Ein Rezept für Einsteiger: Einfaches Kimchi selbst machen zu Hause

Kimchi, ein traditionelles koreanisches Gericht, hat sich in den letzten Jahren auch in Europa und Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Es ist nicht nur geschmacklich vielfältig, sondern auch nahrhaft und einfach herzustellen – ideal für Einsteiger in die Welt der Fermentation. In diesem Artikel wird ein einfaches Kimchi-Rezept vorgestellt, das auf traditionellen Methoden basiert und für Anfänger besonders geeignet ist. Der Fokus liegt dabei auf den Grundzutaten, der Zubereitung und den typischen Fehlern, die beim ersten Mal vermieden werden sollten. Die Informationen basieren auf mehreren Rezeptvorschlägen, die sich in der Grundidee weitgehend übereinstimmen, aber auch in Details voneinander abweichen.

Einfache Zutaten für Einsteiger

Ein klassisches Kimchi-Rezept enthält nur wenige Grundzutaten, die in der Regel in den meisten Haushalten zu finden sind. Die wichtigsten Komponenten sind:

  • Chinakohl (auch als Pakchoi bekannt)
  • Salz
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Chiliflocken (Gochugaru)
  • Frühlingszwiebeln
  • eventuell Sojasauce oder Fischsauce

Einige Rezepte beinhalten zusätzlich Rettich, Möhren oder Apfel, um die Aromen zu variieren und die Fermentation zu unterstützen. Diese Zutaten sind leicht erhältlich und eignen sich gut für die Herstellung zu Hause. Besonders wichtig ist das Salz, das den Fermentationsprozess einleitet und den Kohl weich macht.

Rezeptbeispiel für Einsteiger

Ein typisches Rezept für Einsteiger lautet wie folgt:

Zutaten:

  • 750 g Chinakohl
  • 50 g Rettich
  • 50 g Frühlingszwiebeln
  • 20 g Ingwer
  • Chiliflocken (Gochugaru)
  • 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Reismehl
  • Salz

Zubereitung:

  1. Schneide den Chinakohl in mundgerechte Stücke und wasche ihn gründlich. Gib ihn in eine Schüssel und vermische ihn mit Salz. Lass das Gemüse für etwa 30 Minuten ruhen, bis es Wasser abgibt und weicher wird.
  2. In der Zwischenzeit bereite die Reispaste an, indem du Mehl mit Wasser oder Gemüsebrühe aufkochst, bis die Masse eindickt. Lass sie abkühlen.
  3. Schneide das Rettich, die Frühlingszwiebeln und den Ingwer in kleine Stücke. Den Kohl danach von überschüssigem Salz befreien.
  4. Zerkleinere den Knoblauch und den Ingwer in einem Mixer, mische sie mit Sojasauce und Chiliflocken.
  5. Vermengen die Aromen mit der Reispaste und gib alles in ein verschließbares Glas. Achte darauf, dass das Gemüse vollständig mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Bei Bedarf mit Salzwasser auffüllen.

Die Mischung sollte mindestens drei Tage bei Zimmertemperatur ruhen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt wird. Dabei ist es wichtig, das Glas nicht zu öffnen, damit die Gärung nicht gestört wird.

Kimchi – eine traditionelle koreanische Spezialität

Kimchi ist nicht nur ein leckeres Gericht, sondern auch ein historisch wertvolles Lebensmittel. Es wurde bereits vor fast 1000 Jahren in Korea hergestellt und diente als Methode, um Gemüse über den Winter zu bewahren. In der koreanischen Kultur spielt Kimchi eine zentrale Rolle und wird oft als Beilage zu fast jedem Gericht serviert. Traditionell wird Kimchi aus Chinakohl hergestellt, aber es gibt über 200 verschiedene Arten, die sich in Zutaten, Herstellungsweisen und Geschmack unterscheiden.

Kimchi hat sich in den letzten Jahren auch in Europa als Superfood etabliert, da es reich an nützlichen Bakterien ist, die die Darmflora positiv beeinflussen. Es ist ein probiotisches Lebensmittel, das durch Fermentation entsteht und somit gesundheitliche Vorteile bietet.

Veganes Kimchi – eine moderne Variante

Für Vegetarier oder Veganer gibt es auch eine Variante von Kimchi, die auf pflanzlichen Zutaten basiert und keine tierischen Produkte enthält. Ein typisches veganes Rezept enthält:

  • 750 g Chinakohl
  • 40 g unbehandeltes Salz
  • 50 g Rettich
  • 70 g Möhren
  • 60 g Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Reismehl
  • 100 ml Wasser
  • 20 g Ingwer
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 40 g Gochugaru
  • 60 g Apfel oder Birne
  • 1.5 EL Sojasauce
  • 8 g unbehandeltes Salz

Die Zubereitung ist weitgehend identisch mit dem herkömmlichen Rezept, wobei auf Fischsauce verzichtet wird. Stattdessen werden pflanzliche Aromen wie Sojasauce oder Apfel eingesetzt, um die Geschmacksnote zu ergänzen.

Typische Fehler beim Kimchi herstellen

Auch wenn Kimchi einfach zu machen ist, gibt es einige typische Fehler, die Einsteiger vermeiden sollten:

  • Zu wenig Salz: Ohne ausreichend Salz kann keine Gärung stattfinden, was bedeutet, dass das Kimchi nicht richtig fermentiert.
  • Fehlende Luftdichtigkeit: Kimchi braucht Schutz vor Luftzutritt, um optimal zu gären. Es ist wichtig, das Glas gut zu verschließen.
  • Zu frühes Öffnen: Nach dem ersten Gärungstag ist es verlockend, das Glas zu öffnen und den Fortschritt zu überprüfen. Doch das stört den Fermentationsprozess und kann zu unerwünschten Bakterien führen.
  • Falsches Glas: Nicht jedes Glas eignet sich für die Fermentation. Es ist wichtig, ein Glas mit Gummiring oder ein spezielles Fermentierglas zu verwenden, um das Risiko von Austrocknung oder Luftzutritt zu minimieren.
  • Zu wenig Geduld: Kimchi braucht Zeit, um seine Aromen zu entfalten. Mindestens drei Tage bei Zimmertemperatur sind erforderlich, um den optimalen Geschmack zu erreichen.

Tipps für die optimale Fermentation

Die Fermentation ist der Schlüssel zu einem leckeren Kimchi. Einige Tipps, um den Prozess optimal zu gestalten, sind:

  • Temperatur: Die Fermentation funktioniert am besten bei einer Zimmertemperatur von etwa 20 bis 25 Grad Celsius. Höhere Temperaturen können die Gärung beschleunigen, aber auch unerwünschte Bakterien fördern.
  • Hygiene: Alle Utensilien, die für die Herstellung verwendet werden, sollten gründlich gewaschen sein, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Abdeckung: Das Glas sollte mit einem Deckel verschlossen sein, um zu verhindern, dass Luft eintritt. Ein Fermentationsgewicht kann verwendet werden, um das Gemüse unter der Flüssigkeit zu halten.
  • Geduld: Kimchi braucht Zeit, um seine Aromen zu entfalten. Je länger es fermentiert, desto intensiver wird der Geschmack. Einige Rezepte empfehlen eine Fermentation von bis zu zwei Wochen, bevor das Kimchi in den Kühlschrank gestellt wird.

Kimchi-Rezept im Detail

Zutaten:

  • 750 g Chinakohl
  • 50 g Rettich
  • 50 g Frühlingszwiebeln
  • 20 g Ingwer
  • Chiliflocken (Gochugaru)
  • 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Reismehl
  • Salz

Zubereitung:

  1. Vorbereitung des Chinakohl:
    Schneide den Chinakohl in mundgerechte Stücke. Wasche ihn gründlich und gib ihn in eine Schüssel. Streue Salz über das Gemüse und massiere es leicht ein. Lass es für 30 Minuten ruhen, bis es Wasser abgibt und weicher wird.

  2. Anrühren der Reispaste:
    Mische das Reismehl mit Wasser oder Gemüsebrühe in einem kleinen Topf. Koche die Mischung, bis sie leicht eindickt. Lass sie anschließend abkühlen.

  3. Vorbereitung des Gemüses:
    Schneide den Rettich, die Frühlingszwiebeln und den Ingwer in kleine Stücke. Spüle den Chinakohl nach der Einweichzeit mit kaltem Wasser ab, um überschüssiges Salz zu entfernen.

  4. Zubereitung der Gewürzpaste:
    Zerkleinere den Knoblauch und den Ingwer in einem Mixer. Vermische die Masse mit Sojasauce und Chiliflocken. Gib die Paste in die abgekühlte Reispaste und vermische gut.

  5. Füllen und Fermentieren:
    Gib das Gemüse in ein verschließbares Glas. Gieße die Gewürzpaste über das Gemüse, bis es vollständig bedeckt ist. Achte darauf, dass das Glas gut verschlossen ist und keine Luft eindringt. Lass das Kimchi für mindestens drei Tage bei Zimmertemperatur ruhen, bevor es in den Kühlschrank gestellt wird.

Fazit

Kimchi ist ein traditionelles koreanisches Gericht, das sich ideal für Einsteiger eignet. Es ist einfach herzustellen, nahrhaft und bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Mit einem einfachen Rezept und ein paar Grundzutaten kann man zu Hause ein leckeres Kimchi herstellen, das sich in Geschmack und Aroma dem traditionellen koreanischen Kimchi verpflichtet. Wichtig ist, die typischen Fehler zu vermeiden und die Fermentation mit Geduld und Sorgfalt zu überlassen. Ob herkömmlich oder vegan – Kimchi ist ein Gericht, das sich in jede Küche integrieren lässt und sich durch seine Geschmacksintensität und Nährwerte auszeichnet.

Kimchi ist nicht nur ein Delikatessgericht, sondern auch ein Symbol für die koreanische Lebenskultur. Es ist ein Beispiel dafür, wie traditionelle Kochtechniken und pflanzliche Zutaten eine leckere, gesunde und langlebige Nahrung liefern können. Mit etwas Übung und der richtigen Technik kann jeder Einsteiger sein eigenes Kimchi herstellen und sich so eine köstliche und nahrhafte Beilage schaffen, die zu jeder Mahlzeit passt.

Quellen

  1. Kimchi-Rezept für Einsteiger
  2. Das ultimative Kimchi Rezept für Einsteiger
  3. Kimchi selber machen
  4. Schnelles veganes Kimchi-Rezept
  5. Kimchi – fermentierter Chinakohl

Ähnliche Beiträge