Die klassische Remoulade ist eine vielseitige, aromatische Sauce, die sowohl als Dip als auch als Brotaufstrich oder Begleitsoße zu Fisch- und Fleischgerichten unverzichtbar ist. Sie hat eine lange Tradition und ist in verschiedenen kulturellen Kontexten mit regionalen Besonderheiten verbunden. In diesem Artikel wird das klassische Remouladerezept vorgestellt, der Hintergrund der Sauce beleuchtet, und zudem werden regionale Varianten beschrieben. Alle Angaben basieren auf den bereitgestellten Quellen, wobei ausschließlich die dort genannten Fakten berücksichtigt wurden.
Klassische Remoulade: Rezept und Zubereitung
Die klassische Remoulade ist eine Mischung aus Mayonnaise, Senf, Gewürzen und eingelegtem Gemüse, die durch ihre feine Konsistenz und harmonische Würzung überzeugt. Ein typisches Rezept, wie es in mehreren Quellen beschrieben wird, umfasst die folgenden Zutaten:
- 300 ml Sonnenblumenöl
- 2 Eigelb (möglichst von Bio-Eiern)
- 15 g Kokosblütenzucker (alternativ Rohrzucker)
- 1 EL Apfel-Essig
- 1 EL Senf
- Saft einer halben Zitrone
- 1 TL Salz
- 6 Cocktail-Cornichons
- 1 EL Kapern
- 1/4 Bund Petersilie
- 4 Stängel Dill
- 1 EL Estragon (getrocknet)
- 1/2 kleine Zwiebel
- 2 EL Crème fraîche
- 2 EL Joghurt (mit 10% Fett)
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Mayonnaise herstellen:
Zunächst werden die Eigelbe, der Kokosblütenzucker (oder Rohrzucker), Apfel-Essig, Senf und der Zitronensaft mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine etwa 7 Minuten auf höchster Stufe geschlagen, bis eine dichte Masse entsteht.Öl unterrühren:
Das Sonnenblumenöl wird langsam in kleine Schübe unter die Masse gerührt, bis eine cremige Mayonnaise entsteht. Dabei ist es wichtig, das Öl langsam hinzuzufügen, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen.Gemüse und Kräuter zerkleinern:
Die Cocktail-Cornichons, Kapern, Petersilie, Dill, Estragon und die Zwiebel werden in einem Multihacker zerkleinert. Wichtig ist, die Drehzahl nicht zu hoch zu setzen, um zu vermeiden, dass die Zwiebel bitter wird und die Sauce ungenießbar.Zutaten vermengen:
Die zerkleinerte Masse wird vorsichtig mit Crème fraîche und Joghurt unter die Mayonnaise gehoben.Auskühlen lassen:
Die Sauce sollte mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen, damit sich die Aromen optimal entfalten können.Aufbewahrung:
Da die Sauce rohes Eigelb enthält, sollte sie immer im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von maximal zwei Tagen verbraucht werden.
Dieses Rezept ist in mehreren Quellen beschrieben und als besonders aromatisch und lecker bezeichnet. Die Sauce ist deutlich lebendiger und frischer als ein Supermarktprodukt und eignet sich hervorragend als Brotaufstrich, Dip oder Begleitsoße zu Fischgerichten.
Hintergrund: Die Geschichte der Remoulade
Die Remoulade hat ihre Wurzeln in der französischen Küche und entstand vermutlich im 17. Jahrhundert. Der Name „Remoulade“ leitet sich vermutlich vom französischen Wort „rémoulade“ ab, welches wiederum auf das lateinische Wort „armoricana“ zurückgeht – ein Hinweis auf eine Sauce aus der Bretagne. Ursprünglich bestand die Remoulade aus einer einfachen Kombination aus Mayonnaise und Senf. Mit der Zeit wurden weitere Zutaten hinzugefügt, wie Kräuter, Kapern und eingelegtes Gemüse, um die Sauce geschmacklich vielseitiger und komplexer zu gestalten.
Heute ist die Remoulade nicht nur in Frankreich, sondern auch in anderen Ländern wie Deutschland, Dänemark und Südtirol verbreitet. Sie ist ein beliebtes Element in der kalten Küche, insbesondere als Dip oder als Begleitsoße zu Fisch, Sandwiches oder kaltem Roastbeef.
Regionale Variationen der Remoulade
Die Remoulade hat sich in verschiedenen Ländern zu regionalen Varianten entwickelt, die sich in Geschmack, Zutaten und Zubereitungsweise voneinander unterscheiden. Einige Beispiele sind:
Dänische Remoulade
Die dänische Remoulade ist charakterisiert durch eine gelbe Farbe, die durch einen hohen Senfgehalt und die Zugabe von Kurkuma entsteht. Zudem ist sie süßer als die französische Variante und enthält oft eingelegte Gemüse wie Blumenkohl oder Möhrchen. Die Zutatenliste für die dänische Remoulade umfasst:
- 200 g Mayonnaise
- 50 g Saure Sahne
- 2 EL Senf (mild)
- ¼ Bund Petersilie
- ¼ Bund Schnittlauch
- 2 EL gehackte mixed Pickles
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Zucker
- ½ TL Kurkumapulver
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung: Mayonnaise, Senf und Saure Sahne werden gemischt, alle weiteren Zutaten hacken und unterrühren. Abschmecken und mindestens 12 Stunden durchziehen lassen. Die dänische Remoulade ist ein MUSS zu Hot Dogs und passt aufgrund ihrer süßen Note und des würzigen Senfgeschmacks perfekt zu Würstchen, Röstzwiebeln und Gurkenscheiben.
Deutsche Remoulade
In Deutschland wird die Remoulade oft mit regionalen Zutaten bereichert, was zu unterschiedlichen Varianten führt. Eine typische deutsche Remoulade enthält oft mehr Senf als die französische Variante und kann mit Gewürzen wie Pfeffer, Salz, Zwiebeln oder Petersilie angereichert werden. In einigen Rezepten wird auch Gurken oder Kapern hinzugefügt, um die Sauce aromatischer zu gestalten.
Südtiroler Remouladensauce
In Südtirol wird die Remoulade oft als „Remouladensauce“ bezeichnet und ist eine Mischung aus Mayonnaise, Kapern, Gurken, Zwiebeln und Kräutern. In einigen Rezepten wird auch Estragon oder Dill hinzugefügt, um der Sauce eine frische Note zu verleihen. Die Sauce wird meist als Dip oder als Brotaufstrich verwendet und passt besonders gut zu Fischgerichten oder kaltem Fleisch.
Anwendung und Empfehlungen
Die klassische Remoulade ist vielseitig einsetzbar und kann sowohl als Brotaufstrich als auch als Dip oder Begleitsoße verwendet werden. Sie passt besonders gut zu:
- Fischgerichten: Geröstete, gebratene oder gegrillte Fischsorten wie Lachs, Dorsche oder Hering profitieren von der cremigen Konsistenz und der würzigen Note der Remoulade.
- Kalten Speisen: Sandwiches, kalter Roastbeef oder Schinkenröllchen werden durch die Remoulade aromatisch abgerundet.
- Brötchen und Brot: Als Brotaufstrich verleiht die Remoulade dem Brot eine zusätzliche Würze und Schlotzigkeit.
In einigen Rezepten wird auch eine leichtere Variante der Remoulade hergestellt, bei der beispielsweise Joghurt oder Saure Sahne anstelle von Mayonnaise verwendet wird, um den Fettgehalt zu reduzieren. Diese Variante ist besonders geeignet für Diäten oder für Personen, die eine leichtere Konsistenz bevorzugen.
Schlussfolgerung
Die klassische Remoulade ist eine aromatische, vielseitige Sauce mit langer Tradition, die sich sowohl in Frankreich als auch in anderen Ländern wie Dänemark, Deutschland oder Südtirol als fester Bestandteil der Küche etabliert hat. Sie ist einfach herzustellen, aber dennoch komplex im Geschmack, da sie durch die Kombination aus Mayonnaise, Senf, Gewürzen und eingelegtem Gemüse eine ausgewogene Aromenvielfalt bietet. Regionale Variationen zeigen, wie sich die Remoulade in verschiedenen kulturellen Kontexten weiterentwickelt hat. Ob als Brotaufstrich, Dip oder Begleitsoße – die Remoulade ist eine willkommene Ergänzung zu vielen Gerichten und sollte in keiner Küchensammlung fehlen.