Amaretti-Rezepte: Traditionelle Mandelgebäck-Kreationen aus Italien und ihre moderne Variante

Einführung

Amaretti, die italienischen Mandelgebäck-Makronen, sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch geschmacklich vielseitig und von großer kultureller Bedeutung. Sie zählen zu den klassischen italienischen Süßigkeiten und finden in vielen Haushalten und Gastronomiebetrieben Platz, insbesondere in der Weihnachts- und Festtagszeit. In verschiedenen Regionen Italiens und auch in der Schweiz gibt es lokale Varianten, wobei die berühmtesten sicherlich die Amaretti di Saronno aus der lombardischen Provinz Varese sind.

Die Rezepte für Amaretti haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und sind sowohl in ihrer traditionellen als auch in modernen Formen bei Backbegeisterten beliebt. Sie sind typisch glutenfrei, enthalten jedoch aufgrund des hohen Zucker- und Mandelanteils einen hohen Kaloriengehalt. Dies macht sie zu einer sinnlichen, aber nicht unbedingt kalorienarmen Köstlichkeit.

Die Rezepte aus den Quellen zeigen, dass Amaretti in ihrer Grundform aus Mandeln, Zucker, Eiweiß und manchmal Alkohol bestehen. Es gibt zwei Hauptvarianten: Amaretti duri (harte Amaretti) und Amaretti morbidi (weiche Amaretti), wobei letztere weicher und schmelzender im Mund sind. In diesem Artikel werden die traditionellen und modernen Rezepte sowie Zubereitungshinweise vorgestellt, basierend auf den von uns recherchierten Quellen.

Traditionelle Rezepte für Amaretti

Amaretti di Saronno – das Original

Die Amaretti di Saronno sind die bekannteste Form der italienischen Mandelgebäck-Kreationen. Laut den Angaben aus der Quelle stammt das Originalrezept von der Familie Lazzaroni, die es zwar öffentlich zugänglich macht, aber auch betont, dass es ein „geheimes und altes Rezept“ gibt, das in der industriellen Produktion verwendet wird.

Einige charakteristische Merkmale des Originalrezepts sind:

  • Ein besonders hoher Zuckeranteil – im Verhältnis 3:1 zum Mandelanteil.
  • Ein Verhältnis von Bittermandeln zu Süßmandeln von 1:1,5.
  • Die Kekse sind harte (duri) und knusprig, nicht weich (morbidi).

Diese Kekse sind weltweit bekannt und gelten als Inbegriff des italienischen Amaretti. Allerdings ist das Originalrezept nicht öffentlich zugänglich – die Familie Lazzaroni veröffentlicht lediglich ein „klassisches Rezept“ für den Hausgebrauch, das von dem industriellen Rezept abweichen könnte. Dennoch ist das Rezept, das in den Quellen genannt wird, eine gute Annäherung an das traditionelle Rezept.

Grundrezept für Amaretti (nach Lazzaroni)

Zutaten:

  • 100 g Bittermandeln
  • 150 g Süßmandeln
  • 300 g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Eiweiß
  • 1–2 Teelöffel Amaretto (optional)

Zubereitung:

  1. Die Mandeln fein mahlen.
  2. Mit Zucker und Salz vermischen.
  3. Eiweiß schaumig, aber nicht steif schlagen.
  4. Amaretto hinzufügen (falls verwendet).
  5. Die Mandelmischung langsam unterheben, bis sich ein gleichmäßiger, leicht klebriger Teig gebildet hat.
  6. Walnussgroße Kugeln formen und in Puderzucker wälzen.
  7. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
  8. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
  9. 16–18 Minuten backen.
  10. Die Kekse erkalten lassen, bis sie fest und knusprig sind.

Weiche Amaretti – Amaretti morbidi

Die weiche Variante der Amaretti, auch als Amaretti morbidi bekannt, ist im Vergleich zu den harten Keksen weicher und schmelzender. Sie eignen sich besonders gut als Begleiter zu Kaffee oder als Beilage zu Torten und anderen Kuchen.

Rezept für Amaretti morbidi

Zutaten:

  • 150 g gehäutete Mandeln, gemahlen
  • 125 g gehäutete Pistazienkerne, gemahlen (oder nur Mandeln)
  • 140 g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Meersalz
  • 2 Eiweiß
  • 1–2 Teelöffel Amaretto (optional)

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
  2. Wenn keine fertig gemahlenen Nüsse vorhanden sind, diese fein mahlen.
  3. Mandeln, Pistazien, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
  4. Eiweiß mit einem Schneebesen schaumig, aber nicht steif schlagen.
  5. Amaretto (falls verwendet) hinzufügen.
  6. Die Mandelmischung langsam unterheben, bis sich ein leicht klebriger, homogener Teig gebildet hat.
  7. Walnussgroße Kugeln formen und in Puderzucker wälzen.
  8. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
  9. 16–18 Minuten backen.
  10. Die Kekse erkalten lassen.

Besonderheiten der weichen Amaretti

  • Sie sind innen weich und innen nur leicht gebräunt.
  • Der Amaretto-Likör gibt ihnen einen zusätzlichen Geschmacksschub.
  • Sie sind schnell herzustellen und benötigen keine Wartezeit, außer für das Backen.
  • Sie eignen sich gut als Ergänzung zu Kuchen, da sie Eiweiß enthalten, das sonst oft weggeworfen wird.

Modernes Amaretti-Rezept mit Zitronenabrieb und alkoholfreiem Amaretto

Ein weiteres Rezept, das in den Quellen erwähnt wird, ist eine moderne Variante, die Zitronenabrieb und alkoholfreien Amaretto verwendet. Es ist ideal für Menschen, die auf Alkohol verzichten möchten, oder für Kinder.

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Liebe
  • 280 g gemahlene Mandeln
  • 280 g Zucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • Abrieb einer Zitrone
  • 30 ml Amaretto (alkoholfreier Amaretto ist ebenfalls geeignet)

Zum Rollen:

  • 2 gehäufte Esslöffel Zucker
  • 2 gehäufte Esslöffel Puderzucker

Zubereitung:

  1. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen.
  2. Salz, Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb vermischen.
  3. Vorsichtig mit einem Spatel unter das Eiweiß heben.
  4. Zum Schluss den Amaretto mit der Masse vermischen.
  5. Zucker und Puderzucker auf Tellern bereitlegen.
  6. Walnussgroße Teigkugeln formen und zuerst im Zucker, dann im Puderzucker wälzen.
  7. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
  8. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
  9. 16–18 Minuten backen.
  10. Die Kekse erkalten lassen.

Vorteile dieser Variante

  • Sie enthalten Zitronenabrieb, was ihnen einen frischen Geschmack verleiht.
  • Alkoholfreier Amaretto ist eine gute Alternative für Familien, die alkoholfrei backen möchten.
  • Sie sind glutenfrei und daher auch für Menschen mit Zöliakie geeignet.
  • Sie sind saftig und knackig zugleich, was sie besonders lecker macht.

Rezeptideen mit Amaretti

Neben den Keksen selbst gibt es auch mehrere Rezeptideen, die Amaretti als Bestandteil enthalten. Diese sind besonders bei Kuchen- und Tortenliebhabern beliebt:

Mascarpone-Amaretti-Dessert

Ein einfaches Dessert aus Mascarpone, Amaretti und etwas Amaretto-Likör. Es kann schnell vorbereitet werden und ist ideal für eine festliche Gelegenheit.

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 100 g Amaretti (gehackt)
  • 30 ml Amaretto
  • 100 g Puderzucker
  • 200 g Früchte (z. B. Trauben, Erdbeeren)

Zubereitung:

  1. Mascarpone mit Puderzucker und Amaretto cremig rühren.
  2. Die Früchte waschen und halbieren oder vierteln.
  3. In eine Schüssel oder auf einen Teller alternierend Früchte und Mascarponecreme anrichten.
  4. Die Amaretti darüber streuen.
  5. Kalt servieren.

Amaretti-Marmelade

Eine weitere Variante ist Amaretti-Marmelade, die ideal als Aufstrich oder Füllung für Torten und Kuchen ist.

Zutaten:

  • 500 g Pflaumen oder Brombeeren
  • 300 g Zucker
  • 100 ml Amaretto
  • 100 g gehackte Amaretti

Zubereitung:

  1. Die Früchte waschen und entkernen.
  2. Zucker und Amaretto hinzufügen und alles 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Mischung auf mittlerer Flamme kochen, bis sie dickflüssig wird.
  4. Die gehackten Amaretti hinzufügen und weiterkochen.
  5. In Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Amaretti-gebäckte Tortellini

Ein weiteres Rezept, das Amaretti als Bestandteil enthält, sind Kürbis-Mascarpone-Tortellini mit Haselnussschaum und Amarettini. Dies ist ein komplexeres Gericht, das jedoch in der Weihnachtszeit oder bei festlichen Anlässen sehr geschätzt wird.

Vorteile und Nachteile von Amaretti

Vorteile:

  • Glutenfrei: Amaretti enthalten kein Gluten, was sie für Menschen mit Zöliakie oder Weizenunverträglichkeit interessant macht.
  • Schnell herzustellen: Die meisten Rezepte benötigen keine Wartezeit und können in 30–40 Minuten gebacken werden.
  • Vielgestaltig: Sie können als Kekse, als Bestandteil von Desserts oder als Aufstrich verwendet werden.
  • Schmackhaft: Der Kombination aus Mandeln, Zucker und optional Alkohol verleiht ihnen einen besonderen Geschmack.

Nachteile:

  • Kalorienreich: Aufgrund des hohen Zucker- und Mandelanteils haben Amaretti einen hohen Kaloriengehalt.
  • Keine Eiweißalternativen: Einige Rezepte benötigen Eiweiß, was für Menschen mit Eierunverträglichkeit problematisch sein kann.
  • Kann süchtig machen: Viele Backfreunde berichten, dass sie nicht aufhören können, die Kekse zu essen, sobald sie auf dem Tisch stehen.

Schlussfolgerung

Amaretti sind mehr als nur ein einfaches Mandelgebäck – sie sind eine ikonische Süßigkeit, die in ihrer traditionellen Form, aber auch in modernen Varianten beliebt ist. Sie haben eine lange Tradition in Italien und sind heute weltweit bekannt. Die Rezepte, die in den Quellen genannt werden, zeigen, dass es verschiedene Varianten gibt, von harten, knusprigen Keksen bis hin zu weichen, schmelzenden Kugeln.

Ob man nun das traditionelle Rezept der Amaretti di Saronno nachbackt oder eine moderne Variante mit Zitronenabrieb oder alkoholfreiem Amaretto wählt, die Kekse sind immer eine willkommene Zugabe in der Weihnachts- oder Kaffeepause. Sie sind glutenfrei, schnell herzustellen und geschmacklich vielseitig – ob als Keks allein, als Teil eines Desserts oder als Füllung in Kuchen.

Quellen

  1. Herzelieb.de – Amaretti-Rezept mit Zitrone und Mandeln
  2. Backenmachtglücklich.de – Weiche italienische Amaretti morbidi
  3. Authentisch-Italienisch-Kochen.de – Amaretti di Saronno – Mandelmakronen
  4. Reisespeisen.com – Amaretti-Rezept
  5. Einfachmalene.de – Italienisches Mandelgebäck für Weihnachten – Amaretti morbidi
  6. Chefkoch.de – Amaretti-Rezepte

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