Butter Chicken, auch als Murgh Makhani bekannt, ist ein typisches Gericht der indischen Küche, das weltweit aufgrund seiner cremigen Tomatensoße und mild aromatischen Gewürze beliebt ist. Es handelt sich dabei um zartes Hähnchenfilet, das in einer reichhaltigen, cremigen Soße gekocht wird, die aus Tomaten, Sahne und einer Vielzahl von Gewürzen besteht. Im Gegensatz zu anderen scharfen Currys ist Butter Chicken mild und daher besonders gut für Kinder oder Einsteiger in die indische Küche geeignet.
In diesem Artikel werden die Zutaten, die Zubereitung, die Herkunft des Gerichts, mögliche Beilagen und Tipps zur Verfeinerung des Rezepts detailliert beschrieben. Die Informationen basieren auf mehreren Rezepten und kulinarischen Hintergründen, die in den bereitgestellten Quellen dokumentiert sind.
Herkunft und Hintergrund
Butter Chicken entstand in den 1950er Jahren in Delhi, genauer gesagt in einem Restaurant namens Moti Mahal. Angeblich wurde das Gericht erfunden, als ein übrig gebliebenes Tandoori-Hühnchen in einer reichhaltigen Tomaten-Butter-Sauce gekocht wurde. Der Name Murgh Makhani setzt sich aus den Wörtern „Murgh“ (Hühnchen) und „Makhani“ (Butter) zusammen und beschreibt die cremige Konsistenz und die butterhaltige Soße.
Ein weiteres verwandtes Gericht ist Chicken Madras, das ebenfalls als indisches Curry bekannt ist, aber im Gegensatz zu Butter Chicken oftmals scharfer ist. Chicken Madras entstand in England während der Kolonialzeit und wurde nach der damaligen Stadt Madras (heute Chennai) benannt. Das Gericht wurde später in Indien populär und ist heute ein fester Bestandteil der indischen Speisekarte.
Rezept für Butter Chicken
Zutaten
Die Grundzutaten für Butter Chicken sind:
- Hähnchenbrust oder Hähnchenschenkel
- Naturjoghurt (als Marinade)
- Limettensaft
- Knoblauch
- Ingwer
- Garam Masala
- Paprikapulver
- Tomaten
- Sahne
- Butter
- Cashewnüsse (für die Soße)
- Zwiebeln
Einige Rezepte enthalten zusätzliche Zutaten wie Erdnussbutter, Karotten oder Senfsaat, die der Soße weitere Aromen verleihen.
Zubereitung
Marinade herstellen:
In einer Schüssel Joghurt, Limettensaft, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Paprikapulver und Salz vermengen. Das Hähnchen in mundgerechte Stücke schneiden und mit der Marinade vermengen. Die Schüssel abdecken und 30 Minuten ziehen lassen.Hähnchen anbraten:
In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und das marinierte Hähnchen anbraten, bis es leicht gebräunt ist. Danach das Fleisch herausnehmen und beiseite legen.Soße zubereiten:
In der gleichen Pfanne Butter erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer anbraten. Anschließend Cashewnüsse dazugeben und kurz mitbraten. Garam Masala und Paprikapulver hinzufügen und kurz mitrühren. Passierte Tomaten und Sahne unterrühren und die Soße ca. 10–15 Minuten köcheln lassen, bis sie cremig wird.Hähnchen in die Soße geben:
Das angebratene Hähnchen in die Soße geben und weitere 10–15 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch zart und die Soße intensiv geworden ist.Abschmecken:
Mit Salz abschmecken und nach Wunsch mit frischem Koriander bestreuen.
Chicken Madras Rezept
Ein weiteres beliebtes Gericht ist Chicken Madras, das im Vergleich zu Butter Chicken scharfer und intensiver gewürzt ist. Typische Zutaten sind:
- Hähnchenbrust
- Joghurt
- Ingwer
- Knoblauch
- Chili
- Tomaten
- Paprikapulver
- Koriander
- Kardamom
- Nelken
Die Zubereitung ist ähnlich wie bei Butter Chicken, mit dem Unterschied, dass Chili und rauchiges Paprikapulver hinzugefügt werden, um die Schärfe zu erhöhen. Einige Rezepte enthalten auch Erdnussbutter, die der Soße eine cremige Konsistenz verleiht.
Beilagen und Serviertipps
Butter Chicken und Chicken Madras werden traditionell mit Basmatireis, Naan-Brot, Roti oder Chapati serviert. Eine beliebte Beilage ist auch Gurken-Raita, ein cremiges Joghurt-Gemüse-Gericht, das die Schärfe der Soße mildert.
Weitere Vorschläge für Beilagen sind:
- Basmatireis
- Naan Brot
- Roti / Chapati
- Gurken-Raita
- Chutneys
- Mango-Chutney
- Blumenkohl oder Möhren
Es ist auch möglich, Butter Chicken mit Möhren oder anderen gemüsehaltigen Zutaten zu kombinieren, um das Gericht nahrhafter und ausgewogener zu gestalten.
Gewürze in der indischen Küche
Ein zentraler Bestandteil der indischen Küche ist die Garam Masala-Mischung. Sie besteht typischerweise aus:
- Koriander
- Kreuzkümmel
- Kardamom
- Nelken
- Zimt
- Muskat
- Pfeffer
- Lorbeer
Die genaue Zusammensetzung kann je nach Region variieren. In einigen Rezepten wird Garam Masala selbst hergestellt, indem die einzelnen Gewürze gemahlen werden.
Weitere typische Gewürze sind:
- Chilipulver
- Kurkuma
- Kreuzkümmel
- Paprikapulver
- Senfsaat
Diese Gewürze tragen maßgeblich zum charakteristischen Aroma und Geschmack der indischen Gerichte bei.
Tipps für die Zubereitung
Um Butter Chicken oder Chicken Madras optimal zuzubereiten, sind folgende Tipps hilfreich:
Marinade gut durchziehen lassen:
Ein 30-minütiges Einlegen des Hähnchens in der Marinade sorgt für mehr Geschmack und zarteres Fleisch.Cashewnüsse in der Soße:
Cashewnüsse verleihen der Soße eine cremige Konsistenz und einen milden Nussgeschmack.Erdnussbutter als Alternative:
Erdnussbutter kann als Ersatz oder Ergänzung zur Cashewsoße verwendet werden, um die Aromenvielfalt zu erhöhen.Beilagen abrunden:
Basmatireis oder Naan-Brot sind ideale Beilagen, die das Gericht ausgewogen gestalten.Schärfe nach Wunsch anpassen:
Bei Chicken Madras kann die Schärfe durch Chilipulver oder frische Chiliringe gesteuert werden.
Schlussfolgerung
Butter Chicken und Chicken Madras sind zwei klassische Gerichte der indischen Küche, die sich durch ihre cremigen Soßen und mild bis scharfe Gewürzmischungen auszeichnen. Während Butter Chicken in Nordindien entstand und weltweit populär geworden ist, hat Chicken Madras seine Wurzeln in England und ist heute in der indischen Küche fester Bestandteil.
Die Zubereitung beider Gerichte ist relativ einfach und eignet sich gut für Einsteiger in die indische Küche. Mit der richtigen Kombination aus Hähnchen, Tomaten, Sahne und Gewürzen gelingt ein leckeres und nahrhaftes Gericht, das sowohl für Familien als auch für Gäste geeignet ist.
Zusammen mit passenden Beilagen wie Basmatireis, Naan oder Raita kann man ein vollständiges indisches Mahl genießen. Für alle, die sich für die vielfältige und aromatische indische Küche begeistern, sind diese Gerichte eine willkommene Abwechslung.