Leckere Rezepte mit Amaranth – Vielfältig einsetzbares Pseudogetreide in der Küche

Amaranth zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden und ist in der modernen Küche aufgrund seiner Nährstoffdichte und seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten immer beliebter geworden. Es handelt sich um ein gesundes, glutenfreies Korn mit einer nussigen Note, das sowohl herzhaft als auch süß verwendet werden kann. In den bereitgestellten Rezepten wird gezeigt, wie Amaranth in verschiedene Gerichte integriert werden kann – von Aufläufen über Pfannengerichte bis hin zu Müslis und Desserts.

Die folgenden Rezepte und Zubereitungshinweise basieren auf den bereitgestellten Quellen und demonstrieren die Anwendung des Pseudogetreides in der heimischen Küche.


Amaranth: Eigenschaften und Verwendung

Amaranth ist ein altes Korn, das in den Kulturen der Azteken und Inkas eine zentrale Rolle spielte. Es zählt heute zu den beliebtesten Pseudogetreiden und wird oft als Nahrungsergänzung genutzt. Es ist glutenfrei und reich an Ballaststoffen, Eisen, Magnesium und B-Vitaminen. Besonders hervorzuheben ist auch sein hoher Eiweißgehalt. Amaranth hat eine kleine Korngröße und erinnert in der Konsistenz nach dem Kochen an Brei – er ist klebrig und lässt sich gut in verschiedene Gerichte integrieren.

Amaranth kann in Reformhäusern, Bio-Geschäften oder gut sortierten Supermärkten gekauft werden. Es ist in verschiedenen Formen erhältlich – als rohe Körner, gepuffte Körner und als Mehl. In der Küche wird es oftmals als Ersatz für Reis oder Haferflocken verwendet, wobei die Konsistenz anders ist. Besonders bei der Zubereitung von Müslis, Porridges und Desserts eignet sich Amaranth hervorragend.


Grundzubereitung von Amaranth

Amaranth lässt sich einfach zu Hause zubereiten. Die Grundzubereitungsweise ist dabei vergleichbar mit der von Reis oder Quinoa. Der Klassiker ist die Zubereitung mit Wasser oder Pflanzenmilch:

  • Zutaten:

    • 75 g Amaranth-Körner
    • 150 ml Wasser oder Pflanzenmilch (z. B. Mandel- oder Hafermilch)
  • Zubereitung:

    1. Die Körner mit Wasser oder Pflanzenmilch in einen Topf geben.
    2. Aufkochen und bei kleiner Flamme ca. 20–30 Minuten köcheln lassen.
    3. Nach dem Kochen für ein paar Minuten nachquellen lassen.

Das Ergebnis ist ein cremiges, klebriges Gericht, das sich ideal als Grundlage für verschiedene Rezepte eignet. Für süße Varianten kann Ahornsirup oder Honig hinzugefügt werden.


Rezepte mit Amaranth

1. Süße Amaranth-Kekse zum Knabbern

Ein einfaches Rezept für süße Knabbereien, die sich besonders gut als Snack eignen:

  • Zutaten:

    • 6 EL gepuffter Amaranth
    • 2 EL flüssiger Honig
    • 1 EL weiche Butter
    • eventuell gehackte Sonnenblumenkerne, Mandeln oder Rosinen
  • Zubereitung:

    1. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen.
    2. Die Masse mit angefeuchteten Händen in eine flache Kastenform drücken.
    3. Im Kühlschrank mindestens eine Stunde fest werden lassen.
    4. Mit einem scharfen und feuchten Messer in kleine Stücke schneiden.
    5. Bei Bedarf die Stücke mit flüssiger Schokolade überzogen werden.

Die Kekse sollten kühl gelagert werden, um ihre Konsistenz zu erhalten. Sie passen hervorragend zu Kaffee oder Tee.


2. Kartoffel-Amaranth-Bratlinge mit Limettensauce

Ein herzhaftes Rezept, das Amaranth als nahrhafte Zutat kombiniert:

  • Für die Bratlinge (8 Portionen):

    • 800 g geschälte und geviertelte Kartoffeln
    • 2 fein gehackte Zwiebeln
    • 2 EL Olivenöl
    • 1 TL Kreuzkümmel
    • 2 TL Senfsamen
    • 2 EL gehacktes Koriandergrün
    • 1 grüne gehackte Chilischote
    • 1 TL Salz
    • 30 g gepoppter Amaranth
    • Öl zum Braten
  • Für die Limettensauce:

    • 80 ml Limettensaft
    • 2 EL Ahornsirup
    • 3 EL gehacktes Koriandergrün
    • 1 EL gehackte Minze
    • 2 EL gehackte Petersilie
    • 1 gepresste oder zerdrückte Knoblauchzehe
    • 1 TL gewürfelter Ingwer
    • 2 EL Öl
    • 2 EL Wasser
    • 1/2 TL Salz
    • 1 rote fein gehackte Chilischote
  • Zubereitung der Bratlinge:

    1. Die Kartoffeln in siedendem Wasser weich kochen und abkühlen lassen.
    2. Mit der Zwiebel, den Gewürzen und dem Amaranth in eine Schüssel geben und zu einer Masse vermengen.
    3. Aus der Masse kleine Bratlinge formen und in Oil braten, bis sie goldbraun sind.
    4. Mit der Limettensauce servieren.
  • Zubereitung der Sauce:

    1. Alle Zutaten der Sauce in einen Mixer geben und zu einer glatten Masse pürieren.
    2. Bei Bedarf nachwürzen.

3. Amaranth in Gemüse- und Hackpfanne

Ein weiteres Rezept, das Amaranth in eine herzhafte Hauptmahlzeit integriert:

  • Zutaten:

    • 250 g Tomaten
    • 100 g Beefsteakhackfleisch
    • 100 ml Gemüsebrühe (Instant)
    • 30 g Amaranth
    • 1 kleine Zucchini (ca. 120 g)
    • je 1 grüne, gelbe und rote Mini-Paprikaschote (à ca. 30 g)
    • 1 kleine Zwiebel
    • 1 kleine Knoblauchzehe
    • 1 TL Tomatenmark
    • 1 TL Olivenöl
    • 1–2 Stiele Thymian
    • Salz
    • Pfeffer
  • Zubereitung:

    1. Den Amaranth in der Gemüsebrühe wie im Grundrezept aufquellen lassen.
    2. Währenddessen das Gemüse (Zucchini, Tomaten, Paprika) waschen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
    3. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
    4. Hackfleisch in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten.
    5. Gemüse und Tomatenmark hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.
    6. Den gekochten Amaranth unterheben und servieren.

4. Amaranth-Porridge

Ein einfaches, gesundes Frühstück, das sich vegan zubereiten lässt:

  • Zutaten:

    • 75 g Amaranth
    • 250 ml Pflanzenmilch (z. B. Mandel- oder Hafermilch)
    • 1/4 TL Salz
    • 2 TL Ahornsirup
    • 1 große Birne
    • 1/2 TL Zimt
    • 1/4 TL gehackter Ingwer
    • 1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
    • 1 Messerspitze gemahlene Nelke
    • 30 g Nüsse (z. B. Pekannüsse)
    • 250 g Joghurt
  • Zubereitung:

    1. Backofen auf 200 Grad vorheizen.
    2. Amaranth mit Pflanzenmilch, Wasser und Salz in einen Topf geben und aufkochen.
    3. Abgedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen.
    4. Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.
    5. Die Birne in kleine Würfel schneiden und mit Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Nelke würzen.
    6. Den Porridge mit Joghurt servieren und mit Nüssen und der gewürfelten Birne toppen.

Amaranth selbst puffen

Amaranth kann auch selbst gepufft werden, was eine simple Methode ist, um das Korn ohne Verlust der Nährstoffe zu genießen:

  • Zutaten:

    • 1 EL Amaranth-Körner
    • eine Pfanne oder ein Topf mit Deckel
  • Zubereitung:

    1. Die Pfanne oder den Topf ohne Fett stark erhitzen.
    2. Die Körner hinzufügen und den Topf abdecken.
    3. Sobald die Körner zu „poppen“ beginnen, den Topf vom Herd nehmen.
    4. Gepufften Amaranth abkühlen lassen und verwenden.

Gepufferter Amaranth kann in Müslis, Desserts oder als Knabberei eingesetzt werden.


Nährwert und Vorteile von Amaranth

Amaranth ist nicht nur geschmacklich vielseitig, sondern auch nahrhaft. Es ist reich an Ballaststoffen, Eisen, Magnesium und B-Vitaminen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Proteingehalt. Zudem ist Amaranth glutenfrei, was es für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit geeignet macht.

Die Blätter und Sprossen der Amaranth-Pflanze sind ebenfalls essbar, wenn auch empfindlich und nicht sehr langlebig. Sie können wie Spinat zubereitet oder in Salate integriert werden.


Fazit

Amaranth ist ein vielseitig einsetzbares Pseudogetreide, das sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten Verwendung findet. Die bereitgestellten Rezepte zeigen, wie einfach und vielfältig Amaranth in die tägliche Ernährung integriert werden kann. Ob als Porridge, Bratlinge, Auflauf oder Knabberei – Amaranth eignet sich für verschiedene Geschmäcker und Anlässe.

Mit seiner hohen Nährstoffdichte und seiner natürlichen Geschmackskomponente ist Amaranth nicht nur für Gesundheitsbewusste, sondern für jeden in der Küche eine willkommene Ergänzung.


Quellen

  1. EAT SMARTER – Amaranth-Rezepte
  2. Bauern Tuete – Amaranth-Rezepte
  3. t-online.de – Amaranth-Rezepte
  4. AOK – Amaranth-Rezepte und Zubereitung
  5. Essen und Trinken – Amaranth
  6. Vital-Region – Amaranth

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