Kuchenlollis, auch bekannt als Cake Pops, sind eine beliebte Süßigkeit, die sich besonders für Geburtstage, Feiern oder als kreative Backaktion mit Kindern eignet. Die Zubereitung dieser kleinen Kugeln am Stiel kann auf verschiedene Arten erfolgen, je nachdem, ob man auf einen Fertigkuchen zurückgreift, einen aufgerollten Biskuit bereitet oder einen Teig direkt in Formen backt. Die vorliegenden Informationen aus verschiedenen Quellen bieten einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Methoden, Zutaten und Verzierungstechniken.
Grundlagen der Zubereitung
Es lassen sich im Wesentlichen drei verschiedene Herangehensweisen zur Herstellung von Kuchenlollis identifizieren: die Verarbeitung eines bereits gebackenen Kuchens, die Zubereitung einer Biskuitrolle und das direkte Backen eines Rührteigs in speziellen Formen. Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile in Bezug auf Aufwand, Konsistenz und das Ergebnis.
Die Basis für alle Varianten bildet die Zubereitung einer formbaren Masse, die anschließend zu Kugeln geformt und auf Stöcke gespießt wird. Eine anschließende Glasur aus Kuvertüre oder Glasurmasse dient der Verzierung und Haltbarkeit.
Methode 1: Kuchenlollis aus fertigem Kuchen
Eine der einfachsten und schnellsten Methoden ist die Verwendung eines vorgebackenen Kuchens. Hierfür eignen sich beispielsweise Marmorkuchen oder Zitronenkuchen, die in grobe Stücke geschnitten und in einer Rührschüssel fein zerbröselt werden.
Zubereitung der Masse
Um die bröselige Masse zu einer formbaren Substanz zu verbinden, wird eine Flüssigkeit oder ein Bindemittel hinzugefügt. Laut den Quellen werden hierfür Orangensaft oder Orangenlikör verwendet. Die Zutaten werden mit einem Mixer auf niedriger bis mittlerer Stufe zu einer feuchten Masse verrührt. Alternativ kann auch Frischkäse als Bindemittel dienen; hier wird der zerbröselte Kuchen mit Frischkäse verknetet.
Formen und Kühlen
Aus der entstandenen Masse wird mit den Händen eine Rolle geformt, die in gleich große Stücke geschnitten wird. Diese Stücke werden zu Kugeln geformt. Es wird empfohlen, die geformten Kugeln vor dem Verzieren kalt zu stellen, damit sie stabilisieren. Eine Kältephase von 15 Minuten wird in einer Quelle explizit genannt. Die Kugeln werden auf Holzspieße gespießt, wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Spieß nicht vollständig durch die Kugel gestochen wird (maximal bis zur Mitte).
Verzierung
Die Verzierung erfolgt durch Eintauchen in geschmolzene Kuvertüre. Die Kuvertüre wird im Wasserbad nach Packungsanleitung geschmolzen und gegebenenfalls mit Öl (z. B. Kokosöl) verrührt, um die Konsistenz zu verbessern. Nach dem Eintauchen können die Lollis sofort mit Dekorartikeln wie bunten Zuckerperlen bestreut werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kuvertüre, wenn sie zu fest wird, im Wasserbad erneut geschmolzen werden kann. Zum Trocknen der Glasur empfehlen manche Quellen, die Lollis stehend in ein Glas mit Zucker oder Reis zu stecken, oder sie auf einem mit Zuckerperlen bestreuten Teller kopfüber abzulegen.
Methode 2: Kuchenlollis aus Biskuitrolle
Eine weitere klassische Variante ist die Herstellung aus einer aufgerollten Biskuitrolle. Diese Methode bietet eine feine, homogene Textur.
Teigzubereitung und Backen
Der Teig wird aus Eiern, Zucker, Vanillezucker, Mehl und Backpulver hergestellt. Die Eier werden mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe ca. 1 Minute lang geschlagen. Anschließend wird der Zucker untergerührt, bevor Mehl und Backpulver nach und nach zugegeben werden. Der Teig wird auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestrichen und bei 200 °C Ober-Unterhitze (oder 180 °C Umluft) für ca. 10 Minuten gebacken. Das Auskühlen ist ein wichtiger Arbeitsschritt.
Füllung und Aufrollen
Während das Biskuit auskühlt, wird eine Füllung vorbereitet. Eine genannte Variante ist eine Sahnecreme, die aus Gelatine, Sahne, Joghurt, Zitronensaft, Zucker und Vanillezucker besteht. Die Gelatine wird eingeweicht und ausgedrückt. Die Sahne wird steif geschlagen. Joghurt, Zitronensaft und Zucker werden vermengt, und die steif geschlagene Sahne wird untergehoben.
Die ausgekühlte Biskuitplatte wird mit der Creme bestrichen und von der längeren Seite aus fest aufgerollt. Die Rolle muss für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchkühlen, um zu festigen.
Formen und Verzieren
Die erkaltete Rolle wird in ca. 14 gleich große Stücke geschnitten. Diese werden zu Kugeln geformt. Die Verzierung erfolgt durch das Bestreichen oder Eintauchen mit geschmolzener Schokolade. Anschließend wird ein dicker Strohhalm (oder ein Eiskugelstäbchen) in die dünnere Seite der Kuchenstücke gesteckt.
Methode 3: Kuchenlollis aus Rührteig (direktes Backen in Formen)
Diese Methode eignet sich besonders für gleichmäßig geformte Lollis und vermeidet das Bröseln von Kuchen. Hierbei wird ein Rührteig hergestellt und direkt auf das Blech gespritzt oder in Formen gebacken.
Teigzusammenstellung
Die Zutatenliste unterscheidet sich leicht von den vorherigen Methoden. Es werden zimmerwarme Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, abgeriebene Zitronenschale und Salz mit einem Handmixer zu einer glatten Masse verrührt. Anschließend wird die Mehl-Backpulver-Mischung untergerührt. Milch wird zugegeben, bis der Teig spritzfähig ist, aber nicht zu sehr verläuft.
Backen und Formen
Der Teig wird in einen Spritzbeutel mit Rundtülle gefüllt. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech werden 10 bis 12 gleichgroße Kreise mit großem Abstand gespritzt. Wichtig ist, dass die Holzstäbchen sofort seitlich in den noch flüssigen Teig der Kreise gesteckt werden. Die Kuchenlollies werden auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten gebacken. Die genaue Backtemperatur variiert je nach Quelle leicht (zwischen 160 °C und 180 °C Umluft oder 180 °C bis 200 °C Ober-Unterhitze).
Verzierung
Nach dem Erkalten können die Lollis verziert werden. Hier werden oft zweifarbig Glasuren angerührt (z. B. rosa und weiß). Die Glasur wird mit einem Löffel oder einer Spritztüte aufgetragen und mit Mustern verziert.
Vergleich der Methoden
| Methode | Basis | Aufwand | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Fertigkuchen | Gebackener Kuchen (z.B. Marmorkuchen) | Gering | Schnell umsetzbar, benötigt Bindemittel (Saft, Likör, Frischkäse). |
| Biskuitrolle | Rührteig, gefüllt und aufgerollt | Mittel | Feine Textur, benötigt Kühlzeit für die Rolle, aufwendigeres Formen. |
| Rührteig (direkt) | Rührteig, gespritzt | Mittel | Gleichmäßige Formen, direktes Backen mit Stöckchen, benötigt Spritzbeutel. |
Haltbarkeit und Lagerung
Die Haltbarkeit der Kuchenlollis hängt von der verwendeten Basis und der Verzierung ab. Allgemein wird empfohlen, die Lollis in einer gut schließenden Dose im Kühlschrank zu lagern. Eine Quelle gibt an, dass Kuchenlollis (aus Fertigkuchen) etwa 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden können. Die Verwendung von Schokolade oder Kuvertüre als Glasur hilft, das Gebäck vor dem Austrocknen zu schützen.
Tipps zur Zubereitung
- Konsistenz: Die Masse darf weder zu trocken noch zu feucht sein. Ist sie zu trocken, bricht sie; ist sie zu feucht, klebt sie zu stark und hält die Form nicht.
- Verzierung: Wenn die Kuvertüre beim Verzieren zu schnell fest wird, kann sie erneut im Wasserbad erwärmt werden.
- Stabilität: Das Stehenlassen in einem Glas mit Reis oder Zucker beim Trocknen der Glasur sorgt für eine stabile Form, da die Lollis nicht umfallen können.
- Varianten: Statt Orangensaft kann laut einer Quelle auch Orangenlikör verwendet werden, was eine alkoholische Variante für Erwachsene darstellt.
Schlussfolgerung
Die Zubereitung von Kuchenlollis ermöglicht eine hohe kreative Gestaltungsfreiheit. Ob man sich für die schnelle Variante mit Fertigkuchen entscheidet, den klassischen Weg über eine Biskuitrolle wählt oder den Teig direkt spritzt – das Grundprinzip bleibt gleich: eine formbare Kuchenmasse, die geformt, gespießt und verziert wird. Die Auswahl der Methode sollte sich nach dem verfügbaren Zeitbudget und der gewünschten Textur richten. Durch die Verwendung von verschiedenen Bindemitteln, Geschmacksrichtungen und Dekorationen können individuelle Kreationen für jede Gelegenheit entstehen.