Roastbeef ist ein Klassiker unter den Rindfleischstücken und besonders gut geeignet für das Grillen. Ob am Stück oder in Scheiben, das Ergebnis ist ein saftiges, zartes Fleisch mit einer knusprigen Kruste. Die folgende Anleitung basiert auf bewährten Rezepten und Techniken aus verschiedenen Quellen und erklärt, wie man Roastbeef auf dem Grill optimal zubereitet.
Einführung
Roastbeef, auch als Rumpsteak oder Rinderlende bekannt, ist ein Teil des Rinderrückens. Es ist besonders geschätzt für seine Marmorierung und Zartheit, wodurch es sich hervorragend zum Braten oder Grillen eignet. Es ist ein imposanter Cut, der durch seine charakteristische Form und das Fettdeckel auf der Oberseite auffällt. Ob es direkt vom Grill in dicke Scheiben geschnitten und mit einer Fächerkartoffel serviert wird oder am nächsten Tag als Brotbelag mit Remouladensauce – Roastbeef ist immer eine kulinarische Freude.
Vorbereitung des Roastbeefs
Material
- Frischhaltefolie
- Grillthermometer
- Scharfes Messer
- Küchenhandtuch
Zubereitung
Fleisch waschen und trocken tupfen:
Roastbeef sollte vor dem Grillen in der Küche gewaschen und mit einem Küchenhandtuch oder Küchenkrepp trocken getupft werden. Dies hilft, die Garzeit zu verkürzen und verhindert, dass die Außenseite des Fleischs zu schnell austrocknet.Entfernen des Fettdeckels:
Der Fettdeckel auf der Oberseite des Roastbeefs kann entweder vor oder nach dem Garen entfernt werden. Viele Griller entscheiden sich, ihn vor dem Garen zu belassen, da er das Fleisch vor dem Austrocknen schützt. Wer jedoch lieber ein mageres Fleisch möchte, kann den Fettdeckel entfernen.Marinierung:
Einige Rezepte schlagen eine Marinierung vor, bei der das Fleisch mit Kräutern wie Thymian und Rosmarin, sowie mit Senf und Pfeffer belegt wird. Der Fettdeckel wird darauf gelegt und das Fleisch mit Frischhaltefolie umwickelt, um es für 3–4 Stunden im Kühlschrank zu marinieren.Auf Zimmertemperatur bringen:
Mindestens eine Stunde vor dem Grillen sollte das Roastbeef aus dem Kühlschrank genommen werden, um auf Zimmertemperatur zu kommen. Dies gewährleistet, dass das Fleisch gleichmäßig gart und nicht an der Außenseite trocken wird.
Das Grillen des Roastbeefs
Grillvorheizen
Der Grill sollte auf eine Temperatur von 100–110 °C aufgeheizt werden. Bei Gasgrills kann dies durch die Einstellung der Brenner erfolgen, bei Holzkohlegrills durch das Ausbraten der Kohlen. Der Grill sollte in indirekter Hitze betrieben werden, um das Roastbeef gleichmäßig zu garen.
Würzen
Das Roastbeef wird vor dem Grillen mit Salz und Zucker gewürzt. Dies fördert die Maillard-Reaktion, wodurch das Fleisch eine goldbraune, knusprige Kruste bekommt. Pfeffer wird in dieser Phase nicht verwendet, da er die Maillard-Reaktion beeinträchtigen kann.
Thermometer einstechen
Ein Grillthermometer sollte in das Roastbeef gestochen werden, um die Kerntemperatur zu überwachen. Die ideale Kerntemperatur für ein medium gegrilltes Roastbeef liegt bei 52–53 °C.
Garzeit und Temperatur
Die Garzeit hängt von der Größe des Roastbeefs ab. Ein 1 kg schweres Roastbeef benötigt in der Regel etwa 45–60 Minuten bei indirekter Hitze. Das Grillthermometer hilft dabei, die perfekte Garzeit zu bestimmen. Ist die Kerntemperatur erreicht, kann das Roastbeef vom Grill genommen werden.
Tipps zur Garzeit
- Kleine Stücke: Bei kleineren Roastbeef-Stücken kann die Garzeit kürzer ausfallen.
- Große Stücke: Bei größeren Braten ist es wichtig, die Temperatur über einen längeren Zeitraum konstant zu halten.
- Nachgaren: Nach dem Grillen sollte das Roastbeef für etwa 10–15 Minuten ruhen, damit das Saft sich gleichmäßig verteilen kann.
Servieren
Nachdem das Roastbeef gegart und ausgeruht wurde, kann es in dicke Scheiben geschnitten und serviert werden. Es eignet sich hervorragend mit Fächerkartoffeln, geschmorten Möhren oder einer Remouladensauce. Ein weiteres Rezept schlägt ein Heidelbeer-Chutney als Beilage vor.
Tipps zum Servieren
- Scheibendicke: Je dünner die Scheiben geschnitten werden, desto zarter erscheint das Fleisch.
- Beläge: Roastbeef ist auch als Brotbelag beliebt, besonders in Kombination mit Remoulade oder Kräuterbutter.
- Beilagen: Klassische Beilagen sind Fächerkartoffeln, geschmorte Möhren, Spätzle oder Kartoffeltürmchen.
Alternative Zubereitungsweisen
Neben dem klassischen Grillen gibt es auch alternative Methoden, um Roastbeef zuzubereiten:
Roastbeef vom Drehspieß
Das Roastbeef kann auf einem Drehspieß gebraten werden. Dabei dreht sich das Fleisch langsam und gleichmäßig, wodurch es auf beiden Seiten gleichmäßig gegrillt wird. Ein Gusseisenrost kann verwendet werden, um den Bratensaft aufzufangen. Diese Methode ist besonders eindrucksvoll, wenn Gäste empfangen werden.
Roastbeef im Smoker
Ein weiteres Rezept empfiehlt, das Roastbeef im Smoker zu zubereiten. Das Smoken verleiht dem Fleisch eine rauchige Note und intensiviert den Geschmack. Hierbei ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Rauch eingesetzt wird, da dies den Eigengeschmack des Fleischs überdecken kann.
Fehler vermeiden
Beim Grillen von Roastbeef gibt es einige typische Fehler, die vermieden werden sollten:
- Falsche Temperatur: Eine zu hohe Temperatur führt zu einer trockenen Kruste, während eine zu niedrige Temperatur das Fleisch nicht gleichmäßig garen lässt.
- Kein Thermometer: Ohne Thermometer ist es schwierig, die perfekte Garzeit zu bestimmen.
- Zu früh abschneiden: Das Roastbeef sollte nach dem Grillen mindestens 10–15 Minuten ruhen, damit die Saft sich gleichmäßig verteilen kann.
- Überwürzen: Übermäßige Würzung vor dem Grillen kann den Geschmack des Fleischs beeinträchtigen.
Vorteile von Roastbeef vom Grill
Roastbeef vom Grill hat mehrere Vorteile:
- Zartheit: Das Fleisch ist besonders zart und saftig.
- Geschmack: Die Maillard-Reaktion sorgt für eine goldbraune Kruste und einen intensiven Geschmack.
- Flexibilität: Roastbeef kann auf verschiedene Arten zubereitet werden, etwa als Braten, auf dem Drehspieß oder im Smoker.
- Präsentation: Ein Roastbeef am Stück ist eine optische wie geschmackliche Bereicherung und eignet sich hervorragend für gesellige Anlässe.
Rezept: Roastbeef vom Grill
Zutaten
- 1 kg Roastbeef (mit oder ohne Fettdeckel)
- 2 Teelöffel Salz
- 1 Teelöffel Zucker
- 1 Zweig Rosmarin
- Steakpfeffer zum Servieren
- Meersalz zum Servieren
Zubereitung
Vorbereitung:
Roastbeef waschen und trocken tupfen. Das Fleisch auf Zimmertemperatur bringen, indem es 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen wird.Würzen:
Das Fleisch mit Salz und Zucker belegen. Pfeffer wird nicht verwendet, um die Maillard-Reaktion zu fördern.Grillvorheizen:
Der Grill wird auf eine Temperatur von 100–110 °C in indirekter Hitze aufgeheizt.Grillen:
Das Roastbeef wird in die indirekte Hitze gelegt. Ein Grillthermometer wird in das Fleisch eingestochen, um die Kerntemperatur zu überwachen. Die ideale Kerntemperatur beträgt 52–53 °C.Ruhezeit:
Nachdem das Roastbeef gegart ist, wird es für 10–15 Minuten ruhen gelassen, damit sich die Saft gleichmäßig verteilen kann.Servieren:
Das Roastbeef wird in dicke Scheiben geschnitten und serviert. Klassische Beilagen sind Fächerkartoffeln, geschmorte Möhren oder eine Remouladensauce.
Fazit
Roastbeef vom Grill ist ein Klassiker, der durch seine Zartheit und Geschmack überzeugt. Ob am Stück oder in Scheiben – das Ergebnis ist ein saftiges, zartes Fleisch mit einer knusprigen Kruste. Die Vorbereitung und das Grillen sind einfach, wenn man sich an einige Grundregeln hält. Mit einem Grillthermometer lässt sich die perfekte Kerntemperatur überwachen, und durch die richtige Temperaturführung wird das Roastbeef gleichmäßig gegart. Ob auf dem Drehspieß, im Smoker oder klassisch am Grill – Roastbeef ist immer eine kulinarische Freude und eignet sich hervorragend für gesellige Anlässe.