Vielfältige Amaranth-Rezepte: Süße und herzhafte Gerichte für jeden Geschmack

Amaranth ist ein vielseitiges Pseudogetreide, das in der modernen Küche immer beliebter wird. Sein nussiger Geschmack und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten machen es zu einer wertvollen Zutat in der Küche. Ob als Beilage zu Gemüse und Hack, in süßen Müslis oder als Grundlage für Bratlinge – Amaranth lässt sich auf viele Arten verarbeiten. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte vorgestellt, die sich an Anfänger und Fortgeschrittene richten und die kulinarischen Möglichkeiten von Amaranth aufzeigen.

Was ist Amaranth?

Amaranth gehört zu den Pseudogetreiden und wird aufgrund seiner nahrhaften Eigenschaften in der heutigen Ernährung oft als gesunde Alternative zu herkömmlichen Getreiden wie Weizen oder Reis eingesetzt. Es ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde bereits von den Azteken und Inkas als Hauptnahrungsmittel verwendet. Die kleinen, runden Samen enthalten viele Nährstoffe wie Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen. Zudem ist Amaranth glutenfrei und eignet sich daher besonders gut für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.

Amaranth kann in verschiedenen Formen verwendet werden: roh, gepufft, als Flocken oder Mehl. Rohes Amaranth muss vor der Verwendung gekocht oder gepufft werden, damit der Körper die Nährstoffe besser aufnehmen kann. Auch die Amarantblätter sind essbar und nährenreich, wobei vor allem die jungen Blätter bevorzugt werden, da ältere Blätter oft bitter schmecken.

Grundrezept: Wie man Amaranth kocht

Ein einfacher und grundlegender Weg, Amaranth zuzubereiten, ist das Kochen. Für vier Portionen benötigt man:

  • 450 ml Kochwasser
  • 150 g Amaranth
  • Salz

Vor dem Kochen sollten die Samen in einem feinen Sieb mit heißem Wasser ausgewaschen werden, um Bitterstoffe zu lösen. Danach werden sie in aufgekochtes Salzwasser gegeben, der Topf abgedeckt und bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten gekocht. Anschließend sollte man den Amaranth zehn Minuten auf der ausgeschalteten Herdplatte ruhen lassen, da er sich dann weiter aufquillt.

Dieses Grundrezept kann als Beilage verwendet oder weiterverarbeitet werden, um herzhafte oder süße Gerichte herzustellen.

Herzhafte Rezepte mit Amaranth

Amaranth in Gemüse und Hackpfanne

Amaranth eignet sich hervorragend als ballaststoffreiche Einlage in einer Gemüsepfanne. Ein Rezept dazu benötigt folgende Zutaten:

  • 250 g Tomaten
  • 100 g Beefsteakhackfleisch
  • 100 ml Gemüsebrühe (Instant)
  • 30 g Amaranth
  • 1 kleine Zucchini (ca. 120 g)
  • je 1 grüne, gelbe und rote Mini-Paprikaschote (à ca. 30 g)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Olivenöl
  • 1-2 Stiele Thymian
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Zunächst wird der Amaranth in Gemüsebrühe aufgekocht, wobei der Topf abgedeckt und die Hitze niedrig gehalten wird. Diese Vorbereitung dauert etwa 30 Minuten. In dieser Zeit werden die Zucchini, Tomaten und Paprika gewaschen, entkernt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe werden gewürfelt beziehungsweise durch die Presse gedrückt.

Anschließend wird das Hackfleisch in etwas Olivenöl angebraten. Nachdem es gebraten ist, wird die Gemüsemischung hinzu gegeben und kurz mit angebraten. Tomatenmark und Thymian werden untergerührt. Der gekochte Amaranth wird als Beilage dazu gereicht oder direkt in die Pfanne gemischt.

Kartoffel-Amaranth Bratlinge mit Limettensauce

Ein weiteres herzhaftes Rezept sind Kartoffel-Amaranth Bratlinge. Zutaten für 8 Bratlinge:

  • 800 g geschälte und geviertelte Kartoffeln
  • 2 fein gehackte Zwiebeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Senfsamen
  • 2 EL gehacktes Koriandergrün
  • 1 grüne gehackte Chilischote
  • 1 TL Salz
  • 30 g gepoppter Amaranth
  • Öl zum Braten

Für die Sauce:

  • 80 ml Limettensaft
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 EL gehacktes Koriandergrün
  • 1 EL gehackte Minze
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 gepresste oder zerdrückte Knoblauchzehe
  • 1 TL gewürfelter Ingwer
  • 2 EL Öl
  • 2 EL Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 rote fein gehackte Chilischote

Zubereitung:

Die Kartoffeln werden in eine Schüssel gegeben, mit Zwiebeln, Olivenöl, Kreuzkümmel, Senfsamen, Koriandergrün, Chilischote, Salz und gepopptem Amaranth vermengt. Die Masse wird zu Bratlingen geformt und in etwas Öl gebraten, bis sie goldbraun und knusprig werden.

Für die Sauce werden alle Zutaten in einen Mixer gegeben und zu einer cremigen Masse verarbeitet. Die Sauce wird serviert, um die Bratlinge zu ergänzen.

Süße Rezepte mit Amaranth

Amaranth-Porridge mit Birnen und Cranberries

Amaranth eignet sich hervorragend als Grundlage für ein leckeres Frühstück. Ein Rezept für Amaranth-Porridge:

  • 125 g Amaranth
  • 125–150 ml Hafermilch
  • 3 Bio Birnen
  • 25 g Walnüsse
  • 1–2 EL getrocknete Cranberries
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL gemahlenes Vanillepulver
  • Nach Bedarf: gepoppter Amaranth zum Garnieren

Zubereitung:

Der Amaranth wird über Nacht in Wasser eingeweicht, am nächsten Morgen durch ein feines Sieb abgegossen und mit 125 ml Hafermilch in einen Topf gegeben. Nach Wunsch kann bis zu 150 ml Milch hinzugefügt werden, um die Konsistenz zu variieren. Das Gemisch wird aufgekocht und bei leicht geöffnetem Deckel 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit werden die Birnen gewaschen, entkernt und in kleine Stücke geschnitten. Die Walnüsse werden grob gehackt. Nach etwa zehn Minuten werden die Birnenstücke unter das Amaranth-Hafermilch-Gemisch gehoben und für weitere 5 Minuten geköchelt. Danach wird Ahornsirup und Vanillepulver untergerührt. Wer eine flüssigere Konsistenz möchte, kann Hafermilch nachgießen.

Süßes zum Knabbern aus Amaranth

Ein weiteres süßes Rezept ist ein knuspriges Knabberei-Rezept aus Amaranth:

  • 6 EL gepuffter Amaranth
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1 EL weiche Butter
  • eventuell gehackte Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Rosinen

Zubereitung:

Alle Zutaten werden in einer Schüssel zu einer geschmeidigen Masse vermengt. Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Rosinen werden direkt dazugegeben. Die Masse wird mit angefeuchteten Händen in eine flache Kastenform gedrückt und im Kühlschrank fest gemacht. Sobald die Masse fest genug ist, wird sie mit einem scharfen und feuchten Messer in kleine Stücke geschnitten. Nach Wunsch können die Stücke mit flüssiger Schokolade überzogen werden.

Diese süßen Amaranth „Kekse“ eignen sich hervorragend als Snack zu Kaffee oder Tee. Sie sollten kühl aufbewahrt werden, um länger haltbar zu sein und ihre Festigkeit zu behalten.

Amaranth-Porridge mit Gewürzen

Ein weiteres Rezept für einen leckeren Porridge:

  • 150 g Amaranth
  • 240 ml Milch (ersatzweise Haferdrink oder Ähnliches)
  • 60 ml Wasser
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 2 Teelöffel Ahornsirup
  • 1 große Birne
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1/4 Teelöffel gehackter Ingwer
  • 1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelke
  • 30 g Nüsse (z. B. Pekannüsse)
  • 250 g Joghurt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Der Amaranth wird mit Milch, Wasser und Salz aufgekocht und etwa 20 Minuten abgedeckt bei niedriger Hitze köcheln lassen. Anschließend wird der Topf vom Herd genommen und fünf Minuten ruhen gelassen, um den Amaranth weiter aufquellen zu lassen.

Die Birne wird gewaschen, entkernt und in kleine Stücke geschnitten. Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Nelke werden untergerührt. Die Nüsse werden grob gehackt und untergemischt. Der Amaranth wird mit Joghurt serviert.

Wie man Amaranth in der Küche verwendet

Amaranth ist vielseitig einsetzbar und kann als Ersatz für Haferflocken oder Reis in vielen Gerichten verwendet werden. Gepuffter Amaranth ist ideal für Müslis oder Desserts, während Amaranthmehl für das Backen genutzt werden kann. In Backwaren wie Keksen, Kuchen oder Waffeln kann Amaranthmehl jedoch nur in Kombination mit glutenhaltigem Mehl verwendet werden.

Amaranthflocken oder -pops eignen sich hervorragend als Topping für Müslis oder als Zutat in Backwaren. Die Amarantblätter können wie anderes Blattgemüse zubereitet werden, wobei nur die jungen Blätter bevorzugt werden, da ältere Blätter oft bitter schmecken.

Warum Amaranth gut für den Körper ist

Amaranth enthält viele wertvolle Nährstoffe. Es ist reich an Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, Vitamin B, Calcium, Magnesium und Eisen. Zudem ist Amaranth glutenfrei und eignet sich daher gut für Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Aufgrund der Gerbstoffe in der Schale wird der Verzehr von Amaranth bei Kindern unter zwei Jahren nicht empfohlen. 100 Gramm Amaranth enthalten etwa 370 Kilokalorien.

Schlussfolgerung

Amaranth ist ein vielseitiges und nahrhaftes Pseudogetreide, das sich in der Küche auf viele Arten einsetzen lässt. Ob herzhafte Gerichte wie Gemüsepfannen oder Bratlinge oder süße Speisen wie Porridge oder Knabbereien – Amaranth bietet für jeden Geschmack etwas. Seine gesundheitlichen Vorteile, wie die Glutenfreiheit und die reiche Nährstoffzusammensetzung, machen es zu einer wertvollen Zutat in der Ernährung. Mit den vorgestellten Rezepten kann Amaranth einfach in den Alltag integriert werden, um kulinarisch und nahrhaft zu genießen.

Quellen

  1. Amaranth – süße und herzhafte Rezepte zum Selberkochen
  2. Kennen Sie schon Amaranth? Wir haben Wissenswertes und leckere Amaranth-Rezepte
  3. Amaranth-Rezepte und Zubereitung

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