Pastinaken, diese mild-würzige Wurzel, ist in der heimischen Küche wieder auf dem Vormarsch. Ob als Beilage, Püreepartner oder Hauptzutat in einem leckeren Auflauf – Pastinaken überzeugen durch ihre vielseitige Verwendbarkeit und ihre gesunde, nahrhafte Konsistenz. In diesem Artikel werden wir uns detailliert mit der Zubereitung von Pastinaken beschäftigen, basierend auf Rezepten und Tipps aus vertrauenswürdigen Quellen. Zudem erfährst du, warum Pastinaken nicht nur geschmacklich, sondern auch nährwertmäßig eine Bereicherung für die Winterküche sind.
Das Wurzelgemüse Pastinaken: Eigenschaften und Verwendung
Pastinaken sind Wurzelgemüse mit einer mild-süßen Note und einer cremigen Konsistenz. Sie haben eine längliche Form, eine blassorange bis helle Rinde und eine helle, saftige Masse. In Deutschland wurden sie bis in die jüngste Vergangenheit weitgehend in Vergessenheit geraten, aber in den letzten Jahren erleben sie ein Comeback. Besonders in der vegetarischen und veganen Küche hat sich Pastinaken als Allroundtalent etabliert. Sie eignet sich sowohl roh als Salatzutat, als auch gekocht in Suppen, Aufläufen oder Pürees.
Die Geschichte der Pastinake reicht bis in die römische Antike zurück. Sie galt über viele Jahrhunderte als eine der beliebtesten Gemüsesorten in Europa, ehe sie von Kartoffeln und Möhren verdrängt wurde. Heute sind Pastinaken in vielen skandinavischen Ländern, Großbritannien und den USA sehr populär. In Deutschland wurden sie in den letzten Jahren wiederentdeckt und genießen nun eine neue Beliebtheit – auch in der Kinderernährung.
Nährwert und gesundheitliche Vorteile
Pastinaken sind nicht nur geschmacklich vielseitig einsetzbar, sondern auch nahrhaft und gesund. Sie enthalten wertvolle Mineralien wie Kalium, das für die Herzgesundheit wichtig ist, und Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und Sättigung vermitteln. Zudem besitzen Pastinaken eine leichte antibakterielle Wirkung, was sie zu einer gesunden Ergänzung der Ernährung macht.
Vorbereitung und Zubereitung: Tipps und Techniken
Bevor es an die Zubereitung geht, ist eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Pastinaken werden wie bei anderen Wurzelgemüsen behandelt: zuerst werden sie unter fließendem Wasser gewaschen, danach mit einem Sparschäler geschält. Bei sehr zarten Pastinaken mit dünner Schale ist das Schälen nicht immer erforderlich. Für eine gründliche Reinigung eignet sich eine Wurzelbürste.
Nach dem Schälen können die Pastinaken in Scheiben, Würfel oder Stifte geschnitten werden. Die genaue Form hängt vom jeweiligen Rezept ab. In roher Form, beispielsweise als Salat, sind Pastinaken besonders knackig. Gekocht oder gebraten entfalten sie ihr typisches, süßlich-würziges Aroma.
Rezept 1: Pastinaken im Ofen mit Honig-Marinade
Ein beliebtes und einfaches Rezept für Pastinaken ist das Rösten im Ofen mit einer süß-scharfen Marinade aus Honig, Pfeffer und Thymian. Dieses Rezept ist schnell zubereitet und macht Pastinaken ideal als Beilage oder Snack.
Zutaten (für 4 Portionen)
- 900 g Pastinaken
- 3 EL Pflanzenöl (z. B. Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 2 TL Kräutersalz
- 1 TL Pfeffer
- 1 TL Honig (Alternativ: Agavendicksaft)
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL gerösteter Sesam
- 2 Thymianzweige
- 1 Bund Petersilie
Zubereitung
- Marinade vorbereiten: In ein verschließbares Gefäß fügst du das Pflanzenöl, Kräutersalz, Pfeffer, Honig und Zitronensaft. Die Thymianzweige werden gewaschen, getrocknet und fein gehackt. Sie werden zur Marinade hinzugefügt und alles gut umgerührt.
- Pastinaken schälen und zupreparieren: Die Pastinaken werden geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten.
- Marinieren: Die Pastinaken werden in die Marinade gegeben und etwa 30 Minuten ziehen lassen.
- Backen: Die Pastinaken werden auf ein Backblech gelegt und im vorgeheizten Ofen bei etwa 200°C für 25–30 Minuten gegart, bis sie goldbraun und knusprig sind.
- Abschmecken und servieren: Vor dem Servieren werden die Pastinaken mit geröstetem Sesam und gehackter Petersilie bestreut. Sie passen hervorragend zu einem frischen Brot oder einem leckeren Dip.
Rezept 2: Pastinaken-Gemüse mit Butter
Ein weiteres einfaches und leckeres Rezept ist das Schmoren von Pastinaken mit Butter. Dieses Gericht ist besonders winterlich und kann als Beilage oder Hauptgericht serviert werden.
Zutaten
- 250 g Pastinaken (Bio empfohlen)
- 2 EL Wasser
- 15–30 g Butter (Ghee ist eine gute Alternative)
- 1/4 TL Salz (z. B. Ursalz oder Himalayasalz)
Zubereitung
- Pastinaken schälen und waschen: Die Pastinaken werden geschält, gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten.
- Braten: In einer Pfanne wird die Butter oder das Ghee erhitzt. Die Pastinakenstücke werden hinzugefügt und bei mittlerer Hitze sanft angebraten.
- Schmoren: Nachdem die Pastinaken etwas Farbe angenommen haben, wird Wasser hinzugegeben. Danach wird das Gericht mit Salz verfeinert und etwa 10–15 Minuten köcheln gelassen, bis die Pastinaken weich sind.
- Abschmecken: Nach Wunsch kann das Gericht mit etwas Muskatnuss oder frischen Kräutern abgeschmeckt werden.
Rezept 3: Pastinaken-Püree
Pastinaken eignen sich hervorragend für ein cremiges Püree. Es kann alleine serviert werden oder als Beilage zu Fleischgerichten.
Zutaten
- 400 g Pastinaken
- 200 g Kartoffeln
- 50 g Butter oder Ghee
- 100 ml Milch oder Sahne
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung
- Pastinaken und Kartoffeln schälen und kochen: Beides wird geschält, gewaschen und in Würfel geschnitten. In Salzwasser bei mittlerer Hitze für etwa 15–20 Minuten gekocht, bis sie weich sind.
- Stampfen: Die gekochten Wurzeln werden mit Butter, Milch oder Sahne mit einem Stampfer zerdrückt. Nach Wunsch kann noch etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzugefügt werden.
- Verfeinern: Das Püree wird mit einem Schneebesen glatt gerührt und nach Wunsch mit frischen Kräutern wie Petersilie oder Dill bestreut.
Rezept 4: Kichererbsen-Pastinaken-Suppe
Eine nahrhafte und leckere Suppe aus Pastinaken und Kichererbsen ist ideal für kalte Winterabende. Sie ist einfach zubereitet und kann sowohl warm als auch kalt serviert werden.
Zutaten
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Sellerie
- 2 Kartoffeln
- 2 Pastinaken
- 1 Dose Kichererbsen (400 g)
- 1 EL Olivenöl oder Butter
- 1 EL Chiliflocken
- 1 EL Koriander
- 1 TL Kreuzkümmel
- 200 ml Weißwein
- 1 Liter Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Zimt, Muskatnuss
Zubereitung
- Gemüse schälen und anbraten: Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Kartoffeln und Pastinaken werden geschält und grob geschnitten. In Olivenöl oder Butter werden sie etwa 5 Minuten angebraten.
- Gewürze zugeben: Chiliflocken, Koriander und Kreuzkümmel werden hinzugefügt und mitgeröstet.
- Ablöschen und köcheln lassen: Mit Weißwein ablöschen, danach Gemüsebrühe hinzufügen. Die Kichererbsen werden ebenfalls hinzugefügt und alles für etwa 30 Minuten köcheln gelassen.
- Pürieren: Die Suppe wird mit einem Stabmixer püriert, bis sie cremig und glatt ist.
- Abschmecken: Das Gericht wird mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Zimt und Muskatnuss verfeinert.
- Servieren: Die Suppe wird in vorgewärmte Teller serviert und mit gerösteten Walnüssen garniert.
Rezept 5: Marinierte Pastinaken als Snack
Marinierte Pastinaken eignen sich hervorragend als Snack oder als Beilage. Sie sind einfach zuzubereiten und können vorbereitet werden, sodass sie jederzeit griffbereit sind.
Zutaten
- 500 g Pastinaken
- 3 EL Olivenöl
- 1 EL Honig
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Pfeffer
- 1 EL gerösteter Sesam
- 1 Bund Petersilie
Zubereitung
- Pastinaken schälen und schneiden: Die Pastinaken werden geschält und in dünne Streifen oder Würfel geschnitten.
- Marinade herstellen: Olivenöl, Honig, Zitronensaft und Pfeffer werden in einer Schüssel zu einer Marinade vermischt.
- Marinieren: Die Pastinaken werden in die Marinade gegeben und für etwa 1–2 Stunden ziehen gelassen.
- Backen oder kalt servieren: Die marinierten Pastinaken können entweder im Ofen bei 180°C für 12–15 Minuten geröstet oder kalt als Snack serviert werden.
- Abschmecken: Vor dem Servieren werden sie mit geröstetem Sesam und gehackter Petersilie bestreut.
Tipps zur optimalen Zubereitung
Die Zubereitungsart hängt stark vom Rezept und der gewünschten Konsistenz ab. Hier sind einige Tipps, die du dir merken solltest:
- Roh essen: Pastinaken eignen sich gut als Salat oder Rohkost. Sie können mit Möhren, Äpfeln oder anderen Früchten kombiniert werden.
- Kochen oder Dünsten: Für cremige Gerichte wie Pürees oder Suppen eignet sich das Kochen oder Dünsten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pastinaken nicht zu weich werden.
- Backen oder Rösten: Pastinaken entfalten im Ofen ihr typisches Aroma. Sie können mit Olivenöl, Honig, Pfeffer, Thymian oder Sesam verfeinert werden.
- Braten: In der Pfanne gebraten sind Pastinaken knusprig und aromatisch. Ideal dazu sind Nüsse oder frische Kräuter.
Pastinaken in der vegetarischen und veganen Küche
Pastinaken sind eine hervorragende Zutat in vegetarischen und veganen Gerichten. Sie eignen sich gut als Hauptzutat in Aufläufen, Suppen oder als Beilage. In Kombination mit Kichererbsen, Tofu oder anderen Hülsenfrüchten kann ein nahrhaftes und leckeres Gericht entstehen. Ein Kuchen aus Pastinaken ist ebenfalls eine gute Alternative, da Pastinaken von Natur aus süß schmecken und so den Zuckergehalt reduzieren können. Wenn Honig und Vollkornmehl hinzugefügt werden, entsteht ein gesundes Naschgericht.