Die Weihnachtszeit ist nicht nur eine Zeit der Besinnung und der Beschenkung, sondern auch eine Zeit, in der die Küchen voller Aromen und die Backstuben lebendig werden. Plätzchenbacken ist ein Brauch, der in Deutschland seit Jahrzehnten eine feste Rolle spielt – und das nicht nur in der Adventszeit. Ob traditionelle Klassiker wie Zimtröllchen oder moderne Kreationen wie Kokosmakronen: Die Vielfalt an Rezepten spiegelt die kulinarische Kreativität der Menschen wider und bietet für jeden Geschmack etwas.
Die Heilbronner Stimme, Hohenloher Zeitung und Kraichgau Stimme haben sich auf die Suche nach den besten Rezepten begeben und laden Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker dazu ein, ihre Lieblingsplätzchenrezepte einzusenden. In dem Rezeptheft „Süßer Zauber – Weihnachten in der Familien-Backstube“ werden die 25 besten Rezepte veröffentlicht, um die Weihnachtszeit noch süßer zu gestalten.
In diesem Artikel werden Rezepte, Techniken und Hintergrundwissen zu den Klassikern wie Spitzbuben oder Zimtröllchen sowie modernen Kreationen wie Kokosmakronen vorgestellt. Zudem wird auf die kulinarische Historie der Plätzchen eingegangen, um zu verstehen, warum sie so fest in der Weihnachtstradition verankert sind. Alle Rezepte, die hier genannt werden, stammen aus den Einsendungen und Veröffentlichungen der genannten Medien, wobei besondere Wert auf die Anwendung von traditionellen Zutaten und Methoden gelegt wird.
Klassische Plätzchenrezepte
Spitzbuben – Ein Klassiker mit moderner Note
Spitzbuben gehören zu den beliebtesten Plätzchen in Deutschland. Sie sind bekannt für ihre weiche Textur, nussige Note und den feinen Zitronenabrieb. Ein Rezept, das von Jenny Zöllner stammt, kombiniert Mehl, Mandeln, Puderzucker, Salz, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Butter und Ei zu einem aromatischen Teig. Die Kombination aus Mandeln und Vanillezucker verleiht diesem Keks eine feine, nussige Note, die durch den Zitronenabrieb harmonisch abgerundet wird.
Zutaten (für rund 20 Stück):
- 300 g Mehl
- 100 g gemahlene Mandeln
- 150 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Teelöffel Zitronenabrieb
- 200 g Butter
- 1 Ei
- 200 g Johannisbeergelee
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Mehl, Mandeln, Puderzucker, Salz, Vanillezucker und Zitronenabrieb vermischen.
- Butter und Ei hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig etwa 1 cm dick ausrollen und mit Ausstechformen in gewünschte Formen schneiden.
- Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen (180 °C, Umluft) 10–12 Minuten backen.
- Nach dem Abkühlen mit Johannisbeergelee füllen und mit Puderzucker bestäuben.
Zimtröllchen – Eine würzige Variante
Zimtröllchen sind besonders aromatisch und eignen sich hervorragend, um den Weihnachtsduft in der Küche zu verbreiten. Ein Rezept von Mandy Krappitz verwendet weiche Butter, Frischkäse, Vanillezucker, Zucker, Eigelb und Salz für den Teig. Die Füllung besteht aus Butter, Zimtpulver, Zucker, Vanillezucker, Eigelb und Milch.
Zutaten (für den Teig):
- 200 g Mehl
- 60 g weiche Butter
- 60 g Frischkäse
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 90 g Zucker
- 1 Eigelb
- 1 Prise Salz
Zutaten (für die Füllung):
- 60 g weiche Butter
- 5 Teelöffel Zimtpulver
- 70 g feiner Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Eigelb
- 1 Teelöffel Milch
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.
- Für den Teig alle Zutaten vermischen und zu einem Mürbeteig kneten.
- Für die Füllung Butter, Zimt, Zucker und Vanillezucker gut verrühren.
- Den Teig in 5 gleiche Teile teilen und etwa 2–3 mm dünn ausrollen.
- Füllung darauf verteilen, den Teig zusammenklappen und in gewünschte Größen schneiden.
- Die Hörnchen formen und mit Eigelb-Milch-Mischung bestreichen.
- Im Ofen für 20 Minuten backen.
Moderne und internationale Plätzchen
Kokosmakronen – Ein tropisches Highlight
Die Kokosmakronen von Beate Witt sind eine moderne Variante, die durch die Kombination aus Marzipan, Kokosraspeln und Zitronensaft eine besondere Textur und Geschmack entsteht. Sie sind ideal für alle, die eine süße, exotische Note zu den traditionellen Plätzchen hinzufügen möchten.
Zutaten (für 70 Stück):
- 300 g Marzipan Rohmasse
- 250 g Puderzucker
- 1 Eigelb
- 5 Eiweiß
- 2 Esslöffel Zitronensaft
- 200 g Kokosraspel
Zubereitung:
- Marzipan mit Puderzucker, Eigelb, Eiweiß und Zitronensaft zu einem glatten Teig verrühren.
- Teig in einen Spritzbeutel füllen und auf Backpapier kleine Kugeln spritzen.
- Kokosraspeln darauf verteilen.
- Im vorgeheizten Ofen (180 °C, Umluft) 10–12 Minuten backen, bis die Makronen goldbraun und leicht gebacken sind.
- Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Einfache Plätzchenrezepte für Anfänger
Einfacher Keksteig
Für alle, die nicht unbedingt Profiköche sind, gibt es auch einfache Rezepte, die immer gelingen. Ein Rezept, das sich ideal für Anfänger eignet, ist der einfache Keksteig mit Butter, Zucker, Mehl und Ei.
Zutaten:
- 200 g Mehl
- 100 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Zubereitung:
- Butter und Zucker mit dem Schneebesen cremig rühren.
- Ei und Vanillezucker unterrühren.
- Mehl und Salz langsam hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig etwa 0,5 cm dick ausrollen und mit Ausstechformen in gewünschte Formen schneiden.
- Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen (180 °C, Umluft) 8–10 Minuten backen.
Vegane Plätzchen – Alternativen für die moderne Backstube
Vegane Lebkuchen
Weihnachten ohne Lebkuchen? Für viele unvorstellbar. Ein veganes Rezept für Lebkuchen ist besonders einfach und eignet sich gut für Anfänger, die auf pflanzliche Zutaten achten. Der Teig wird mit Mandelmilch, Vanilleextrakt und Sirup hergestellt.
Zutaten:
- 360 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 3 TL Lebkuchengewürz
- 120 g Butter
- 90 g Schwarzer Sirup oder Zuckerrübensirup
- 60 ml Mandelmilch
- 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung:
- Mehl, Backpulver, Salz und Lebkuchengewürz vermischen.
- Butter, Sirup, Mandelmilch und Vanilleextrakt hinzufügen und alles zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig etwa 0,5 cm dick ausrollen und mit Ausstechformen in gewünschte Formen schneiden.
- Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen (180 °C, Umluft) 10–12 Minuten backen.
- Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Die Geschichte der Plätzchen – Von der Seefahrt zum Advent
Die Geschichte der Plätzchen reicht weit zurück in die Vergangenheit. Schon im Mittelalter wurden Kekse gebacken, um sie mit auf hohe See zu nehmen. In dieser Zeit unterschieden sie sich jedoch stark von den heute bekannten Plätzchen: Zucker war eine Mangelware, und die Kekse glichen mehr einem trockenen Brot, das hauptsächlich der Nahrungssicherheit diente.
Erst im 18. Jahrhundert, als der Genusskonsum zunahm, entstand der Brauch, Kekse zum Kaffee, Tee oder Kakao zu servieren. Zucker, exotische Gewürze wie Anis und Zimt sowie feinste Schokolade gehörten zum guten Ton, um die kleinen Gebäcke zu verfeinern. So entstand aus dem praktischen Backwerk ein Luxusgut, das heute fester Bestandteil der Weihnachtszeit ist.
Backen als Gemeinschaftserlebnis
Backen verbindet, Backen beruhigt, Backen macht glücklich – das gilt nicht nur, aber gerade zur Weihnachtszeit. In den Einsendungen für das Rezeptheft „Süßer Zauber“ betonen viele Hobbybäckerinnen und -bäcker den Aspekt des Zusammenkommens. Ob mit Kindern, Eltern oder Großeltern – das Backen von Plätzchen ist ein Erlebnis, das Generationen miteinander verbindet.
Die Rezepte im Rezeptheft sind darauf abgestimmt, dass sie sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Hobbybäcker geeignet sind. Es darf bunt werden, mit Streuseln, Zuckerguss oder Toppings – und so bietet das Heft eine bunte Mischung an Ideen, die für alle etwas bieten. Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern ein Begleiter für schöne, gemeinsame Stunden im Advent.
Teilnahme am Rezeptheft „Süßer Zauber“
Interessierte Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker können selbst aktiv werden und ihre Lieblingsrezepte einreichen. Die Vorgaben für die Einreichung sind einfach: Das Rezept muss getippt oder ausgedruckt werden, zusammen mit der Kontaktdaten, und mindestens 30 Stück der gebackenen Plätzchensorte müssen eingereicht werden. Die Rezepte können zusätzlich digital gesendet oder über den Online-Beitrag auf meiner.stimme.de eingestellt werden.
Eine kleine Jury aus Leckermäulern entscheidet dann, welche 25 Rezepte in das Rezeptheft aufgenommen werden. Die 25 ausgewählten Rezepte werden professionell fotografiert, und die Bäckerinnen und Bäcker werden mit Rezept, Namen und Foto im Heft vorgestellt. Alle Einreicher erhalten außerdem einen Gutschein für das Rezeptheft und ein kleines Dankeschön für ihre Mühe.
Schlussfolgerung
Die Weihnachtszeit ist die ideale Gelegenheit, um gemeinsam in der Backstube zu schalten und süße Köstlichkeiten zu zaubern. Die Rezepte, die im Rezeptheft „Süßer Zauber“ veröffentlicht werden, spiegeln die Vielfalt und Kreativität der Hobbybäckerinnen und -bäcker wider. Ob traditionelle Klassiker wie Spitzbuben oder moderne Kreationen wie Kokosmakronen – jedes Rezept hat seine eigene Note und Geschichte.
Durch die Einreichungen entsteht ein Rezeptband, der nicht nur kulinarische Leckereien, sondern auch das Gefühl der Gemeinschaft und das Wissen um die kulinarische Tradition vermittelt. Backen ist mehr als nur die Zubereitung von Speisen – es ist ein Erlebnis, das Generationen verbindet und die Weihnachtszeit besonders macht.