Hanseaten-Kekse: Norddeutsches Klassikerrezept mit Johannisbeerglasur

Hanseaten sind ein typisches norddeutsches Gebäck, das sich durch ihre besondere Form, Füllung und Glasur auszeichnet. Dieses Rezept hat eine lange Tradition und stammt angeblich von dem Lübecker Bäcker und Konditor Heinrich Schabbel. Hanseaten bestehen aus zwei runden Mürbeteigplatten, die mit roter Konfitüre gefüllt und mit einer zweifarbigen Zuckerglasur aus Puderzucker, Zitronensaft und Johannisbeergelee verziert werden. Die rote und weiße Farbgebung erinnert an die Farben der Hanse, weshalb diese Kekse auch als „Ostsee-Perlen“ bezeichnet werden.

Die Herstellung von Hanseaten erfordert etwas Vorbereitung, ist jedoch grundsätzlich einfach nachzuvollziehen. In den bereitgestellten Quellen werden mehrere Varianten des Rezeptes beschrieben, die sich hauptsächlich in den Mengenangaben und der Anwendung der Glasur unterscheiden. In diesem Artikel werden die Schlüsselbestandteile, Zubereitungsschritte und Tipps zur optimalen Ausführung der Hanseaten detailliert vorgestellt.

Zutaten für Hanseaten

Die Grundzutaten für Hanseaten sind in den Quellen weitgehend identisch. Abweichungen betreffen vor allem die Füllung (z. B. Johannisbeermarmelade oder Erdbeerkonfitüre), die Verzierung (z. B. Puderzucker mit Zitronensaft oder mit Lebensmittel-Farbe) und die Anzahl der Kekse.

Die folgende Tabelle fasst die Zutaten zusammen, basierend auf den Angaben aus Quelle [5], die zudem die Nährwerte enthält:

Zutaten Menge
Mehl 300 g
Backpulver 1 Msp.
Butter oder Margarine 150 g
Zucker 125 g
Vanillin-Zucker 1 Pck.
Salz 1 Prise
Ei (Größe M) 1
Johannisbeer-Gelee (für die Füllung) 200 g
Puderzucker (für die Glasur) 150 g
Zitronensaft (für die Glasur) 2–3 EL
Mehl zum Ausrollen ca. 1–2 EL

Zutaten für die Glasur (Variante aus Quelle [2])

Alternativ kann die Glasur auch aus Puderzucker (125 g) und einem Eiweiß mit Zitronensaft hergestellt werden. Diese Variante ist in Quelle [2] beschrieben und wird mit Lebensmittel-Farbe in Rosa und Weiß geteilt.

Tipps zur Anpassung

  • Die Füllung kann variieren: Erdbeerkonfitüre (Quelle [3]), Johannisbeermarmelade (Quelle [2]) oder Himbeer-Konfitüre (Quelle [4]).
  • Die Farbe der Glasur kann nach Wunsch durch Lebensmittel-Farbe oder durch Johannisbeersaft verändert werden.
  • Die Größe der Kekse ist nicht strikt festgelegt. Traditionell haben Hanseaten einen Durchmesser von 6–10 cm, wobei die Quellen [2] und [4] erwähnen, dass die Kekse auch größer sein können.

Zubereitung der Hanseaten

Die Zubereitung von Hanseaten erfolgt in mehreren Schritten: Teig herstellen, Kekse ausstechen, backen, Füllung auftragen und Glasur aufbringen. Im Folgenden wird die Zubereitung basierend auf den Angaben aus Quelle [5] detailliert beschrieben. Andere Quellen teilen ähnliche Schritte mit, wobei kleine Abweichungen in der Backzeit oder der Glasurzubereitung möglich sind.

1. Teig herstellen

  • Schritt 1: Mehl und Backpulver in eine Rührschüssel geben und gut vermengen.
  • Schritt 2: Fett (Butter oder Margarine), Zucker, Vanillin-Zucker, Salz und Ei zufügen.
  • Schritt 3: Mit den Knethaken des Handrührgeräts unterarbeiten.
  • Schritt 4: Zum Schluss mit kühlen Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten.
  • Schritt 5: Den Teig zugedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen. Dies ermöglicht eine bessere Verarbeitung und verhindert, dass der Teig zu schnell auseinanderfällt.

2. Kekse ausstechen und backen

  • Schritt 6: Nach der Kühlzeit den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ca. 4 mm dick ausrollen.
  • Schritt 7: Mit einer runden Ausstechform (ca. 8,5 cm Durchmesser) ca. 16 Kreise ausstechen.
  • Schritt 8: Die Kekse auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.
  • Schritt 9: Den Backofen auf 200 °C (E-Herd) oder Stufe 3 (Gas) vorheizen.
  • Schritt 10: Die Kekse nacheinander ca. 12 Minuten backen, bis sie eine goldbraune Farbe annehmen.

3. Füllung auftragen

  • Schritt 11: Die Plätzchen nach dem Backen vollständig abkühlen lassen.
  • Schritt 12: In einem Topf Johannisbeer-Gelee erwärmen (auf die Konsistenz prüfen – nicht zu flüssig).
  • Schritt 13: Die Hälfte der Plätzchen mit 1–2 Teelöffeln Gelee bestreichen.
  • Schritt 14: Die übrigen Plätzchen daraufsetzen, sodass zwei Plätzchen zu einem Keks werden.

4. Glasur herstellen und aufbringen

  • Schritt 15: Puderzucker und Zitronensaft verrühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  • Schritt 16: Ein Teil des Gelees ebenfalls erwärmen und unter eine Hälfte des Puderzuckergusses rühren.
  • Schritt 17: Jeweils eine Oberflächenhälfte der Plätzchen mit weißem, die andere Hälfte mit rosa Puderzuckerguss bestreichen.
  • Schritt 18: Die Kekse trocknen lassen (ca. 30–60 Minuten).
  • Schritt 19: Optional können die Hanseaten mit Zitronenmelisse oder anderen dekorativen Elementen verziert werden.

Tipps zur optimalen Ausführung

Die Quellen liefern zusätzliche Tipps zur Herstellung von Hanseaten, die helfen können, die Qualität und das Aussehen der Kekse zu verbessern.

1. Teigvorbereitung

  • Der Teig sollte nicht zu lange geknetet werden, da er sonst zu fest wird.
  • Ein Kühlschrankaufenthalt von mindestens 30 Minuten ist wichtig, um den Teig zu entspannen und die Form besser zu erhalten.
  • Kalte Butter in Stücken sorgt für eine mürbe Konsistenz. Alternativ kann Margarine verwendet werden, doch die Geschmackskomponente wird nicht so „buttrig“ sein (Quelle [4]).

2. Backzeit und Temperatur

  • Die empfohlene Backzeit beträgt ca. 12 Minuten bei 200 °C (E-Herd) oder Stufe 3 (Gas).
  • Die Kekse sollten goldbraun, aber nicht dunkelbraun werden. Bei zu langer Backzeit können sie trocken oder spröde werden.

3. Füllung

  • Die Füllung sollte nicht zu flüssig sein, da sie andernfalls durch die Kekse tropfen kann.
  • Alternativ zur Johannisbeermarmelade kann Erdbeerkonfitüre verwendet werden (Quelle [3]).

4. Glasur

  • Die Glasur sollte cremig, aber nicht zu flüssig sein. Sie kann mit Zitronensaft oder Lebensmittel-Farbe verändert werden.
  • Die Farbe kann nach Wunsch variieren – nicht nur Rosa und Weiß sind möglich (Quelle [2]).

Variabilität und Anpassung

Die Hanseaten-Rezepte, die in den Quellen beschrieben werden, zeigen einige Abweichungen, die jedoch nicht störend wirken, sondern vielmehr die Flexibilität des Rezeptes unterstreichen.

1. Füllung

  • Johannisbeermarmelade (Quelle [2] und [5])
  • Erdbeerkonfitüre (Quelle [3])
  • Himbeer-Konfitüre (Quelle [4])

Alle diese Füllungen sind in norddeutschen Regionen geläufig und ergeben eine leckere Kombination mit dem Mürbeteig.

2. Glasur

  • Puderzucker mit Zitronensaft und Johannisbeersaft (Quelle [5])
  • Puderzucker mit Eiweiß und Zitronensaft (Quelle [2])
  • Lebensmittel-Farbe in Rosa und Weiß (Quelle [2])

Die Glasur kann nach individuellem Geschmack angepasst werden. Für einen festlicheren Effekt eignet sich eine Glasur mit Lebensmittel-Farbe. Für eine natürlichere Variante ist Johannisbeersaft als Färbemittel geeignet.

3. Form und Größe

  • Traditionell haben Hanseaten einen Durchmesser von 6–10 cm (Quelle [1]).
  • Quelle [2] erwähnt, dass Hanseaten traditionell sogar größer sind als die 6 cm in ihrem Rezept.
  • Die Form ist rund mit gewellten oder gezackten Rändern (Quelle [1]).

Nährwerte

Quelle [5] liefert detaillierte Nährwerte pro Portion (8 Stück), was für eine bessere Planung des Rezeptes nützlich ist.

Nährwert Menge
Kalorien 480 kcal
Eiweiß 5 g
Fett 17 g
Kohlenhydrate 77 g

Diese Werte sind für ein typisches Plätzchen mit Füllung und Glasur typisch. Wer auf die Kalorienzufuhr achten möchte, kann die Füllung reduzieren oder die Glasur auf eine schlichte Variante beschränken.

Kulturelle und historische Hintergründe

Hanseaten sind nicht nur ein leckeres Gebäck, sondern tragen auch kulturelle Bedeutung in sich. Der Name „Hanseaten“ verweist auf die Hanse, eine mittelalterliche Handelsorganisation, die in Norddeutschland eine große Rolle spielte. Die rote und weiße Farbgebung der Glasur erinnert an die Flaggen der Hansestädte. Der Erfinder des Hanseaten, Heinrich Schabbel aus Lübeck, hat mit dieser Kreation nicht nur ein kulinarisches Highlight geschaffen, sondern auch eine symbolische Verbindung zur regionalen Geschichte.

In Quelle [3] wird erwähnt, dass Heinrich Schabbel nicht nur ein Bäckermeister war, sondern auch reich wurde durch die Erfindung der Hanseaten. Dies unterstreicht die Popularität des Gebäcks und dessen Bedeutung in der norddeutschen Kultur.

Schlussfolgerung

Hanseaten sind ein traditionelles norddeutsches Gebäck, das durch ihre besondere Form, Füllung und Glasur auffällt. Sie bestehen aus zwei Mürbeteigplatten, die mit roter Konfitüre gefüllt und mit einer roten und weißen Glasur verziert werden. Die Zubereitung erfordert etwas Vorbereitung, ist jedoch grundsätzlich einfach nachzuvollziehen. In den bereitgestellten Quellen werden mehrere Varianten des Rezeptes beschrieben, die sich hauptsächlich in den Mengenangaben und der Anwendung der Glasur unterscheiden.

Die Hanseaten eignen sich besonders gut als süße Leckerei zum Kaffee oder Tee. Sie sind ein festlicher Hingucker auf dem Plätzchenteller und tragen zudem kulturelle Bedeutung in sich. Mit diesem Rezept können Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker nicht nur ein leckeres Gebäck herstellen, sondern auch einen Einblick in die norddeutsche Backkunst gewinnen.

Quellen

  1. Video: Die Ostsee-Perlen backen Hanseaten
  2. Backrezept Hanseaten von Dee’s Küche
  3. Ein echter Hanseat kommt aus Lübeck
  4. Norddeutsche Hanseaten Plätzchen
  5. Rezept für Hanseaten von lecker.de

Ähnliche Beiträge