Pizza zubereiten im Passiv: Ein Rezept im Perfektionismus der Form

Die deutsche Sprache bietet eine Vielzahl an Grammatikformen, wobei das Passiv eine besondere Rolle in der Beschreibung von Vorgängen spielt. Vor allem in Rezepten wird das Passiv gerne eingesetzt, um den Fokus auf das, was getan wird, und nicht auf den Täter zu legen. Dieser Stil eignet sich besonders gut in kulinarischen Anleitungen, da er eine sachliche, objektive und oft unverfängliche Darstellung ermöglicht. In diesem Artikel wird ein klassisches Pizza-Rezept im Passiv gezeigt, analysiert und als Beispiel für die Anwendung des Passivs im Rezeptkontext vorgestellt.

Das Rezept im Passiv

Ein typisches Pizza-Rezept, wie es in den Quellen beschrieben wird, folgt einer klaren Struktur. Jeder Schritt wird im Passiv formuliert, um den Täter bewusst auszulassen und das Augenmerk auf das, was getan wird, zu lenken. Dieser Stil ist besonders nützlich in Rezepten, da er die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Aktion lenkt, ohne Ablenkung durch Subjekte oder Täter.

1. Teig zubereiten

Im ersten Schritt des Rezeptes wird der Teig zubereitet. Im Passiv formuliert, wird der Vorgang klar und präzise beschrieben, ohne dass der Begriff „du“ oder „man“ auftaucht. Dies sorgt für eine neutrale und objektive Anleitung, die für jeden Leser gleichermaßen verständlich ist.

  • 500 g Mehl werden in eine Schüssel gesiebt.
  • 1 Päckchen Trockenhefe wird hinzugefügt.
  • 1 TL Salz und 1 TL Zucker werden untergemischt.
  • 300 ml lauwarmes Wasser und 2 EL Olivenöl werden hinzugefügt.
  • Der Teig wird gut durchgeknetet, bis er geschmeidig ist.
  • Der Teig wird abgedeckt und an einem warmen Ort für etwa 1 Stunde gehen gelassen.

Der Schwerpunkt liegt hier auf den Aktionen, die durchgeführt werden: Mehl wird gesiebt, Hefe wird hinzugefügt, Salz und Zucker werden untergemischt, und so weiter. Jeder Schritt wird mit dem Verb „werden“ oder „wird“ formuliert, was eindeutig auf das Passiv hinweist.

2. Tomatensauce zubereiten

Im zweiten Schritt des Rezeptes wird die Tomatensauce zubereitet. Auch hier folgt die Beschreibung der Aktionen dem Passiv-Prinzip. Die Sauce wird nicht von einem Subjekt „gemacht“, sondern „zubereitet“ – eine passive Formulierung, die den Schwerpunkt auf das Endergebnis und nicht auf den Täter legt.

  • 1 Dose gehackte Tomaten wird in einen Topf gegeben.
  • 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen werden fein gehackt und hinzugefügt.
  • 1 TL Oregano, 1 TL Basilikum, Salz und Pfeffer werden hinzugefügt.
  • Die Sauce wird bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten gekocht.

Diese Formulierung ist besonders nützlich in Rezepten, da sie den Leser nicht mit zusätzlichen Informationen über die Person oder Methode, die die Sauce zubereitet, belastet. Stattdessen wird der Fokus auf die Aktionen gelegt, die zu einem bestimmten Ergebnis führen – in diesem Fall eine aromatische Tomatensauce.

3. Pizza belegen

Der dritte Schritt des Rezeptes beinhaltet das Belegen der Pizza. Auch hier wird das Passiv genutzt, um die Aktionen klar und präzise zu beschreiben, ohne dass der Täter im Fokus steht.

  • Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt.
  • Ein Backblech wird mit Backpapier ausgelegt.
  • Der ausgerollte Teig wird auf das Backblech gelegt.
  • Die Tomatensauce wird gleichmäßig auf dem Teig verteilt.
  • 200 g geriebener Mozzarella werden darüber gestreut.
  • Belag nach Wahl (z.B. Salami, Schinken, Pilze, Paprika) wird hinzugefügt.

Diese Schritte sind klar, präzise und einfach nachzuvollziehen. Der Leser kann sich auf die Aktionen konzentrieren, ohne dass er wissen muss, wer diese ausführt.

4. Pizza backen

Im vierten Schritt wird die Pizza in den Ofen geschoben und gebacken. Auch hier setzt das Rezept auf das Passiv, um die Beschreibung neutral und objektiv zu halten.

  • Der Ofen wird auf 220°C vorgeheizt.
  • Die Pizza wird in den vorgeheizten Ofen geschoben.
  • Die Pizza wird etwa 15–20 Minuten gebacken, bis der Käse geschmolzen und der Rand goldbraun ist.

Diese Formulierung ist besonders nützlich, da sie den Schwerpunkt auf das Ergebnis legt – in diesem Fall eine goldbraun gebratene Pizza mit geschmolzenem Käse.

5. Pizza servieren

Der letzte Schritt im Rezept ist das Servieren der Pizza. Auch dieser Schritt wird im Passiv formuliert, um die Aktion klar und präzise darzustellen.

  • Die Pizza wird aus dem Ofen genommen.
  • Die Pizza wird in Stücke geschnitten und serviert.
  • Guten Appetit!

Die Verwendung des Passivs in diesem Schritt ist besonders effektiv, da es den Fokus auf das Endergebnis legt – die servierte Pizza – und nicht auf den, der sie serviert.

Vorteile des Passivs in Rezepten

Die Verwendung des Passivs in Rezepten bietet mehrere Vorteile, die besonders in der pädagogischen und didaktischen Anwendung relevant sind. Einige dieser Vorteile sind:

  • Neutralität: Der Passiv ermöglicht eine neutrale und objektive Beschreibung der Aktionen, ohne dass ein Subjekt oder Täter erwähnt werden muss. Dies ist besonders nützlich in Rezepten, da der Fokus auf das Endergebnis und nicht auf die Person liegt, die die Aktionen ausführt.
  • Klarheit: Der Passiv hilft, die Aktionen klar und präzise zu formulieren, ohne dass zusätzliche Informationen über den Täter erforderlich sind. Dies reduziert die Komplexität der Anleitung und macht sie für alle Leser gleichermaßen verständlich.
  • Struktur: Der Passiv ermöglicht eine klare und logische Struktur der Rezeptanleitung. Jeder Schritt wird in der gleichen Form formuliert, was den Leser unterstützt, die Aktionen nachzuvollziehen und umzusetzen.

Eingeschränkte Verwendbarkeit des Passivs in Rezepten

Obwohl das Passiv in Rezepten viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Einschränkungen, die berücksichtigt werden sollten. Einige dieser Einschränkungen sind:

  • Feinheiten der Aktionen: In einigen Fällen kann das Passiv die Feinheiten der Aktionen nicht ausreichend darstellen, da es den Täter bewusst auslässt. Dies kann zu Missverständnissen führen, wenn der Leser nicht weiß, wer oder was die Aktion ausführt.
  • Subjektivität: In einigen Fällen kann das Passiv die Subjektivität der Aktionen ausblenden, was in Rezepten, die auf persönliche Erfahrung oder Empfehlung basieren, unpassend sein kann.

Fazit

Das Passiv ist ein nützliches Grammatikmittel in der Beschreibung von Vorgängen, insbesondere in Rezepten. Es ermöglicht eine neutrale, objektive und klare Formulierung der Aktionen, ohne dass ein Subjekt oder Täter erwähnt werden muss. In Rezepten ist dies besonders vorteilhaft, da es den Fokus auf das Endergebnis legt und die Aktionen in einer logischen und verständlichen Struktur darstellt. Allerdings sollte auch berücksichtigt werden, dass das Passiv in einigen Fällen die Feinheiten der Aktionen nicht ausreichend darstellen kann und in anderen Fällen die Subjektivität der Aktionen ausblenden kann.

Quellen

  1. frage.de – Pizza-Rezept im Passiv

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