Weihnachtsgebäck ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Weihnachtszeit. Es verbindet nicht nur Geschmack und Tradition, sondern auch Kreativität und Können in der Küche. Ob aus Elsass, Finnland oder Deutschland – verschiedene Regionen haben ihre eigenen Rezepturen und Techniken entwickelt, die jedes Jahr aufs Neue Kekse und Plätzchen zum Leuchten bringen. Dieser Artikel stellt Rezepte und Zubereitungsmethoden aus verschiedenen Herkunftsländern vor, basierend auf verifizierten Quellen. Dabei wird auf die Zutaten, Zubereitungsschritte und besondere Tipps eingegangen, um das Weihnachtsgebäck optimal zu gestalten.
Rezepte aus dem Elsass: Bredele und Sablé
Bredele de Noël – Elsässische Kekse mit Schokolade
Ein traditionelles Rezept aus dem Elsass ist das Bredele de Noël, bei dem Schokolade und Mandeln eine Hauptrolle spielen. Im Herzen von Colmar hat Yann Navarro mit L’Atelier eine Konditorei eröffnet, die sich durch regionale Produkte und handgemachte Köstlichkeiten auszeichnet. Sein Rezept für Bredele de Noël folgt einer einfachen, aber durchdachten Methode.
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 125 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 150 g Butter
- 1 Ei
- 100 g Mandelpulver
- 6 g Backpulver
- 150 g Butter
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 4 Esslöffel Wasser
- 150 g fein gemahlene Haselnüsse
- Himbeermarmelade
Zubereitung:
- Für den Teig Butter, Zucker und Vanillezucker vermischen, Ei zufügen und gut schaumen lassen. Mehl und Backpulver untermischen, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig auf ein Backblech legen und mit Himbeermarmelade bestreichen.
- Butter, Zucker und Wasser zum Sieden bringen und mit Haselnüssen vermengen. Diese Mischung auf den Teig verteilen.
- Bei 150 °C für 25–30 Minuten backen. Nach dem Abkühlen in Formen schneiden und bei Bedarf mit dunkler Schokolade verziert.
Tipps:
- Der Teig sollte ruhen, damit er nicht zu trocken wird.
- Die Schokolade sollte nach dem Backen aufgetragen werden, um die Form zu bewahren.
Bürahiffalas – Elsässische Kekse mit Korinthen
Ein weiteres Rezept aus dem Elsass sind die Bürahiffalas, die durch die Zugabe von Korinthen und Kirschwasser eine besondere Note erhalten.
Zutaten:
- 40 g Butter
- 25 g Puderzucker
- 13 g Honig
- 20 g Eigelb
- 13 g Eiweiß
- 40 g Mandelmehl
- 50 g Mehl T55
- 3 g Lebkuchengewürz
- 1 g Zimt
- 1 g Backpulver
- 40 g Korinthen
Zubereitung:
- Korinthen in Kirschwasser über Nacht einweichen und danach abgießen.
- Butter und Honig schmelzen und mit Puderzucker vermengen. Eiweiß und Eigelb nach und nach zugeben.
- Mandelmehl, Mehl, Zimt, Lebkuchengewürz und Backpulver untermischen. Die Korinthen vorsichtig unterheben.
- Die Masse in eine Spritztüte füllen und auf Backblech setzen.
- Bei 180 °C für 10 Minuten backen.
Tipps:
- Die Einweichzeit der Korinthen ist entscheidend für das Aroma.
- Der Teig sollte nicht zu trocken sein, da er sonst beim Backen spritzt.
Sablé Croissant de Lune – Haselnuss-Kipferl
Ein weiteres Rezept aus dem Elsass ist das Sablé Croissant de Lune, ein Kipferl mit Haselnüssen, das durch den hohen Fettgehalt besonders knusprig wird.
Zutaten:
- 90 g Mehl
- 80 g Butter
- 40 g fein gemahlene geröstete Haselnüsse
- 7 g Vanillezucker
- 30 g Puderzucker
- 1 Messerspitze Salz
Zubereitung:
- Butter mit Salz, Puderzucker und Vanillezucker vermengen. Haselnüsse und Mehl untermischen.
- Den Teig mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
- In Würste formen, in Stücke schneiden und Halbmonde formen.
- Bei 145 °C für 25 Minuten backen.
Tipps:
- Der Teig sollte gut ruhen, um die Haselnussnote hervorzuheben.
- Die Form sollte nicht zu groß sein, da die Kipferl sonst auseinanderfallen.
Finnische Weihnachtskekse: Einfach und aromatisch
Finnland hat eine eigene Tradition an Weihnachtsgebäck, das sich durch natürliche Aromen und einfache Zubereitung auszeichnet. Ein Rezept, das oft wiederholt wird, ist das finnische Weihnachtsgebäck mit Schokolade.
Grundrezept mit Schokolade
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 125 g Puderzucker
- 100 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Teelöffel Zimt
- 1 Prise Salz
- 1 Teelöffel Backpulver
Zubereitung:
- Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Ei, Zimt, Salz und Backpulver vermengen.
- Mehl nach und nach untermischen, bis ein glatter Teig entsteht.
- Auf Backblech formen und bei 180 °C für 8–10 Minuten backen.
Tipps:
- Der Teig kann mit verschiedenen Aromen wie Kardamom oder Zimt variiert werden.
- Die Schokolade sollte erst nach dem Backen aufgetragen werden, damit die Form erhalten bleibt.
Haferflockenkekse aus Deutschland
Ein weiteres Rezept, das aus Deutschland stammt, sind die Haferflockenkekse, die durch die Zugabe von braunem Zucker eine karamellige Note erhalten.
Haferflockenkekse – Rezept
Zutaten:
- 1 Ei
- 125 g Butter
- 100 g brauner Zucker
- 2 EL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 oder 2 TL Zimt
Zubereitung:
- Ei, Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zimt vermengen.
- Mehl und Haferflocken untermischen.
- Auf Backblech formen und bei 180 °C für 10–12 Minuten backen.
Tipps:
- Der braune Zucker verleiht dem Keks eine karamellige Note.
- Der Teig kann bis zu 7 cm groß geformt werden, ohne zu zerlaufen.
Allgemeine Tipps für Weihnachtsgebäck
Backtechniken
- Temperaturkontrolle: Die Backtemperatur ist entscheidend für die Konsistenz des Kuchenteigs. Je nach Rezept variiert die Temperatur zwischen 145 °C und 180 °C.
- Backdauer: Die Backdauer hängt von der Form und Dicke der Kekse ab. In den Rezepten wird eine Backzeit zwischen 8 und 30 Minuten genannt.
- Ruhen lassen: Einige Teige, wie bei den Elsässischen Keksen, sollten vor dem Backen ruhen, um die Konsistenz zu stabilisieren.
Aromatische Zutaten
- Mandeln, Haselnüsse und Korinthen sind in den Rezepten oft enthalten. Sie verleihen dem Gebäck eine besondere Note und sorgen für eine weihnachtliche Atmosphäre.
- Zimt, Kardamom und Lebkuchengewürz sind typische Aromen, die in Weihnachtsgebäck vorkommen. Sie können je nach Vorliebe variiert werden.
Dekoration
- Schokolade ist eine beliebte Dekoration für Kekse. Sie kann nach dem Backen aufgetragen oder in Form von Schokoladestreuseln verwendet werden.
- Glasur aus Puderzucker und Wasser verleiht dem Gebäck eine glänzende Oberfläche und kann mit Aromen wie Vanille oder Zimt verfeinert werden.
Schlussfolgerung
Weihnachtsgebäck ist mehr als nur ein süßes Dessert – es ist ein Ausdruck von Kreativität, Tradition und Können in der Küche. Die Rezepte aus Elsass, Finnland und Deutschland zeigen, wie unterschiedlich das Weihnachtsgebäck sein kann, aber auch, welche gemeinsamen Elemente wie Mandeln, Haselnüsse, Zimt und Schokolade eine Rolle spielen. Mit den richtigen Zutaten, der passenden Backtemperatur und etwas Geduld können selbst Anfänger leckere Kekse backen. Ob einfach oder komplex – jedes Rezept hat seine eigenen Vorteile und kann nach persönlichen Vorlieben abgewandelt werden. So können Kekse nicht nur im Weihnachtsfest serviert werden, sondern auch im Jahr zu jeder Gelegenheit.