Amerikaner gehören zu den beliebtesten Kuchenbackwaren in Deutschland, insbesondere bei Familien und Anfängern. Sie sind einfach zu backen, erfreuen sich durch ihre saftige Konsistenz und lassen sich individuell nach Wunsch dekorieren. In diesem Artikel wird ein gelingsicheres Rezept vorgestellt, das auf mehreren bewährten Quellen basiert und praktische Tipps enthält, um die Amerikaner optimal zuzubereiten, zu backen und zu dekorieren. Besonders interessant ist, dass die Backware, obwohl sie ihren Namen von einem anderen Kontinent trägt, in der deutschen Backkultur fest verwurzelt ist.
Die hier vorgestellten Rezepte und Techniken sind ausführlich getestet und von mehreren Autoren beurteilt, sodass sie sich bestens eignen, um sie im Haushalt nachzubacken. Neben der traditionellen Zubereitung gibt es auch Anpassungen, die die Backware moderner oder individueller gestalten können. Die Rezepte sind außerdem so gestaltet, dass sie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet sind.
Die Geschichte der Amerikaner
Die Bezeichnung „Amerikaner“ ist historisch bedingt, da die Backware nichts mit Amerika oder den USA zu tun hat. Der ursprüngliche Name war „Ammonikaner“, abgeleitet vom Backtriebmittel Hirschhornsalz, das früher in der Backkunst verwendet wurde. Dieses Backtriebmittel war einst unverzichtbar, da es dem Teig das nötige Volumen verlieh. Hirschhornsalz enthält Ammoniumcarbonat und verflüchtigt sich beim Backen vollständig. Es ist jedoch nicht mehr allgemein im Haushalt gebräuchlich und wird heute oft durch Backpulver ersetzt.
Ein weiterer Grund, warum Amerikaner heute so verbreitet sind, liegt in ihrer einfachen Zubereitung. Der Teig ist schnell angerührt, und das Backen gestaltet sich problemlos. Besonders im Alltag sind sie daher eine willkommene Alternative zu komplexeren Backwaren. In Kindergärten, Schulklassen oder bei Familienfeiern sind sie oft ein Fixpunkt des Backprogramms.
Die Grundzutaten
Die Zutaten für die Amerikaner sind einfach und leicht zu beschaffen. Sie bestehen aus Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker, Eiern, Fett, Milch und Backtriebmitteln. Einige Rezepte enthalten zudem Vanillinzucker oder Puddingpulver, um die Aromatik zu verbessern.
Die genauen Mengen variieren geringfügig zwischen den Rezepten, doch im Wesentlichen handelt es sich um folgende Grundzutaten:
- Mehl
- Zucker
- Butter oder Margarine
- Eier
- Milch oder Wasser
- Backtriebmittel (Hirschhornsalz, Backpulver oder Natron)
- Optional: Vanille, Zitrone oder Puddingpulver
Einige Rezepte enthalten auch Puderzucker, der für den Zuckerguss verwendet wird, und Zitronensaft, der dem Guss die richtige Konsistenz verleiht.
Rezept: Einfache Amerikaner mit Zuckerguss
Hier folgt ein bewährtes Rezept, das sich sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Bäcker eignet. Es basiert auf mehreren Quellen und wurde in der Praxis als besonders gelingsicher und saftig beurteilt.
Zutaten
Für den Teig:
- 220 g Mehl
- 150 g Zucker
- 50 g Butter (zimmerwarm)
- 2 Eier
- 1/2 Päckchen Vanillinzucker
- 1 Prise Salz
- 30 g Speisestärke
- 1/2 Päckchen Backpulver (ca. 8 g)
- 70 ml Milch
Für den Zuckerguss:
- 200 g Puderzucker
- 8 TL Zitronensaft
Anleitung
Backofen vorheizen
Heizen Sie den Backofen auf 160 °C (Umluft) vor.
Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.Butter schaumig schlagen
Schlagen Sie die Butter mit dem Handrührer oder einer Küchenmaschine ca. 2–3 Minuten schaumig.Zucker einrieseln lassen
Rühren Sie den Zucker nach und nach in die Butter ein.Eier einarbeiten
Gehen Sie die Eier einzeln in die Masse ein.Mehl, Stärke, Backpulver und Salz untermischen
Mischen Sie Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz miteinander.
Rühren Sie diese Mischung langsam in die Eier-Butter-Masse ein.Milch untermischen
Fügen Sie die Milch hinzu und rühren Sie alles zu einem glatten Teig zusammen.Teig formen
Teilen Sie den Teig in gleich große Kugeln (etwa 60–80 g pro Kugel).
Formen Sie die Kugeln mit den Händen oder mit einem Teelöffel und legen Sie sie auf das Backblech.Backen
Backen Sie die Amerikaner ca. 15–18 Minuten, bis sie eine goldbraune Farbe annehmen.
Achten Sie darauf, dass die Kugeln sich während des Backens leicht ausbreiten.Auskühlen lassen
Nach dem Backen lassen Sie die Amerikaner auf einem Gitter vollständig auskühlen.
So bleibt die Form erhalten und der Zuckerguss haftet besser.Zuckerguss herstellen
Rühren Sie den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einem glatten Guss.
Der Guss sollte cremig, aber streichfähig sein.Amerikaner verzieren
Tragen Sie den Guss mit einem Löffel oder einer Palette auf die glatte Unterseite der Amerikaner auf.
Für eine bunte Variante können Sie den Guss mit Zuckerstreuseln oder Smarties verziert werden.Kühlung des Gusses
Lassen Sie den Guss vollständig aushärten, bevor Sie die Amerikaner servieren.
Tipps zur Zubereitung
- Der Teig sollte nicht zu fest oder zu flüssig sein.
- Wer unsicher ist, kann zuerst eine kleine Menge backen, um die Konsistenz zu testen.
- Für eine gleichmäßige Bräunung kann das Backblech nach ca. 8–10 Minuten gedreht werden.
- Der Zuckerguss sollte nicht zu dünn oder zu dick sein.
- Für eine glänzende Oberfläche kann der Guss nach dem Auftragen leicht mit einem Pinsel glatt gezogen werden.
Variationsmöglichkeiten
Amerikaner lassen sich durch verschiedene Zutaten oder Techniken individuell anpassen. Einige Beispiele:
- Zweifarbiger Guss: Mischen Sie Puderzucker mit unterschiedlichen Aromen und Farbstoffen, um einen zweifarbigen Effekt zu erzielen.
- Smarties oder Zuckerstreusel: Diese sorgen für eine farbenfrohe Optik und eignen sich besonders gut für Kindergeburtstage.
- Backpulver oder Hirschhornsalz: Einige Rezepte verwenden Hirschhornsalz, um die Backware traditioneller zu gestalten.
- Miniversionen: Kugeln mit kleinerem Gewicht erlauben es, mehrere Amerikaner pro Person zu backen.
Die Bedeutung des Zuckergusses
Der Zuckerguss ist ein entscheidender Bestandteil der Amerikaner. Er verleiht ihnen nicht nur eine glatte Oberfläche, sondern auch den typischen Geschmack. Im Fernsehprogramm „Das große Promibacken“ wurde besonders hervorgehoben, wie wichtig die richtige Konsistenz des Gusses ist.
Ein zu flüssiger Guss haftet nicht gut, während ein zu dicker Guss Härchen oder Unebenheiten auf der Oberfläche verursacht. Der optimale Guss ist cremig, streichfähig und trocknet danach glatt ab.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Amerikaner können bei kühler Raumtemperatur in einer luftdichten Kuchenbox ca. 2 Tage aufbewahrt werden. Einzelne Lagen sollten mit Backpapier voneinander getrennt werden, um eine zu starke Feuchtigkeit zu vermeiden.
Außerdem können sie auch eingefroren werden. Bei verzierten Amerikanern ist darauf zu achten, dass Zuckerstreusel oder Smarties backfest sind. Einfrieren ist besonders vorteilhaft, wenn die Amerikaner unverziert eingefroren werden.
Wichtige Hinweise
- Backtriebmittel: Einige Rezepte verwenden Hirschhornsalz, das in Wasser oder Milch aufgelöst wird. Andere verwenden Backpulver oder Natron.
- Backzeit: Abhängig von der Ofenart kann sich die Backzeit geringfügig unterscheiden.
- Temperatur: Eine gleichmäßige Bräunung kann durch Drehen des Backblechs unterstützt werden.
- Konsistenz des Gusses: Ein zu flüssiger Guss kann durch die Zugabe von mehr Puderzucker korrigiert werden.
Fazit
Amerikaner sind eine gelingsichere, saftige Backware, die sich sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Bäcker eignet. Sie sind einfach zuzubereiten, lassen sich individuell dekorieren und sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Mit dem hier vorgestellten Rezept ist es möglich, im Haushalt leckere Amerikaner herzustellen, die optisch und geschmacklich überzeugen.
Die Rezepte und Tipps basieren auf mehreren bewährten Quellen, die die Zubereitung der Amerikaner ausführlich beschreiben. Besonders hervorzuheben ist die Flexibilität des Rezepts, das sich durch kleine Anpassungen individuell gestalten lässt.