wie folgt:

  1. Das Backblech (ca. 35 x 40 cm) wird mit Fett und Mehl vorbereitet.
  2. Eiweiß und Salz werden mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine steif geschlagen.
  3. Der Zucker wird langsam unter weiterem Schlagen einrieseln lassen, bis er vollständig gelöst ist.
  4. Kokosraspeln und die Hälfte der Raspelschokolade werden untergehoben.
  5. Die Masse wird auf das vorbereitete Backblech gestrichen und mit Mandelblättchen bestreut.
  6. Der Ofen wird auf 175 °C (E-Herd) oder 150 °C (Umluft) vorgeheizt.
  7. Die Plätzchen werden für etwa 25 Minuten gebacken.
  8. Nach dem Backen werden die Plätzchen mit der restlichen Raspelschokolade bestreut, etwas abgekühlt und dann in 5 cm lange Rauten geschnitten.
  9. Vor dem Servieren werden die Plätzchen mit Puderzucker bestäubt.

Die Nährwerte pro Stück betragen etwa:

  • 81 kcal
  • 1 g Eiweiß
  • 4 g Fett
  • 10 g Kohlenhydrate

Dieses Rezept eignet sich hervorragend für eine schnelle und leckere Verwendung von übrigem Eiweiß. Zudem ist die Kombination aus Schokolade, Kokos und Mandeln eine klassische Weihnachtsverzierung, die gut bei allen Altersgruppen ankommt.

Rezept: Walnussmakronen – leicht wie Wölkchen

Ein weiteres Rezept, das sich hervorragend für die Verwendung von Eiweiß eignet, sind Walnussmakronen. Dieses Rezept ist besonders luftig und ideal für die Weihnachtszeit. Die Zutaten sind:

  • 200 g Walnuss-Hälften, geviertelt (Ersatzweise andere Nuss-Sorten oder Mandeln)
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eiweiße
  • 1 Fläschchen Backaroma Butter-Vanille (2 ml)

Die Zubereitung erfolgt wie folgt:

  1. Der Backofen wird auf 125 °C Umluft vorgeheizt.
  2. Die Walnuss-Hälften werden in vier Stücke zerkleinert. Alternativ können auch Mandeln oder andere Nüsse verwendet werden.
  3. Die Eiweiße werden mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine steif geschlagen. Es ist wichtig, dass die Eiweiße kalt sind.
  4. Nachdem die Eiweiße steif geschlagen wurden, wird der Puderzucker untergehoben. Danach folgt das Backaroma.
  5. Die Masse wird mit zwei Teelöffeln auf Backbleche, die mit Backpapier ausgelegt sind, portionsweise aufgebracht.
  6. Die Makronen werden für 40–45 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken.
  7. Nach dem Backen werden die Makronen in einer Weihnachtsdose aufbewahrt, wo sie bis zu 14 Tage halten.

Die Walnussmakronen sind eine hervorragende Alternative zu den klassischen Plätzchen und haben aufgrund ihrer luftigen Konsistenz eine besondere Textur. Zudem sind sie aufgrund des hohen Nussgehalts proteinreich und kalorienarm.

Rezept: Sternbusserln mit Schaummasse

Ein weiteres Rezept, das sich aus den Quellen ableiten lässt, sind Sternbusserln mit einer leichten Schaummasse. Dieses Rezept ist besonders bei Kindern beliebt, da die Kekse luftig und nicht zu süß sind. Die Zutaten sind:

Für den Teig:

  • Mehl
  • Backpulver
  • Sahne
  • Kalte Butter

Für die Schaummasse:

  • 2 Eiweiße
  • 80 g Nüsse, feingemahlen (Haselnüsse, Walnüsse oder Mandeln)
  • 120 g Puderzucker

Die Zubereitung erfolgt wie folgt:

  1. Der Backofen wird auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt.
  2. Der Teig wird mit kalter Butter, Mehl, Backpulver und Sahne zu einem glatten Mürbeteig verarbeitet.
  3. Der Teig wird dünn ausgerollt und zu Sternen ausgestochen.
  4. Die Eiweiße werden mit einem Handmixer zu Eischnee geschlagen.
  5. Die fein gemahlenen Nüsse und der Puderzucker werden untergehoben.
  6. Mit zwei Teelöffeln wird die Masse in Form von Häufchen auf die Sterne gesetzt.
  7. Die Kekse werden für 10–12 Minuten gebacken.
  8. Nach dem Backen kann Puderzucker auf die noch heißen Kekse gegeben werden.
  9. Die Kekse werden auf einem Kuchengitter zum Abkühlen gebracht und in einer Weihnachtsdose aufbewahrt.

Dieses Rezept ist besonders einfach und eignet sich hervorragend für Kinder, da die Kekse nicht zu süß sind und dennoch weihnachtlich aussehen. Zudem ist die Schaummasse luftig und nicht zu schwer, was sie zu einer gesunden Alternative macht.

Rezept: Mürbeteigplätzchen mit Eiweiß

Ein weiteres Rezept, das sich aus den Quellen ableiten lässt, sind Mürbeteigplätzchen mit Eiweiß. Dieses Rezept ist besonders nahrhaft und eignet sich hervorragend für Familien, die auf eine gesunde Ernährung achten. Die Zutaten sind:

Für den Teig:

  • 60 g Dinkelmehl Typ 630
  • 30 g More Protein (z. B. Sahne)
  • 20 g Pudererythrit (No More Sugar pulverisiert)
  • 10 g Chunky Flavour (z. B. Vanilla Perfection)
  • 1 Eigelb
  • 40 g Leichte Butter

Für das Verzieren:

  • Light Chocolate Toppings
  • "Zucker"-guss aus Pudererythrit
  • Streusel, Schokolinsen etc.

Die Zubereitung erfolgt wie folgt:

  1. Die Zutaten für den Teig werden vermengt und in Frischhaltefolie gewickelt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt.
  2. Der Ofen wird auf 170 °C Umluft vorgeheizt.
  3. Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz ausgerollt.
  4. Die Plätzchen werden ausgestochen und bei 170 °C Umluft ca. 8–10 Minuten gebacken.
  5. Die Plätzchen erhärten erst beim Abkühlen.
  6. Das Verzieren erfolgt mit Light Chocolate Toppings, "Zucker"-guss und Streuseln.

Dieses Rezept ist besonders nahrhaft, da es durch das Hinzufügen von More Protein Proteinpulver zusätzliche Nährstoffe enthält. Zudem ist der Zuckersubstitut Pudererythrit kalorienarm und eignet sich hervorragend für eine gesunde Ernährung. Die Plätzchen sind zudem weich und leicht, was sie zu einer idealen Kombination aus Geschmack und Gesundheit macht.

Tipps und Tricks für die Herstellung von Eiweiß-Plätzchen

Neben den Rezepten gibt es einige Tipps und Tricks, die bei der Herstellung von Eiweiß-Plätzchen hilfreich sind. Zunächst ist es wichtig, dass die Eiweiße kalt sind, da kalt geschlagene Eiweiße stabiler sind und sich besser zu einem glänzenden, steifen Eischnee verarbeiten lassen. Zudem ist es wichtig, dass die Schüssel und die Utensilien, die verwendet werden, sauber und trocken sind, da auch die geringste Menge an Fett oder Feuchtigkeit dazu führen kann, dass das Eiweiß sich nicht richtig schlägt.

Ein weiterer wichtiger Hinweis ist, dass bei der Zugabe von Aromen oder Flüssigkeiten darauf geachtet werden muss, dass diese nach dem Einmischen des Puderzuckers hinzugefügt werden. Aromen enthalten oft Fett, das das steife Eiweiß destabilisieren kann. Deshalb ist es wichtig, dass das Aroma nach dem Einmischen des Puderzuckers hinzugefügt wird, um die Stabilität des Eischnees zu erhalten.

Zudem ist es wichtig, dass die Kekse nach dem Backen gut auskühlen, damit sie ihre Form behalten. Es ist ratsam, die Kekse nicht auf dem Backblech auskühlen zu lassen, sondern sie auf ein Kuchengitter zu bringen, damit sie gleichmäßig auskühlen und nicht zu trocken werden.

Ein weiterer Tipp ist, dass die Kekse in einer Weihnachtsdose oder Keksdose aufbewahrt werden, damit sie länger halten. Die Dose sollte luftdicht sein, um die Kekse vor Feuchtigkeit und anderen Aromen zu schützen. Zudem ist es wichtig, dass die Kekse nicht zu warm oder zu kalt gelagert werden, da dies dazu führen kann, dass sie ihre Textur verlieren.

Schlussfolgerung

Eiweiß ist eine wertvolle Zutat in der Backkunst, die sich hervorragend für die Herstellung von leichten und luftigen Plätzchen eignet. Durch die Verwendung von Eiweiß können übrig gebliebene Eiklarreste optimal verwertet werden, ohne dass die Kekse zu süß oder schwer sind. Die verschiedenen Rezepte, die in diesem Artikel vorgestellt wurden, zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, Eiweiß in die Weihnachtsbäckerei einzubinden.

Ob es sich um Eiweiß-Plätzchen mit Schokolade, Walnussmakronen oder Sternbusserln mit Schaummasse handelt – alle Rezepte eignen sich hervorragend für die Weihnachtszeit und können mit Kindern oder alleine zubereitet werden. Zudem sind die Kekse aufgrund der Verwendung von Eiweiß nahrhaft und kalorienarm, was sie zu einer idealen Kombination aus Geschmack und Gesundheit macht.

Durch die Verwendung von Tipps und Tricks wie dem Kühlen der Eiweiße, der richtigen Zubereitung und der Aufbewahrung können die Kekse optimal genossen werden. Zudem ist es wichtig, dass die Kekse in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden, damit sie länger halten und ihre Textur behalten.

Eiweiß-Plätzchen sind eine hervorragende Alternative zu den klassischen Weihnachtskuchen und eignen sich hervorragend für alle, die auf eine gesunde Ernährung achten oder einfach etwas Neues ausprobieren möchten. Mit den Rezepten und Tipps aus diesem Artikel können die Kekse leicht und schnell zubereitet werden, um die Weihnachtszeit mit leckeren und nahrhaften Leckereien abzurunden.

Quellen

  1. Sternbusserln – schnelle Weihnachtsplätzchen
  2. Plätzchen mit Eiweiß – Top 12 Rezepte
  3. Walnussmakronen – leicht wie Wölkchen
  4. Mürbeteigplätzchen-Rezept

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