Johannisbeergelee-Rezepte: Traditionelle und kreative Varianten zum Selbermachen

Johannisbeergelee ist eine beliebte, traditionelle Konservenware, die nicht nur als Frühstücksaufstrich, sondern auch als Füllung für Torten oder als Aromatisierung für Speisen genutzt wird. Selbstgemachtes Gelee hat den besonderen Vorteil, dass es frischen Geschmack und eine individuelle Note hinzufügt. Aufgrund des hohen Zuckers und der reichhaltigen Aromen ist Johannisbeergelee nicht nur im Haushalt ein Fixstern, sondern auch als Geschenk oder kulinarisches Highlight bei Festen.

In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte für Johannisbeergelee vorgestellt, darunter traditionelle und moderne Ansätze. Zudem werden allgemeine Tipps zur Herstellung, zur Dosierung der Zutaten sowie zur Aufbewahrung gegeben, um den Hobbyköchen eine optimale Grundlage für das Selbermachen zu bieten.

Rezept 1: Klassisches Johannisbeergelee

Das klassische Johannisbeergelee, wie es in mehreren Quellen beschrieben wird, folgt einem ähnlichen Grundrezept, das sich leicht anpassen lässt. Grundlegend wird frisch entsafterter Johannisbeersaft mit Gelierzucker gekocht, bis er den Gelierzustand erreicht. Danach wird es in sterile Gläser gefüllt und auskühlen gelassen.

Zutaten

Für etwa 5 Gläser (200 ml Inhalt):

  • 750 ml Johannisbeersaft (von ca. 1,2 kg roten Johannisbeeren)
  • Gelierzucker (entsprechend der Packungsangabe)
  • Wasser (je nach benötigter Menge zum Auffüllen des Safts)

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Früchte werden gewaschen, von den Rispen abgestreift und in einen Topf gegeben. Mit etwas Wasser (je nach Rezept 500 ml) köcheln, bis die Beeren weich und aufgeplatzt sind.
  2. Saft abseihen: Ein Sieb mit einem feuchten Küchentuch auslegen und die Beeren hineinschützen. Den Saft auffangen und abkühlen lassen. Ziel ist ein Liter Johannisbeersaft.
  3. Saft mit Gelierzucker vermischen: In einem hohen Topf werden Saft und Gelierzucker gut verrührt. Alles zum Kochen gebracht und mindestens 3 Minuten sprudelnd gekocht. Die Gelierprobe wird durchgeführt, indem ein Teelöffel des heißen Gelees auf einen Teller gegeben wird. Wenn es fest wird, ist es fertig.
  4. Gelee füllen: Das Gelee in sterile Gläser füllen, sofort verschließen und für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen. Danach auskühlen lassen.

Rezept 2: Johannisbeergelee mit Vanille

Ein weiteres Rezept, das in Quelle 2 beschrieben wird, erweitert das klassische Grundrezept durch die Zugabe von Vanille. Dies verleiht dem Gelee eine zusätzliche Aromenkomponente, die es besonders süffig und fein macht.

Zutaten

Für 4–5 Gläser:

  • 1,5 kg rote Johannisbeeren
  • 1 kg Gelierzucker 1plus1
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Beeren werden gewaschen, abgetropft und von den Stielen befreit. Danach werden sie mit 500 ml Wasser in einen Topf gegeben und 15 Minuten köcheln gelassen.
  2. Saft abseihen: Ein Sieb mit einem feuchten Küchentuch auslegen und die Beeren hineinschützen. Den Saft auffangen und abkühlen lassen.
  3. Vanille zugeben: Die Vanilleschote wird längs aufgeschnitten, das Mark herausgekratzt und zum Saft in den Topf gegeben. Alles kühlt ab, bis der Vanillengeschmack sich gut einmischt.
  4. Saft mit Gelierzucker kochen: In einem hohen Topf Saft und Gelierzucker gut vermischen. Alles aufkochen lassen und 4 Minuten sprudelnd kochen. Danach das Gelee in sterile Gläser füllen und abkühlen lassen.

Rezept 3: Würziges Johannisbeergelee mit Whiskey

In Quelle 3 wird ein besonders aromatisches Rezept vorgestellt, das mit Whiskey und Gewürzen verfeinert wird. Dieses Gelee ist besonders für anspruchsvolle Geschmäcker geeignet und eignet sich hervorragend als Dessert oder als Aromatisierung in Speisen.

Zutaten

Für 5 Gläser:

  • 1,5 kg Johannisbeeren
  • 60 ml Wasser
  • 1 Zitrone
  • 50 ml CLARKE’S Bourbon Whiskey 40 % vol
  • 0,5 EL Kardamompulver
  • 0,5 EL Nelkenpulver
  • 0,5 EL Zimt
  • 0,5 EL Le Gusto Pfeffer (schwarz)
  • 1 EL Pfefferbeeren (rosa)
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Beeren werden gewaschen, von den Rispen abgestreift und unreife Früchte aussortiert. Danach werden sie in einen Topf gegeben und mit Wasser (60 ml) bei mittlerer Hitze 30 Minuten gekocht.
  2. Saft auffangen: Der Saft wird durch ein Sieb gefiltert. Bei Bedarf kann der Saft mit Druck etwas ausgedrückt werden, um die erforderliche Menge (700 ml) zu erreichen.
  3. Zitronenzeste zubereiten: Die Schale der Zitrone wird abgeschält und in kleine Streifen geschnitten. Diese werden in kochendem Wasser 8–10 Minuten gekocht, abgegossen und abgetropft.
  4. Saft mit Whiskey und Gewürzen vermengen: In einem hohen Topf werden Saft, Whiskey, Gewürze und Gelierzucker vermengt. Alles wird unter Rühren zum Kochen gebracht und mindestens 3 Minuten sprudelnd gekocht.
  5. Zitronenstreifen zugeben: Die Zitronenstreifen werden unter Rühren für 1 Minute mitgekocht.
  6. Gelee abschäumen und füllen: Bei Bedarf wird der Schaum abgeschöpft. Der Zitronensaft wird zugegeben und gut verrührt. Das Gelee wird heiß in Gläser gefüllt, sofort verschlossen und zum Sterilisieren 5 Minuten auf den Kopf gestellt.

Rezept 4: Johannisbeergelee mit Minze

Ein weiteres Rezept, das in Quelle 4 vorgestellt wird, integriert Minze als Aromatische Zutat. Das Gelee ist besonders erfrischend und eignet sich hervorragend als Frühstücksaufstrich oder als Begleiter zu Kuchen.

Zutaten

Für 4–5 Gläser:

  • 1,5 kg rote Johannisbeeren
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 1 Bund Minze

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Beeren werden gewaschen, von den Rispen abgestreift und mit 500 ml Wasser aufgekocht. Nachdem sie aufgeplatzt sind, wird der Saft durch ein Mulltuch abgefiltert und über Nacht abgetropfen gelassen. Ziel ist 1 Liter Saft.
  2. Saft mit Gelierzucker kochen: In einem hohen Topf Saft und Gelierzucker gut vermischen. Alles aufkochen lassen und 4 Minuten sprudelnd kochen.
  3. Gelee in Gläser füllen: Das Gelee wird heiß in sterile Gläser gefüllt und verschlossen.
  4. Minze einarbeiten: Die Minzeblättchen werden gewaschen und von den Stielen zupfen. Nach ca. 40 Minuten, sobald das Gelee etwas abgekühlt ist, werden die Blättchen mit einem sauberen Löffelstiel in das Gelee gedrückt. Danach werden die Gläser verschlossen und 5–10 Minuten auf den Kopf gestellt.

Rezept 5: Einfaches Johannisbeergelee mit Zitronensaft

In Quelle 5 wird ein sehr einfaches Rezept beschrieben, das sich ideal für Anfänger eignet. Es benötigt nur Johannisbeeren, Zucker und Zitronensaft, um das Gelee zu einem aromatischen Endprodukt zu machen.

Zutaten

Für 4–5 Gläser:

  • 1,5 kg Johannisbeeren
  • ca. 1 Liter Wasser
  • Gelierzucker (entsprechend der Packungsangabe)
  • Zitronensaft (1–2 Zitronen)

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Beeren werden gewaschen und in einen Topf gegeben. Mit Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln, bis sie aufgeplatzt sind.
  2. Saft abseihen: Der Saft wird durch ein Sieb gefiltert und in eine Schüssel auffangen. Bei Bedarf kann mit Wasser aufgefüllt werden, um 1 Liter Saft zu erhalten.
  3. Saft mit Zucker und Zitronensaft kochen: In einem hohen Topf Saft, Zucker und Zitronensaft gut vermischen. Alles aufkochen lassen und 4 Minuten sprudelnd kochen.
  4. Gelee füllen: Das Gelee wird heiß in sterile Gläser gefüllt, verschlossen und 5 Minuten auf den Kopf gestellt.

Rezept 6: Johannisbeergelee mit schwarzen Beeren

In Quelle 6 wird ein Rezept beschrieben, das sich von den anderen dadurch unterscheidet, dass ausschließlich schwarze Johannisbeeren verwendet werden. Diese Beeren haben einen intensiveren Geschmack und verleihen dem Gelee eine dunklere, herbe Note.

Zutaten

Für 4–5 Gläser:

  • 1,5 kg schwarze Johannisbeeren
  • Gelierzucker (entsprechend der Packungsangabe)
  • Zitronensaft (1–2 Zitronen)

Zubereitung

  1. Johannisbeeren waschen und entsaften: Die Beeren werden gewaschen, von den Rispen abgestreift und in einen Topf gegeben. Mit Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln, bis sie aufgeplatzt sind.
  2. Saft abseihen: Der Saft wird durch ein Sieb gefiltert und in eine Schüssel auffangen. Ziel ist ein Liter Saft.
  3. Saft mit Zucker und Zitronensaft kochen: In einem hohen Topf Saft, Zucker und Zitronensaft gut vermischen. Alles aufkochen lassen und 4 Minuten sprudelnd kochen.
  4. Gelee füllen: Das Gelee wird heiß in sterile Gläser gefüllt, verschlossen und 5 Minuten auf den Kopf gestellt. Danach auskühlen lassen.

Allgemeine Tipps zur Herstellung von Johannisbeergelee

  1. Früchte auswählen und prüfen: Johannisbeeren sollten reif und frisch sein. Unreife oder beschädigte Früchte aussortieren, da sie den Geschmack beeinflussen können.
  2. Entsafte richtig herstellen: Der Saft ist die Grundlage des Gelees. Er sollte klar, ohne Schleim, sein. Bei Bedarf kann er durch Pressen oder Abseihen gefiltert werden.
  3. Gelierzucker richtig dosieren: Der Gelierzucker ist entscheidend für die Konsistenz des Gelees. Achten Sie auf die Packungsangabe und verwenden Sie immer die empfohlene Menge.
  4. Gelierprobe durchführen: Die Gelierprobe ist notwendig, um sicherzustellen, dass das Gelee fest wird. Ein Teelöffel Gelee auf einen Teller geben. Wenn es fest wird, ist die Konsistenz erreicht.
  5. Sterilisation der Gläser: Die Gläser sollten vor dem Füllen sterilisiert werden, um ein Verderben zu verhindern. Dazu können sie in kochendem Wasser oder im Backofen vorgeschwenkt werden.
  6. Proper füllen und verschließen: Das Gelee sollte heiß in die Gläser gefüllt und sofort verschlossen werden. Danach 5 Minuten auf den Kopf stellen, um die Konservierung zu sichern.
  7. Lagerung: Das Gelee sollte in einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden. Bei richtiger Herstellung hält es sich mehrere Monate.

Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten von Johannisbeergelee

Johannisbeergelee hat mehrere Vorteile, die es besonders wertvoll machen:

  • Natürliche Zutaten: Es besteht aus frischen Früchten, Zucker und ggf. Zitronensaft. Es enthält keine künstlichen Zusatzstoffe oder Aromen.
  • Lange Haltbarkeit: Bei richtiger Herstellung und Lagerung hält sich das Gelee mehrere Monate.
  • Vielseitige Anwendung: Es kann als Aufstrich, Füllung, Aromatisierung oder Geschenk genutzt werden.
  • Einfache Herstellung: Die Rezepte sind meist einfach und erfordern nur wenige Zutaten.
  • Erfrischender Geschmack: Der saure Geschmack der Johannisbeeren kombiniert sich mit dem süßen Zucker zu einer harmonischen Note.

Schlussfolgerung

Johannisbeergelee ist eine traditionelle Konservenware, die sich durch ihre leichte Säure, ihren süßen Geschmack und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten hervorragend für den Haushalt eignet. Mit den hier vorgestellten Rezepten und Tipps ist es möglich, selbst ein leckeres und aromatisches Gelee zu Hause zu kochen. Ob klassisch mit Gelierzucker, mit Vanille, Minze oder Whiskey – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Gelee individuell zu gestalten. Zudem bietet es eine gute Gelegenheit, überschüssige Johannisbeeren aus dem eigenen Garten zu verarbeiten und somit nicht umsonst geerntet zu haben. Mit der richtigen Herstellungsmethode und der Aufbewahrung kann das Gelee monatelang genossen werden und ist zudem ein wunderbares Geschenk für Freunde und Familie.

Quellen

  1. Johannisbeer-Gelee-Rezept
  2. Johannisbeergelee aus roten Johannisbeeren
  3. Würziges Johannisbeergelee mit Whiskey
  4. Johannisbeergelee mit Minze
  5. Johannisbeer-Gelee
  6. Johannisbeergelee aus dem eigenen Garten

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