Rezepte und Zubereitung von Rotweingelee – Ein vielseitiger Brotaufstrich für die Herbstküche

Das Rotweingelee ist nicht nur ein ungewöhnlicher Brotaufstrich, der die Herbst- und Winterküche bereichert, sondern auch eine kreative Alternative zum klassischen Marmeladen- oder Joghurt-Aufstrich. Es verbindet den intensiven Geschmack von Rotwein mit der Süße des Gelierzuckers und erlaubt oft die Zugabe von Aromen wie Rosmarin, Zimt oder Orangenschale. Zahlreiche Rezepte aus verschiedenen Regionen Deutschlands, insbesondere aus dem Ahrtal, zeigen, wie vielseitig Rotweingelee verwendet werden kann – als Kaffeetafel-Element, als Brotaufstrich oder sogar als Füllung in Keksen. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte vorgestellt, die auf den bereitgestellten Quellen basieren, sowie Tipps zur Zubereitung und Verwendung des Gelees.

Rezeptvorschläge für Rotweingelee

Merlot-Rosmarin Gelee

Ein Rezept aus der Quelle [1] beschreibt ein Gelee mit Merlot und Rosmarin, das sich besonders gut zu Käse oder Brot servieren lässt. Die Zutaten sind einfach und schnell vorzubereiten:

  • Zutaten:
    • 750 ml Merlot
    • 1 kg Gelierzucker 1:1
    • 5 Zweige frischer Rosmarin

Zubereitung:

  1. Die Einmachgläser auswaschen und im kalten Ofen auf 100 °C erwärmen.
  2. Den Rotwein in einen großen Topf geben, Rosmarin waschen und hinzufügen.
  3. Gelierzucker in den kalten Wein rühren und unter ständigem Rühren aufkochen lassen.
  4. Sobald die Masse sprudelt, beginnt die Kochzeit. Nach 4 Minuten eine Gelierprobe durchführen: Ist der letzte Tropfen auf dem Löffel geliert, ist das Gelee fertig.
  5. Rosmarin aus dem Topf entfernen und das Gelee in die vorbereiteten Gläser füllen.
  6. Die Gläser auf dem Kopf stellen und ca. 10 Minuten stehen lassen, dann umdrehen und auskühlen lassen.

Dieses Rezept ist ideal für Einmachgläser mit ca. 2 Litern Fassungsvermögen. Alternativ kann auch ein anderer Rotwein verwendet werden. Die Zugabe von Rosmarin verleiht dem Gelee eine frische Note, die besonders im Herbst und Winter geschätzt wird.

Rosmarin-Rotwein Gelee (Quelle [2] und [5])

Ein weiteres Rezept aus Quelle [2] und [5] verwendet Rosmarin, Rotwein und Gelierzucker. Hier wird besonders betont, dass statt Rotwein auch Traubensaft verwendet werden kann. Dies ist eine gute Alternative für diejenigen, die auf Alkohol verzichten möchten.

Zutaten:

  • 50–100 g Rosmarinzweige
  • 750 ml Rotwein oder Traubensaft
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Päckchen Zitronensäure (5 g)

Zubereitung:

  1. Die Rosmarinzweige mit dem Rotwein erhitzen, bis kurz vor dem Kochen.
  2. Die Mischung abkühlen lassen (mindestens 1 Stunde) und durch ein Sieb abgießen.
  3. Gelierzucker und Zitronensäure nach Packungsanleitung zugeben und die Masse aufkochen.
  4. Nach 4 Minuten Gelierprobe durchführen und gegebenenfalls weiterkochen lassen.
  5. Das Gelee in saubere Einmachgläser abfüllen und nach Anleitung sterilisieren.

Dieses Gelee eignet sich besonders gut auf frischen Laugenbrötchen. Der Rosmarin verleiht ihm eine leichte, herbe Note, die mit dem süßen Gelierzucker harmoniert.

Glühweingelee (Quelle [3])

Ein weiteres Rezept aus Quelle [3] beschreibt ein Glühweingelee, das sich ideal als Brotaufstrich für das Frühstück oder als Füllung in Weihnachtsplätzchen eignet.

Zutaten:

  • 1 Bio-Orange
  • 100 ml Rotwein (oder Weißwein für helles Gelee)
  • 180 g Gelierzucker (3:1)
  • 2 Sternanissterne
  • 1 Zimtstange
  • 3 Gewürznelken

Zubereitung:

  1. Die Orange halbieren und die Schale einer Hälfte abziehen. Die andere Hälfte auspressen.
  2. Orangensaft, Rotwein, Gelierzucker, Orangenschale und Gewürze in einen Topf geben.
  3. Die Masse 4 Minuten kochen lassen, wobei eine Gelierprobe durchgeführt wird.
  4. Das Gelee in saubere Gläser abfüllen und nach Abkühlung im Kühlschrank aufbewahren.

Dieses Rezept ist besonders weihnachtlich und kann sowohl mit Alkohol als auch ohne (durch die Verwendung von Fruchtsaft) zubereitet werden.

Verwendungsmöglichkeiten von Rotweingelee

Das Rotweingelee eignet sich auf mehrere Arten, um es in die tägliche Küche zu integrieren:

  • Als Brotaufstrich: Es passt hervorragend zu Laugenbrötchen, Vollkornbrot oder Baguette. Besonders das Rosmarin-Rotweingelee verleiht dem Brot eine herbe Note, die gut zu Käse oder Schinken passt.
  • Zu Käse: Das Gelee ist eine beliebte Käsebegleitung und passt gut zu Hartkäse, Schafskäse oder Weichkäse.
  • Auf Joghurt oder Quark: Es veredelt Joghurt oder Quark mit einem herzhaften Geschmack, der gut in die Herbst- und Winterküche passt.
  • Als Füllung in Keksen: Glühweingelee kann auch als Füllung in Keksen verwendet werden, was besonders zu Weihnachten beliebt ist.
  • Zu Kuchen: Im Ahrtal wird ein Rotweinkuchen serviert, der mit einem Glas Rotwein oder einem Glühwein harmoniert. Einige Rezepte empfehlen den Frühburgunder als Begleitwein.

Rotweinkuchen als Ergänzung (Quelle [4] und [6])

In Quelle [4] und [6] wird beschrieben, wie ein Rotweinkuchen zubereitet wird. Dieser Kuchen eignet sich besonders gut als Kaffeekuchen und kann mit einem Glas Rotwein oder Glühwein serviert werden.

Zutaten:

  • 250 g Zucker
  • 300 g Mehl
  • 100 g Schokostreusel
  • 2 EL Kakao
  • 1 Päckchen Backpulver (Reinweinstein)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Butter (zimmerwarm)
  • 4 Eier
  • 200 ml Ahr-Rotwein

Zubereitung:

  1. Trockene Zutaten (Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver, Vanillezucker) vermengen.
  2. Butter, Eier und Rotwein nach und nach hinzugeben.
  3. Alles zu einem glatten Teig verrühren (ca. 5 Minuten).
  4. Eine Springform mit Rohrboden einfetten und den Teig hineingeben.
  5. Im Ofen bei 180 °C ca. 1 Stunde backen.

Der Kuchen kann mit einem Glas Spätburgunder oder Frühburgunder serviert werden. Er ist ideal für den Nachmittag und passt hervorragend zur Herbstküche.

Wichtige Tipps zur Zubereitung

  • Aufpassen beim Kochen: Rotweingelee muss gut umgerührt werden, um das Aufsprudeln zu verhindern. Der Topf sollte groß genug sein, damit die Masse nicht überläuft.
  • Gelierzucker: Es ist wichtig, den richtigen Gelierzucker zu verwenden (1:1 oder 3:1), da er für die Konsistenz des Gelees sorgt. Alternativ kann Zitronensäure hinzugefügt werden.
  • Gelierprobe: Nach 4 Minuten Kochzeit sollte immer eine Gelierprobe durchgeführt werden. Das Gelee ist fertig, wenn der letzte Tropfen auf dem Löffel geliert.
  • Sterilisation der Gläser: Die Gläser sollten vor dem Abfüllen gewaschen und sterilisiert werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Fazit: Ein vielseitiges Gelee für die Herbstküche

Rotweingelee ist ein ungewöhnliches, aber geschmackvoll bereitetes Gelee, das sich ideal für die Herbst- und Winterküche eignet. Es verbindet die Süße des Gelierzuckers mit dem intensiven Geschmack des Rotweins und kann mit Rosmarin, Zimt oder Orangengewürzen angereichert werden. Zahlreiche Rezepte zeigen, wie vielseitig dieses Gelee verwendet werden kann – als Brotaufstrich, Käsebegleitung oder Kaffeetafel-Element. Besonders in Regionen wie dem Ahrtal, wo Rotweine eine lange Tradition haben, ist das Gelee ein wohlschmeckendes Element der Herbstküche.

Die Zubereitung ist einfach und erfordert nur wenige Zutaten, weshalb es sich ideal für Einmach- und Herbstrezepte eignet. Mit etwas Kreativität kann das Gelee auch in Kekse oder als Brotaufstrich genossen werden. Es ist eine willkommene Abwechslung zur klassischen Marmelade und eine willkommene Ergänzung zur Kaffeetafel.

Quellen

  1. Merlot-Rosmarin Gelee – Nicht nur zum Käse lecker
  2. Rosmarin-Rotweingelee
  3. Glühweingelee – Ein Rezept
  4. Rotweinkuchen mit einem Schuss Burgunder
  5. Rosmarin-Rotweingelee
  6. Köstlicher Rotweinkuchen

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