Rezepte und Zubereitungstipps für Spritzringe – Traditionelles Fettgebäck wie vom Bäcker

Spritzringe, auch als Eberswalder Spritzkuchen bekannt, gehören zu den beliebtesten Fettgebäcksorten in Deutschland. Sie sind nicht nur optisch ansprechend mit ihren charakteristischen Ringformen und glasierten Oberflächen, sondern auch geschmacklich unverwechselbar. Ursprünglich aus der Region um Eberswalde stammend, haben sich Spritzringe inzwischen in der gesamten Republik etabliert und finden sich in Bäckereiauslagen und Konditoreien. In diesem Artikel werden wir uns detailliert mit der Herstellung, den verschiedenen Zubereitungsvarianten und den Hintergründen dieses typischen Backwerks beschäftigen.

Herkunft und Geschichte der Spritzringe

Die Geschichte der Spritzringe reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Der Konditor und Lebküchler Gustav Louis Zietemann, der 1832 in Eberswalde eine Konditorei eröffnete, gilt als Erfinder dieser Backware. Obwohl er nicht der Erfinder des Brandteigs an sich war, entwickelte er eine innovative Methode zur Herstellung: Anstelle wie bei herkömmlichen Brandteigwaren im Ofen auszubacken, formte er die Teigringe auf Backpapier und ließ sie schwimmend im Frittierfett garen. Dies führte zu einer luftigeren, lockereren Konsistenz, die sich von anderen Brandteiggebäcken abhob. Diese Erfindung machte die Spritzringe in Eberswalde und später deutschlandweit populär.

Spritzringe tragen auch andere Namen wie Auflaufkrapfen oder Eberswalder Spritzkuchen und sind ein typisches Beispiel für traditionelles Fettgebäck. Sie sind nicht nur zur Faschingszeit beliebt, sondern finden auch als Snack im Alltag oder als süße Ergänzung zum Kaffee ihre Anhänger.

Zutaten und Grundrezept

Die Zutaten für Spritzringe sind einfach und finden sich in nahezu jeder Küche. Im Folgenden ist ein typisches Rezept für Spritzringe zusammengestellt, das sich auf mehrere der bereitgestellten Quellen stützt.

Zutaten

  • 200 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 15 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 1 El Speisestärke
  • 5 Eier
  • Butterschmalz oder Sonnenblumenöl zum Frittieren
  • Puderzucker und Zitronensaft oder Zimt für die Glasur

Zubereitung

  1. Vorbereitung des Teigs
    In einem Topf Milch, Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz erhitzen. Aufkochen lassen, dann Mehl und Speisestärke unterrühren. Auf kleiner Flamme weiterkochen, bis sich ein dicker Teigkloß bildet und ein weißer Film am Topfboden entsteht. Den Teig etwas abkühlen lassen.

  2. Eier unterheben
    Die Eier einzeln unter den Teig rühren, bis sich eine geschmeidige Masse ergibt.

  3. Spritzen und Formen
    Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen. Auf Backpapierquadrate (etwa 8 × 8 cm) zwei übereinander liegende Kreise spritzen und ein Loch in der Mitte formen. Ein befeuchteter Finger kann dabei helfen, das Loch zu vergrößern.

  4. Frittieren
    Das Frittierfett im Topf auf etwa 170 °C erhitzen. Die Spritzringe mit der Oberseite zuerst ins Fett geben und etwa 5 Minuten frittieren, dann wenden und erneut 5 Minuten garen. Mit einer Schaumkelle aus dem Fett heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  5. Glasur
    Für eine Zitronenglasur den Puderzucker mit etwas Zitronensaft verrühren. Die Spritzringe mit einem Pinsel damit bestreichen. Alternativ kann auch eine Zucker-Zimt-Mischung verwendet werden. Wer lieber Schokolade bevorzugt, kann die Spritzringe nach dem Abkühlen in Schokoladenmasse tauchen.

Zubereitung ohne Frittieren: Ofenbacken

Nicht jeder möchte oder kann Fettgebäck frittieren. In solchen Fällen bietet sich eine Ofenversion an. Laut einem Rezeptvorschlag aus der Quelle kann die Spritzteigmasse auch im Ofen gebacken werden. Dazu wird der Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt, und die Spritzringe werden auf ein Backblech gelegt. Sie werden etwa 25 bis 30 Minuten gebacken, bis sie goldbraun sind. Danach sollten sie bei geschlossener Ofentür abkühlen, um zusammenzufallen.

Variationen und Toppings

Die Grundrezeptur der Spritzringe lässt sich vielfältig variieren, sowohl in der Fertigung als auch in der Verzierung. So können die Spritzringe beispielsweise nicht nur mit Zitronenzuckerguss, sondern auch mit Schokolade oder Schlagsahne verziert werden. Wer etwas kreativer ist, kann die Spritzringe mit Marmelade oder Fruchtfüllungen füllen, was sie dem Windbeutel ähnlicher macht.

Ein weiterer Tipp ist, die Spritzringe direkt nach dem Frittieren in Zucker-Zimt-Mischung zu wälzen, was besonders bei Kindern gut ankommt. Alternativ kann die Glasur auch auf die Hälfte des Spritzrings aufgetragen werden, sodass die andere Hälfte unverziert bleibt.

Tipps zur Haltbarkeit

Spritzringe sollten idealerweise frisch genossen werden. Sie bleiben jedoch einige Tage lang haltbar, wenn sie gut luftdicht verpackt sind. Es ist wichtig, sie vollständig abkühlen zu lassen, bevor sie in eine luftdichte Verpackung kommen. Auf diese Weise verlieren sie nicht ihre knusprige Konsistenz.

Fazit

Spritzringe sind ein typisches Beispiel für traditionelles Fettgebäck, das sich durch ihre einfache Herstellung, ihre optische Wirkung und ihre geschmackliche Vielfalt auszeichnet. Ob frittiert oder im Ofen gebacken, mit Zuckerguss, Schokolade oder Früchten verziert – die Möglichkeiten zur Gestaltung sind vielfältig. Sie sind nicht nur ein Festtagsleckerei, sondern auch eine willkommene Ergänzung zum Kaffee oder Tee.

Das Rezept, das sich aus den bereitgestellten Quellen ableiten lässt, ist einfach nachzuvollziehen und eignet sich sowohl für Hobbybäcker als auch für fortgeschrittene Köche. Mit etwas Übung gelingen sie locker und knusprig, und sie erfreuen sowohl Jung als auch Alt.

Quellen

  1. Kabeleins – Rezept für Spritzringe
  2. Eat.de – Spritzringe wie vom Bäcker
  3. Goontravel – Eberswalder Spritzkuchen
  4. Sheepys Bakery – Spritzringe wie vom Bäcker
  5. Guteküche – Eberswalder Spritzkuchen Rezept

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