Amerikaner gehören zu den beliebtesten Kuchenbackwaren in Deutschland und sind nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen gleichermaßen geschätzt. Diese fluffigen, saftigen Kuchenstücke sind ideal für Geburtstage, Kaffeevorführen oder einfach als Naschkatzen-Snack. Mit dem richtigen Rezept und ein paar Tipps zum Backen und Dekorieren kann man diese Köstlichkeiten ganz einfach zu Hause nachbacken – frisch und ohne unnötige Zusatzstoffe. In diesem Artikel werden Rezepte und Tipps aus verschiedenen Quellen vorgestellt, um sicherzustellen, dass die Amerikaner immer gelingen – locker, saftig und lecker.
Rezept für saftige Amerikaner
Zutaten
Für den Rührteig:
- 125 g Butter (zimmerwarm)
- 1 TL gemahlene Vanille (alternativ Vanilleschote)
- 115 g Zucker
- 2 Eier
- 100 ml Buttermilch
- 1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
- 250 g Dinkelmehl (alternativ Weizenmehl)
- 50 g Speisestärke
- 2 TL Backpulver
Für den Zuckerguss:
- 200 g Puderzucker
- 1 Zitrone, Saft
Zubereitung
- Die Butter mit einem Schneebesen oder Handrührgerät schaumig rühren.
- Vanille, Zucker und Zitronenabrieb hinzugeben und alles schaumig rühren.
- Eier nacheinander hinzugeben und gut unterrühren.
- Buttermilch unterrühren.
- Speisestärke, Mehl und Backpulver über den Teig sieben und mit einem Teigschaber oder Rührgerät gut unterrühren.
- Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) oder 160°C (Umluft) vorheizen.
- Die Teigmasse entweder in einen Spritzbeutel oder in einen Gefrierbeutel mit einer abgeschnittenen Ecke füllen.
- Auf zwei Backbleche, die mit Backpapier belegt sind, jeweils 4 gleichgroße Häufchen spritzen. Der Durchmesser sollte ca. 10 cm betragen. Zwischen den Häufchen genügend Platz lassen, da die Amerikaner beim Backen aufgehen.
- Die Amerikaner für ca. 14 Minuten backen. Sie sollten leicht gebräunt, aber nicht dunkel werden. Wichtig ist, dass die Unterseite nicht zu dunkel wird. Falls nötig, das Backblech nach der Hälfte der Backzeit umdrehen, um eine gleichmäßige Bräunung zu erzielen.
- Die Amerikaner aus dem Ofen holen und kurz auf dem Backblech auskühlen lassen, bevor sie auf ein Kuchengitter zum vollständigen Abkühlen gebracht werden.
- Für den Zuckerguss den Puderzucker mit dem Zitronensaft glatt rühren. Die Konsistenz sollte cremig und nicht zu flüssig sein, damit der Guss gut auf den Amerikanern haften bleibt.
- Die Amerikaner mit dem Zuckerguss überziehen und nach Wunsch mit Zuckerstreuseln oder anderen Dekorationen verziert werden.
Tipps für die perfekten Amerikaner
Die richtige Buttertemperatur
Die Butter sollte immer zimmerwarm sein, um eine gleichmäßige Mischung zu ermöglichen. Kühle Butter lässt sich schlecht schaumig rühren, was den Teig kompakter und weniger locker werden lässt.
Die Konsistenz des Zuckergusses
Der Zuckerguss ist entscheidend für das Auge des Kuchens. Ein zu flüssiger Guss rinnt vom Amerikaner herab und hinterlässt nur einen Teil des Gusses auf dem Kuchen. Ein zu dicker Guss hingegen bleibt ungleichmäßig verteilt und kann nicht fließend aufgetragen werden. Die richtige Konsistenz ist cremig und glatt – idealerweise glänzt der Guss am Ende. Um die Konsistenz zu testen, kann man einen Löffel Guss in die Mitte eines Amerikaners geben und beobachten, wie er sich verteilt. Ein guter Zuckerguss breitet sich langsam und gleichmäßig aus.
Backzeit und Ofentemperatur
Die Amerikaner sollten nicht zu dunkel backen, da sie sonst trocken werden. Eine goldbraune Bräune ist ideal. Die Backzeit variiert je nach Ofen, deshalb ist es wichtig, die Kuchenstücke nach ca. 10 Minuten zu überprüfen. Falls der Ofen nicht gleichmäßig backt, kann das Backblech nach der Hälfte der Backzeit umgedreht werden, um eine gleichmäßige Bräunung zu gewährleisten.
Speisestärke als Geheimnis für Saftigkeit
Ein Geheimnis für besonders saftige Amerikaner ist die Zugabe von Speisestärke. Sie trägt dazu bei, dass der Teig locker bleibt und nicht trocken wird. Alternativ kann man auch Weizenmehl statt Dinkelmehl verwenden, was jedoch die Konsistenz des Teigs verändert.
Dekoration nach Wunsch
Amerikaner lassen sich individuell dekorieren. Klassisch sind sie mit Zuckerguss in Weiß oder Schwarz, aber auch bunte Varianten sind beliebt – vor allem bei Kindern. Zuckerstreuseln, Schokostreusel oder bunte Zuckerperlen sorgen für einen lebhaften Look. Bei Kindergeburtstags oder Picknicks können die Amerikaner in verschiedenen Farben und Formen dekoriert werden.
Die Vorteile von selbstgebackenen Amerikanern
Selbstgemachte Amerikaner haben gegenüber den Bäckerwaren einige Vorteile. Zunächst ist der Teig einfacher und enthält keine unnötigen Zusatzstoffe wie Palmöl oder künstliche Aromen. Zudem können die Zutaten individuell angepasst werden, z. B. durch die Verwendung von Bio-Produkten oder Allergikerfreundlichen Zutaten. Der Zuckerguss kann ebenfalls nach Wunsch hergestellt werden, wodurch die Amerikaner nicht nur lecker, sondern auch optisch ansprechend werden.
Ein weiterer Vorteil ist die Frische. Selbstgebackene Amerikaner sind warm aus dem Ofen und daher besonders lecker. Kinder lieben es, mitzubacken, da das Formen und Dekorieren viel Spaß macht. Zudem kann man bei Minis mehrere Stücke auf einmal genießen – eine willkommene Abwechslung zum klassischen Kuchen.
Amerikaner-Rezept – Variante für Anfänger
Für Backanfänger oder Familien mit wenig Zeit kann eine vereinfachte Variante des Rezeptes herangezogen werden. Hier ein beispielhafter Rezeptvorschlag:
Zutaten
- 50 g Butter (zimmerwarm)
- 150 g Zucker
- Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
- 2 Eier
- Mark einer Vanilleschote
- 220 g Mehl
- 30 g Speisestärke
- 1/2 Pck. Backpulver (ca. 8 g)
- 70 ml Milch
Für den Guss:
- 200 g Puderzucker
- 8 TL Zitronensaft
Zubereitung
- Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
- Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Die Butter schaumig schlagen.
- Zucker, Zitronenabrieb und Vanillemark hinzugeben und alles gut schaumig rühren.
- Eier nacheinander hinzugeben und gut unterrühren.
- Mehl, Speisestärke und Backpulver auf den Teig sieben und gut unterrühren.
- Milch hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
- Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und auf das Backblech 4 gleichgroße Häufchen spritzen.
- Die Amerikaner ca. 15 Minuten backen.
- Nach dem Backen auskühlen lassen und mit dem Zuckerguss überziehen.
Amerikaner als Klassiker in der Backtradition
Amerikaner haben eine lange Tradition in der deutschen Backkunst. Sie wurden bereits in alten Backbüchern erwähnt und waren bei Großeltern und Urgroßeltern genauso beliebt wie heute. In der Kindheit vieler Deutscher waren sie fester Bestandteil des Sonntagskaffees. Leider sind sie in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund getreten, was viele Bäcker und Hobbybäcker bedauern. Das Rezept aus dem alten Backbuch der Großmutter ist ein Zeichen für die Langlebigkeit des Rezeptes und zeigt, dass Amerikaner einfach und schnell nachzubacken sind.
Fazit
Amerikaner sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Backkunstrepertoires. Sie sind einfach zu backen, erfordern keine besonderen Fähigkeiten und gelingen selbst für Anfänger. Mit dem richtigen Rezept und ein paar Tipps zur Konsistenz des Zuckergusses und der Backzeit können die Kuchenstücke perfekt gelingen – locker, saftig und lecker. Ob für den Kaffeetisch, den Kindergeburtstag oder einfach zum Naschen – Amerikaner sind immer eine gute Wahl.