Das Tzatziki ist ein kalt servierter Dip aus der griechischen Küche, der traditionell aus griechischem Joghurt, gewürfelten Salatgurken, Knoblauch, Salz, Pfeffer und oft mit etwas Zitronensaft oder Olivenöl angereichert wird. Es handelt sich um eine erfrischende und nahrhafte Beilage, die sich sowohl vegetarisch als auch als Begleitbeilage zu Fleisch- oder Fischgerichten hervorragend eignet. In den letzten Jahren hat sich eine beliebte Variante des Tzatziki etabliert, die auf griechischem Joghurt verzichtet und stattdessen Quark als Basis verwendet. Dieser Artikel beschreibt, wie das Tzatziki-Rezept mit Quark hergestellt wird, welche Vorteile diese Variante bietet und welche Tipps und Abwandlungen sich anbieten.
Zutaten und Zubereitung
Grundrezept Tzatziki mit Quark
Ein typisches Tzatziki-Rezept mit Quark erfordert folgende Zutaten:
- 250 g Quark (mit einem Fettgehalt von etwa 20 %)
- 1/2 Salatgurke
- 1 Teelöffel Salz
- 1 Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
- Optional: Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie, Dill oder Schnittlauch
Die Zubereitung erfolgt in mehreren Schritten:
Gurke salzen und entwässern: Die Salatgurke waschen, schälen und längs halbieren. Mit einem Teelöffel die Kerne entfernen. Danach die Gurke grob raspeln und mit Salz vermischen. Für etwa 30 Minuten stehen lassen, damit das Wasser aus der Gurke austritt. Anschließend die Gurke über ein Sieb abtropfen lassen und mit einem Löffel kräftig ausdrücken.
Quark glatt rühren: Den Quark mit einem Schneebesen oder einer Gabel glatt rühren. Optional kann etwas Mineralwasser oder Olivenöl hinzugefügt werden, um die Konsistenz zu verbessern.
Knoblauch hinzufügen: Die Knoblauchzehe schälen und in die Quarkmasse drücken.
Gurke unterheben: Die abgetropfte Gurke in die Quarkmasse geben und gut unterheben.
Abschmecken: Das Tzatziki mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte der Geschmack etwas mehr Säure benötigen, kann etwas Zitronensaft hinzugefügt werden. Optional können fein gehackte Kräuter wie Petersilie oder Dill untermischt werden.
Kühlen lassen: Der Tzatziki mit Quark sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen, damit sich die Aromen entfalten können und der Dip seine optimale Konsistenz annimmt.
Vorteile des Tzatziki mit Quark
Alternative zum griechischen Joghurt
Eine der Hauptvorteile der Tzatziki-Variante mit Quark ist die Verzicht auf griechischen Joghurt. Griechischer Joghurt ist aufgrund seiner hohen Fett- und Proteinkonzentration besonders cremig und intensiv im Geschmack, was nicht immer gewünscht ist. Der Quark hingegen bringt eine leichte, aber dennoch cremige Konsistenz mit, die sich besonders gut für kalte Gerichte eignet. Zudem ist Quark in vielen Supermärkten leichter zu finden und oft günstiger als griechischer Joghurt.
Gesundheitsvorteile
Quark enthält, ähnlich wie griechischer Joghurt, viel Eiweiß und Kalzium, was gut für die Knochen- und Muskelgesundheit ist. Zudem ist Quark fettärmer als griechischer Joghurt und eignet sich somit besonders gut für eine kalorienbewusste Ernährung. In einem Tzatziki-Rezept mit Quark können zudem geringere Mengen an Salz und Fett eingesetzt werden, was den Nährwert des Dips weiter verbessert.
Konsistenzanpassung
Im Gegensatz zu griechischem Joghurt, der bereits eine recht feste Konsistenz besitzt, kann der Quark durch Salzen und Entwässern der Gurke gezielt angepasst werden. Sollte das Tzatziki zu flüssig sein, kann eine kleine Menge Quark oder auch ein weiches Gelatineblatt als Bindemittel hinzugefügt werden. Ebenfalls ist es möglich, durch mehr Salzen der Gurke oder durch den Einsatz von festem Quark eine dichtere Konsistenz zu erzielen.
Abwandlungen und Tipps
Abwandlungen
Das Grundrezept des Tzatziki mit Quark lässt sich nach Wunsch abwandeln. Einige beliebte Varianten sind:
- Joghurt hinzufügen: Für eine cremigere Konsistenz kann griechischer Joghurt oder Schmand untergemischt werden.
- Kräuter: Petersilie, Dill oder Schnittlauch können dem Tzatziki frische Aromen verleihen.
- Säure: Ein Schuss Zitronensaft oder Essig kann die Säurenote verstärken.
- Olivenöl: Für eine feinere Konsistenz und zusätzlichen Geschmack kann etwas Olivenöl hinzugefügt werden.
- Magerquark: Wer einen fettärmeren Tzatziki möchte, kann Magerquark verwenden.
- Fettreicher Quark: Für eine vollmundigere Variante eignet sich Quark mit einem höheren Fettgehalt (z. B. 40 %).
Tipps für die Zubereitung
- Gurke entwässern: Eine gründliche Entwässerung der Gurke ist entscheidend, um eine feste Konsistenz des Tzatziki zu erreichen. Wer den Dip cremiger haben möchte, kann die Gurke weniger stark ausdrücken.
- Kühlen lassen: Der Tzatziki sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen, damit sich die Aromen voll entfalten können.
- Geschmack abschmecken: Da die Gurke bereits salzig ist, kann oft auf zusätzlichen Salz verzichtet werden. Der Geschmack sollte nach dem Abschmecken harmonisch sein.
- Zubereitungszeit: Der Tzatziki kann vorbereitet werden, da er sich im Kühlschrank bis zu etwa 5 Tage hält.
Nährwert des Tzatziki mit Quark
Ein Tzatziki mit Quark ist nahrhaft und bietet eine gute Mischung aus Proteinen, Fett und Kohlenhydraten. In einem typischen Rezept mit 250 g Quark (20 % Fett) und 1/2 Salatgurke liegen die Nährwerte wie folgt:
| Nährstoff | Menge | Tagesbedarf |
|---|---|---|
| Kalorien | 248 kcal | 12 % |
| Protein | 19 g | 19 % |
| Fett | 14 g | 12 % |
| Kohlenhydrate | 11 g | 7 % |
| Zugesetzter Zucker | 0 g | 0 % |
| Ballaststoffe | 2,5 g | 8 % |
| Vitamin A | 0,3 mg | 38 % |
| Vitamin D | 0,3 μg | 2 % |
| Vitamin E | 1 mg | 8 % |
| Vitamin K | 36,5 μg | 61 % |
| Vitamin B₁ | 0,1 mg | 10 % |
| Vitamin B₂ | 0,5 mg | 45 % |
| Niacin | 4,5 mg | 38 % |
| Vitamin B₆ | 0,2 mg | 14 % |
| Folsäure | 61 μg | 20 % |
| Pantothensäure | 1,6 mg | 27 % |
Diese Werte zeigen, dass Tzatziki mit Quark eine nahrhafte Beilage ist, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Besonders hervorzuheben sind die hohen Werte an Vitamin K, Vitamin B₂ und Pantothensäure, die sich positiv auf die Blutgerinnung, die Energiegewinnung und die Hautgesundheit auswirken.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Der selbstgemachte Tzatziki mit Quark sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Er hält sich dort etwa 4 bis 5 Tage, solange er in einem verschlossenen Behälter gelagert wird. Vor dem Servieren ist es ideal, wenn der Tzatziki mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen kann, damit sich die Aromen optimal entfalten.
Kombinationsmöglichkeiten
Der Tzatziki mit Quark eignet sich als Beilage zu einer Vielzahl von Speisen:
- Brot: Klassisch wird Tzatziki mit knusprigem Brot serviert, z. B. Baguette, Fladenbrot oder Vollkornbrot.
- Pommes: Ein ungewöhnlicher, aber leckerer Genuss ist Tzatziki als Dip zu Pommes.
- Grillgerichte: Tzatziki passt hervorragend zu gegrilltem Hähnchen, Lammkoteletts oder Roastbeef.
- Ofengemüse: Der Dip ergänzt mediterranes Ofengemüse oder Ofentomaten perfekt.
- Vegetarische Gerichte: Tzatziki ist auch als vegetarische Beilage zu Salaten oder Gemüseplatten eine willkommene Ergänzung.
Schlussfolgerung
Das Tzatziki-Rezept mit Quark ist eine leckere, gesunde und einfache Alternative zum traditionellen Tzatziki mit griechischem Joghurt. Es bietet nicht nur die typischen Aromen des Dips, sondern auch die Vorteile eines fettärmeren Grundrezeptes. Durch die Verwendung von Quark wird die Konsistenz gezielt beeinflusst und kann nach Wunsch angepasst werden. Zudem ist der Tzatziki mit Quark nahrhaft und eignet sich als Beilage zu einer Vielzahl von Gerichten. Mit einfachen Zutaten und kurzer Zubereitungszeit ist er ein idealer Begleiter für Picknicks, Grillabende oder als Beilage zu Mittagsgerichten. Die Abwandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und erlauben es, den Tzatziki individuell zu gestalten.