Fastensuppen sind eine wohltuende und nahrhafte Alternative in der Fastenzeit. Sie tragen dazu bei, den Körper mit Flüssigkeit und Mikronährstoffen zu versorgen, ohne ihn mit schwer verdaulichen Lebensmitteln zu belasten. In diesem Artikel werden Rezepte, Zubereitungsmethoden und Tipps zur Ernährung in der Fastenzeit vorgestellt, basierend auf bewährten Rezepten und Empfehlungen aus verschiedenen Quellen.
Rezepte für Fastensuppen
Fastensuppen sind in der Regel leicht, klar oder leicht sämig, und enthalten frisches Gemüse, Wasser und geringe Mengen an Gewürzen. Sie eignen sich sowohl als Brühe, bei der das Gemüse nach dem Kochen abgesieht wird, als auch als Suppe mit etwas mehr Konsistenz, wenn das gekochte Gemüse püriert wird. Im Folgenden werden verschiedene Rezepte detailliert beschrieben.
Klassische Fastensuppe
Ein grundlegendes Rezept für eine Fastensuppe ist wie folgt:
Zutaten (für 2 Personen):
- 200 g Kartoffeln (geschält, in 1 cm große Würfel geschnitten)
- 200 g Karotten (geschält, in 1 cm große Würfel geschnitten)
- 100 g Sellerie (geschält, in 1 cm große Würfel geschnitten)
- 200 g Zwiebeln (geschält, in feine Ringe geschnitten)
- 2 Zehen Knoblauch (geschält, fein geschnitten)
- etwas Lauch (in feine Ringe geschnitten)
- 4 Liter Wasser
- 1 Bio-Suppenhuhn (klein)
- 2 Stängel Thymian und Rosmarin
- 2 Salbeiblätter
- 2 Lorbeerblätter
- 2 Wacholderbeeren
- 2 Pfefferkörner
- 2 Stängel Blattpetersilie
- ¼ Schale einer Zitrone
Zubereitung:
- Die Kartoffeln und das restliche Gemüse in Würfel, den Lauch und die Zwiebeln in feine Ringe schneiden.
- Alles gemeinsam in einen großen Topf schichten.
- Lorbeer, Nelke, Wacholder und Pfefferkörner in ein Tee-Ei geben und dazulegen.
- Thymian, Salbei und Rosmarinstängel zusammenbinden und ebenfalls zu dem Gemüse legen.
- Das Suppenhuhn in der Mitte des Topfes platzieren und mit Wasser auffüllen.
- Die Suppe bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und ca. 1 Stunde köcheln lassen.
- Die Suppe durch ein Sieb abgießen und servieren.
Selleriebrühe
Zutaten (für 2 Personen):
- 200 g Sellerie
- etwas frische Petersilie
- 600 ml Wasser
- Brühpulver auf pflanzlicher Basis (ohne Hyeextrakte und Glutamat)
Zubereitung:
- Den Sellerie schälen und klein schneiden.
- Zusammen mit der grob zerkleinerten Petersilie in einem Topf zum Kochen bringen.
- Brühpulver auf pflanzlicher Basis zugeben, zum Beispiel Würzl von Bruno Fischer Bio oder Frugola von Natura.
- Die Brühe durch ein Haarsieb abschütten.
Champignonbrühe
Zutaten (für 2 Personen):
- 250 g Champignons
- 2-3 Stängel Petersilie
- 600 ml Wasser
- ½ Teelöffel Würzmittel
Zubereitung:
- Große Champignons können halbiert werden, kleine bleiben ganz.
- Petersilie zusammen mit den Pilzen im geschlossenen Topf zum Kochen bringen.
- Brühpulver auf pflanzlicher Basis zugeben.
- Die Brühe durch ein Sieb abgießen.
Lauchbrühe
Zutaten (für 2 Personen):
- 1 Stange Lauch
- 500 ml Wasser
- ½ Teelöffel Würzmittel
Zubereitung:
- Den Lauch gründlich waschen und in Streifen schneiden.
- In einem geschlossenen Topf zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
- Die Brühe abschütten und servieren.
Eine weitere Variante
Zutaten (für 2 Personen):
- 2 Liter Wasser
- 500 g Kartoffeln
- 400 g Sellerie
- 400 g gemischtes Gemüse (saisonal)
- 2 g Salz
- frische Kräuter (optional)
Zubereitung:
- Das Gemüse putzen und würfeln.
- In einen Topf geben und mit Wasser bedecken, sodass das Gemüse ca. 1,5 cm bedeckt ist.
- Die Suppe bei geringer Hitze ca. 30 Minuten kochen lassen.
- Absieben und einen Teil des Gemüses (ca. 1,5 EL pro Portion) pürieren.
- Das pürierte Gemüse wieder zur Brühe geben und unterrühren.
- Mit fein gehackten frischen Kräutern servieren.
Nährwerte pro Portion:
- Ca. 55 kcal
- 1 g Fett
- 5 g Kohlenhydrate
- 4 g Eiweiß
- 3 g Ballaststoffe
Diese Suppe ist besonders geeignet bei Adipositas, Arthrose, Bluthochdruck, Colitis ulcerosa (Remissionsphase), Divertikulose, Dünndarm-Fehlbesiedlung, Fettleber, Metabolischem Syndrom, Neurodermitis, Rheuma, Schuppenflechte und Zöliakie.
Wichtige Tipps für die Zubereitung
Gemüse auswählen
Wichtig ist, frisches, saisonales Gemüse zu verwenden. Typische Zutaten sind: - Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie, Pastinaken und Petersilienwurzel - Lauchgewächse wie Lauch, Zwiebel oder Knoblauch - Kräuter wie Petersilie, Liebstöckel oder Thymian - Gewürze wie Kurkuma, Kümmel, Lorbeerblatt oder Ingwer - Wasser oder klare Gemüsebrühe als Basis
Vorbereitung des Gemüses
- Gemüse gründlich waschen
- Schälen ist meist nicht nötig, da viele Nährstoffe unter der Schale liegen
- Grob schneiden, damit die Aromen und Nährstoffe sich gut entfalten können
Kochzeit
- Langsam kochen lassen, damit die Aromen und Nährstoffe optimal entfalten
- Bei Bedarf können Kräuter und Gewürze am Ende hinzugefügt werden
Abseihen
- Bei Brühen das Gemüse nach dem Kochen abseihen, um nur die klare Brühe zu trinken
- Bei Suppen kann das gekochte Gemüse püriert werden, um eine etwas sämigere Konsistenz zu erzielen
Nutzen von Fastensuppen
Fastensuppen sind in der Fastenzeit besonders nützlich, da sie: - Leicht verdaulich sind und den Körper nicht belasten - Mikronährstoffe enthalten, die der Körper trotz Fastenens braucht - Wärme spenden und den Stoffwechsel anregen - Die Verdauung unterstützen und den Darm entlasten - Wohltuend wirken und eine positive Wirkung auf die Psyche haben
Klassische Buchinger-Suppe
Die Buchinger-Methode ist ein bewährtes Fastenverfahren, das auch in der Fastensuppe verwirklicht wird. Dabei wird nur die klare Brühe getrunken, während das gekochte Gemüse nicht verzehrt wird. Die Brühe wird langsam gekocht und schlickchenweise getrunken, um den Körper nicht zu überfordern.
Hildegard von Bingen
Auch die Heilige Hildegard von Bingen hat mit ihren Kräutern und Rezepten eine wohltuende Form des Fastens geprägt. Ihre Rezepte sind oft einfach, aber effektiv und passen gut in eine Fastenzeit. Sie betont die Bedeutung von frischen Kräutern und pflanzlichen Zutaten.
Aufbaukost in der Nachfastenzeit
Fastensuppen eignen sich auch als Aufbaukost in der Nachfastenzeit. Sie sind leicht verdaulich und können den Körper sanft in die Alltagsnahrung überleiten. Die Rezepte sind so gestaltet, dass sie auch für mehrere Personen ausreichen und gut portioniert werden können. Pro Person werden ca. 300 ml serviert.
Fazit
Fastensuppen sind eine wohltuende und nahrhafte Alternative in der Fastenzeit. Sie tragen dazu bei, den Körper mit Flüssigkeit und Mikronährstoffen zu versorgen, ohne ihn mit schwer verdaulichen Lebensmitteln zu belasten. Mit einfachen Zutaten und der richtigen Zubereitungsmethode können sie leicht zubereitet werden und sich gut in eine Fastenkur integrieren. Ob als klare Brühe oder als leicht sämige Suppe – Fastensuppen sind vielseitig und lassen sich individuell anpassen.