Pekingsuppe, auch bekannt als süß-saure Suppe, ist ein beliebtes Gericht in der chinesischen Küche. Sie ist durch ihre lebendige Kombination aus Säure, Süße, Salzigkeit und Schärfe charakterisiert, was sie zu einem Aushängeschild der chinesischen Kulinaria macht. Obwohl sie traditionell als Vorspeise serviert wird, kann sie auch als Hauptgericht mit Nudeln oder Brot serviert werden. In diesem Artikel wird das Rezept und die Zubereitung der Pekingsuppe detailliert beschrieben, wobei verschiedene Varianten aus unterschiedlichen Rezeptquellen zusammengefasst werden.
Einführung in die Pekingsuppe
Die Pekingsuppe ist eine Suppe, die typischerweise aus Hühnerfleisch, Gemüse, Pilzen, Bambussprossen und Eiern besteht. Sie wird mit Gewürzen wie Sojasauce, Reisessig, Tomatenmark, Zucker, Salz, Chilipaste und Sesamöl veredelt. In einigen Rezepten wird auch Speisestärke verwendet, um die Suppe zu binden und eine cremige Konsistenz zu erzielen.
Die Suppe ist in ihrer Grundform eine Hühnersuppe, die durch die Zugabe von Gemüse, Pilzen und Eiern erweitert wird. Sie wird mit Ingwer, Zwiebeln und Sojasauce gewürzt und mit Tomatenmark, Essig, Zucker und Salz verfeinert. Der Geschmack kann nach individuellem Wunsch variiert werden, wodurch die Pekingsuppe besonders flexibel in der Zubereitung ist.
Zutaten der Pekingsuppe
Die Zutaten der Pekingsuppe können je nach Rezept variieren. Im Folgenden sind die gängigsten Zutaten aufgeführt, wie sie in den verschiedenen Rezepten genannt werden:
| Zutaten | Menge (Beispiel) |
|---|---|
| Hühnerfleisch oder Schweinefleisch | 150–200 g |
| Mu-Err-Pilze | 15–40 g |
| Shiitake-Pilze | 15 g |
| Lilienblüten | 15 g |
| Bambussprossen | 150–180 g |
| Tofu | 150 g |
| Eier | 2 Stück |
| Frühlingszwiebeln | 2–3 Stängel |
| Karotten | 1 Stück |
| Paprika | 1 Stück |
| Zwiebeln | 1–2 Stück |
| Ingwer | 1 Daumen groß |
| Hühnerbrühe | 1,5–2 Liter |
| Hühnerbrühepulver | 1 TL |
| Tomatenmark | 2–5 EL |
| Reisessig | 50–100 ml |
| Weißweinessig | 50–100 ml |
| Salz | 1–3 TL |
| Zucker | 2–4 EL |
| Sojasauce (hell/dunkel) | 2–4 EL |
| Speisestärke | 30–50 g |
| Sesamöl | 1,5–2 EL |
| Chili, Chilipaste oder Sambal Olek | nach Geschmack |
| Speisestärke | 1–3 EL |
| Ketchup | 7 EL (bei manchen Rezepten) |
| Tomaten | 400 g (aus der Dose) |
| Sojabohnen | 150 g (frisch) |
Die Zutatenliste kann je nach individuellem Geschmack und Verfügbarkeit angepasst werden. In einigen Rezepten wird auch Tofu oder Schweinefleisch anstelle von Hühnerfleisch verwendet.
Rezept: Pekingsuppe wie im Restaurant
Das folgende Rezept basiert auf einer Kombination der Zutaten und Zubereitungsweisen aus den verschiedenen Quellen. Es ist eine ausgewogene Mischung aus Hühnerfleisch, Gemüse, Pilzen, Eiern und einer harmonischen Mischung aus Gewürzen, die die Pekingsuppe lebendig und geschmackvoll macht.
Zutaten (für 4–6 Portionen)
- 200 g Hähnchenbrustfilet
- 1 Knolle frischer Ingwer
- 1,5 Liter Gemüsebrühe oder Gemüsebouillon
- 2 EL Sesamöl
- 1 Zwiebel, mittelgroß
- 1 Chilischote
- 2 Karotten, mittelgroß
- 400 g gehackte Tomaten (aus der Dose oder dem Glas)
- 100 g Bambussprossen
- 4 getrocknete Mu-Err-Pilze
- 150 g frische Sojabohnen
- 3 EL helle Sojasoße
- 7 EL Ketchup
- 2 TL Zucker
- 2 EL Essig
- 1 EL Speisestärke
- 1 verquirltes Ei (auch zwei sind möglich)
- 1–2 frische Frühlingszwiebeln
- etwas Chilisoße oder Sambal Oelek (nach eigenem Scharfe-Bedürfnis)
Zubereitung
Ingwer und Zwiebel vorbereiten:
Den frischen Ingwer fein reiben und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Die Chilischote nach Wunsch entkernen und in kleine Streifen schneiden.Gemüse und Pilze vorbereiten:
Die Karotten in feine Streifen schneiden und mit einem Julienne-Schneider bearbeiten. Die Bambussprossen in dünne Streifen schneiden. Die Mu-Err-Pilze in heißem Wasser für etwa 5 Minuten einweichen und anschließend klein schneiden. Die Sojabohnen sind bereits frisch, können jedoch vor der Zubereitung kurz gekocht werden.Hühnerfleisch zubereiten:
Das Hähnchenbrustfilet in dünne Streifen schneiden. In einem separaten Behälter mit etwas Wasser, Salz und Öl vermengen, um das Fleisch zu marinieren und weicher zu machen.Brühe zubereiten:
In einem großen Topf die Gemüsebrühe erhitzen. Den Sesamöl darin erwärmen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Anschließend Ingwer, Chilischote, Karotten, Bambussprossen und Pilze hinzugeben und für einige Minuten köcheln lassen.Hühnerfleisch und Gewürze hinzufügen:
Das Hühnerfleisch in die Brühe geben und weiter köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Die Sojasauce, Ketchup, Zucker, Essig, Chilisoße und Tomatenmark hinzugeben. Nach Geschmack abschmecken.Eier und Stärke hinzufügen:
Die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und langsam in die Suppe einrühren, um die Suppe zu binden. Das verquirlte Ei langsam in die Suppe einrühren, wobei nicht zu schnell gerührt werden soll, um schöne Eierflocken zu erzeugen.Servieren:
Die Pekingsuppe mit frischen Frühlingszwiebeln garnieren und servieren. Sie kann heiß als Vorspeise oder Hauptgericht serviert werden. Nach Wunsch können auch Nudeln oder Ciabatta-Brot dazu gereicht werden.
Geschmack und Aromen
Die Pekingsuppe ist ein Gericht mit einer einzigartigen Kombination aus Säure, Süße, Salzigkeit und Schärfe. Diese Aromen sind durch die Verwendung von Reisessig, Zucker, Sojasauce und Chilipaste entstanden. Die Kombination aus Tomatenmark und Ketchup verleiht der Suppe eine leichte rote Färbung und eine herzhafte Note. In einigen Rezepten wird stattdessen eine Mischung aus Sojasaucen und Essig verwendet, wodurch die Suppe eine dunkelbraune Färbung erhält.
Die Suppe kann nach individuellem Wunsch angepasst werden. Wer eine mildere Variante möchte, kann die Menge an Chilipaste oder Sambal Oelek reduzieren. Wer eine intensivere Säure möchte, kann den Essig in der Suppe erhöhen. Ebenso kann die Süße durch den Zucker oder Ketchup variiert werden.
Variante ohne Tomatenmark
In einigen Rezepten wird die Pekingsuppe ohne Tomatenmark zubereitet. Stattdessen wird eine Mischung aus Sojasaucen und Essig verwendet, wodurch die Suppe eine dunkelbraune Farbe erhält. Diese Variante ist besonders bei den traditionellen Rezepten in China verbreitet. Sie hat eine intensivere Geschmacksnote, da die Aromen der Sojasaucen und des Essigs stärker hervortreten.
Nährwert
Die Pekingsuppe ist ein nahrhaftes Gericht, das durch die Kombination aus Hühnerfleisch, Gemüse, Pilzen, Eiern und Gewürzen eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung aufweist. Sie hat einen niedrigen Kalorien- und Fettgehalt, was sie zu einer gesunden Mahlzeit macht. Der Gehalt an Kohlenhydraten und Proteinen ist moderat, wodurch sie sich auch für eine abwechslungsreiche Ernährung eignet.
Zubereitungstipps
Einkaufstipps:
Alle Zutaten für das Rezept der Pekingsuppe sind in Asiamärkten oder in Supermärkten erhältlich. Mu-Err-Pilze, Bambussprossen, Sojasauce und Chilipaste sind gängige Zutaten, die in vielen Rezepten verwendet werden.Vorbereitung:
Die Mu-Err-Pilze sollten vor der Zubereitung in heißem Wasser einweichen, um sie weicher zu machen. Die Bambussprossen können aus dem Glas oder in frischer Form verwendet werden.Speisestärke:
Die Speisestärke sollte vor dem Hinzufügen in etwas Wasser angerührt werden, um Klumpen zu vermeiden. Sie verleiht der Suppe eine cremige Konsistenz und bindet die Flüssigkeit.Eier:
Die Eier sollten langsam in die Suppe einrühren, um schöne Eierflocken zu erzeugen. Es ist wichtig, nicht zu schnell zu rühren, um die Form der Eier zu erhalten.Garnitur:
Die Suppe kann mit Frühlingszwiebeln, Koriander oder Chilischoten garniert werden, um den Geschmack zu verfeinern und optisch ansprechend zu gestalten.
Serviervorschläge
Die Pekingsuppe kann als Vorspeise oder Hauptgericht serviert werden. Sie ist besonders in der kalten Jahreszeit beliebt, da sie wärmend und sättigend wirkt. Sie kann mit Nudeln oder Brot serviert werden, um die Mahlzeit abzurunden. In einigen Rezepten wird sie auch mit Reis oder Gnocchi kombiniert.
Schlussfolgerung
Die Pekingsuppe ist ein Klassiker der chinesischen Küche, der durch seine einzigartige Kombination aus Säure, Süße, Salzigkeit und Schärfe überzeugt. Sie ist einfach zuzubereiten und kann nach individuellem Geschmack variiert werden. Mit einer Mischung aus Hühnerfleisch, Gemüse, Pilzen, Eiern und Gewürzen ist sie ein nahrhaftes und geschmackvolles Gericht, das in jeder Küche zu Hause ist. Obwohl sie traditionell als Vorspeise serviert wird, kann sie auch als Hauptgericht mit Nudeln oder Brot serviert werden. Mit den richtigen Zutaten und der richtigen Zubereitungsweise kann die Pekingsuppe zu Hause genauso lecker serviert werden wie in einem chinesischen Restaurant.