Die türkische Pizza, auch als Lahmacun bekannt, ist ein Klassiker der orientalischen Küche, der sich hervorragend für das Grillen eignet. Besonders mit einem Kontaktgrill lässt sich die knusprige, würzige Kreation mit minimalem Aufwand und optimaler Geschmackskomposition zubereiten. In diesem Artikel wird ein detailliertes Rezept für türkische Pizza mit dem Kontaktgrill vorgestellt, inklusive Zutatenlisten, Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tipps zur Zubereitung und Hintergrundinformationen zur Herkunft des Gerichts.
Was ist türkische Pizza?
Die türkische Pizza, insbesondere in Form des Lahmacun, stammt aus dem Nahen Osten und hat ihre Wurzeln in der alten mesopotamischen und levantinischen Küche. Schon in den Zivilisationen von Babylonien und Assyrien wurden dünne Fladenbrote mit Belägen aus Fleisch und Gewürzen hergestellt. Die heutige Form entwickelte sich in der Türkei, Syrien, Armenien und anderen Teilen der Levante.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Pizza zeichnet sich die türkische Pizza durch ihren dünnen, knusprigen Teig und eine würzige Hackfleisch-Gemüsemischung aus. In der südostanatolischen Region der Türkei, insbesondere in Gaziantep, Şanlıurfa und Diyarbakır, ist Lahmacun ein fester Bestandteil der kulinarischen Tradition.
Lahmacun wird meist mit Zitronensaft, Petersilie und Zwiebeln serviert und zusammengerollt gegessen. Es ist eine ideale Beilage zu Salaten oder als Snack mit Joghurt-Dip.
Vorteile der Zubereitung im Kontaktgrill
Ein Kontaktgrill ist ideal zur Zubereitung von türkischer Pizza, da er eine gleichmäßige Hitze auf beiden Seiten der Speisen erzeugt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Grills, bei denen die Hitze nur von einer Seite kommt, sorgt der Kontaktgrill dafür, dass der Teig knusprig auf beiden Seiten wird, ohne dass die Füllung verbrennt oder untergeht.
Außerdem ist der Kontaktgrill schnell zu erhitzen und ermöglicht eine präzise Temperaturregelung, was bei der Zubereitung von dünner Teigware wie Lahmacun besonders wichtig ist. Einige Hersteller bieten Geräte an, die speziell für die Herstellung von Fladenbroten oder Pizza konzipiert sind.
Zutaten für türkische Pizza mit Kontaktgrill
Für die Zubereitung von türkischer Pizza mit einem Kontaktgrill werden zwei Hauptkomponenten benötigt: der Hefeteig und die Hackfleisch-Gemüsemischung. Die Mengen können je nach Größe des Grills und der Anzahl der Portionen angepasst werden.
Zutaten für den Hefeteig (für 6–12 Stück):
- 500 g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
- 50 ml Wasser
- 1 TL Zucker
- 1 Würfel Frischhefe (etwa 21 g)
- 10 g Salz
- 2–3 EL Olivenöl
- etwas Olivenöl zum Bestreichen der Schüssel
Zutaten für die Hackfleisch-Gemüsemischung:
- 500 g Rinderhackfleisch
- 4 Tomaten
- 4 grüne Spitzpaprika
- 1 Bund glatte Petersilie
- 1–2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Paprikapaste
- ½ TL Thymian
- ½ TL Oregano
- ½ TL Chiliflocken
- Salz
- Pfeffer
- Olivenöl
- Sumach (optional)
- Zitronensaft (zum Servieren)
Anmerkung: Alle Zutaten sind in den Quellen erwähnt. Abweichungen oder zusätzliche Zutaten wurden nicht gefunden und daher nicht berücksichtigt.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
1. Vorbereitung des Hefeteigs
Hefegemisch herstellen:
In einer Schüssel oder einer kleinen Rührschüssel 50 ml lauwarmes Wasser mit dem Zucker und der Hefe vermengen. Etwa 5–10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu schäumen.Teig kneten:
In einer separaten Schüssel Mehl und Salz vermengen. Anschließend das Hefegemisch, Olivenöl und etwas Wasser dazugeben. Alles zu einem leicht klebrigen Teigball kneten.Teig gehen lassen:
Die Schüssel mit etwas Olivenöl bestreichen, den Teig hineinlegen und ebenfalls dünn mit Öl bestreichen. Mit einem Tuch oder Deckel abdecken und etwa 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
2. Vorbereitung der Hackfleisch-Gemüsemischung
Gemüse zubereiten:
Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Tomaten schälen und in grobe Stücke schneiden. Petersilie waschen und grob hacken.Hackfleisch-Gemüsemischung herstellen:
Alle Gemüsestücke in eine Küchenmaschine oder einen Mörser geben und fein zerkleinern. Anschließend Hackfleisch, Tomatenmark, Paprikapaste, Gewürze (Thymian, Oregano, Chiliflocken) und etwas Olivenöl dazugeben. Alles gut miteinander vermengen.Nachwürzen (optional):
Wer unsicher ist, ob die Mischung ausreichend gewürzt ist, kann vor der Verwendung eine kleine Probe ausbacken, um die Geschmackskomposition zu prüfen.
3. Zubereitung im Kontaktgrill
Grill vorheizen:
Den Kontaktgrill auf eine Temperatur von 350–380 °C vorheizen. Je nach Modell kann dies 10–15 Minuten dauern.Teig portionsweise ausrollen:
Den aufgegangenen Hefeteig in 10–12 gleich große Bällchen teilen. Jedes Bällchen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen Kreis von etwa 15–20 cm Durchmesser ausrollen.Belag auftragen:
Auf jeden Teigfladen eine dünne Schicht der Hackfleisch-Gemüsemischung verteilen. Wichtig ist, dass der Belag nicht zu dick ist, da er ansonsten nicht durchgaren kann.Grillen:
Die türkischen Pizzen einzeln im Kontaktgrill backen. Dazu den Teigfladen mit der Belagseite nach oben in den Grill legen und etwa 3–5 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist. Danach auf der anderen Seite wenden und weitere 2–3 Minuten backen.Nachbearbeitung:
Nach dem Grillen die türkischen Pizzen aufeinander stapeln, um sie weich zu machen. Dabei immer zwei Fladen mit der Fleischseite aufeinander legen, um den Boden trocken zu halten.
Tipps und Tricks für die perfekte türkische Pizza
Probelieben:
Wenn man unsicher ist, ob die Füllung richtig gewürzt ist, kann man vor dem Grillen eine kleine Probe ausbacken und den Geschmack überprüfen.Belag dünn auftragen:
Wichtig ist, dass die Hackfleisch-Gemüsemischung dünn verteilt wird. Eine zu dicke Schicht würde innerhalb der kurzen Backzeit nicht durchgaren.Weiche Fladen erzeugen:
Für eine weiche, rollbare Konsistenz sollten die gebackenen Fladen nach dem Grillen aufeinander gestapelt werden. So ziehen sie sich etwas zusammen und werden weicher.Einfrieren:
Die türkischen Pizzen lassen sich hervorragend einfrieren. So kann man sie vorrätig haben oder für größere Partys gleich mehrere Portionen zubereiten.
Zubereitung mit einfacherem Pizzateig (Alternative)
Ein weiteres Rezept, das in einer Quelle erwähnt wird, verwendet einen einfachen Pizzateig mit hoher Hydration (65 %). Dieser eignet sich besonders gut für den Kontaktgrill, da er sich leicht verarbeiten und ausrollen lässt.
Zutaten (für ca. 2 Pizzen):
- 1000 g Mehl
- 650 ml Wasser
- 5 g Trockenhefe
- 3 TL Salz
- Grieß zum Arbeiten
Zubereitung:
Teig kneten:
Mehl, Wasser, Salz und Hefe in eine Schüssel geben und zu einem Teig kneten. Einige Minuten ruhen lassen.Ausrollen:
Den Teig mit Grieß bestäuben und mit dem Nudelholz dünn ausrollen.Belag auftragen:
Mit Tomatensoße (z. B. mit Maggi), Salami, Mozzarella und Oregano belegen.Im Kontaktgrill backen:
Die Pizzen im vorgeheizten Kontaktgrill auf beiden Seiten goldbraun backen.
Serviervorschläge und Zubereitungsideen
Lahmacun kann nach Wunsch mit zusätzlichen Zutaten ergänzt werden, um den Geschmack zu variieren. In einer Quelle wird empfohlen, die türkischen Pizzen mit frischen Salatblättern, Tomaten, Zwiebeln und Paprika zu füllen und zusammengerollt zu servieren.
Ein weiterer Vorschlag ist die Verwendung eines Knoblauch-Joghurt-Dips wie Cacik oder Tzatiki. Alternativ können auch selbst gemachte Grillsaucen hinzugefügt werden.
Für diejenigen, die es besonders scharf mögen, kann extragroße Menge Chiliflocken in die Füllung gemischt werden. Wer lieber mildere Geschmacksrichtungen bevorzugt, kann stattdessen Petersilie, Sumach oder Zitronensaft als Aromakomponenten nutzen.
Schlussfolgerung
Die türkische Pizza (Lahmacun) ist ein köstliches und einfach zuzubereitendes Gericht, das sich hervorragend im Kontaktgrill zubereiten lässt. Mit einem dünnen, knusprigen Hefeteig und einer würzigen Hackfleisch-Gemüsemischung erzielt man ein Rezept, das sowohl optisch als auch geschmacklich beeindruckt. Die Zubereitung ist schnell, und die Portionen lassen sich gut vorrätig halten, was sie ideal für Familien- oder Partysnacks macht.
Durch die Verwendung eines Kontaktgrills wird sichergestellt, dass die Pizza auf beiden Seiten gleichmäßig gebraten wird. Zudem sind die Tipps zur Weichmacherung und zur optimalen Würzung unverzichtbar, um das Rezept perfekt abzuschließen.