Wie Spargel richtig gekocht wird: Vier Garmethoden, Rezepte und Tipps

Spargel ist ein Oberschluss der Frühlingssaison, der nicht nur durch seine optische Wirkung beeindruckt, sondern auch durch seine Vielseitigkeit in der Küche. Ob weißer oder grüner Spargel – beide Sorten sind in der richtigen Zubereitung köstlich und vielfältig einsetzbar. In diesem Artikel werden vier Garmethoden vorgestellt, die sich jeweils nach Vorteilen und Nachteilen unterscheiden. Dazu werden konkrete Rezeptideen und Tipps zur Vorbereitung und Zubereitung gegeben, die sich aus der Expertise renommierter Rezeptseiten und Rezeptdokumenten ableiten.


Vorbereitung des Spargels

Bevor Spargel gekocht werden kann, ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich. Der erste Schritt besteht darin, den Spargel zu schälen. Beim weißen Spargel sollte die Schale in der Regel über die gesamte Länge des Stiels entfernt werden, da sie fest und holzig ist. Dagegen ist beim grünen Spargel nur das untere Drittel der Schale zu entfernen, da die äußere Schicht im oberen Bereich weich und essbar bleibt.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Abschneiden der Spargelenden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Stangen gleichmäßig lang sind. Dies ermöglicht ein gleichmäßiges Garen und eine bessere Präsentation auf dem Teller.

Bei der Vorbereitung sollte auch auf die Frische geachtet werden. Ein frischer Spargel hat fest geschlossene, nicht durchsichtige Spitzen. Die Enden sollten nicht braun oder trocken sein. Besonders empfohlen wird regionaler, bio-gezüchteter Spargel, da er meist von besserer Qualität und frei von chemisch-synthetischen Pestiziden ist.


Garmethoden für Spargel

Klassisch kochen

Die bekannteste und traditionellste Methode ist das Klassisch kochen. Dabei wird Spargel in leicht gesalzenem Wasser, manchmal mit etwas Zucker und einer Zitronenscheibe, gegart. Das Salz unterstützt den Geschmack und verhindert, dass der Spargel matschig wird. Der Zucker hingegen kann den Geschmack ausgleichen und den Spargel etwas süßer wirken lassen.

Vorteile: - Bekannte Methode, die leicht zu realisieren ist. - Gelingt zuverlässig auch für Anfänger. - Eignet sich sowohl für weißen als auch grünen Spargel.

Nachteile: - Hoher Energieverbrauch aufgrund des viel benötigten Wassers. - Geschmacksstoffe des Spargels gehen teilweise ins Wasser über und sind nicht mehr im Spargel enthalten.

Kochzeiten: - Weißer Spargel: ca. 10–12 Minuten - Grüner Spargel: ca. 6–8 Minuten

Eine Probe mit der Gabel ist empfehlenswert, um die Garzeit zu überprüfen. Der Spargel sollte „al dente“ gekocht sein, also bissfest, aber nicht knapp. Ein Spargel, der sich elastisch biegt, ist optimal garen.


Dünsten

Das Dünsten ist eine energieeffizientere Methode, bei der der Spargel mit etwas Fett und wenig Wasser im geschlossenen Deckel gegart wird. Dies ermöglicht ein Garen im eigenen Saft und intensiviert den Geschmack.

Vorteile: - Energieeffizient, da weniger Wasser verwendet wird. - Geschmack wird intensiver, da der Spargel im eigenen Saft gart. - Gute Alternative für kochbegeisterte, die etwas mehr Übung haben.

Nachteile: - Erfordert mehr Aufmerksamkeit und etwas Übung, da der Spargel schneller und intensiver gart. - Nicht für alle Geschmackssinne geeignet – der intensivere Geschmack ist nicht immer gewünscht.

Garzeit: - Weißer Spargel: ca. 10–12 Minuten - Grüner Spargel: ca. 6–8 Minuten


Braten

Beim Braten wird der Spargel in einer Pfanne mit etwas Öl oder Butter gegart. Dies ist besonders bei grünem Spargel beliebt, da er dadurch knusprig und aromatisch wird.

Vorteile: - Knusprige Textur und intensiver Geschmack. - Einfache Methode, die sich gut für schnelle Gerichte eignet. - Eignet sich gut für kleinere Spargelstücke.

Nachteile: - Der Spargel kann schnell anbrennen oder überhitzen. - Benötigt mehr Aufpassen als das Klassisch kochen oder Dünsten.

Garzeit: - Ca. 5 Minuten, wobei die Stangen regelmäßig gewendet werden müssen.


Sous Vide

Eine moderne Methode ist das Garen unter Vakuum (sous vide). Dabei wird der Spargel in einer speziellen Vakuumverpackung in einem Wasserbad bei konstanter Temperatur gegart. Dies ermöglicht ein gleichmäßiges Garen und hält die Nährstoffe und Aromen des Spargels länger erhalten.

Vorteile: - Gleichmäßiges Garen und hohe Aromabehaltung. - Nährstoffe bleiben weitestgehend erhalten. - Ideal für Feinschmecker und Profiköche.

Nachteile: - Erfordert spezielle Geräte wie einen Sous-Vide-Steuerer. - Nicht für alle Haushalte zugänglich.


Rezeptideen mit Spargel

Weißer Spargel mit Buttersoße

Ein Klassiker ist der weiße Spargel mit Buttersoße. Dazu wird der Spargel wie oben beschrieben gekocht, anschließend mit einer einfachen Buttersoße serviert. Diese besteht aus Butter, Mehl, Eiern und Zitronensaft. Die Buttersoße verleiht dem Spargel eine cremige Textur und einen feinen Geschmack.

Zutaten (für 4 Personen): - 500 g weißer Spargel - 1 TL Zucker - 1 TL Salz - 50 g Butter - 2 EL Mehl - 2 EL kalte Butter - 2 Eigelb - Salz und Zitronensaft nach Geschmack

Zubereitung: 1. Den weißen Spargel dünn schälen und in kochendes Wasser geben. 2. Bei mäßiger Hitze ca. 15–20 Minuten garen. 3. Die Buttersoße zubereiten: Kaltes Wasser mit Mehl verrühren, aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Kalte Butter einrühren, Eigelb unterziehen und mit Salz und Zitronensaft abschmecken. 4. Den Spargel auf einer warmen Platte anrichten und mit der Buttersoße servieren.


Grüner Spargel mit Bärlauchpesto

Ein weiteres Rezept ist grüner Spargel mit Bärlauchpesto. Dazu wird grüner Spargel im unteren Drittel geschält und in kochendem Wasser garen. Danach wird ein selbstgemachtes Bärlauchpesto dazu serviert.

Zutaten (für 4 Personen): - 500 g grüner Spargel - 100 g Bärlauch - 40 g gehackte Mandeln - 20 g geriebener Parmesan - 4 EL Olivenöl - 1 Prise Salz - 1 Prise Pfeffer

Zubereitung: 1. Den grünen Spargel im unteren Drittel schälen und in kochendes Salzwasser geben. 2. Ca. 6–8 Minuten garen. 3. Für das Pesto Bärlauch waschen, Mandeln, Parmesan, Olivenöl, Salz und Pfeffer in einen Stabmixer geben und glatt mixen. 4. Den Spargel servieren und mit dem Pesto beträufeln.


Spargelsuppe

Ein weiteres Rezept ist die Spargelsuppe, die aus dem Spargelsud zubereitet werden kann. Dazu wird das übrig gebliebene Kochwasser mit Sahne, Butter, Mehl und Gewürzen vermischt und aufgekocht.

Zutaten (pro Liter Spargelwasser): - 200 ml Sahne oder pflanzliche Sahne - 2 EL Butter - 2 EL Mehl - Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zubereitung: 1. Die Butter in einem Topf erhitzen. 2. Mehl darunter rühren und kurz anschwitzen. 3. Das Spargelwasser und die Sahne hinzufügen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze köcheln. 4. Mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.


Tipps und Empfehlungen

  • Spargel nicht zu lange kochen: Beim Klassisch kochen oder Dünsten kann der Spargel schnell matschig werden. Eine Gabelprobe oder ein Bissprobe ist daher immer empfehlenswert.
  • Butter oder Öl verwenden: Beim Dünsten oder Braten verleiht Butter oder Öl dem Spargel eine aromatische Note.
  • Spargelsud nicht wegwerfen: Der Spargelsud kann in weiteren Rezepten wie Suppen oder Soßen wiederverwendet werden.
  • Spargel abkühlen lassen: Nach dem Garen sollte der Spargel etwas abkühlen, um die Textur optimal zu erhalten.

Schlussfolgerung

Spargel ist ein vielseitiges Gemüse, das mit verschiedenen Garmethoden gekocht werden kann. Ob klassisch im Wasser, dünsten, braten oder modern sous vide – jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Durch die richtige Vorbereitung und Zubereitung wird der Spargel besonders schmackhaft und gesund. Rezepte wie Spargel mit Buttersoße, grüner Spargel mit Bärlauchpesto oder eine Spargelsuppe zeigen die Vielfältigkeit des Gemüses. Mit diesen Tipps und Rezepten gelingt der Spargel-Genuss auch in der heimischen Küche.


Quellen

  1. Thomas Sixt – Rezept Spargel kochen
  2. Utopia – Wie lange grüner und weißer Spargel kochen
  3. Unsere Bauern – Weißer und grüner Spargel mit Buttersosse
  4. Spargel.de – Rezepte

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