Ausstecherle sind ein festlicher Klassiker in vielen Haushalten, besonders in der Vorweihnachtszeit. Ob als Kaffeeklatsch-Begleiter oder als süße Versuchung im Kinderzimmer – diese leckeren Plätzchen werden gern hergestellt und verzehrt. Die Rezepte für diese Kekse sind in der Regel einfach und basieren auf wenigen, aber hochwertigen Zutaten. In diesem Artikel wird ein Überblick über traditionelle und moderne Rezepte gegeben, wobei besonderer Fokus auf die Zubereitung, die Zutaten und die Haltbarkeit gelegt wird. Zudem werden Tipps und Tricks für die optimale Ausführung und die kreative Verzierung vorgestellt.
Grundrezept und Zutaten
Die Zutatenliste für Ausstecherle ist in den verschiedenen Rezepten zwar leicht unterschiedlich, doch die Grundlagen bleiben meist gleich. Ein typisches Rezept enthält Mehl, Butter, Zucker, Eier, sowie Gewürze wie Zitronenabrieb oder Vanillezucker. Einige Rezepte enthalten auch Meersalz oder andere Aromen, um dem Teig eine individuelle Note zu verleihen.
Rezeptvariante 1: Ausstecherle nach dem Rezept von Olga Breuninger
Laut einem Rezept, das in der Heimat von WALA Heilmittel GmbH in Schwäbisch verankert ist, heißen diese Kekse dort „Ausstecherle“. Die Zutatenliste für ein Backblech lautet wie folgt:
- 250 Gramm Mehl
- 125 Gramm Butter
- 125 Gramm Zucker
- 1 Ei der Größe L oder 2 Eier der Größe S
- 1 Bio-Zitrone (nur die Schale wird verwendet)
- 1 Ei für die Garnitur
- 1 Paket Hagelzucker
Die Zubereitung beginnt mit der Vorbereitung der Zitrone. Diese wird heiß gewaschen und getrocknet, und nur die gelbe Schale wird fein abgerieben. Die Schale sollte nicht zu tief in die Zitrone hineingerieben werden, da die darunterliegende weiße Haut bitter schmeckt. Der abgeriebene Zitronensaft kann anderweitig verwendet werden.
Rezeptvariante 2: Grundrezept mit Vanillezucker und Rohrohrzucker
Ein weiteres Rezept, das in Kooperation mit der Hainmühle entstanden ist, verwendet Vanillezucker und Rohrohrzucker. Die Zutatenliste lautet:
- 500 g Bio-Weizenmehl Typ 550
- 250 g Butter (zimmerwarm)
- 180 g Bio-Rohrohrzucker
- 1 Teelöffel Vanillezucker
- 1 Prise Premium Meersalz
- 2 Eier
- etwas Mehl zum Auswellen
- verschiedene hübsche Ausstechformen
- Backpapier
- Wellholz
In diesem Rezept ist besonderes Augenmerk auf die Qualität der Zutaten gelegt. Der Bio-Rohrohrzucker verleiht dem Teig eine karamelige Note, und der Vanillezucker ist ohne künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe hergestellt.
Zubereitung des Teigs
Die Zubereitung des Teigs variiert je nach Rezept leicht, doch die Grundprinzipien sind vergleichbar. Die Zutaten werden entweder mit einem Mixer oder von Hand zu einem glatten Mürbeteig verarbeitet. Bei einigen Rezepten wird der Teig nach der Zubereitung für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt, um ihn leichter ausrollen zu können.
Tipps zur Teigzubereitung
Einige Tipps, die aus verschiedenen Rezepten abgeleitet wurden, umfassen:
- Zimmerwarme Butter: Die Butter sollte vor der Zubereitung gut auf Zimmertemperatur gebracht werden, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbindet.
- Kaltstellen des Teigs: Lassen Sie den Teig für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen, um ihn später besser auswellen und ausstechen zu können.
- Zuckermenge anpassen: Einige Rezepte enthalten weniger Zucker, da die Kekse später oft mit Zuckerguß oder anderen Süßigkeiten verziert werden.
- Eier korrekt unterarbeiten: Bei manchen Rezepten ist es wichtig, die Eier erst nach dem Einmischen der trockenen Zutaten unterzukneten, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Auswellen und Ausstechen
Nachdem der Teig ausreichend kaltgestellt wurde, kann er auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt werden. Die Dicke des Teigs sollte etwa 5 bis 10 mm betragen, um die Kekse gleichmäßig zu backen.
Die Kekse werden mit verschiedenen Ausstechformen ausgestochen. Es gibt zahlreiche Formen, die von einfachen Sternen und Herzen bis hin zu komplexen Motiven reichen. Je nach Rezept und Wunsch kann man auch die Formen variieren, um das Aussehen der Kekse abwechslungsreich zu gestalten.
Backen der Kekse
Die Backzeit und -temperatur variieren je nach Rezept leicht, doch ein typischer Wert liegt bei etwa 180 °C Ofentemperatur. Die Kekse werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt und für etwa 10 bis 12 Minuten gebacken, bis sie eine leichte Bräunung annehmen.
Es ist wichtig, dass die Kekse gleichmäßig gebacken werden. Dazu sollte der Teig gleichmäßig ausgerollt und die Kekse nicht zu dicht auf dem Backblech platziert werden. Nach dem Backen sollten die Kekse auf einem Gitter abkühlen, um Feuchtigkeit aufzunehmen und zu verformen.
Verzierung der Kekse
Die Verzierung der Kekse ist ein kreativer Prozess, bei dem man nach Wunsch und Fantasie vorgehen kann. Beliebte Methoden umfassen:
- Zuckerguß: Ein dicker Zuckerguß, hergestellt aus Puderzucker und Zitronensaft, kann auf die Kekse gegeben werden. Der Guss kann mit Speisefarbe gefärbt und mit Streudekor, Zuckerperlen oder Nüssen verziert werden.
- Hagelzucker: Einige Rezepte schlagen vor, die Kekse vor dem Backen mit Hagelzucker zu bestreuen.
- Kakao oder Gewürze: Ein Teil des Mehls kann durch Kakao ersetzt werden, um Schokoplätzchen herzustellen. Zudem können Gewürze wie Zimt oder Lebkuchengewürz in den Teig gemischt werden, um den Geschmack zu verfeinern.
Tipps für die Verzierung
- Zuckerguß vorbereiten: Der Zuckerguß sollte nicht zu flüssig sein, sondern dick genug, um auf den Keksen zu haften.
- Farben vorsichtig einsetzen: Bei der Verzierung mit Speisefarbe ist es wichtig, die Farbe langsam und in kleinen Mengen einzusetzen, um die gewünschte Intensität zu erreichen.
- Kreative Formen: Kekse können mit Royal Icing oder anderen Dekoren verziert werden, um ein festliches Aussehen zu erzielen.
Lagerung und Haltbarkeit
Die Kekse können luftdicht verpackt mehrere Wochen lang aufbewahrt werden. Dazu eignen sich dicht schließende Plastikdosen, wie beispielsweise Emsa Frischhaltedosen. Für das Verschenken sind klare Zellophantütchen ideal, da sie die Kekse vor Luftfeuchtigkeit schützen.
Der rohe Teig kann ebenfalls eingefroren werden, um später weiterverarbeitet zu werden. Dies ist besonders praktisch, wenn man die Kekse im Voraus zubereiten möchte oder mehrere Chargen backen will.
Variante und Anpassungen
Die Rezepte für Ausstecherle können individuell angepasst werden, um unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Texturen zu erzielen. Einige Beispiele für Variationen sind:
- Fruchtig: Zitronen- oder Orangenabrieb können in den Teig gemischt werden, um eine fruchtige Note zu erzielen.
- Weihnachtlich: Lebkuchengewürz oder Zimt können in den Teig gegeben werden, um einen weihnachtlichen Geschmack zu erzielen.
- Schokoladig: Ein Teil des Mehls kann durch Kakao ersetzt werden, um Schokoplätzchen herzustellen.
- Zuckerguß: Die Menge des Zuckergusses kann je nach Wunsch variiert werden, um den Keksen mehr oder weniger Süße zu verleihen.
- Butter oder Margarine: In einigen Rezepten kann die Butter durch Margarine ersetzt werden. Der Teig wird dann jedoch weicher.
- Puderzucker oder normaler Zucker: Der Puderzucker kann durch normalen Zucker ersetzt werden, wodurch der Teig etwas gröber wird.
- Stärke oder Mehl: Die Stärke kann durch Mehl ersetzt werden, wodurch der Teig etwas gröber wird.
Schlussfolgerung
Ausstecherle sind nicht nur lecker, sondern auch eine willkommene Gelegenheit, kreativ zu werden und Traditionen weiterzugeben. Ob mit klassischen Rezepten oder kreativen Variationen – die Zubereitung der Kekse ist einfach und macht viel Freude. Mit den richtigen Zutaten, der richtigen Zubereitung und der richtigen Verzierung entstehen leckere Plätzchen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene genießen.
Die Rezepte, die in diesem Artikel vorgestellt wurden, basieren auf traditionellen Rezepten und modernen Anpassungen. Sie sind gut anpassbar und eignen sich sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien oder Gruppen. Mit etwas Übung und Kreativität können die Kekse jedes Jahr ein neues Erscheinungsbild und Geschmack erhalten.