Süße Pflastersteine sind ein Klassiker der traditionellen Backkunst, der besonders im Herbst und Winter beliebt ist. Sie vereinen eine cremige, leicht gewürzte Teigmasse mit einer Zuckerkruste und einem feinen Geschmack, der durch Zitronenaroma und Mandeln bereichert wird. In diesem Artikel wird das Rezept für die süßen Pflastersteine ausführlich beschrieben, inklusive der Zutatenlisten, Zubereitungsschritte und Tipps zur Lagerung.
Einführung
Pflastersteine gehören zu den Kuchen oder Keksen, die durch ihre Form und Konsistenz auffallen. Sie bestehen aus einem weichen Teig, der aus Mehl, Zucker, Fett, Honig oder Sirup, Ei und Gewürzen hergestellt wird. Der Teig wird nach der Zubereitung mindestens zwei Tage ruhen gelassen, wodurch er an Geschmack und Feuchtigkeit gewinnt. Nach dem Backen werden die Pflastersteine mit einer Zuckerglasur überzogen und idealerweise in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt, um ihre weiche Konsistenz zu bewahren.
Im Folgenden sind die verschiedenen Rezeptvarianten beschrieben, basierend auf den Materialien aus den bereitgestellten Quellen. Diese Rezepte stammen aus unterschiedlichen Regionen und Zeiten und zeigen die Vielfalt des Rezeptes, die sich durch die Zutaten und Zubereitung unterscheidet.
Rezeptvarianten
Zutaten
Die Grundzutaten der Pflastersteine sind in allen Rezeptvarianten weitgehend gleich, wobei die Mengen und die Zubereitung leicht variieren. Die folgenden Zutaten sind am häufigsten genannt:
- Mehl (400–500 g)
- Zucker (100–200 g)
- Fett oder Margarine (80–150 g)
- Honig oder Sirup (350–500 g)
- Eier (1–2 Stück)
- Pfefferkuchengewürz oder Hirschhornsalz (10–20 g)
- Mandeln (60–100 g)
- Zitronenabrieb
- Rum oder Rosenwasser (2–4 EL)
- Zuckerguss (Puderzucker und Milch)
In einigen Rezepten wird zudem Backpulver oder Salz verwendet, um den Teig aufzuhellen und zu stabilisieren.
Zubereitung
Die Zubereitung der süßen Pflastersteine folgt einem ähnlichen Schema, wobei einige Details variieren. Die folgenden Schritte sind in den Rezepten beschrieben:
Vorbereitung der Zutaten:
Zucker, Fett und Honig oder Sirup werden in einem Topf bei mäßiger Hitze zum Schmelzen gebracht. Nachdem die Masse abgekühlt ist, werden Ei, Gewürze und Flüssigkeit hinzugegeben.Mehl und Teig:
Das Mehl wird gesiebt und mit Salz bestreut. Danach wird der Teigbrei dazu gegeben. In einigen Rezepten wird Hirschhornsalz in Rum aufgelöst und unter den Teig geknetet. Der Teig wird dann an einem kühlen Ort mindestens zwei Tage ruhen gelassen.Formgebung:
Der Teig wird zu Rollen von etwa 3 cm Stärke geformt und in gleichmäßige Stücke geschnitten. Diese werden zu Kugeln oder flachen Formen geformt.Backen:
Die Kugeln oder Formen werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt, mit Milch bestrichen und in Hagelzucker gedrückt. Sie werden im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C (oder 220°C) 10–15 Minuten gebacken.Zuckerguss:
Nach dem Backen und Abkühlen wird eine Zuckerglasur aus Puderzucker und Wasser hergestellt und über die Pflastersteine gegossen.
Rezeptbeispiel
Im Folgenden ist ein detailliertes Rezept beschrieben, das sich aus den verschiedenen Quellen zusammensetzt:
Zutaten (für ca. 50 Stück)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 500 g |
| Zucker | 100 g |
| Fett oder Margarine | 80 g |
| Honig oder Sirup | 350 g |
| Eier | 2 Stück |
| Pfefferkuchengewürz | 10 g |
| Hirschhornsalz | 10 g |
| Mandeln (gehackt) | 60 g |
| Zitronenabrieb | ca. 1 TL |
| Rum oder Rosenwasser | 2 EL |
| Puderzucker | 125 g |
| Milch | 2 EL |
| Hagelzucker | nach Geschmack |
| Butter (flüssig) | ca. 1 EL |
Zubereitung
In einem Topf werden Zucker, Fett und Honig oder Sirup bei mäßiger Hitze aufgeheizt, bis sie flüssig sind. Die Mischung abkühlen lassen.
In einer Schüssel Mehl gesieben und mit Salz bestreuen. Die abgekühlte Mischung hinzugeben. In einigen Rezepten wird Hirschhornsalz in Rum aufgelöst und unter den Teig geknetet.
Den Teig gut verkneten, bis er glatt und homogen ist. Anschließend wird er abgedeckt und an einem kühlen Ort für mindestens zwei Tage ruhen gelassen. Einige Quellen empfehlen, den Teig bis zu 2,5 Wochen zu lagern.
Nach dem Ruhen wird der Teig zu Rollen von etwa 3 cm Stärke geformt. Diese werden in gleichmäßige Stücke geschnitten, die zu Kugeln oder flachen Formen geformt werden.
Die Kugeln oder Formen werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt, mit flüssiger Butter bestrichen und in Hagelzucker gedrückt.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Gas 2–3, Umluft 160°C) etwa 10–15 Minuten backen. Während des Backens kann die Hitze leicht reduziert werden, um eine übermäßige Bräunung zu vermeiden.
Nach dem Backen und Abkühlen wird eine Zuckerglasur aus Puderzucker und Milch hergestellt und über die Pflastersteine gegossen. Alternativ kann der Guss vor dem Backen angerührt werden.
Die Pflastersteine werden in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt, wobei ein kleiner Apfel oder Möhre hinzugefügt werden kann, um sie feucht zu halten.
Tipps und Empfehlungen
Lagerungstipps
- Pflastersteine sollten in einem gut verschließenden Behälter aufbewahrt werden, um Feuchtigkeit zu erhalten.
- Ein Apfel oder Möhre im Behälter kann helfen, die Pflastersteine weich zu halten.
- Für eine längere Haltbarkeit können die Pflastersteine zwischen Backpapier aufbewahrt werden.
- Sie halten sich ca. 4 Wochen, wenn sie gut geschützt sind.
Zubereitungshinweise
- Der Teig sollte nicht zu warm sein, bevor er weiterverarbeitet wird.
- Bei Bedarf kann etwas Mehl hinzugefügt werden, wenn der Teig zu klebrig ist.
- Der Teig sollte gut durchgeknetet werden, um eine homogene Konsistenz zu erzielen.
- Es ist wichtig, dass der Teig mindestens zwei Tage ruht, damit er an Geschmack und Konsistenz gewinnt.
Geschmack und Konsistenz
Die Pflastersteine sind cremig und leicht gewürzt. Der Geschmack wird durch Zitronenaroma und Mandeln bereichert, während die Zuckerkruste eine zusätzliche Süße hinzufügt. Die Konsistenz ist weich und leicht, wodurch sie sich ideal als Snack oder Dessert eignen.
Herkunft und Tradition
Die Pflastersteine sind ein Klassiker der traditionellen Backkunst, der vor allem in der DDR und in Ostdeutschland verbreitet war. Sie wurden oft in der Weihnachtszeit oder in der Herbstzeit zubereitet und als Leckerei genossen. Die Bezeichnung „Pflastersteine“ bezieht sich auf die Form, die die Pflastersteine nach dem Backen annehmen – kleine, runde Stücke, die wie Pflastersteine aussehen.
Fazit
Süße Pflastersteine sind ein traditionelles Rezept, das durch seine einfache Zubereitung, die weiche Konsistenz und den aromatischen Geschmack überzeugt. Sie eignen sich hervorragend als Snack oder Dessert und können durch die Zugabe von Zitronenaroma, Mandeln und Zucker individuell abgewandelt werden. Der Teig muss mindestens zwei Tage ruhen, um die optimale Konsistenz zu erreichen. Nach dem Backen werden die Pflastersteine mit einer Zuckerkruste überzogen und in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt, um ihre Weichheit zu bewahren.