Pizzakuchen: Eine umfassende Anleitung für die herzhafte Backspezialität

Der Pizzakuchen, auch bekannt als Chicago Style Pizza, Inside Out Pizza oder Pizza Pie, ist eine besondere Variante der amerikanischen Pizza mit einem eher dicken Boden. Das charakteristische Merkmal dieser Spezialität liegt in der Zubereitungsart: Anders als bei der klassischen italienischen Pizza, bei der Tomatensauce und Käse in dieser Reihenfolge auf den Teig kommen, wird der Pizzakuchen in einer Springform gebacken, wobei der Rand hochgedrückt wird. Die Besonderheit bei der Belegung ist, dass zuerst eine Käsemischung auf den Teigboden gegeben wird, gefolgt von Belag und Tomatensauce. Diese Anordnung führt zu dem Namen "Inside Out Pizza". Der Pizzakuchen eignet sich hervorragend für Partys, Kindergeburtstage, Buffets und als Mitnahme-Snack, da er sowohl warm als auch kalt schmeckt und Reste verwerten hilft.

Herkunft und Konzept

Der Pizzakuchen hat seinen Ursprung in Chicago und wird daher auch als Chicago Style Pizza bezeichnet. Es handelt sich um eine amerikanische Pizza mit einem dicken Boden, die in einer Springform gebacken wird. Das Besondere an dieser Pizza-Variante ist die umgekehrte Schichtung der Zutaten im Vergleich zur traditionellen italienischen Pizza. Während bei der klassischen Pizza zuerst die Tomatensauce und dann der Käse auf den Teig kommt, wird beim Pizzakuchen zuerst eine Mischung aus geriebenem Cheddar und Gouda auf den Teigboden gegeben. Erst auf diese Käseschicht folgen die Belagszutaten wie Salami, Schinken oder Jalapenos, und anschließend die Tomatensauce. Diese spezielle Schichtung ist das entscheidende Merkmal, das den Pizzakuchen definiert und ihm seinen Namen "Inside Out Pizza" verleiht.

Zutaten und Varianten

Die Zutaten für einen Pizzakuchen variieren je nach Rezept und persönlichen Vorlieben, basierend auf den bereitgestellten Informationen. Ein grundlegendes Rezept benötigt Pizzateig, Tomatensauce, eine Käsemischung und Belag nach Wahl.

Für den Teig werden verschiedene Ansätze beschrieben. Ein Rezept empfiehlt 300–400 g Pizzateig, für den auf ein spezielles New York Pizza Teigrezept verwiesen wird. Ein anderes Rezept gibt explizite Mengen an: 250 ml Milch, 190 g Mehl (Type 405), 3 Eier (Größe M), 1 TL italienische Kräuter (Trockengewürz), 1 TL Salz und 1 Msp. Pfeffer. Dieses Rezept beschreibt einen Rührteig, der in einer Springform gebacken wird. Eine dritte Variante nutzt 250 ml lauwarmes Wasser, Olivenöl, Mehl, Trockenhefe und Salz, um einen glatten Teig zu verkneten, der 30 Minuten ruhen muss. Alternativ können auch 2 Rollen fertigen Pizzateig aus dem Kühlregal verwendet werden.

Für die Käsekomponente wird unterschiedlich spezifiziert. Ein Rezept nennt 200–300 g geriebenen Cheddar und Gouda (gemischt) sowie Parmesan zum Reiben. Ein anderes Rezept verwendet 200 g frisch geriebenen Gouda und 50 g frisch geriebenen Parmesan. Wieder ein anderes erwähnt Mozzarella und Mozzarella-Kugeln. Die Käsemischung bildet die unterste Schicht im Pizzakuchen.

Der Belag ist flexibel. Beliebte Optionen sind Salami, Schinken, Jalapenos, Champignons und Rohschinken. Ein Rezept gibt Mengen an: 100 g Salami (gewürfelt), 100 g Kochschinken (gewürfelt) und 100 g Champignons (gewürfelt). Die Tomatensauce oder Pizzasauce wird als letzte Schicht vor dem Backen aufgebracht. Optional kann auf die Tomatensauce noch geriebener Parmesan verteilt werden.

Zusätzliche Garnituren nach dem Backen können Rucola, Basilikum oder Rohschinken sein.

Zubereitungstechnik

Die Zubereitung des Pizzakuchens erfordert spezifische Schritte, die von der klassischen Pizzazubereitung abweichen. Grundlegend wird der Teig in einer Springform verarbeitet. Die Größe der Springform variiert je nach Rezept zwischen 20 cm und 26 cm Durchmesser.

Ein Rezept beschreibt den klassischen Chicago-Style-Ansatz: Der Teig wird mit den Händen ausgebreitet und in eine Springform gegeben, wobei der Rand hochgedrückt wird. Auf den Teigboden wird zuerst eine Käsemischung (Cheddar und Gouda) gegeben. Darauf folgen die Belagszutaten (z.B. Salami, Schinken, Jalapenos). Erst danach kommt die Tomatensauce. Optional kann auf die Sauce noch Parmesan gestreut werden. Der Pizzakuchen wird bei indirekter Hitze von 180 °C ca. 15–20 Minuten auf dem Grill gebacken. Es wird betont, dass man ihm die Zeit geben sollte und ihn nicht wie eine italienische Pizza bei sehr hohen Temperaturen für kurze Zeit backen sollte.

Ein anderes Rezept beschreibt einen anderen Ansatz: Der Teig wird ausrollen und in der Springform ausgeschnitten. Zwei Teigkreise werden auf ein Backblech gelegt, mehrfach mit einer Gabel eingestochen und bei 200 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 180 °C) ca. 7 Minuten vorgebacken. Anschließend wird der Rand der Springform mit 200 g rohem Pizzateig auskleidet. Ein vorgebackener Boden wird hineingelegt, mit Pizzasauce, geriebenem Mozzarella und Salami belegt. Danach kommt der nächste vorgebackene Boden, und die Schichten werden wiederholt, bis alle Böden und Zutaten verbraucht sind. Die oberste Schicht wird mit Mozzarella-Kugeln bedeckt. Der überstehende Teig-Rand wird etwas eingrollen. Der Kuchen wird dann bei 200 °C im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) für 15 Minuten gebacken.

Eine dritte Variante beschreibt einen Rührteig: Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen, Boden der Springform mit Backpapier auslegen, Rand mit Butter einfetten. Salami, Schinken und Champignons würfeln. Die Zutaten für den Teig (Milch, Mehl, Eier, Gewürze) werden vermischt. Die gewürfelten Zutaten werden untergehoben. Der Teig wird in die Springform gefüllt und gebacken.

Ein Rezept erwähnt auch eine Backzeit von 7 Minuten für den Teig und 15 Minuten für den belegten Kuchen bei 200 °C. Die Nährwerte pro 100g sind angegeben: 883 kJ / 211 kcal, 7,3 g Fett, 27 g Kohlenhydrate, 9 g Eiweiß.

Lagerung und Servierempfehlungen

Der Pizzakuchen schmeckt am besten frisch gebacken. Laut den bereitgestellten Informationen ist er luftdicht verpackt und kühl gelagert bis zu 3 Tage haltbar. Er schmeckt sowohl warm als auch kalt sehr lecker und eignet sich daher gut für ein Buffet. Er ist auch prima zum Mitnehmen geeignet, egal ob zur Arbeit oder zum Picknick. Er passt sehr gut auf Kindergeburtstage und ist eine leckere Snack-Alternative für gemütliche Abende mit Gästen.

Kulinarischer Kontext

Der Pizzakuchen wird als sehr beliebt bei Kindern beschrieben. Er ist eine Möglichkeit, Reste zu verwerten. Im kulinarischen Kontext passt er zu italienisch angehauchten Menüs. Als Vorspeise werden Rosmarin-Brotsticks oder Antipasti-Spieße empfohlen. Als süßer Abschluss passen Tiramisu und Affogato. Ein Rezept erwähnt, dass man aus übrigem Teig Dreiecke schneiden, mit Olivenöl bestreichen und mit italienischen Kräutern bestreuen kann, um kleine Snacks zu backen.

Zusammenfassung der Zubereitungsvarianten

Es sind im Wesentlichen zwei Hauptvarianten der Zubereitung erkennbar:

  1. Schicht-Pizza (Chicago Style): Ein Teigboden in einer Springform, belegt mit Käse, Belag und Sauce, ähnlich einer Torte.
  2. Rührteig-Pizza: Ein flüssiger Teig (ähnlich einem Pfannkuchenteig) mit eingearbeiteten Belagszutaten, der in der Springform gebacken wird.

Beide Varianten nutzen eine Springform und ergeben ein stabiles, tortenähnliches Produkt, das sich gut schneiden lässt.

Schlussfolgerung

Der Pizzakuchen ist eine vielseitige und robuste Variante der Pizza, die sich durch ihre Schichtung und Backmethode auszeichnet. Er kombiniert die vertrauten Geschmacksrichtungen von Pizza mit der Form einer Torte, was ihn besonders für gesellige Anlässe und den Transport geeignet macht. Die Flexibilität in der Wahl von Teig (Hefeteig oder Rührteig), Käse und Belag ermöglicht eine Anpassung an verschiedene Geschmacksrichtungen und Ernährungsbedürfnisse. Die bereitgestellten Informationen belegen seine Beliebtheit und die einfache Zubereitung, die auch für Hobbyköche geeignet ist. Die spezielle "Inside Out"-Belegung, bei der der Käse unter den Belag kommt, ist das definierende Merkmal, das ihn von traditionellen Pizzen unterscheidet.

Quellen

  1. Pizza Kuchen – Was ist das?
  2. Pizzakuchen
  3. Haltbarkeit & Lagerung
  4. Pizza Kuchen Rezepte
  5. Den Pizzateig auf ein Backblech legen
  6. Einfacher Pizzakuchen - herzhaft lecker

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