Kaninchenbraten in würziger Tomatensauce ist ein traditionelles Gericht, das in vielen Kulturen aufgrund seiner intensiven Aromen und zarten Textur beliebt ist. Die Zubereitung erfordert sowohl Können als auch Geduld, da das Rezept auf mehrere Schritte und die richtige Würzung angewiesen ist. Basierend auf den bereitgestellten Rezepten und Zubereitungsvorschlägen aus verschiedenen Quellen können wir eine umfassende Anleitung zur Herstellung eines leckeren Kaninchenbratens mit einer satten Tomatensauce zusammenstellen. Die folgende Anleitung berücksichtigt die empfohlenen Zutaten, Schmoretemperatur, Würzung und Zubereitungsschritte, wobei auf die konsistenten Angaben aus den Quellen zurückgegriffen wird.
Rezept für Kaninchenbraten in Würziger Tomatensauce
Zutaten
Für 4–6 Portionen werden folgende Zutaten benötigt:
- 2 kg Kaninchenfleisch, in mundgerechte Stücke zerlegt
- Salz nach Geschmack
- Pfeffer nach Geschmack
- 1 EL Senf (optional)
- 3 EL Olivenöl
- 200 g Speck, in Würfel geschnitten
- 2 Zwiebeln, gewürfelt
- 2 Möhren, gewürfelt
- 1 Knollensellerie, gewürfelt
- 1 Stange Lauch, in kleine Stücke geschnitten
- 500 ml Fleischbrühe
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL Zucker
- 200 ml Rotwein
- 1 Lorbeerblatt
- 5 Pfefferkörner
- 10 Wacholderbeeren
- 2 Nelken
- 10 g Majoran, getrocknet
- 1 EL Speisestärke, angerührt mit etwas Wasser
- 100 ml Sahne (optional für cremige Soße)
- 1 EL Butter (optional für die Soßebindung)
Zubereitung
Vorbereitung des Kaninchenfleischs
Das Kaninchenfleisch gründlich unter kaltem Wasser abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Stücke mit Salz und Pfeffer würzen. Wer möchte, kann das Fleisch zusätzlich mit einem EL Senf einreiben, um die Aromen intensiver zu machen. Anschließend das Fleisch für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank legen, um die Würzung einziehen zu lassen.Anbraten des Fleischs
In einem großen Bräter 3 EL Olivenöl erhitzen. Die Kaninchenstücke portionsweise anbraten, bis sie von allen Seiten leicht gebräunt sind. Die Stücke aus dem Bräter nehmen und beiseite legen.Anbraten des Gemüses
In dem verbliebenen Bratfett das Speck in Würfel schneiden und anbraten, bis es etwas Farbe annimmt. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch hinzugeben und ebenfalls anschwitzen. Die Tomatenmark und den Zucker hinzufügen und kurz mitrösten, bis sich das Tomatenmark leicht karamellisiert.Ablöschen mit Rotwein
Den Rotwein in den Bräter geben und alles einkochen lassen, bis sich ein kräftiger Bratensatz am Boden gebildet hat. Anschließend mit der Fleischbrühe ablöschen.Zurück in den Ofen
Die gewürfelten Zutaten mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren, Nelken und Majoran gut verrühren. Die Kaninchenstücke wieder in den Bräter legen und alles gut vermengen. Den Bräter abdecken und im vorgeheizten Ofen bei 160–170 °C Ober-/Unterhitze etwa 60–75 Minuten schmoren lassen. Dabei das Fleisch alle 20–30 Minuten wenden, um eine gleichmäßige Garung zu erreichen.Soße binden und abschmecken
Nach der Garzeit das Kaninchenfleisch vorsichtig aus dem Bräter nehmen und in Alufolie einwickeln, um es warm zu halten. Die Soße durch ein feines Sieb passieren, um eventuelle Feststoffe zu entfernen. Wer eine cremige Soße möchte, kann 100 ml Sahne und 1 EL Butter unterrühren, um die Soße zu binden. Dafür die Sahne langsam in die Soße geben, wobei die Mischung nicht mehr kochen sollte, um ein Klumpenbildung zu vermeiden. Die Soße abschmecken und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer oder etwas Chili nachwürzen.Servieren
Das Kaninchenfleisch in die Soße zurückgeben und kurz erwärmen. Anschließend servieren, idealerweise zusammen mit Polenta, Kartoffelpüreé, Spätzle oder Knödeln. Dazu passt frisches Ciabatta, um die Soße aufzutunken, oder ein grüner Salat.
Tipps zur Zubereitung
- Marinade: Eine Marinade aus Olivenöl, Senf, Knoblauch, Lorbeerblatt und frischen Kräutern (z. B. Petersilie und Thymian) kann das Fleisch zusätzlich würzen und die Garzeit verkürzen. Das Fleisch sollte mindestens 12 Stunden in der Marinade ruhen.
- Soße cremiger machen: Wer eine cremigere Soße möchte, kann 100 ml Sahne und 1 EL Butter in die Soße einarbeiten. Alternativ kann auch ein Schuss Sherry oder Madeira hinzugefügt werden, um die Aromen zu verfeinern.
- Kochtechnik: Der Schmoreprozess ist entscheidend für die Zartheit des Fleischs. Der Bräter sollte stets leicht befeuchtet sein, damit das Fleisch nicht austrocknet. Die Temperatur im Ofen sollte stabil bleiben, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.
- Reste aufbewahren: Sollte etwas vom Kaninchenbraten übrig bleiben, kann er in einem verschlossenen Behältnis im Kühlschrank bis zu 3–4 Tage aufbewahrt werden. Eingefroren hält sich das Gericht bis zu 3–4 Monaten.
Wichtige Schritte zur Garung
| Schritt | Aktion | Hinweis |
|---|---|---|
| 1 | Kaninchenfleisch würzen | Mit Salz, Pfeffer und optional Senf |
| 2 | Anbraten | In Olivenöl portionsweise anbraten |
| 3 | Gemüse anschwitzen | Mit Speck, Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch |
| 4 | Tomatenmark und Zucker einrühren | Kurz karamellisieren |
| 5 | Ablöschen mit Rotwein | Einkochen lassen |
| 6 | Schmoren | Im Ofen 60–75 Minuten bei 160–170 °C |
| 7 | Soße binden | Mit Speisestärke oder Sahne |
| 8 | Servieren | Mit Polenta, Kartoffelpüreé oder Knödeln |
Würzung und Aromen
Die Würzung des Kaninchenbratens ist entscheidend für das Aroma der Soße. Die Kombination aus Lorbeerblatt, Majoran, Wacholderbeeren, Pfefferkörnern und Nelken sorgt für eine herbe, würzige Note, die typisch für das Gericht ist. Optional können auch frische Kräuter wie Petersilie, Rosmarin oder Thymian hinzugefügt werden, um die Aromen zu verfeinern. Wer eine scharfe Soße möchte, kann etwas frischen Chilis oder getrocknete Chiliflocken hinzufügen.
Beilagen und Serviertipps
Kaninchenbraten in würziger Tomatensauce passt zu vielen traditionellen Beilagen. Empfehlenswert sind:
- Polenta: Ein italienisches Gericht aus Maisgrießen, das die Soße perfekt aufnehmen kann.
- Kartoffelpüreé: Ein cremiges Kartoffelpüreé harmoniert gut mit der Soße und mildert die Intensität des Aromas.
- Spätzle oder Knödel: Diese Kartoffelgebäckstücke passen hervorragend zu der Soße und sorgen für eine bunte Mischung von Texturen.
- Frisches Brot: Ciabatta oder Baguette eignen sich gut, um die Soße aufzutunken.
- Grüner Salat: Ein leichter grüner Salat mit Zitronensaft oder Olivenöl ergänzt das Gericht gut und sorgt für einen frischen Kontrast.
Lagern und Erwärmen
Sollte noch etwas vom Kaninchenbraten übrig bleiben, kann er in einem verschlossenen Behältnis im Kühlschrank bis zu 3–4 Tage aufbewahrt werden. Eingefroren hält sich das Gericht bis zu 3–4 Monaten. Beim Erwärmen sollte darauf geachtet werden, dass die Soße nicht zu stark eingeengt wird, um die Aromen nicht zu überladen. Der Braten kann entweder im Ofen oder in der Mikrowelle erwärmt werden, wobei die Ofenmethode empfohlen wird, um die Textur des Fleischs zu erhalten.