Die sogenannte Dubai-Schokolade hat sich in den letzten Monaten zu einem echten Trendprodukt entwickelt – nicht nur im Handel, sondern auch in der kulinarischen Community. Inspiriert von der orientalischen Knafeh, einer traditionellen Lebkuchen-ähnlichen Süßigkeit, kombiniert diese Schokolade die cremige Textur einer Schokoladentafel mit knusprigem Kadayif, Pistaziencreme, Sesammus und Tahini. Besonders bekannt geworden ist die Kreation durch die Food-Bloggerin Kiki Aweimer (Kikis Kitchen), die nicht nur eine leckere Variante kreiert, sondern auch dafür sorgt, dass das Rezept und die Zubereitung leicht nachzuvollziehen sind.
Die Dubai-Schokolade ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein Beispiel dafür, wie kulinarische Inspiration aus der Welt des Reisens, der Kultur und der sozialen Medien entstehen kann. In diesem Artikel werden die Ursprünge, der Rezept-Aufbau, die Zubereitung und der kulinarische Hype um die Dubai-Schokolade detailliert beschrieben.
Die Herkunft der Dubai-Schokolade
Die Dubai-Schokolade ist laut den bereitgestellten Quellen ursprünglich in Dubai entstanden. Die Manufaktur Fix Dessert Chocolatier, insbesondere deren Chefin Sarah Hamouda, gilt als Erfinderin der Kreation. Die Idee entstand während Hamoudas zweiter Schwangerschaft, als sie nach verschiedenen Desserts und Schokoladen suchte. Nach mehreren Versuchen entwickelte sie schließlich die Kombination aus Pistaziencreme, Kadayif und Tahini, die heute als Dubai-Schokolade bekannt ist.
Die Verbreitung des Rezeptes begann 2023, als die Food-Influencerin Maria Vehera ein TikTok-Video über die Schokolade发布了, das viral ging. Dies markierte den Beginn eines Hypes, der sich in Deutschland vor allem durch die Kreation und Promotion von Kiki Aweimer weiterentwickelte.
Kiki Aweimer, bekannt als Kikis Kitchen, entdeckte die Schokolade während einer Reise in Dubai und beschloss, eine eigene Version zu kreieren. Sie passte das Rezept an den europäischen Geschmack an, reduzierte den Tahini-Geschmack und fügte zusätzliche handwerkliche Elemente hinzu, wie die handgefertigte Produktion ohne Palmöl oder Konservierungsmittel. Ihre Version wurde besonders populär, weshalb auch Kaufland sie in sein Sortiment aufnahm und als Knafeh Chocolate Pistachio anbot.
Rezept und Zubereitung der Dubai-Schokolade
Das Rezept der Dubai-Schokolade, wie es von Kiki Aweimer beschrieben wird, vereint traditionelle orientalische Zutaten mit westlichen Schokoladen-Elementen. Die Kombination aus Kadayif, Pistaziencreme, Sesammus und Tahini sorgt für ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das sowohl die Sinne anspricht als auch eine besondere Textur bietet.
Zutaten (für 4 Tafeln)
- Edelvollmilchschokolade (ca. 200 g)
- Kadayif-Fäden (ca. 50 g)
- Pistaziencreme (ca. 100 g)
- Sesammus (Tahini) (ca. 30 g)
- Lebensmittelfarbe (optional)
- Butter (für das Rösten der Kadayif)
Zubereitung
Schokolade schmelzen: Die Edelvollmilchschokolade langsam über einem Wasserbad oder in einer Mikrowelle schmelzen. Bei Verwendung von Lebensmittelfarbe wird diese gleich mit hinzugefügt, um die Schokolade zu färben.
Schokoladenvorlage herstellen: Eine Schokoladentafelform mit der geschmolzenen Schokolade füllen und für 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen, bis die Schicht fest ist.
Kadayif rösten: Kadayif-Fäden klein schneiden und in einer Pfanne mit etwas Butter sanft rösten, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Füllung herstellen: Die Pistaziencreme mit dem Sesammus vermengen. Die Kadayif-Fäden werden hinzugefügt, um die Konsistenz zu bereichern.
Füllung in die Schokolade geben: Die Kadayif-Cream-Mischung in die vorbereitete Schokoladenform geben und erneut für 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen, bis die Füllung fest ist.
Schokoladendecke auftragen: Eine zweite Schicht aus geschmolzener Schokolade auf die Füllung verteilen und erneut auskühlen lassen.
Ruhephase: Vor dem Verzehr die Schokolade mindestens 20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Füllung weich wird und optimal genießbar ist.
Die Besonderheiten der Kikis Dubai-Schokolade
Die Kikis Dubai-Schokolade unterscheidet sich von anderen Schokoladen durch mehrere Aspekte:
Handgefertigte Herstellung: Jede Tafel wird nach Angaben von Kiki Aweimer manuell gefertigt, wodurch sich ein hohes Qualitätsniveau und ein unverwechselbares Handwerk ergibt. Dies unterscheidet sie von industriell gefertigten Schokoladen.
Natürliche Zutaten: Die Schokolade enthält keine Konservierungsstoffe oder Palmöl. Stattdessen wird Wert auf die Verwendung von hochwertigen, natürlichen Komponenten wie Edelvollmilchschokolade, Pistaziencreme und Sesammus gelegt.
Geschmacksabstimmung: Kiki Aweimer passte das Rezept an europäische Geschmacksrichtungen an, indem sie den Tahini-Geschmack reduzierte und die Konsistenz der Pistaziencreme optimierte. Dies machte die Schokolade für einen breiteren Publikum zugänglicher.
Sinneserlebnis: Die Kombination aus cremiger, nussiger Füllung und knusprigem Kadayif sorgt für ein unvergleichbares Mundgefühl. Zudem wird die Schokolade durch die goldene Verpackung optisch besonders beeindruckend präsentiert.
Der Hype um die Dubai-Schokolade
Die Beliebtheit der Dubai-Schokolade liegt nicht nur an ihrem Geschmack, sondern auch an ihrer Auffälligkeit und der Herkunftsgeschichte. Die Kreation verbindet traditionelle orientalische Elemente mit modernen Schokoladenherstellungsverfahren und wird dadurch zu einem einzigartigen Produkt.
Der Hype entstand durch die Verbreitung im sozialen Netzwerk TikTok, wo Food-Influencer wie Maria Vehera die Schokolade in einem viralen Video präsentierten. Dies führte zu einem massiven Anstieg der Nachfrage, wodurch auch die Nachahmung des Rezeptes in vielen Haushalten stattfand.
Kiki Aweimer, als eine der führenden Food-Influencerinnen Deutschlands, nutzte die Popularität, um nicht nur ihre eigene Version der Schokolade zu vermarkten, sondern auch eine detaillierte Anleitung für das Zuhause-Erstellen zur Verfügung zu stellen. Dies machte die Kreation auch für Anfänger zugänglich und trug zum weiteren Wachstum des Hypes bei.
Kaufland und die Vermarktung der Dubai-Schokolade
Kaufland erkannte den Trend frühzeitig und integrierte die Dubai-Schokolade in sein Sortiment. Neben der Verkaufsoption bot der Lebensmittelhändler auch ein exklusives Rezept an, das auf seiner Website verlinkt ist. Darüber hinaus begleitete Kaufland die Einführung mit einem humorvollen Online-Spot, in dem ein Reporter in Kikis Küchenstudio die Besonderheiten der Schokolade in einem Nachrichtensendungs-Stil erklärte.
Ein weiteres Produkt, das in Kombination mit der Schokolade angeboten wurde, war der Fresh-Pistachio Drink "Dubai Edition", ein erfrischendes Getränk mit Kohlensäure und Pistaziengeschmack. Dieses Paket veranschaulicht, wie Lebensmittelhändler Trends nicht nur aufgreifen, sondern sie auch in ein Rundum-Paket integrieren.
Rezept-Alternativen und Anpassungen
Neben der originalen Pistazienvariante hat Kiki Aweimer auch eine Haselnuss-Variante der Dubai-Schokolade kreiert, die sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreut. Diese Version ersetzt die Pistaziencreme durch eine Haselnusscreme, wodurch der Geschmack etwas süßer und cremiger wird.
Für Haushalte mit speziellen Ernährungsbedürfnissen oder Allergien gibt es auch die Möglichkeit, die Zutaten zu variieren. So könnten beispielsweise andere Nusscremes oder glutenfreies Kadayif verwendet werden. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass einige Zutaten wie Tahini oder Kadayif in ihrer klassischen Form nicht für alle geeignet sind.
Markenrechtliche Aspekte und Wettbewerb
Die Popularität der Dubai-Schokolade führte auch zu markenrechtlichen Diskussionen. Mehrere Unternehmen meldeten innerhalb kurzer Zeit Rechte für den Namen „Dubai-Schokolade“ beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) an. Dazu zählen unter anderem Lukas Nonnenmacher (Inhaber der Firma AnalyticOne) und Kiki Aweimer mit ihrer Marke „Kikis Dubai-Schokolade“. Andere Anmeldungen umfassten auch englischsprachige Varianten wie „Dubai Chocolate“ oder Wort-Bildmarken.
Diese Entwicklungen zeigen, wie schnell ein kulinarischer Trend in einen Wettbewerb um Markenrechte und Vermarktungsstrategien übergehen kann. Zudem stellt sich die Frage, ob die Bezeichnung „Dubai-Schokolade“ in ihrer ursprünglichen Form tatsächlich aus Dubai stammen muss oder ob sie in Europa genauso „authentisch“ sein kann.
Fazit
Die Dubai-Schokolade ist nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein Beispiel für die Mischung aus Tradition, Innovation und sozialen Medien. Kiki Aweimer gelang es, eine traditionelle orientalische Kreation in eine moderne, handgefertigte Schokoladenform zu übertragen, die sowohl in der Qualität als auch im Geschmack überzeugt. Das Rezept ist einfach nachzuvollziehen und eignet sich auch für Hobbyköche, die etwas Besonderes kreieren möchten.
Der Hype um die Schokolade zeigt, wie kulinarische Trends entstehen können – durch eine Kombination aus Geschmack, Geschichten und der Verbreitung über soziale Plattformen. Zudem hat Kaufland demonstriert, wie Lebensmittelhändler solche Trends in ein umfassendes Angebot integrieren können.
Mit ihrer Kombination aus handwerklicher Herstellung, natürlichen Zutaten und einem einprägsamen Geschmackserlebnis hat die Dubai-Schokolade sich als festes Element im kulinarischen Alltag etablieren können.