Italicus Spritz: Der Bergamotte-Drink, der den Aperol Spritz ablöst

Der Sommercocktail-Markt ist ein ständiges Wettrennen. Seit einer halben Ewigkeit gilt der Aperol Spritz als der unangefochtene König der Sommeraperitive, ein orangefarbener Klassiker, der sich über Jahre hinweg etabliert hat. Doch jedes Jahr versuchen neue Getränke, diesem Monopol ein Ende zu setzen. Zuerst tauchte der Hugo auf, gefolgt vom Lillet Spritz, dem „sinnlichen Franzosen“, der jedoch nur bei einem Teil der Zielgruppe Anklang fand. In diesem Sommer tritt nun ein neuer Herausforderer auf den Plan: der Italicus Spritz. Dieser Drink wird von den „hippen Römern“ bereits als der neue Aperol gefeiert und hat das Potenzial, in Deutschland zum coolen Pendant zum orangen Klassiker zu werden. Was den Italicus Spritz so besonders macht, ist die zentrale Rolle der Bergamotte, einer extrem seltenen und sehr säuerlichen Frucht aus Süditalien, meist aus Kalabrien.

Die Geschichte hinter diesem Trenddrink reicht weit zurück. Das Familienrezept für den Likör, der als Basis dient, ist 300 Jahre alt. Wenn sich ein Rezept über drei Jahrhunderte hält, muss es eine besondere Qualität besitzen. Der Italicus ist kein gewöhnlicher Likör, sondern ein Rosolio di Bergamotto. Diese Kategorie der Spirituosen ist in der modernen Bar-Szene noch weitgehend unbekannt, besonders in Deutschland, während er in mediterranen Ländern bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt. Der Italicus zielt darauf ab, die Kategorie des Rosolio wieder in die Bars zu bringen, eine Sorte, für die es in Deutschland nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Eintrag gibt.

Der Italicus Spritz bietet eine frische Alternative zum klassischen Aperol Spritz. Er zeichnet sich durch das feine Prickeln von Prosecco und die frische, zitrusartige Note der Bergamotte aus. Egal ob man sich in Italien selbst befindet oder das warme Wetter auf dem eigenen Balkon oder der Terrasse genießt, dieser Drink ist die perfekte Wahl. Dank der ätherischen Bergamottenöle ist der Drink spritzig-frisch und leicht säuerlich. Perfekt ausbalanciert mit Prosecco, gilt er als der Trendcocktail des Jahres. In Deutschland ist der feine Bergamottenlikör noch recht unbekannt, was ihn zu einem echten Geheimtipp für Kenner macht.

Die Wissenschaft der Bergamotte und das Rosolio-Erbe

Um den Italicus Spritz wirklich zu verstehen, muss man die Hauptzutat, die Bergamotte, genauer betrachten. Bergamotten sind eine bestimmte Gattung der Zitruspflanzen. Botanisch gesehen sind sie ein Hybrid aus einer süßen Limette und einer Bitterorange oder Zitronenzitrone. Die Pflanze ist bereits seit der Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt. Ihr besonderer Geruch machte sie sofort interessant als Duftstoff. Später wurde sie auch in Cremes und Kosmetikprodukten genutzt.

Auch heute noch zielt der Anbau dieser speziellen Zitrusfrucht größtenteils auf die Gewinnung ätherischer Öle aus der Schale ab und weniger auf die Frucht selbst. Kein Wunder, schließlich enthält das kostbare Bergamottenöl über 350 verschiedene Aromen und übertrifft damit die meisten anderen natürlichen Duftstoffe an Komplexität und Raffinesse. Diese hohe Anzahl an Aromastoffen verleiht dem Italicus seine unverwechselbare Charakteristik. Es ist kein einfacher Zitrusgeschmack, sondern eine komplexe Mischung, die den Drink zu einem einzigartigen Erlebnis macht.

Der Begriff „Rosolio" ist in der deutschen Sprachraum kaum geläufig. Rosolio ist, nach einer sehr schwammigen Definition, ein Rosenblüten-Likör aus Italien, besonders verbreitet im Piemont und im Süden des Landes. Giuseppe Gallo, der Mann hinter Italicus und in der Bar-Szene nicht erst seit seiner Zeit als Global Brand Ambassador von Martini bekannt, möchte mit dem Italicus vor allem die Spirituosen-Kategorie des Rosolio wieder in die Bars bringen. Viele Menschen fragen sich, was ein Rosolio eigentlich ist, da es kaum Informationen dazu gibt. Italicus – Rosolio di Bergamotto ist ein Likör aus Bergamotten, der jetzt auf einen der wenigen Stammplätze auf dem engen Likör-Regal schielt und vielleicht sogar Chancen hat, dort einen festen Platz einzunehmen.

Die meisten Menschen sind bei Likören festgelegt auf einige Standardprodukte: Ein Triple Sec (meist Cointreau, zuweilen Grand Manier), beide Chartreuse-Varianten, Maraschino (meist von Luxardo), Kahlúa und in den letzten Jahren eventuell noch einen St. Germain. Diese Auswahl reicht für 95 Prozent aller gängigen Cocktail-Rezepte. Italicus versucht, sich in diese etablierte Landschaft einzufügen und bietet eine neue Dimension durch die Verwendung von Bergamotte.

Das klassische Rezept: Italicus Spritz im Detail

Das Rezept für einen perfekten Italicus Spritz ist überraschend einfach und benötigt nur wenige Zutaten, was ihn zu einem zugänglichen Drink für Zuhause macht. Die Basis bildet ein Verhältnis von 1:2 zwischen Italicus und Prosecco. Dieser Mix sorgt für einen Drink, der sowohl erfrischend als auch komplex ist.

Zutatenliste und Proportionen

Zutat Menge Funktion im Drink
Italicus (Rosolio di Bergamotto) 50 ml Bietet den frischen, zitrusartigen Geschmack und die bitteren Noten
Prosecco 100 ml Verleiht das feine Prickeln und füllt das Glas auf
Bitter Lemon 1 Schuss Fügt eine zusätzliche säuerliche Note hinzu
Eiswürfel 1 Handvoll Kühlung und Verdünnung
Garnierung 1 Zweig Rosmarin, 0,5 Zitrone Aroma-Verstärkung und optische Aufwertung

Die Zubereitung folgt einem klaren Ablauf, der die Aromen optimal freisetzt. Zuerst wird eine Handvoll Eiswürfel in ein Glas gegeben. Darauf folgt der Italicus. Anschließend wird mit Prosecco aufgefüllt. Zum Abschluss wird noch ein Schuss Bitter Lemon hinzugefügt. Optional kann der Drink noch mit Rosmarin und Zitronenscheiben garniert werden. Ein weiterer Ansatz zur Zubereitung, wie er in anderen Quellen beschrieben wird, sieht vor, dass man den Drink mit etwas Soda nach Belieben auffüllt, um einen noch leichteren Sommergeschmack zu erzielen. Auch hier wird das Glas mit Eiswürfeln gefüllt, Italicus und Prosecco hinzugefügt.

Die Nährwerte pro Glas liegen bei etwa 382 kcal und 30 g Kohlenhydrate. Dies macht den Drink zu einer relativ leichten Option im Vergleich zu vielen anderen Likör-basierten Cocktails, obwohl er durch die Verwendung von Prosecco und Likör einen gewissen Kaloriengehalt aufweist.

Variationen und die Bandbreite des Italicus

Obwohl der Italicus Spritz als der Haupttrend gilt, ist der Likör vielseitig einsetzbar. Er funktioniert als Würzer in einer erstaunlich großen Bandbreite an Gins und Tonic Waters. Die meisten Barkeeper hatten jedoch die meiste Freude mit ihm in eher klassischen Varianten, mit wacholderlastigen Gins wie dem Granit, Cotswolds oder Juniper Jack und mit einem sehr trockenen Tonic Water wie dem Schweppes Dry oder dem Aqua Monaco Dry.

Beim Vodka & Soda ist alles recht, was nach nichts schmeckt – hier kann der Italicus als „Auffrischer" wahre Wunder wirken. Aus einem reinen, neutralen Wirkungs-Gesöff wird so ein milder, zitroniger Erfrischungs-Longdrink. Die größte Freude hatten viele jedoch mit den Cocktails, die speziell um den Italicus herum entwickelt wurden. Ein Beispiel hierfür ist der „D’Olivio", bei dem der Italicus auf Vodka, Orangensaft, Zitronensaft und Olivenöl trifft. Diese Kombination zeigt die Vielseitigkeit des Likörs über den klassischen Spritz hinaus.

Für den D’Olivio werden folgende Zutaten verwendet: - Vodka - Orangensaft - Zitronensaft - Olivenöl

Dieser Drink zeigt, dass Italicus nicht nur für Spritz-Getränke geeignet ist, sondern auch als Basis für komplexere Mischungen dienen kann, bei denen Olivenöl eine interessante texturale Komponente hinzufügt.

Historischer Kontext und kulturelle Bedeutung

Die Geschichte der Bergamotte ist eng mit der Geschichte des Likörs verknüpft. Die Pflanze ist bereits seit der Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt. Ihr besonderer Geruch wurde zunächst als Duftstoff genutzt, später auch in Cremes und Kosmetikprodukten. Auch heute noch zielt der Anbau der speziellen Zitrusfrucht größtenteils auf die Gewinnung ätherischer Öle aus der Schale ab und weniger auf die Frucht selbst. Kein Wunder, schließlich enthält das kostbare Bergamottenöl über 350 verschiedene Aromen und übertrifft damit die meisten anderen natürlichen Duftstoffe an Komplexität und Raffinesse.

Der Italicus ist ein italienischer Aperitivo aus Bergamotte. Mit seinen leicht bitteren Zitrus-Noten eignet er sich wunderbar zum Mixen leichter, geschmacklich unverwechselbarer Cocktails wie dem Italicus Spritz. Für den Trend-Drink wird der Italicus im Verhältnis 1:2 mit gekühltem Prosecco gemixt.

Die kulturelle Bedeutung des Italicus Spritz liegt darin, dass er eine Alternative zum etablierten Aperol Spritz bietet. Während der Aperol Spritz seit einer halben Ewigkeit der heißeste Kandidat für den besten Sommeraperitivo aller Zeiten ist, versucht der Italicus Spritz, diesen Thron zu übernehmen. Er wird als der Sommerdrink 2023 oder 2024 gefeiert. In Rom wird er bereits als der neue Aperol bezeichnet, und es besteht die Hoffnung, dass er auch in Deutschland zum coolen Pendant zum orangen Klassiker wird.

Praktische Tipps für die Zubereitung und Servierung

Um den Italicus Spritz perfekt hinzukriegen, gibt es einige praktische Tipps, die den Drink auf ein neues Level heben. - Das Glas sollte vorher gekühlt sein, um die Frische zu erhalten. - Die Wahl des Proseccos ist entscheidend; ein trockenerer Stil passt besser zur Bitterkeit der Bergamotte. - Die Garnierung ist nicht nur Dekoration, sondern trägt zum Aroma bei. Rosmarin und Zitronenscheiben sind die klassischen Begleiter. - Optional kann der Drink mit einem Oliven-Spieß garniert werden, was eine interessante visuelle und geschmackliche Note hinzufügt. - Für eine noch leichtere Variante kann Soda hinzugefügt werden, um den Drink noch erfrischender zu machen.

Die Kombination aus Italicus, Prosecco und optionaler Soda oder Bitter Lemon erzeugt einen Drink, der sowohl spritzig-frisch als auch leicht säuerlich ist. Dies macht ihn zu einer idealen Wahl für warme Sommertage auf Balkon oder Terrasse.

Vergleich: Italicus Spritz vs. Andere Sommercocktails

Um die Einzigartigkeit des Italicus Spritz zu verstehen, lohnt sich ein Vergleich mit anderen bekannten Sommerdrinks. Der Italicus Spritz unterscheidet sich vom klassischen Aperol Spritz durch die Verwendung von Bergamotte statt der typischen Kräuter und Bitterstoffe des Aperols. Während der Aperol Spritz oft als orangefarbener Klassiker gilt, bietet der Italicus Spritz eine grünere, zitrusartigere und komplexere Geschmacksnote.

Merkmal Italicus Spritz Aperol Spritz Hugo
Hauptzutat Italicus (Bergamotte) Aperol (Kräuter/Bitter) St. Germain (Elderflower)
Sekt Prosecco Prosecco Prosecco
Geschmack Frisch, zitrusartig, leicht säuerlich Bitter, kräuterig Blumig, süß
Farbe Grünlich-Gelb Orangenrot Hellgelb
Trendfaktor Trend 2023/2024 Klassiker seit Jahrzehnten Vorübergehender Trend

Der Italicus Spritz bietet eine frische Alternative für alle, die nach etwas Neuem suchen. Während der Hugo oft als „Strohfeuer" bezeichnet wurde und der Lillet Spritz nur bei einer bestimmten Zielgruppe ankam, hat der Italicus Spritz das Potenzial, den Sommer zu beherrschen.

Die Rolle von Rosolio in der modernen Bar

Der Versuch, die Kategorie des Rosolio wieder in die Bars zu bringen, ist ein zentrales Anliegen hinter dem Italicus. Rosolio ist ein Likör, der historisch mit Rosenblüten assoziiert wird, aber der Italicus nutzt Bergamotte als Hauptbestandteil. Dies ist eine Abwandlung des traditionellen Konzepts. In der modernen Bar-Szene sind die meisten Menschen bei Likören festgelegt auf eine begrenzte Auswahl. Italicus bietet hier eine neue Möglichkeit, das Regal zu erweitern.

Die Geschichte des Rosolio ist eng mit der Geschichte der italienischen Likörfabrikation verbunden. Es gibt nicht einmal einen deutschen Wikipedia-Eintrag zu dieser Likör-Sorte, was zeigt, wie unbekannt sie im deutschsprachigen Raum ist. Giuseppe Gallo, der Schöpfer von Italicus, will diese Lücke schließen. Durch die Verwendung von Bergamotte, einer Frucht mit über 350 Aromen, schafft er einen Likör, der sowohl historisch verwurzelt als auch modern und trendig ist.

Nährwerte und gesundheitlicher Aspekt

Die Nährwerte des Italicus Spritz sind für viele Verbraucher von Interesse. Pro Glas enthält der Drink etwa 382 kcal und 30 g Kohlenhydrate. Dies ist vergleichbar mit anderen Sekt-Cocktails, aber durch die Verwendung von Prosecco und dem Likör ist der Kaloriengehalt moderat. Für Menschen, die auf ihre Kalorienaufnahme achten, ist dies eine wichtige Information. Der Drink ist dennoch als Sommeraperitivo gedacht und sollte in Maßen genossen werden.

Fazit: Warum der Italicus Spritz den Sommer definiert

Der Italicus Spritz ist mehr als nur ein weiterer Cocktail. Er ist ein Symbol für die Wiederauferstehung einer alten Kategorie, des Rosolio, und die Einführung einer seltenen Frucht, der Bergamotte, in die moderne Bar-Szene. Mit seinem frischen, zitrusartigen Geschmack und der leichten Säure bietet er eine willkommene Abwechslung zum etablierten Aperol Spritz. Die Geschichte der Bergamotte, die seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist, und die Komplexität ihres ätherischen Öls machen diesen Drink zu einem echten Erlebnis.

Für alle, die nach einem neuen Sommertrend suchen, ist der Italicus Spritz die perfekte Wahl. Er ist einfach zuzubereiten, benötigt nur wenige Zutaten und bietet eine unverwechselbare Geschmackserfahrung. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder in Italien selbst, dieser Drink garantiert Staunen und Freude. Die Kombination aus Italicus, Prosecco und optionalen Zutaten wie Bitter Lemon oder Rosmarin sorgt für einen Drink, der sowohl visuell als auch geschmacklich überzeugt.

Quellen

  1. Gofeminin: Italicus Spritz Cocktail Rezept
  2. Cocktailbart: Italicus Tasting
  3. Lecker: Italicus Spritz
  4. Eatclub: Italicus Spritz Rezept
  5. Elle: Italicus Spritz – Der neue Sommer-Drink

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