Klassischer Rotkohl wie von Oma – Rezept, Zubereitung und Tipps

Der Rotkohl, auch bekannt als Rotkraut oder Blaukraut, ist ein Herbst- und Wintergericht, das sich ideal als Beilage zu Braten oder Sonntagsessen eignet. Er ist nicht nur geschmacklich eine Bereicherung, sondern auch nahrhaft und einfach in der Zubereitung. In diesem Artikel wird ein klassisches Rezept vorgestellt, das dem traditionellen Herstellen des Gerichts folgt, wie es von Oma oft gekocht wurde. Zudem werden Tipps und Tricks zum Schneiden, Würzen und Einfrieren des Gerichts gegeben. Alle Informationen basieren auf Rezepturen und Anleitungen aus vertrauenswürdigen Quellen, die hier im Folgenden detailliert ausgearbeitet werden.

Rezept für 4–6 Portionen

Die Zutatenliste variiert je nach Quelle leicht, doch die Grundzutaten bleiben gleich. Die Rezepte aus den Quellen stimmen weitestgehend überein, was auf die Authentizität und die verbreitete Anwendung des Rezeptes hindeutet.

Zutaten:

  • 1 Rotkohl (ca. 1–1,5 kg)
  • 2–3 Zwiebeln
  • 2–3 Lorbeerblätter
  • 5–8 Gewürznelken
  • 500 ml Wasser oder Brühe
  • 2–3 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz
  • 2–3 EL Zucker
  • 2–3 EL Essig (Apfelessig oder Weißweinessig)
  • 2–3 EL Johannisbeergelee (optional)
  • 2–3 EL Maisstärke (zur Bindung)
  • 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Wacholderbeeren oder Zimtstange (optional)

Zubereitung

Die Zubereitung des Rotkohls folgt im Wesentlichen denselben Schritten in allen Rezepten. Die genaue Vorgehensweise ist wie folgt:

Vorbereitung des Rotkohls

  1. Waschen und Schneiden: Den Rotkohl gründlich waschen und die äußeren Blätter entfernen. Danach wird der Kohlkopf in Hälften geschnitten, der Strunk ausgeschnitten und das Gemüse in möglichst feine Streifen gehobelt oder geschnitten. Ein Küchengerät wie eine Reibe oder ein Hobel kann hier hilfreich sein.

  2. Zubereitung der Äpfel und Zwiebeln: Die Äpfel werden geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebeln werden geschält, eine davon kleingeschnitten und eine weitere mit Gewürznelken und Lorbeerblättern gespickt.

Würzen und Kochen

  1. Anbraten der Zwiebeln: In einem großen Topf das Schmalz erhitzen und die kleingeschnittenen Zwiebeln darin glasig dünsten. Danach Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.

  2. Zusammenmischen aller Zutaten: Den Rotkohl in den Topf geben und mit Essig kurz anschwitzen. Anschließend Wasser oder Brühe zufügen und den Kohl gut umrühren. Die gespickte Zwiebel und die Lorbeerblätter hinzugeben.

  3. Schmoren: Bei geschlossenem Deckel etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Kohl weich ist. Dabei immer wieder umrühren und gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.

  4. Äpfel hinzufügen: Nach etwa 15–20 Minuten die gewürfelten Äpfel unterheben.

  5. Bindung und Abschmecken: Sobald der Kohl weich ist, Lorbeerblätter und die gespickte Zwiebel entfernen. Die Maisstärke, die zuvor in Wasser aufgelöst wurde, in den Topf geben, erneut aufkochen und andicken lassen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. weiterem Zucker abschmecken.

  6. Optional: Für eine weihnachtliche Note kann Johannisbeergelee oder ein Schuss Rotwein hinzugefügt werden. Ebenso eignen sich Wacholderbeeren oder eine Zimtstange, um das Aroma zu intensivieren.

Tipps für die Zubereitung

Schneiden des Rotkohls

Das Schneiden des Rotkohls ist entscheidend für die Geschmeidigkeit des Gerichts. Ein Küchengerät wie ein Hobel oder eine Küchenmaschine mit Gemüseschneider kann die Arbeit erheblich erleichtern. Falls keine Maschine vorhanden ist, kann auch ein scharfes Messer verwendet werden. Wichtig ist, die Streifen gleichmäßig dünn zu schneiden, damit sie beim Kochen gleichmäßig weich werden.

Würzen

Einige Rezepte enthalten zusätzliche Gewürze wie Wacholderbeeren, Zimt oder eine Zimtstange. Diese sorgen für eine warme, weihnachtliche Note und können nach Geschmack hinzugefügt werden. Apfelmus oder Honig können ebenfalls verwendet werden, um den Kohl süßer zu machen, was besonders bei Kindern gut ankommt.

Einfrieren

Ein ungenutzter Rest Rotkohl kann problemlos eingefroren werden. Dazu ist es ratsam, den Kohl nach der Zubereitung abzukühlen und in Portionen einzufrieren. Beim Aufwärmen ist darauf zu achten, dass die Konsistenz nicht zu matschig wird, was durch langsam Aufwärmen und gelegentliches Umrühren verhindert werden kann.

Aufbewahrung

Rotkohl sollte nach dem Kochen innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Bei Bedarf kann er in einem kühlen, dunklen Schrank aufbewahrt werden, wobei er sich schneller verschlechtert als eingelegter Kohl.

Variante mit Cookit

Für diejenigen, die ein Cookit oder ähnliches Küchengerät besitzen, gibt es eine vereinfachte Methode zur Zubereitung. Der Kohl wird mit dem Zerkleinerungsaufsatz schnell in Streifen geschnitten. Danach werden die Zutaten im Topf erwärmt, wobei das Gerät die Temperatur konstant hält, sodass nichts anbrennt. Der Kochvorgang ist so einfacher und schneller.

Nährwert und Vorteile

Rotkohl ist nahrhaft und enthält viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Er ist kalorienarm und fettarm, was ihn zu einer gesunden Beilage macht. Die Zugabe von Äpfeln und Essig unterstützt die Verdauung und verleiht dem Gericht seine charakteristische Säure, die dem Geschmack eine runde Note gibt.

Quellen

  1. Koch-Mit: Rotkohl-Rezept
  2. Eismann: Rotkohl zubereiten
  3. Lecker: Klassischer Rotkohl nach Omas Rezept
  4. Simply-Cookit: Rotkohl selber machen
  5. Julchen kocht: Rotkohl nach Omas Rezept

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