Die Weihnachtsbäckerei ist ein unverzichtbarer Teil der Adventszeit. Ob Butterplätzchen, Dominosteine oder Schokoladen-Schneebälle – die Vielfalt der Rezepte ist groß und reicht von einfach bis raffiniert. Die ausgestochenen Kekse tragen nicht nur zur weihnachtlichen Atmosphäre bei, sondern sind auch eine willkommene Gelegenheit, die ganze Familie im Backrausch zu vereinen. In diesem Artikel werden einige der besten und beliebtesten Plätzchenrezepte vorgestellt, basierend auf Rezepturen aus renommierten Quellen und traditionellen Anleitungen.
Die Rezepte sind so ausgewählt, dass sie sowohl in der Zubereitung als auch im Geschmack überzeugen. Sie vereinen Klassiker wie Butterplätzchen mit modernen Interpretationen wie Schokoladenherzen oder gefüllten Keksen. Jedes Rezept ist detailliert beschrieben, sodass auch Anfänger leicht zum Erfolg kommen. Zudem werden Tipps zur Zubereitung und Lagerung gegeben, um die Qualität der Plätzchen zu bewahren.
Butterplätzchen – der Klassiker unter den Klassikern
Die Butterplätzchen zählen zu den unverzichtbaren Keksen in jeder Weihnachtsdose. Sie sind weich, mürbe und einfach zu backen. Ein besonders beliebtes Rezept, das in mehreren Quellen erwähnt wird, benötigt folgende Zutaten:
- 500g Mehl
- 200g Zucker
- 1 Packung Vanillezucker
- 350g Butter
- 2 Eigelb
- 1 Ei
- etwas abgeriebene Zitronenschale
- 1 Prise Salz
Die Zubereitung erfolgt wie folgt:
- Den Mehl in eine Schüssel geben und Zucker sowie Vanillezucker darauf streuen.
- Eine Mulde in die Mitte drücken und die Butter in Flöckchen auf den Rand setzen.
- In die Mulde Eigelb, Ei, Zitronenschale und Salz füllen.
- Alles schnell mit Knethaken oder den Händen zu einem weichen Teig kneten.
- Den Teig in einer geschlossenen Schüssel für mindestens eine Stunde kühlstellen.
- Den Teig nach dem Kühlen rollen und ausstechen.
- Die Plätzchen auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 170–180°C backen, bis sie goldbraun sind.
Diese Butterplätzchen zeichnen sich durch ihre zarte Konsistenz aus, die durch die kurze Knetzeit und die Zugabe von Ei zusätzlich gefördert wird. Sie sind ideal zum Ausstechen und Verzieren mit Zuckerguss oder Hagelzucker.
Schokoladen-Schneebälle – das schokoladigste Plätzchenrezept
Ein weiteres Highlight unter den Weihnachtsplätzchen sind die Schokoladen-Schneebälle. Sie sind weich, schokoladig und eignen sich hervorragend als Geschenk. Das Rezept für etwa 100 Stück lautet:
- 400g Halbbitter-Kuvertüre
- 200g Butter
- 240g Zucker
- 4 Eier
- 4 Eigelb
- 400g Mehl
- 4 EL Kakao
- 1 TL Backpulver
- Salz
- 4 TL gemahlener Zimt
- 240g Puderzucker zum Wälzen
Die Zubereitung erfolgt wie folgt:
- Die Kuvertüre hacken und mit der Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen.
- Die Schokoladencreme abkühlen lassen.
- Zucker, Eier und Eigelb unterrühren.
- Danach Mehl, Kakao, ein bis zwei Prisen Salz und Zimt hinzugeben.
- Den Teig zwei Stunden kühl stellen.
- Danach kleine Kugeln formen und in Puderzucker wälzen.
- Die Kugeln auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C backen, bis sie leicht gebräunt sind.
Diese Plätzchen sind besonders schokoladig und eignen sich gut als Geschenk, da sie in ihrer Form und Konsistenz besonders ansprechend sind.
Dominosteine – Schicht für Schicht lecker
Dominosteine sind eine weitere beliebte Variante, die aus Lebkuchenteig, Marzipan, Fruchtgelee und Kuvertüre besteht. Sie sind ein typisches Weihnachtsgebäck mit Schichten, die den Geschmack variieren. Die Zubereitung ist etwas aufwendiger, aber das Ergebnis lohnt sich. Die Schichten sind wie folgt aufgebaut:
- Lebkuchenteig – goldbraun gebacken
- Marzipankugel – aus Marzipan geformt
- Fruchtgelee – z. B. aus Aprikose oder Johannisbeere
- Kuvertüre – als Ummantelung
Die Rezepte für die einzelnen Schichten können variieren, aber sie folgen immer dem gleichen Prinzip. Der Lebkuchenteig wird gebacken, die Marzipankugeln darauf gelegt, mit Fruchtgelee bestrichen und schließlich mit Kuvertüre überzogen. Dieser Klassiker ist ideal für Kinder, da die Schichten die Kekse optisch ansprechend und geschmacklich abwechslungsreich machen.
Alfajores – südamerikanische Doppeldecker
Ein weiteres Highlight sind die Alfajores, südamerikanische Doppeldecker, die mit Karamellcreme gefüllt sind. Sie sind im Prinzip wie französische Macarons, jedoch mit einer anderen Füllung. Die Kekse bestehen aus einem Mürbeteig, der mit Creme gefüllt wird. Die Rezepturen variieren, aber die Grundzutaten sind:
- 200g Mehl
- 100g Zucker
- 100g Butter
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
Für die Füllung:
- 200g Zucker
- 100g Butter
- 1 EL Kakaopulver
- 1 Prise Salz
- 1 EL Milch
Die Zubereitung erfolgt wie folgt:
- Den Teig kneten, bis er glatt ist.
- Den Teig rollen und kleine Kreise ausstechen.
- Die Kreise auf ein Backblech legen und im Ofen backen, bis sie leicht gebräunt sind.
- Für die Füllung Zucker, Butter, Kakaopulver, Salz und Milch über einem Wasserbad erhitzen, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
- Die Kekshälften zusammenfügen und mit der Creme füllen.
- Die Kekse können mit Zuckerguss oder Schokolade überzogen werden.
Alfajores sind eine schöne Abwechslung zum klassischen Plätzchen und eignen sich gut als Gastgeschenk.
Spitzbuben – mit Spekulatiusgewürz verfeinert
Spitzbuben sind ein weiterer Klassiker, der im Originalrezept mit Spekulatiusgewürz verfeinert wird. Sie bestehen aus einem einfachen Mürbeteig, der mit einer Prise Zimt, Muskatnuss und Nelke gewürzt ist. Das Rezept ist einfach und schnell zubereitet:
- 250g Mehl
- 125g Butter
- 100g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Zimt
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 Prise Nelke
- 1 Ei
Die Zubereitung:
- Die Zutaten zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig kühlen lassen.
- Die Plätzchen ausstechen und backen.
Spitzbuben sind weich, gewürzt und haben eine typische Form mit gezackten Rändern. Sie eignen sich besonders gut zum Verzieren mit Zuckerguss oder Zuckerstreuseln.
Mohn-Orangen-Plätzchen – drei Schichten, kein Ausstechen
Ein weiteres Rezept, das sich besonders einfach zubereiten lässt, sind die Mohn-Orangen-Plätzchen. Sie bestehen aus drei Schichten – Mehl, Mohn und Orangen – und können direkt vom Blech gegessen werden, ohne ausgestochen zu werden. Die Rezepturen variieren, aber eine mögliche Kombination ist:
- 200g Mehl
- 100g Butter
- 100g Zucker
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 100g Mohn
- 1 Orangenschale
Die Zubereitung:
- Die ersten Zutaten zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig rollen und mit Mohn bestreuen.
- Danach mit Orangenschale bestreichen.
- Die Plätzchen auf ein Backblech legen und bei 170°C backen.
Diese Kekse sind einfach zubereitet und haben eine leichte Orangen-Note, die durch die Schale entsteht. Sie eignen sich gut als Grundlage für weitere Verzierungen.
Bethmännchen – mit Mandeln verziert
Bethmännchen sind eine weitere traditionelle Variante, die mit Mandeln verziert wird. Sie bestehen aus Marzipan, das zu Kugeln geformt wird und mit Mandeln bestückt wird. Das Rezept ist wie folgt:
- 500g Marzipan
- 1 Eigelb
- 1 EL Milch
- 1 Prise Salz
- Mandeln
Die Zubereitung:
- Die Marzipanmasse in zwei Rollen formen.
- Aus jeder Rolle 35 kirschengroße Stücke abschneiden und zu Kugeln formen.
- Jeweils drei Mandelhälften seitlich ansetzen.
- Die Kugeln auf ein Backblech legen und mit einer Mischung aus Eigelb, Milch und Salz bestreichen.
- Die Bethmännchen im Ofen bei 170°C backen, bis sie leicht gebräunt sind.
Diese Kekse sind weich und süß und eignen sich besonders gut als Geschenk oder zur Tafel.
Himbeersterne und Nougatherzen – abwechslungsgerechte Kekse
Ein weiteres Rezept, das sich gut eignet, um die Plätzchenvielfalt zu erhöhen, ist das der Himbeersterne und Nougatherzen. Diese Kekse entstehen aus dem gleichen Grundrezept wie die Butterplätzchen, jedoch mit verschiedenen Füllungen. Die Grundzutaten sind:
- 125g Puderzucker
- 250g Butter
- 1 Eigelb
- 1 Msp. Salz
- 375g Weizenmehl Type 405
- 1/2 Bio-Zitrone Schale oder 1 Msp. Zimt
Die Zubereitung ist identisch mit dem Grundrezept für Butterplätzchen, wobei der Teig in drei Teile geteilt wird. Ein Teil wird zu Butterplätzchen, ein Teil zu Himbeersterne und ein Teil zu Nougatherzen. Die Füllungen sind:
- Für Himbeersterne: Himbeergelee oder -konfitüre
- Für Nougatherzen: Nussnougat oder Mandelcreme
Die Kekse werden nach dem Backen gefüllt und können mit Zuckerguss oder Schokolade überzogen werden.
Tipp zur Lagerung und Verzierung
Ein weiterer Aspekt, der bei der Weihnachtsbäckerei nicht unterschätzt werden sollte, ist die Lagerung und Verzierung. Die Plätzchen sollten in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden, um die Konsistenz zu erhalten. Zudem kann man sie nach dem Backen mit Zuckerguss, Schokolade oder Hagelzucker verziern. Bei Kindern sind besonders die Kekse mit Zuckerstreuseln oder Zuckerperlen beliebt.
Schlussfolgerung
Die Weihnachtsbäckerei ist eine traditionelle Aktivität, die nicht nur die ganze Familie begeistert, sondern auch eine willkommene Gelegenheit ist, die Adventszeit mit Köstlichkeiten zu bereichern. Die vorgestellten Rezepte reichen von einfachen Butterplätzchen bis zu raffinierten Doppeldeckern und bieten für jeden Geschmack etwas. Sie sind einfach zuzubereiten, vielfältig in der Gestaltung und eignen sich hervorragend als Geschenke oder zur Tafel. Ob klassisch oder modern – die Weihnachtsplätzchen sind unverzichtbar und tragen zur weihnachtlichen Stimmung bei.