Das perfekte Pizzarezept vom Pizza-Weltmeister aus Ingelheim

Die Suche nach der perfekten Pizza führt manchmal zu unerwarteten Orten. So auch in diesem Fall, wo die beste Pizza der Welt nicht in Neapel oder Rom, sondern in Rheinland-Pfalz gebacken wird. Francesco Ialazzo aus Ingelheim ist gelernter Koch und seit 2021 Pizza-Weltmeister in sieben Kategorien. Sein Geheimnis liegt nicht nur in der Zubereitung, sondern auch in der Sorgfalt mit der er den Teig herstellt und die Pizzen formt. In diesem Artikel präsentieren wir das exklusive Rezept für den Pizzateig, das von Francesco Ialazzo selbst erprobt und verfeinert wurde, sowie den Hintergrund seiner Arbeit, die ihn als Pizzabäcker international bekannt gemacht hat.

Wer ist Francesco Ialazzo?

Francesco Ialazzo ist nicht nur ein leidenschaftlicher Gastronom, sondern auch ein international anerkannter Pizzabäcker. Er betreibt die Pizzeria Capri in Ingelheim am Rhein, wo er mit frischen Zutaten und handwerklicher Präzision authentische italienische Pizza herstellt. In sieben Kategorien wurde er als Weltmeister ausgezeichnet, was seine Fähigkeiten und Erfahrung eindrucksvoll unterstreicht.

Sein Fokus liegt auf der Qualität des Pizzateigs, der nach seiner Meinung der Schlüssel zu einer authentischen Pizza Napoletana ist. Im Interview betont Francesco, dass die richtige Zusammensetzung des Teigs und die Technik der Formgebung entscheidend sind, um die perfekte Kombination aus knusprigem Boden und weicher Kruste zu erzielen.

Das Rezept vom Pizza-Weltmeister

Das Rezept für den Pizzateig, das Francesco Ialazzo verwendet, ist einfach in der Anzahl der Zutaten, jedoch anspruchsvoll in der Ausführung. Es eignet sich für 6 bis 7 Pizzen und wird in mehreren Ruheschritten gearbeitet, um die optimale Konsistenz zu erreichen.

Zutaten

  • 1 l Wasser
  • 1,3 kg Mehl (Typ 405)
  • 2–3 g Frischhefe (oder 1,5 g Trockenhefe)
  • 50 g Salz

Zubereitung

Die Herstellung des Pizzateigs beginnt mit der Vorbereitung des Wassers. Etwa 750 ml Wasser in die Rührschüssel gießen und den Rest beiseite stellen. Die Frischhefe wird in das Wasser gegeben und vollständig aufgelöst. Anschließend wird das Mehl hinzugefügt und mit einem Rührgerät in der Maschine geknetet, bis eine einheitliche Masse entsteht.

Sobald die Masse homogen ist, wird das Salz hinzugefügt und der Teig weitergeknetet. Danach wird das restliche Wasser zugemischt, wodurch die Konsistenz nochmals angepasst wird. Der Teig wird dann aus der Rührschüssel genommen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen weitergeknetet, bis er nicht mehr an den Händen klebt und eine glatte Oberfläche aufweist.

Nach der Knetung wird der Teig mit einem nassen Tuch abgedeckt und etwa 15 bis 20 Minuten ruhen gelassen. Danach werden die Teigkugeln portioniert und entweder bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank erneut 8 bis 12 Stunden ruhen gelassen. Diese zweite Ruhephase ist entscheidend, da sie den Teig weiter entlastet und ihm Zeit gibt, die Gase gleichmäßig zu verteilen.

Nach der Ruhezeit werden die Teigkugeln erneut durchgeknetet und mit den Händen auseinandergezogen. Anschließend werden sie mehrmals auf die Arbeitsfläche geschlagen, um die Kruste zu straffen. In die gewünschte Pizzengröße gebracht und je nach Pizza-Typ ein Rand gebildet. Anschließend wird Tomatensauce auf den Boden gestrichen und die Pizzen nach Bedarf belegt.

Die Backtemperatur liegt idealerweise bei 250 Grad Celsius. Der Ofen sollte so heiß wie möglich sein, da die Hitze den Teig optimal aufgehen lässt und die Pizza knusprig brät. Die Backzeit beträgt etwa 10 bis 15 Minuten, je nach Ofentyp und gewünschter Krustenstärke.

Die Bedeutung des Teigs in der Pizza-Kunst

Francesco Ialazzo betont, dass der Teig der entscheidende Faktor für eine perfekte Pizza ist. In Interviews, in denen er über seine Arbeit spricht, betont er, dass viele Pizza-Fans den Fokus oft auf den Belag legen, doch die Qualität des Teigs sei der eigentliche Schlüssel. Ein guter Teig bietet die Grundlage für die Struktur, den Geschmack und die Konsistenz der Pizza.

Einige der Kriterien, die Francesco für einen perfekten Pizzateig definiert, sind:

  • Eine gleichmäßige Porung, die beim Backen den Teig aufgehen lässt.
  • Eine glatte, nicht klebrige Konsistenz, die sich gut formen lässt.
  • Eine ausreichende Ruhezeit, die den Teig entlastet und die Gase gleichmäßig verteilt.
  • Die richtige Feuchtigkeit, die den Teig nicht zu schwer, aber auch nicht zu trocken macht.

Die Kombination aus diesen Faktoren ermöglicht es, eine Pizza mit einer knusprigen, aber weichen Kruste zu backen, die sich optimal für die Aufnahme von Sauce und Belag eignet.

Die Rolle der Ruhephasen

Die Ruhephasen im Teigvorbereitungsprozess sind ein entscheidender Schritt, den viele Hobbyköche oft unterschätzen. Francesco Ialazzo betont, dass die Teigkugeln nach der ersten Knetung und nach der Portionierung jeweils mindestens 8 bis 12 Stunden ruhen sollten. Diese Phasen ermöglichen es dem Teig, die Gase gleichmäßig zu verteilen und sich optimal zu entwickeln.

Die erste Ruhephase direkt nach der Knetung hilft, den Teig zu entlasten und die Glutenstruktur zu stabilisieren. Die zweite Ruhephase nach der Portionierung ist entscheidend, da sie die Formung der Pizzen erleichtert und die Konsistenz des Teigs optimiert. Ohne diese Ruhephasen kann der Teig zu fest oder zu weich sein, was die Backresultate beeinträchtigen kann.

Tipps für die optimale Formung der Pizzen

Nachdem der Teig ausreichend geruht hat, kommt die Formung. Francesco Ialazzo betont, dass die Pizzen nicht geformt, sondern vielmehr „gezogen“ werden sollten. Dies geschieht mit den Händen, wobei der Teig sanft auseinandergezogen wird, um die Form zu erzeugen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Kanten nicht zu dünn oder zu dick sind.

Für die Randformung gibt es verschiedene Techniken, wobei Francesco den Fokus auf die Handhabung legt. Der Rand sollte nicht zu hoch oder zu flach sein, sondern eine Balance zwischen Halt und Flexibilität bieten. Dies ermöglicht es, die Pizzen später gut mit Sauce und Belag zu belegen und zu servieren.

Die Bedeutung des Ofens

Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Herstellung der perfekten Pizza ist der Ofen. Francesco Ialazzo betont, dass der Ofen möglichst heiß sein sollte. Je heißer der Ofen, desto besser kann die Pizza backen. Ein Ofen mit einer Temperatur von mindestens 250 Grad Celsius ist ideal.

Moderne Hobbyöfen können oft nicht die gleiche Hitze erzeugen wie professionelle Pizzafurnaces, doch es gibt Techniken, um die Hitze im Heimofen zu maximieren. Dazu gehört, die Ofentür vor dem Backen mindestens 10 Minuten lang geschlossen zu halten, um die Temperatur zu stabilisieren. Darüber hinaus kann die Pizza auf einem Ofengitter oder einer Backplatte gebacken werden, die die Hitze optimal aufnimmt und zurückgibt.

Fazit

Die perfekte Pizza ist nicht nur das Ergebnis von frischen Zutaten oder einem leckeren Belag, sondern vor allem das Resultat einer sorgfältig hergestellten Kombination aus Technik, Zeit und Liebe zum Detail. Francesco Ialazzo hat mit seinem Pizzateigrezept und seiner Methode der Herstellung bewiesen, dass es möglich ist, die Weltbeste Pizza in Rheinland-Pfalz zu backen.

Sein Rezept, das auf traditionellen Techniken basiert, ist einfach in der Anzahl der Zutaten, aber komplex in der Ausführung. Mit der richtigen Knettechnik, ausreichenden Ruhephasen und der passenden Formung kann jedes Hobbykoch zu Hause die perfekte Pizza backen. Obwohl die Anforderungen an den Ofen höher sind, gibt es auch im Haushalt Wege, die Pizza knusprig und lecker zu machen.

Durch die Verwendung dieses Rezepts und der dazugehörigen Tipps und Techniken können Hobbyköche eine authentische Pizza Napoletana nachbacken, die sowohl in Aroma als auch in Textur beeindruckt. Francesco Ialazzo hat gezeigt, dass die Weltbeste Pizza nicht an einem bestimmten Ort entsteht, sondern in der Hand eines talentierten Pizzabäckers, der mit Herzblut arbeitet.

Quellen

  1. magazin-kueche.de
  2. pizzeriacapri.de
  3. ffh.de

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