Rezepte für Hausfreunde: Klassische Plätzchen mit Marzipan, Marmelade und Schokolade

Einführung

Die Hausfreunde zählen zu den beliebtesten Plätzchensorten, insbesondere in der Weihnachtsbäckerei. Sie bestehen aus einem doppelten Teigdeckel mit Marzipan, einer Schicht Marmelade und werden schließlich mit Schokoladen-Glasur überzogen und oftmals mit einer Walnusshälfte verziert. Diese Kombination aus Mürbeteig, Marzipan und Schokolade macht sie zu einer echten Geschmacksexplosion und sorgt dafür, dass sie auf keinem festlichen Teller fehlen. Die Herkunft des Rezeptes ist nicht exakt bekannt, doch es wird oft mit den Niederlanden in Verbindung gebracht.

Die verschiedenen Rezeptvarianten zeigen, dass es keinen einheitlichen Standard gibt – es hängt von der jeweiligen Familie, der Region und den persönlichen Vorlieben ab, wie die Hausfreunde genau zubereitet werden. In diesem Artikel werden mehrere Rezeptvarianten vorgestellt, Tipps zur Zubereitung und zur Nachhaltigkeit gegeben sowie häufige Fragen beantwortet. Alle Rezepte basieren auf den bereitgestellten Quellen, wobei die Zutaten und Zubereitungsschritte aus verschiedenen Quellen zusammengestellt wurden.

Rezeptvarianten

Rezept aus der Uebersee-Mädchen-Website

Zutaten für den Mürbeteig

  • 175 g Mehl
  • 75 g Stärke
  • 65 g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 165 g Butter

Füllung und Dekoration

  • 175 g Aprikosenkonfitüre
  • 400 g Rohmarzipan
  • 250 g Puderzucker
  • 300 g Schokoladen-Glasur (Zartbitter)
  • 125 g Walnusshälften

Zubereitung

  1. Mischen Sie Mehl, Stärke, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel. Fügen Sie die Butter hinzu und verkneten Sie alles zu einem glatten Teig. Formen Sie die Teigkugel, decken Sie die Schüssel mit Backpapier ab und lassen Sie den Teig für mindestens 30 Minuten kühl.
  2. Heizen Sie den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vor.
  3. Rollen Sie den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche aus und stechen Sie runde Plätzchen aus.
  4. Backen Sie die Plätzchen auf Backpapier auf einem Backblech bei 180°C ca. 10–12 Minuten, bis sie leicht gebräunt sind.
  5. Rollen Sie das Rohmarzipan mit etwas Puderzucker dünn aus und stich ebenfalls runde Kreise aus.
  6. Streichen Sie die abgekühlten Plätzchen mit Aprikosenkonfitüre, setzen Sie die Marzipanscheibe darauf und gießen Sie Schokoladen-Glasur darauf.
  7. Dekorieren Sie die Plätzchen mit Walnusshälften und lagern Sie sie in einer Dose an einem kühlen Ort.

Quelle: 1


Rezept aus Kärntner Kekskunst

Zutaten

  • 300 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 200 g Rosinen
  • 50 g Orangeat
  • 50 g Zitronat
  • 50 g Pinienkerne
  • 10 g Backpulver
  • 4 Eier
  • Puderzucker
  • Rum

Zubereitung

  1. Hacken Sie Orangeat, Zitronat und Pinienkerne und geben Sie sie in eine Schüssel. Fügen Sie Mehl, Zucker, Backpulver und die Eier hinzu und verkneten Sie zu einem Teig.
  2. Decken Sie den Teig mit einem Geschirrtuch ab und lassen Sie ihn ruhen.
  3. Formen Sie drei Rollen von ca. 25–30 cm Länge und legen Sie diese auf ein Backblech.
  4. Backen Sie bei 180°C Umluft ca. 20 Minuten, bis die Plätzchen goldbraun und fest sind.
  5. Rühren Sie in der Zwischenzeit eine Keksklasur aus Puderzucker und Rum an und bestreichen Sie die noch warmen Plätzchen damit.
  6. Schneiden Sie die Plätzchen in 1 cm breite Streifen.

Quelle: 2


Rezept von Bernadette Wörndl

Zutaten

  • 300 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 200 g Rosinen
  • 50 g Orangeat
  • 50 g Zitronat
  • 50 g Nüsse (z. B. Walnuss oder Haselnuss)
  • 10 g Backpulver
  • 4 Eier
  • Puderzucker
  • Rum

Zubereitung

  1. Hacken Sie Orangeat, Zitronat und Nüsse. Mischen Sie diese mit Mehl, Zucker, Backpulver und Eiern zu einem Teig.
  2. Decken Sie den Teig ab und lassen Sie ihn ruhen.
  3. Formen Sie kleine Kugeln, drücken Sie diese flach und backen Sie sie bei 180°C ca. 10–12 Minuten.
  4. Bestreichen Sie die Plätzchen mit Rum-Zucker-Glasur und servieren Sie sie warm mit Glühpunsch.

Quelle: 6


Rezept aus der Utopia-Website

Zutaten

  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 100 g gemahlene Nüsse
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Ei
  • etwas geriebene Zitronenschale
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Marillenmarmelade

Zubereitung

  1. Mischen Sie Mehl, Butter, gemahlene Nüsse, Puderzucker, Ei, Zitronenschale und Vanillezucker zu einem Teig. Kühlen Sie den Teig eine Stunde im Kühlschrank.
  2. Formen Sie kleine Kugeln, drücken Sie diese flach und stanzen Sie eine Vertiefung in die Mitte.
  3. Backen Sie die Kekse bei 190°C Umluft ca. 8 Minuten.
  4. Erwärmen Sie die Marillenmarmelade leicht und füllen Sie sie mit einem Löffel oder einer Spritztülle in die Vertiefungen.

Quelle: 2


Tipps zur Zubereitung

  • Vorheizen: Nicht immer notwendig. Wenn Sie den Ofen nicht vorheizen, sparen Sie Energie, die Backzeit kann jedoch variieren. Achten Sie darauf, dass die Plätzchen nicht zu dunkel werden.
  • Backzeit: Die Plätzchen sind dünn und backen schnell. Kontrollieren Sie sie alle paar Minuten.
  • Kühlung: Lassen Sie die Plätzchen gut abkühlen, bevor Sie die Schokolade darauf gießen. Andernfalls kann die Schokolade wieder weich werden.
  • Schokoladen-Glasur: Verwenden Sie Zartbitterschokolade für ein intensiveres Aroma. Alternativ können Sie auch Kuvertüre verwenden.
  • Alternative Nüsse: Wenn Walnüsse nicht zur Verfügung stehen, können Sie Haselnüsse oder Mandeln verwenden.
  • Vegan: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine und lassen Sie das Ei weg. Verwenden Sie vegane Schokolade.

Nachhaltigkeit

  • Regionale Produkte: Nüsse, insbesondere Walnüsse, wachsen auch in Deutschland. Verzichten Sie auf importierte Produkte, um CO₂-Emissionen durch Langtransporte zu reduzieren.
  • Energiesparendes Backen: Wenn möglich, heizen Sie den Ofen nicht vor. Achten Sie darauf, dass mehrere Gerichte nacheinander gebacken werden, um Energie zu sparen.
  • Umweltfreundliches Backen: Verwenden Sie ökologisches Backpapier oder Backtrennmittel, um Plastik-Backpapier zu vermeiden.
  • Veganisierung: Die Rezepte lassen sich gut veganisieren, indem Butter durch vegane Margarine und Eier weggelassen werden.

Quelle: 3


Häufige Fragen

1. Woher kommt der Name "Hausfreunde"?
Der Ursprung des Namens ist nicht exakt bekannt. Es gibt verschiedene Theorien, doch keine eindeutige Antwort. Einige glauben, dass der Name auf die Niederlande zurückgeht. Andere vermuten, dass die Plätzchen einfach zu Hause beliebt waren und daher "Hausfreunde" wurden.

2. Können die Hausfreunde ohne Ei gebacken werden?
Ja, es gibt vegane Varianten, bei denen das Ei weggelassen wird. Alternativ kann die Bindewirkung durch flüssige Butter oder Margarine ersetzt werden.

3. Wie lange halten sich die Hausfreunde?
Wenn die Plätzchen in einer luftdichten Dose an einem kühlen Ort gelagert werden, halten sie sich bis zu einer Woche. Bei der Zugabe von Schokolade und Marmelade kann die Haltbarkeit sich etwas verringern.

4. Gibt es alternative Füllungen?
Ja. Statt Aprikosenkonfitüre können Sie auch Marillenmarmelade oder andere Fruchtmarmeladen verwenden. Alternativ können Sie auch Schokoladenfüllungen oder Cremes ausprobieren.

5. Wie kann man die Schokoladen-Glasur gut anrühren?
Schmelzen Sie die Schokolade vorsichtig im Wasserbad oder im Mikrowellenofen. Achten Sie darauf, dass die Schokolade nicht überhitzt wird, da sie sonst trüb und unangenehm wird.

6. Was passiert, wenn die Plätzchen nicht kühl genug sind?
Wenn die Plätzchen noch warm sind, kann die Schokoladen-Glasur wieder weich werden. Achten Sie darauf, dass die Plätzchen gut abgekühlt sind, bevor Sie die Schokolade darauf gießen.

7. Wie viele Stücke entstehen etwa?
Die Menge hängt von der Größe der Plätzchen ab. Aus 300 g Mehl entstehen etwa 50 bis 60 Stücke, wenn die Plätzchen 5–6 cm Durchmesser haben.

8. Wie können die Hausfreunde serviert werden?
Zu den Hausfreunden passt ein Glas Glühpunsch oder ein kühles Bier. Sie sind auch eine willkommene Ergänzung zu Kaffee oder Tee.


Schlussfolgerung

Die Hausfreunde sind ein zeitloser Klassiker der Weihnachtsbäckerei und vereinen in sich mehrere Geschmacksrichtungen: süße, nussige, saure und bitter-süße. Sie lassen sich in verschiedenen Varianten zubereiten und sind sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern beliebt. Ob mit Aprikosenmarmelade oder Marillenmarmelade, ob mit Walnüssen oder Mandeln – die Kombination aus Mürbeteig, Marzipan und Schokolade ist stets ein Genuss.

Die Rezepte aus verschiedenen Quellen zeigen, dass es keine einheitliche Variante gibt, sondern vielmehr viele individuelle Anpassungen. Ob vegan oder traditionell, ob mit oder ohne Schokolade – die Kreativität ist gefragt.

Zusätzlich bietet das Rezept sichere Tipps zur Nachhaltigkeit, wie z. B. die Verwendung regionaler Produkte, energieeffizientes Backen und die Umstellung auf vegane Alternativen. Diese Aspekte sind besonders wichtig für moderne Haushalte, die auf Umwelt und Tierwohl achten.

Zusammenfassend sind die Hausfreunde ein Rezept, das sowohl kulinarisch als auch inhaltlich viel zu bieten hat und sich hervorragend für Festtage oder besondere Anlässe eignet.


Quellen

  1. Uebersee-Mädchen: Hausfreunde Plätzchen
  2. Schoenstezeit: Kekskunst aus Kärnten
  3. Utopia: Nachhaltiges Rezept für Hausfreunde
  4. Chefkoch: Rezepte für Hausfreunde
  5. Frankische Rezepte: Hausfreunde
  6. Valentinas Kochbuch: Rezept von Bernadette Wörndl

Ähnliche Beiträge