Roastbeef ist ein besonders geschätztes Stück Fleisch vom Rind, das sich ideal für die Zubereitung auf dem Grill eignet. Seine Zartheit und die feine Marmorierung garantieren ein saftiges und aromatisches Ergebnis, wenn es richtig gegrillt wird. In diesem Artikel wird detailliert beschrieben, wie Roastbeef am Stück und in Form von Steaks optimal vorbereitet und zubereitet wird. Dazu werden Tipps und Techniken vermittelt, die sich aus den Erfahrungen renommierter Grillfachleute und Rezeptvorschlägen ergeben.
Was ist Roastbeef?
Roastbeef ist ein Teil des Rinderrückens, der sich aus dem langen und kurzen Rückenmuskel zusammensetzt. Diese Muskulatur wird beim Rind nur wenig beansprucht, weshalb das Fleisch besonders zart und mager ist. Oft wird Roastbeef auch als Rumpsteak bezeichnet oder in manchen Regionen als Lende oder Rinderlende bekannt. In den USA wird es unter Begriffen wie Striploin oder New York Strip geführt, in Österreich hingegen als Beiried.
Im Gegensatz zu anderen Rinderkuttern hat das Roastbeef eine geringere Fettmenge, wodurch es sich besonders gut für gesunde Ernährung eignet. Dennoch ist es oftmals mit einer Fettdecke versehen, die beim Garen schmilzt und den Geschmack sowie die Saftigkeit des Fleischs intensiviert. In einigen Rezepten wird diese Fettdecke beizubehalten empfohlen, da sie das Roastbeef während des Garprozesses schützt und den Aroma-Charakter verstärkt.
Vorbereitung des Roastbeefs
Die richtige Vorbereitung ist entscheidend, um ein optimales Gargut zu erzielen. So wie mehrere Quellen betonen, ist es wichtig, das Roastbeef vor dem Grillen auf Zimmertemperatur zu bringen. Dazu wird es etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen, mit lauwarmem Wasser abgewaschen und anschließend mit Küchenpapier trocken getupft.
Einige Rezepte empfehlen zudem, das Roastbeef vor dem Grillen zu würzen. Dazu eignen sich Salz, Zucker und Kräuter wie Rosmarin oder Thymian. Diese Würze unterstützt die Maillard-Reaktion, wodurch das Roastbeef eine goldene, knusprige Kruste bekommt. Es ist jedoch wichtig, beim Würzen vorsichtig zu sein, da zu viel Salz das Fleisch trocken machen kann.
Ein weiterer Schritt ist das Parieren, also das Entfernen von Sehnen und überschüssigem Fett. Bei diesem Schritt kann entschieden werden, ob der Fettdeckel auf der Oberseite des Roastbeefs beizubehalten oder entfernt wird. Viele Grillfachleute bevorzugen es, den Fettdeckel bis nach dem Garen auf dem Fleisch zu lassen, da er den Geschmack verbessert und das Roastbeef vor dem Austrocknen schützt.
Roastbeef am Stück grillen
Roastbeef kann in mehreren Kilo schwer sein und sich sowohl als großes Stück als auch in Form von Steaks zubereiten. Beim Grillen am Stück geht es darum, ein gleichmäßig gegartes, zartrosa Bratenstück zu erzielen. Dazu werden in einigen Rezepten auch sogenannte „Chunks“ aus Holz verwendet, um dem Roastbeef eine rauchige Note zu verleihen. Es ist jedoch wichtig, den Rauchgeschmack nicht zu intensiv werden zu lassen, damit er den Eigengeschmack des Fleischs nicht überdeckt.
Die Garzeit hängt von der gewünschten Kerntemperatur ab. Generell sollte das Roastbeef langsam und gleichmäßig gegrillt werden, um die Zartheit und Saftigkeit zu erhalten. Einige Rezepte empfehlen, den Grill auf 100–110 Grad vorzuheizen und das Fleisch dann auf die indirekte Fläche zu legen. Ein Grillthermometer kann dabei helfen, die innere Temperatur des Roastbeefs zu überwachen.
Rezept für Roastbeef am Stück
Zutaten
- 1 kg Roastbeef (mit oder ohne Fettdeckel)
- 2 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 1 Zweig Rosmarin
- Steakpfeffer zum Servieren
- Meersalz zum Servieren
- Frischhaltefolie (optional)
- Grillthermometer (optional)
- Pfeffer Symphonie (optional)
- Senf (optional)
- Thymian (optional)
Zubereitung
Vorbereitung des Roastbeefs:
Das Roastbeef wird in der Küche mit lauwarmem Wasser abgewaschen und trocken getupft. Danach wird es für etwa 30–60 Minuten auf Zimmertemperatur gebracht.Würzen des Roastbeefs:
Das Roastbeef wird mit Salz und Zucker gewürzt. Bei einigen Rezepten kann auch Rosmarin, Thymian oder eine Pfeffer Symphonie hinzugefügt werden. Diese Würze unterstützt die Maillard-Reaktion und verleiht dem Roastbeef eine goldene Kruste.Marinieren (optional):
Bei einigen Rezepten wird empfohlen, das Roastbeef mit einer Mischung aus Kräutern, Senf und Gewürzen zu marinieren. Dazu wird der Fettdeckel auf das Fleisch gelegt und mit Frischhaltefolie umwickelt. Anschließend wird es für 3–4 Stunden in den Kühlschrank gelegt.Vorbereitung zum Grillen:
Vor dem Grillen wird der Fettdeckel erneut aufgelegt und etwas grobes Salz auf das Fleisch verteilt. Danach wird ein Grillthermometer eingesetzt, um die Kerntemperatur zu überwachen.Grillen:
Der Grill wird auf 100–110 Grad vorgeheizt und das Roastbeef auf die indirekte Fläche gelegt. Es wird langsam gegart, bis es die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat. Bei Bedarf können Chunks aus Holz verwendet werden, um dem Roastbeef eine rauchige Note zu verleihen.Ruhezeit:
Nach dem Grillen wird das Roastbeef für etwa 10–15 Minuten ruhen gelassen, damit der Saft gleichmäßig verteilt wird.Servieren:
Das Roastbeef wird in dicke Scheiben geschnitten und mit Meersalz und Steakpfeffer nachgewürzt. Es kann mit Kartoffeln, Gemüse oder einer Remoulade serviert werden.
Roastbeef als Steak grillen
Alternativ kann das Roastbeef auch in Form von Rumpsteaks zubereitet werden. Dabei werden aus dem Roastbeef einzelne Steaks geschnitten, die dann wie gewöhnliche Steaks gegrillt werden können. Die Zubereitung ist in diesem Fall ähnlich wie bei anderen Rinderkuttern, wobei auch hier auf eine sorgfältige Vorbereitung und Würzung geachtet werden sollte.
Tipps für das Grillen von Rumpsteaks
- Die Steaks sollten etwa 1–2 Zentimeter dick geschnitten werden.
- Vor dem Grillen sollten sie auf Zimmertemperatur gebracht werden.
- Sie werden mit Salz, Zucker und eventuell Rosmarin oder Thymian gewürzt.
- Der Grill sollte auf mittlerer bis hoher Hitze vorgeheizt werden.
- Die Steaks werden für etwa 3–5 Minuten auf jeder Seite gegrillt, bis sie die gewünschte Kerntemperatur erreichen.
- Nach dem Grillen sollten sie für etwa 5 Minuten ruhen gelassen werden, bevor sie serviert werden.
Techniken und Tipps zum Roastbeef Grillen
Indirektes Grillen
Das indirekte Grillen ist eine Technik, bei der das Roastbeef nicht direkt über der Flamme gegrillt, sondern auf einer Seite des Grills platziert wird, die nicht direkt beheizt wird. Dadurch kann das Fleisch langsam und gleichmäßig gegrillt werden, ohne dass die Außenseite zu schnell verbrennt. Diese Methode ist besonders bei größeren Stücken wie einem ganzen Roastbeef zu empfehlen.
Drehspieß grillen
Ein weiteres beliebtes Verfahren ist das Grillen des Roastbeefs auf einem Drehspieß. Dabei wird das Roastbeef auf einem Spieß montiert und langsam gedreht, wodurch es gleichmäßig gegrillt wird. Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Fleisch außen knusprig und innen saftig bleibt. Zudem kann der Bratensaft aufgefangen und für eine Sauce verwendet werden.
Smoken
Das Smoken ist eine Variante, bei der das Roastbeef mit Holzrauch gegrillt wird. Dabei werden Chunks oder Chips aus Holz verwendet, die entweder direkt auf die Kohle oder auf den Grillrost gelegt werden. Der Rauch verleiht dem Roastbeef eine charakteristische Note. Es ist jedoch wichtig, nicht zu viel Rauch einzusetzen, da dieser den Eigengeschmack des Fleischs überdecken kann.
Fazit: Roastbeef vom Grill – Ein kulinarisches Highlight
Das Roastbeef ist ein besonderes Stück Fleisch, das sich aufgrund seiner Zartheit und Geschmacksschärfe ideal für das Grillen eignet. Ob am Stück oder in Form von Steaks – bei richtiger Vorbereitung und Zubereitung wird es zu einem kulinarischen Highlight. Die hier vorgestellten Rezepte und Tipps basieren auf den Empfehlungen von renommierten Grillfachleuten und bieten eine umfassende Anleitung, um ein perfektes Roastbeef vom Grill zuzubereiten.
Durch die richtige Würzung, das Parieren des Fleischs und das sorgfältige Grillen kann ein Roastbeef zu einem zartrosa, saftigen Bratenstück herangereift werden, das bei Familie und Freunden gleichermaßen begeistert. Ob mit Kartoffeln, Gemüse oder einer leckeren Sauce serviert – das Roastbeef vom Grill ist ein Garant für Anerkennung und Genuss.