Hasenöhrl zählen zu den traditionellen Gebäcken der bayerischen Küche und sind eine beliebte Spezialität, die in verschiedenen Regionen wie dem Salzburger Lungau oder dem Bayerischen Thermental serviert wird. Die Form dieser Gebäcke erinnert an Hasenohren, was vermutlich auch der Herkunft des Namens zugrunde liegt. Sie werden typischerweise aus Mehl, Eiern, Butter oder Schmalz, Milch oder Sauerrahm sowie Gewürzen wie Salz, Anis oder Kümmel hergestellt und in Butterschmalz oder Öl gebacken.
In dieser Artikelserie werden mehrere Rezepte vorgestellt, die sich in den Zutaten, Zubereitungsweisen und Zubereitungszeiten unterscheiden. Zudem wird der traditionelle Zusammenhang mit Sauerkraut als Beilage erwähnt. Die folgenden Abschnitte liefern eine detaillierte Übersicht über die Rezeptvarianten, Zubereitungsschritte und Tipps für die perfekte Ausführung.
Rezeptvarianten und Zutaten
Es gibt mehrere Rezeptvarianten für Hasenöhrl, die sich in der Zusammensetzung der Zutaten unterscheiden. Die Grundzutaten sind jedoch überwiegend die gleichen: Mehl, Eier, Butter oder Schmalz, Milch oder Sauerrahm sowie Salz. In einigen Rezepten kommen zusätzliche Aromen wie Rum, Backpulver oder Gewürze wie Anis und Kümmel hinzu.
Rezept 1 – Hasenöhrl mit Topfen (Quelle 2)
Dieses Rezept verwendet Topfen als eine der Hauptzutaten. Der Topfen muss trocken sein und vor der Verarbeitung in einem Sieb mit Küchenpapier abgepresst werden.
Zutaten: - 200–250 g Mehl - 100 g Topfen - 1 EL geklärte Butter oder flüssige Butter - 2 Eier - ca. ½ TL Salz - ½ TL Honig - Butterschmalz zum Ausbacken
Zubereitung: 1. Den Topfen über Nacht in einem Sieb mit Küchenpapier abpressen. 2. Alle Zutaten zusammenkneten. 3. Den Teig ca. 30 Minuten in einem kühlen Raum ruhen lassen. 4. Den Teig mit dem Nudelholz ausrollen und in Quadrate oder Dreiecke schneiden. 5. Die Hasenöhrl portionsweise in ca. 167 °C heißen Butterschmalz backen. Wenn sie nach oben steigen, den Deckel darauf legen. 6. Die Hasenöhrl goldbraun backen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Rezept 2 – Lungauer Hasenöhrl (Quelle 3)
Dieses Rezept aus dem Salzburger Lungau verwendet zusätzliche Aromen wie Anis und Kümmel. Zudem wird Sauerrahm als Bestandteil des Teiges eingesetzt.
Zutaten: - 300 g Mehl - 1 Ei - 1 Eigelb - 20 g zerlassene Butter - 1 EL Topfen - 2 EL Sauerrahm - ca. 1/4 l lauwarme Milch - Anis, Kümmel, Salz
Zubereitung: 1. Das Mehl mit allen anderen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. 2. Den Teig ca. 30 Minuten rasten lassen. 3. Den Teig dünn ausrollen und in Rechtecke ausschneiden. 4. Die Hasenöhrl portionsweise in heißem Fett schwimmend ausbacken.
Rezept 3 – Hasenöhrl mit Rum oder Backpulver (Quelle 4)
Dieses Rezept verwendet Rum oder Backpulver, um den Teig aufgehen zu lassen. Es ist besonders bei Omas beliebt, die ein geheimes Familienrezept haben.
Zutaten: - 250 g Mehl - 2 Eidotter - 150 ml lauwarme Milch - 50 g zerlassene Butter - 1 Prise Salz - 500 ml Öl - Etwas Rum oder eine Messerspitze Backpulver (Geheimtipp)
Zubereitung: 1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben. 2. Die Milch erwärmen und die Butter sowie die Eidotter in die lauwarme Milch geben. 3. Die Milch mit Rum oder Backpulver zum Mehl geben und den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen. 4. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen, Dreiecke ausschneiden und in heißem Öl schwimmend goldbraun backen. 5. Die Hasenöhrl abtropfen lassen und servieren.
Rezept 4 – Hasenöhrl mit Schlagobers (Quelle 5)
Dieses Rezept verwendet Schlagobers und Kokosfett als Besonderheit. Es ist einfach in der Zubereitung und eignet sich gut für Anfänger.
Zutaten: - 500 g Weizenmehl - 1 Ei - 1 Eidotter - 50 g Schlagobers - 1 ½ TL Salz - 50 g Butter in Stücken - 250 g Milch - 300–400 g Butterschmalz - 200 g Kokosfett, gehärtet
Zubereitung: 1. Mehl, Ei, Eidotter, Schlagobers, Salz, Butter und Milch zu einem Teig kneten. 2. Den Teig portionsweise in Butterschmalz oder Kokosfett ausbacken. 3. Die Hasenöhrl goldbraun backen und servieren.
Rezept 5 – Hasenöhrl mit Rum oder Backpulver (Quelle 4)
Dieses Rezept verwendet Rum oder Backpulver, um den Teig aufgehen zu lassen. Es ist besonders bei Omas beliebt, die ein geheimes Familienrezept haben.
Zutaten: - 250 g Mehl - 2 Eidotter - 150 ml lauwarme Milch - 50 g zerlassene Butter - 1 Prise Salz - 500 ml Öl - Etwas Rum oder eine Messerspitze Backpulver (Geheimtipp)
Zubereitung: 1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben. 2. Die Milch erwärmen und die Butter sowie die Eidotter in die lauwarme Milch geben. 3. Die Milch mit Rum oder Backpulver zum Mehl geben und den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen. 4. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen, Dreiecke ausschneiden und in heißem Öl schwimmend goldbraun backen. 5. Die Hasenöhrl abtropfen lassen und servieren.
Zubereitungsschritte
Die Zubereitungsschritte für Hasenöhrl sind in den verschiedenen Rezepten weitgehend ähnlich, da der Teig in der Regel zuerst gerollt und dann in Form geschnitten wird. Der Teig wird anschließend in Butterschmalz, Öl oder Kokosfett ausgebacht. Die Temperaturempfehlungen liegen zwischen 167 °C und 180 °C.
Allgemeine Zubereitungsschritte
- Teig herstellen: Den Teig aus Mehl, Eiern, Butter oder Schmalz, Milch oder Sauerrahm sowie Salz und ggf. weiteren Aromen kneten.
- Teig ruhen lassen: Den Teig ca. 30 Minuten rasten lassen.
- Teig ausrollen: Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einer dünnen Schicht (ca. 1–3 mm) ausrollen.
- Form schneiden: Den Teig in Quadrate, Dreiecke oder Rechtecke schneiden.
- Ausbacken: Die Hasenöhrl portionsweise in heißem Fett (ca. 167–180 °C) goldbraun ausbacken.
- Abtropfen lassen: Die Hasenöhrl auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
- Servieren: Die Hasenöhrl können warm oder kalt serviert werden. Sie passen gut zu Sauerkraut, Marmelade oder Zimtzucker.
Tipps für die perfekte Zubereitung
Einige Tipps können helfen, die Hasenöhrl perfekt zuzubereiten:
- Butterschmalz oder Öl verwenden: Beide Fette sorgen für eine goldbraune Kruste und ein knuspriges Aroma.
- Teigtemperatur beachten: Der Teig sollte nicht zu warm oder zu kalt sein. Ein kühler Raum (ca. 16–18 °C) ist ideal.
- Fetttemperatur kontrollieren: Die Fetttemperatur sollte ca. 167–180 °C betragen. Ein Holzstäbchen kann helfen, die Temperatur zu prüfen – kleine Blasen sollten an dem Stäbchen aufsteigen.
- Backpulver oder Rum verwenden: Diese Aromen sorgen für ein sicheres Aufgehen der Hasenöhrl.
- Form beachten: Die Form der Hasenöhrl kann variieren, aber Quadrate oder Dreiecke sind am häufigsten.
- Zubereitungszeit beachten: Die Hasenöhrl sollten goldbraun ausgebacht werden, aber nicht überbacken.
Beilage – Sauerkraut
In vielen Rezepten wird Sauerkraut als Beilage zu den Hasenöhrl serviert. Das Sauerkraut kann mit Zwiebeln, Speckschwarte, Gewürzen wie Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und Wacholderbeeren sowie Weißwein oder Apfelsaft zubereitet werden.
Rezept für Sauerkraut (Quelle 2)
Zutaten: - 250 g Sauerkraut - ½ Zwiebel, geschält und gewürfelt - 1 TL Butterschmalz - ½ Apfel, geschält - 2 Lorbeerblätter - 5 Pfefferkörner - 3 Wacholderbeeren - 125 ml Weißwein - 100 ml Apfelsaft - 150 ml Brühe - 1 TL mittelscharfen Senf - 150 g geräucherte Speckschwarte oder Wammerl am Stück - etwas Salz nach Geschmack
Zubereitung: 1. Das Sauerkraut mit kaltem Wasser wässern. 2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Butterschmalz glasig anschwitzen. 3. Den Apfel in kleine Würfel schneiden und ebenfalls mit anschwitzen. 4. Die Gewürze (Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Wacholderbeeren) hinzufügen. 5. Weißwein, Apfelsaft, Brühe und Senf hinzufügen. 6. Die Speckschwarte hinzufügen und alles zugedeckt ca. 45 Minuten dünsten. 7. Das Sauerkraut servieren.
Nährwertinformationen
Die Nährwertinformationen für Hasenöhrl können je nach Rezept variieren. In Quelle 5 werden die Nährwerte für ein Stück Hasenöhrl angegeben, wobei die genaue Menge nicht angegeben wird.
Nährwert pro 1 Stück (Quelle 5): - Kalorien: ca. 250–300 kcal - Fett: ca. 10–15 g - Kohlenhydrate: ca. 20–25 g - Eiweiß: ca. 4–6 g
Ursprung und Herkunft
Die Herkunft des Namens „Hasenöhrl“ ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Form der Gebäcke an Hasenohren erinnert. In Quelle 4 wird erwähnt, dass es keine geschichtliche Bedeutung gibt, sondern dass die Bezeichnung rein formsbedingt ist. In Quelle 6 wird erwähnt, dass die Form an alte Tieropfer oder den legendären Märzhasen erinnern könnte, aber diese Information ist nicht belegt.
Servierungsvorschläge
Hasenöhrl können auf verschiedene Weisen serviert werden:
- Als Hauptspeise: Mit Sauerkraut oder Speckwürfel.
- Als Dessert: Mit Marmelade, Zimtzucker oder Powidl.
- Als Snack: Kalt oder warm.
In Quelle 4 wird erwähnt, dass die Hasenöhrl mit Marmelade oder Zimtzucker serviert werden können. In Quelle 6 wird erwähnt, dass Hasenöhrl mit Powidl serviert werden können.
Füllung
In einigen Rezepten wird erwähnt, dass die Hasenöhrl vor dem Ausbacken mit Speckwürfel gefüllt werden können. Hierzu werden Rechtecke ausgeschnitten, die Füllung auf dem Teig platziert und zu Dreiecken gefaltet. Die Enden werden mit einer Gabel zusammendrücken, um zu verhindern, dass die Füllung herausfällt.
Zusammenfassung
Hasenöhrl sind ein typisches bayerisches Schmalzgebäck, das in verschiedenen Regionen wie dem Salzburger Lungau oder dem Bayerischen Thermental serviert wird. Die Rezeptvarianten unterscheiden sich in den Zutaten, Zubereitungsweisen und Zubereitungszeiten. Die Grundzutaten sind jedoch überwiegend die gleichen: Mehl, Eier, Butter oder Schmalz, Milch oder Sauerrahm sowie Salz. In einigen Rezepten kommen zusätzliche Aromen wie Rum, Backpulver oder Gewürze wie Anis und Kümmel hinzu.
Die Zubereitungsschritte sind in den verschiedenen Rezepten weitgehend ähnlich. Der Teig wird in der Regel zuerst gerollt und dann in Form geschnitten. Der Teig wird anschließend in Butterschmalz, Öl oder Kokosfett ausgebacht. Die Temperaturempfehlungen liegen zwischen 167 °C und 180 °C.
Einige Tipps können helfen, die Hasenöhrl perfekt zuzubereiten: Butterschmalz oder Öl verwenden, die Teigtemperatur beachten, die Fetttemperatur kontrollieren, Backpulver oder Rum verwenden, die Form beachten und die Zubereitungszeit beachten.
Hasenöhrl können als Hauptspeise, Dessert oder Snack serviert werden. Sie passen gut zu Sauerkraut, Marmelade, Zimtzucker oder Powidl. In einigen Rezepten wird erwähnt, dass die Hasenöhrl vor dem Ausbacken mit Speckwürfel gefüllt werden können.
Die Herkunft des Namens „Hasenöhrl“ ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Form der Gebäcke an Hasenohren erinnert. In Quelle 4 wird erwähnt, dass es keine geschichtliche Bedeutung gibt, sondern dass die Bezeichnung rein formsbedingt ist. In Quelle 6 wird erwähnt, dass die Form an alte Tieropfer oder den legendären Märzhasen erinnern könnte, aber diese Information ist nicht belegt.
Schlussfolgerung
Hasenöhrl sind ein typisches bayerisches Schmalzgebäck, das in verschiedenen Regionen wie dem Salzburger Lungau oder dem Bayerischen Thermental serviert wird. Die Rezeptvarianten unterscheiden sich in den Zutaten, Zubereitungsweisen und Zubereitungszeiten. Die Grundzutaten sind jedoch überwiegend die gleichen: Mehl, Eier, Butter oder Schmalz, Milch oder Sauerrahm sowie Salz. In einigen Rezepten kommen zusätzliche Aromen wie Rum, Backpulver oder Gewürze wie Anis und Kümmel hinzu.
Die Zubereitungsschritte sind in den verschiedenen Rezepten weitgehend ähnlich. Der Teig wird in der Regel zuerst gerollt und dann in Form geschnitten. Der Teig wird anschließend in Butterschmalz, Öl oder Kokosfett ausgebacht. Die Temperaturempfehlungen liegen zwischen 167 °C und 180 °C.
Einige Tipps können helfen, die Hasenöhrl perfekt zuzubereiten: Butterschmalz oder Öl verwenden, die Teigtemperatur beachten, die Fetttemperatur kontrollieren, Backpulver oder Rum verwenden, die Form beachten und die Zubereitungszeit beachten.
Hasenöhrl können als Hauptspeise, Dessert oder Snack serviert werden. Sie passen gut zu Sauerkraut, Marmelade, Zimtzucker oder Powidl. In einigen Rezepten wird erwähnt, dass die Hasenöhrl vor dem Ausbacken mit Speckwürfel gefüllt werden können.
Die Herkunft des Namens „Hasenöhrl“ ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Form der Gebäcke an Hasenohren erinnert. In Quelle 4 wird erwähnt, dass es keine geschichtliche Bedeutung gibt, sondern dass die Bezeichnung rein formsbedingt ist. In Quelle 6 wird erwähnt, dass die Form an alte Tieropfer oder den legendären Märzhasen erinnern könnte, aber diese Information ist nicht belegt.