Die Koch- und Backszene in Deutschland hat in den letzten Jahren eine deutliche Wiederbelebung erfahren, und dabei spielen Brot und Pizza eine zentrale Rolle. Insbesondere die Arbeit von Johannes Hirt und Jörg Schmid, bekannt als die Wildbakers, hat dazu beigetragen, dass das Brotbacken wieder an Attraktivität gewonnen hat. Neben klassischen Rezepten und innovativen Backtechniken, die sie in ihrem Buch und durch Workshops vermitteln, haben sie auch den Weg für kreative Pizza-Varianten bereitet. In diesem Artikel wird eine Auswahl an Rezepten, Techniken und Hintergrundinformationen vorgestellt, die sich aus der Arbeit der Wildbakers und weiterer Quellen ableiten.
Einführung in die Arbeit der Wildbakers
Die Wildbakers, Johannes Hirt und Jörg Schmid, haben sich in der Brot- und Backszene einen Namen gemacht. Sie gewannen 2012 die Deutsche Brotbackmeisterschaft und legten mit ihrem Buch „Von zweien, die auszogen, das perfekte Brot zu backen“ 2016 ein Werk vor, das sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. In diesem Buch finden sich Rezepte, die von klassischen Broten wie Weißbrot und Baguette bis hin zu kreativen, manchmal ungewöhnlichen Kreationen reichen. Die Autoren verfolgen das Ziel, das Brotbacken in Deutschland neu zu beleben und dabei sowohl Einsteigern als auch fortgeschrittenen Bäckern nützliche Tipps und Rezepte anzubieten.
Neben dem Brotbacken haben sie sich auch mit der Kreation von Pizzen beschäftigt, was in einigen Quellen deutlich wird. Die Wildbakers zeigen, wie einfach und lecker selbstgemachte Pizza sein kann, wobei sie auch ungewöhnliche Zutaten wie Wildsalami oder Schmalz einsetzen. In Kombination mit traditionellen Techniken entstehen so leckere, aber auch originelle Gerichte, die sowohl für Familienabende als auch für besondere Anlässe geeignet sind.
Klassische Brotrezepte und deren Vorbereitung
Im Buch der Wildbakers wird mit klassischen Broten begonnen. Diese dienen als Grundlage für Einsteiger, die sich im Brotbacken probieren möchten. Rezepte wie Ciabatta, Baguette, Fladenbrot oder das französische Landbrot sind detailliert beschrieben und mit praktischen Tipps versehen.
Ein besonderes Highlight ist das französische Landbrot, das durch eine lange Teigruhe und eine sorgfältige Vorbereitung für ein besonders aromatisches Endprodukt sorgt. Ein solches Rezept eignet sich gut, um sich mit den Grundlagen vertraut zu machen, da es trotz der etwas aufwendigeren Zubereitung relativ einfach nachzubacken ist. Zudem ist es ein Beweis dafür, dass selbst traditionelle Rezepte durch die richtige Technik und die Verwendung hochwertiger Zutaten eine hohe Qualität erzielen können.
Von Brot zur Pizza: Kreative Kombinationen
Die Kreation von Pizza folgt in der Arbeit der Wildbakers dem gleichen Prinzip: Klassische Grundlagen werden mit kreativen Ideen kombiniert, um neue Geschmackserlebnisse zu schaffen. Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte „Wild-Pizza“, die in einer Quelle beschrieben wird. Dieses Rezept setzt auf einen einfachen Teig, der durch Olivenöl, Hefe und Kräuter der Provence bereichert wird. Der Belag besteht aus Wildsalami, geräuchertem Bauchspeck und Mozarella auf einer Tomatensoße. Es handelt sich hierbei um eine Variante, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet ist, da der Geschmack mild und die Zutaten frisch sind.
Rezept: Wild-Pizza nach Wildbakers
Zutaten für den Teig
- 30 g natives Olivenöl
- 220 g Wasser
- 1 TL Zucker oder 1 TL Backmalz (optional)
- ½ Würfel Hefe (20 g) oder 2 TL Trockenhefe (8 g)
- 400 g Mehl
- 1 TL Salz
- 1 EL Kräuter der Provence
Zutaten für den Belag
- 80 g Wildsalami in 1–2 mm dicken Scheiben
- 50 g geräucherter Bauchspeck vom Wildschwein in 1–2 mm dicken Scheiben
- 400 g Mozarella in Scheiben
- Bratschmalz zum Anbraten
- 1 Zwiebel in kleinen Stücken
- 1 Knoblauchzehe in kleinen Stücken
- 400 ml passierte Tomaten
- 1 TL Salz
- Frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
Benötigte Utensilien
- Große Schüssel
- Frischhaltefolie oder Geschirrtuch
- Kleiner Topf
- Backpapier
- Backblech
Zubereitung
Teigvorbereitung:
Eine große Schüssel leicht einfetten. Wasser, Zucker, Hefe, Mehl, Olivenöl, Kräuter der Provence und Salz zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in die Schüssel geben. Mit Frischhaltefolie oder einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.Belagvorbereitung:
In einem kleinen Topf Zwiebel und Knoblauch mit etwas Bratschmalz anschwitzen. Passierte Tomaten zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße beiseite stellen.Pizza formen:
Den Teig auf ein Backpapier legen und ca. 1 cm dick ausrollen. Mit einem Messer in zwei gleichgroße Hälften teilen. Jede Hälfte auf dem Backpapier auf das Backblech legen.Belag verteilen:
Die Tomatensoße gleichmäßig auf die Pizzen verteilen. Darauf Wildsalami und Schinken legen, anschließend Mozarella. Mit etwas Pfeffer bestäuben.Backen:
Die Pizzen im vorgeheizten Backofen (ca. 220 °C, Ober-/Unterhitze) ca. 12–15 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.Servieren:
Die Pizzen abkühlen lassen und servieren. Ein guter Tipp ist, sie warm zu servieren, um den Geschmack und die Konsistenz zu bewahren.
Weitere Pizza-Varianten: Vegetarisch und kreativ
Neben fleischbelegten Pizzen haben die Wildbakers auch vegetarische Alternativen ins Spiel gebracht. Hierbei wird gezeigt, dass Pizza nicht zwingend Fleisch enthalten muss, um lecker zu sein. Einige Quellen beschreiben, wie Gemüse optimal für Pizza vorbereitet wird, um die Geschmackskomponenten zu optimieren. So werden beispielsweise bunte Gemüse wie Paprika, Zucchini oder Pilze in kleine Würfel geschnitten und vor dem Auftragen auf der Pizza kurz angebraten oder gegart. Dies sorgt für eine bessere Geschmacksentfaltung und verhindert, dass das Gemüse die Pizza nass macht.
Ein weiteres Rezept, das in Quellen beschrieben wird, ist eine Pizza mit Spinat und Artischocken. Hierbei wird frischer Spinat leicht abgekocht, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen, und mit gerösteten Artischocken kombiniert. Die Soße bleibt hierbei meist auf der klassischen Tomatensoße basiert, kann aber auch durch Sahnesoße abgewandelt werden, um den Geschmack zu variieren.
Pizzen für besondere Anlässe: Suppe, Raclette und mehr
Neben der klassischen Pizza haben die Wildbakers auch andere kreative Ideen entwickelt, die sich gut für besondere Anlässe eignen. So wird in einer Quelle eine Pizzasuppe beschrieben, die nach Pizza schmeckt und in wenigen Minuten zubereitet ist. Die sogenannte italienische Pizzasuppe mit knuspriger Salsiccia Piccante ist eine cremige, würzige Alternative, die sich besonders an kalten Tagen eignet. Es handelt sich hierbei um ein One-Pot-Rezept, das einfach und schnell herzustellen ist und ideal für Partys oder Familienabende ist.
Ein weiteres kreatives Rezept ist das Raclette-Pizzateig-Rezept. Hierbei wird ein aromatischer Teig zubereitet, der dann in kleinen Pfännchen als Mini-Pizza gebacken wird. Die Beläge können sowohl herzhaft (z. B. Käse, Schinken, Pilze) als auch süß (z. B. Schokolade, Nüsse) sein, wodurch das Raclette-Pizzarezept zu einem besonderen Highlight für Familien- oder Freundschaftsabende wird.
Veranstaltungen und Kurse der Wildbakers
Neben der Veröffentlichung von Büchern und Rezepten bieten die Wildbakers auch Workshops und Kurse an, in denen sie ihr Wissen weitergeben. In diesen Kursen lernen Teilnehmer, wie man professionell backt und dabei nicht nur traditionelle, sondern auch innovative Techniken anwendet. Die Kurse sind für Einsteiger wie für fortgeschrittene Bäcker geeignet und ermöglichen es, direkt mit den Profis zu arbeiten.
Ein weiteres Angebot ist das sogenannte „Vollmondbrot“, das regelmäßig nach dem nächsten Vollmond verschickt wird. Dies ist ein Abo-ähnliches Konzept, das Brotliebhabern ein regelmäßig wechselndes Angebot an Brotkreationen liefert. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Wildbakers auch im digitalen Zeitalter kreative Wege finden, um die Liebe zum Backen und Brot zu verbreiten.
Schlussfolgerung
Die Arbeit der Wildbakers hat dazu beigetragen, dass Brotbacken und Pizza-Kreationen in Deutschland wieder an Bedeutung gewonnen haben. Durch ihre Bücher, Rezepte und Workshops zeigen sie, dass das Backen nicht nur eine handwerkliche Tätigkeit, sondern auch eine Quelle für kreatives und kulinarisches Vergnügen ist. Ob klassische Brote wie das französische Landbrot oder kreative Pizza-Varianten wie die Wild-Pizza – die Rezepte sind einfach nachzubacken und bieten eine Vielfalt an Geschmackserlebnissen.
Neben den Rezepten selbst ist auch die Philosophie der Wildbakers interessant: Sie zeigen, wie man mit einfachen Zutaten und etwas Geschick leckere Gerichte zubereiten kann. Dies ist nicht nur für Einsteiger, sondern auch für erfahrene Hobbyköche und Bäcker eine wertvolle Quelle. Mit weiteren Projekten wie dem Vollmondbrot oder kreativen Ideen für besondere Anlässe beweisen die Wildbakers, dass Backen und Kochen immer wieder neu entdeckt werden können – und das mit viel Freude und Leidenschaft.