4 Eiweiß übrig? Hier sind die besten Rezepte für Plätzchen aus Eiklar

Beim Backen bleiben oft Zutaten übrig – und Eiweiß gehört hierzu besonders häufig dazu. Vor allem in der Weihnachtszeit, wenn es heißt: „Backen, backen, backen!“, werden Eier oft nur in ihren Dottern verwendet, während das Eiklar verloren geht. Doch das muss nicht sein. Eiweiß lässt sich prima zu leckeren Plätzchen weiterverarbeiten – ohne großen Aufwand, dafür mit großem Geschmack. In diesem Artikel präsentieren wir Ihnen verschiedene Rezepte, die ausschließlich von Eiklar profitieren, und zeigen Ihnen, wie Sie 4 übrige Eiweiß optimal nutzen können, um Weihnachts- oder einfach leckere Plätzchen zu backen.


Plätzchen mit Eiweiß – eine effektive Verwertung von Backresten

Eiweiß ist ein leckeres und vielseitig einsetzbares Produkt, das sich ideal für die Herstellung von luftigem Eischnee eignet. Dieser Eischnee bildet die Basis für viele leichte und knusprige Plätzchen wie Baiser, Makronen oder Vanillebaisers. Besonders in der Weihnachtszeit sind solche Kekse ein beliebtes Highlight auf dem Tisch und eignen sich hervorragend, um übrig gebliebene Eiklar-Reste weiterzuverarbeiten.

Von klassischen Keksen bis hin zu kreativen, modernen Varianten gibt es viele Möglichkeiten, wie Eiweiß genutzt werden kann. Die Rezepte, die wir Ihnen hier präsentieren, sind einfach in der Zubereitung und verlangen kein weiteres Eigelb oder Ei – sie basieren allein auf Eiklar. So sparen Sie nicht nur Lebensmittel, sondern auch Zeit und Geld, und tragen zudem aktiv zur Nachhaltigkeit im Haushalt bei.


Rezept 1: Kokosmakronen mit Eiweiß

Diese Kokosmakronen sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie man Eiweiß-Reste kreativ weiterverwertet. Sie sind luftig, leicht und haben eine feine Kokosnote. Die Zutaten sind einfach und schnell vorbereitet, sodass sie perfekt für einen spontanen Back-Versuch geeignet sind.

Zutaten:

  • 4 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 200 g Kokosraspeln

Zubereitung:

  1. Eiweiß in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen. Während des Schlagvorgangs nach und nach Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft einrieseln lassen.
  2. Die Kokosraspeln vorsichtig unter den Eischnee heben.
  3. Den Backofen auf 80 °C (Umluft) vorheizen.
  4. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Kokosmakronen auf Backpapier spritzen. Alternativ kann man sie auch mit zwei Teelöffeln formen.
  5. Die Makronen ca. 2 Stunden im Ofen „trocknen“ lassen, bis sie eine harte Schale und einen weichen Kern haben.

Rezept 2: Haselnuss-Makronen mit Oblaten

Diese Haselnuss-Makronen sind eine herrliche Kombination aus Eiweiß, Haselnüssen und Oblaten. Sie sind ideal für die Weihnachtszeit, aber auch im Sommer ein köstliches Dessert. Der Geruch von Haselnüssen und Zitronenschale verleiht den Makronen eine unverwechselbare Note.

Zutaten:

  • 3 Eiweiß (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Zucker
  • 1 TL Zitronenschale
  • 150 g gemahlene Haselnüsse
  • 35 ganze Haselnüsse
  • 35 runde Oblaten (Durchmesser ca. 4 cm)

Zubereitung:

  1. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach etwa 2 Minuten langsam den Zucker einrieseln lassen.
  2. Die Zitronenschale mit den gemahlenen Haselnüssen vermengen und diese Mischung vorsichtig unter den Eischnee heben.
  3. Den Ofen auf 180 °C (Umluft: 160 °C) vorheizen.
  4. Auf jede Oblate eine kleine Portion Masse setzen und mit einer ganzen Haselnuss darauf abschließen.
  5. Die Makronen ca. 20 Minuten im Ofen backen, bis sie fest und goldbraun sind.

Rezept 3: Vanillebaisers aus Eiweiß

Vanillebaisers sind luftig, leicht und haben eine wunderbar duftende Vanillenote. Sie sind besonders beliebt in der Weihnachtszeit und eignen sich hervorragend als Zuckerschleife auf Torten oder als süßer Snack.

Zutaten:

  • 4 Eiweiß
  • 120 g Rohrzucker
  • 2 Msp. Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL bunte Streusel (optional)

Zubereitung:

  1. Eiweiß mit Salz in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine anfangen zu schlagen.
  2. Während des Schlagvorgangs nach und nach Zucker sowie Vanillepulver einrieseln lassen.
  3. So lange rühren, bis das Eiweiß die richtige Konsistenz hat. Der „Fingertest“ kann helfen, um die Konsistenz zu überprüfen: Der Eischnee sollte sich auf dem Finger aufrechterhalten.
  4. Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 80 °C (Umluft) vorheizen.
  5. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Baisers formen. Alternativ können sie mit zwei Teelöffeln geformt werden.
  6. Optional mit bunte Streusel dekorieren.
  7. Die Baisers ca. 2 Stunden im Ofen „trocknen“ lassen, bis sie eine harte Schale und einen weichen Kern haben.
  8. Nach der Backzeit testen, ob die gewünschte Konsistenz erreicht wurde. Falls nötig, die Backzeit verlängern.

Rezept 4: Haferflocken-Kekse mit Eiweiß

Diese Kekse sind eine leckere Alternative zu herkömmlichen Plätzchen und können als proteinhaltiger Snack dienen. Sie sind ohne Eigelb hergestellt und enthalten nur Eiweiß, Haferflocken und Blaue Beeren.

Zutaten:

  • 4 Eiweiß
  • 100 g Haferflocken
  • 75 g Blaue Beeren
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 reife Banane, zerstampft

Zubereitung:

  1. Die Eiweiße in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät steif schlagen.
  2. Die Haferflocken, Zimt, zerstampfte Banane und Blaue Beeren hineingeben und vorsichtig unterheben.
  3. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  4. Mit einem Teelöffel die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech portionieren.
  5. Für 20 Minuten im Ofen backen und gut abkühlen lassen.

Rezept 5: Proteinwaffeln mit Eiweiß

Diese waffeln sind ideal, um übrig gebliebene Eiweiße als Teil eines proteinreichen Frühstücks zu verarbeiten. Sie sind leicht, cremig und gut mit Nüssen oder Früchten verfeinert.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 6 Eiweiß
  • 400 g Haferflocken
  • 100 g Magerquark
  • 5 EL Milch

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Eiweiß verquirlen und etwas aufschlagen.
  2. Die Haferflocken und den Magerquark hinzugeben und alles zu einer dickflüssigen Masse verrühren.
  3. Anschließend die Konsistenz anpassen, indem man mit einem Esslöffel Milch zu der Mischung gibt, bis ein cremiger Teig entsteht.
  4. Beide Seiten des Waffeleisens mit etwas Öl einfetten und die Waffel darin backen. Es ergeben sich etwa 8 bis 10 Stück.

Tipps zur optimalen Verwertung von Eiweiß-Resten

Die genannten Rezepte zeigen, wie vielseitig Eiweiß genutzt werden kann. Hier sind einige weitere Tipps, um Eiweiß optimal weiterzuverarbeiten:

  • Eischnee herstellen: Steif geschlagenes Eiweiß kann als Ersatz für Eigelb in Kuchen oder Torten verwendet werden.
  • Baiser backen: Luftige Baisers sind ideal, um übrige Eiweiße weiterzuverarbeiten.
  • Eiweiß einfrieren: Falls Sie nicht gleich etwas mit dem Eiweiß backen möchten, können Sie es in einen Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. So bleibt es frisch und leicht dosierbar.
  • In Kuchen oder Torten einarbeiten: Eiweiß kann in Kuchenmasse eingearbeitet werden, um die Konsistenz zu verbessern.

Praktische Tipps zum Backen mit Eiweiß

Das Schlag von Eiweiß erfordert einige kleine Vorbereitungen, um optimal zu funktionieren. Hier sind einige wichtige Tipps, die Sie beachten sollten:

  • Fettfreiheit: Achten Sie darauf, dass die Schüssel und die Rührbesen fettfrei sind. Andernfalls kann das Eiweiß nicht steif geschlagen werden.
  • Kühlung: Eiweiß lässt sich besser schlagen, wenn es kalt ist. Eiweiß aus frischen Eiern aus dem Kühlschrank schlägt sich besser.
  • Ruhezeit: Vor dem Schlag können Eiweiß-Reste für einige Minuten im Kühlschrank ruhen, um die Temperatur zu senken.
  • Zutaten einrieseln lassen: Zucker und Aromen sollten langsam einrieseln, um das Eiweiß nicht zu stark zu belasten.
  • Zubereitungsort: Verwenden Sie eine Metallschüssel zum Schlag. Plastikschüsseln können Fettreste speichern, die das Eiweiß beeinflussen.

Vorteile des Backens mit Eiweiß-Resten

Es gibt viele Gründe, warum das Backen mit Eiweiß-Resten eine gute Idee ist:

  • Umweltfreundlichkeit: Es wird nichts weggeschmissen, was verarbeitet werden könnte.
  • Kostenersparnis: Durch die Wiederverwendung sparen Sie Geld.
  • Kreativität: Eiweiß-Reste ermöglichen es, neue Rezepte auszuprobieren.
  • Einfachheit: Viele Rezepte lassen sich schnell und ohne weiteres Equipment zubereiten.
  • Leichtigkeit: Plätzchen aus Eiweiß-Resten sind oft luftig und leicht, was sie besonders geschmacklich attraktiv macht.

Praktische Tipps zur Aufbewahrung von Plätzchen

Sobald die Plätzchen gebacken sind, ist es wichtig, sie richtig aufzubewahren, um sie frisch und knackig zu halten.

  • Dosen: Plätzchen lassen sich gut in Dosen aufbewahren. Verwenden Sie luftdichte Behälter, um Feuchtigkeit zu vermeiden.
  • Servietten: Legen Sie eine Schicht Servietten in die Dose, um Kekse voneinander zu trennen und Schäden zu vermeiden.
  • Zeitungspapier: Die Dose kann mit Zeitungspapier eingepackt werden, um sie vor Stößen zu schützen.
  • Einfrieren: Plätzchen lassen sich gut einfrieren. Sie können entweder fertig gebacken oder als Teig vorbereitet werden.
  • Versenden: Plätzchen lassen sich gut per Post verschicken, wenn sie in Dosen verpackt sind. Viele Backbloggern verschicken Dosen mit selbstgebackenen Keksen, was eine schöne Geschenkidee ist.

Schlussfolgerung

Eiweiß-Reste eignen sich hervorragend für das Backen von Plätzchen. Die Rezepte, die wir Ihnen hier vorgestellt haben, zeigen, wie einfach und kreativ man mit Eiklar umgehen kann. Ob es sich um Kokosmakronen, Haselnuss-Makronen, Vanillebaisers oder Haferflocken-Kekse handelt – alle Rezepte nutzen das Eiweiß optimal und bereiten Ihnen und Ihren Lieben leckere Weihnachtsplätzchen. Nutzen Sie also nicht die Gelegenheit, Ihre Eiweiß-Reste weiterzuverarbeiten – es lohnt sich!


Quellen

  1. Lecker – Plätzchen mit Eiweiß – Top 12 Rezepte mit übrigem Eiklar
  2. Westfälischer Kurier – Westerwälder Rezepte: Zeit für Weihnachtsplätzchen
  3. Jenny is Baking – Weihnachtsplatzchen
  4. Chefkoch – 4 Eiweiß Plätzchen Einfach Rezepte
  5. AOK – Übrig gebliebenes Eiweiß und Eigelb verwerten
  6. Mein kleiner Foodblog – Eiweißverwertung: Vanillebaisers
  7. Mein kleiner Foodblog – Haselnuss-Makronen

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